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Jahresrückblick 2022

Diese Ereignisse bewegten die Wirtschaft in der Region

Engpässe in Lieferketten, Verteuerung der Produkte und verändertes Kaufverhalten: Viele Firmen in der Region bekommen die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die Vorwirkung der Energiekrise zu spüren.

Christian
Brändli
Dienstag, 27. Dezember 2022, 17:45 Uhr Jahresrückblick 2022
Höhere Papierpreise belasten die Druckereien, im Bild das DT Druck-Team in Wetzikon.
Foto: PD

Die Armee lässt sich in Fehraltorf tarnen

Urs Schellenberg ist stolz, den Camouflage-Druck für die Schweizer Armee realisieren zu dürfen.
Urs Schellenberg ist stolz, den Camouflage-Druck für die Schweizer Armee realisieren zu dürfen.
Foto: Christian Merz

Die E. Schellenberg Textildruck AG aus Fehraltorf bedruckt seit Anfang Jahr den Stoff für den neuen Tarnanzug der Schweizer Armee. Diese benötigt den Camouflage-Druck auch auf ABC-Schutzanzügen, schweren Winter-Uniformen, Rucksäcken und Zelten Daneben hat die Firma weitere Kunden aus dem Militärbereich – eine Marktnische, die immer wichtiger wird. 

R&M kauft in Italien Firma zu

R&M Wetzikon kauft den IT-Gehäusehersteller Tecnosteel Italien.
R&M Wetzikon kauft den IT-Gehäusehersteller Tecnosteel Italien.
Foto: PD

Die Wetziker R&M-Gruppe, weltweit tätiger Entwickler und Anbieter von Verkabelungssystemen für Netzwerkinfrastrukturen, gibt am 11. Januar die Übernahme einer italienischen Firma bekannt: Bei Tecnosteel S.r.l. mit Sitz in Brunello (Provinz Varese) handelt es sich um den führenden europäischen Hersteller von 19-Zoll-Netzwerkschränken, sogenannten «Racks», und Gehäusen für das IT-Equipment und Netzwerke in Rechenzentren.

Ab jetzt wächst der neue ZO-Hauptsitz in die Höhe 

Jürg Kägi (Präsident der Baukommission) und VR-Präsidentin Karin Lenzlinger betonieren die Zeitkapsel ein.
Jürg Kägi (Präsident der Baukommission) und VR-Präsidentin Karin Lenzlinger betonieren die Zeitkapsel ein.
Foto: Elias Wirth

Am 15. Januar wird der Grundstein für das neue ZO-Medienhaus beim Bahnhof Wetzikon gelegt. Es wird an Stelle des alten Hauptsitzes erstellt, das 90 Jahre lang – seit 1931 – das Aussehen Unterwetzikons geprägt hatte. Der Neubau an der Rapperswilerstrasse 1 kostet 35 Millionen Franken. Es ist die grösste Investition in der Geschichte der ZO Medien AG. Erstellt wird ein Glasbau mit Wohnungen und Gewerbeflächen.

Belimo will in Hinwil weiter wachsen

Vis-à-vis dem bestehenden Areal hat Belimo ein Grundstück erworben.
Belimo, Hersteller von Ventilen, Antrieben und Sensoren, baut seine Kapazitäten in Hinwil aus und hat dazu das Grundstück der früheren SpannStahl AG an der Wässeristrasse 21/23 - direkt vis-a-vis dem bestehenden Belimo-Areal - erworben.
Foto: Jörg Marquardt

Belimo braucht mehr Platz. Das Geschäft mit Antrieben, Ventilen und Sensoren in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik läuft so rund, dass die Kapazitäten in Hinwil ausgebaut werden sollen. Am 20. Januar gibt die Firma den Ausbau ihrer Kapazitäten am Hauptsitz in Hinwil bekannt. Im Juni wird auch bekannt, wo ausgebaut werden soll. Das neu erworbene Grundstück grenzt nicht direkt an das bestehende Firmenareal, sondern befindet sich auf der gegenüberliegenden Strassenseite, und zwar an der Wässeristrasse 21/23. Es misst 8500 Quadratmeter. Die dort stehen Hallen sind Überbleibsel der Spann-Stahl AG, die 2019 aufgelöst worden ist. Die Gebäude sollen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Schellenberg Druck AG erwirbt gleich drei Firmen

Die Pfäffiker Schellenberg Druck AG übernimmt gleich drei Firmen aufs Mal.
Die Pfäffiker Schellenberg Druck AG übernimmt gleich drei Firmen aufs Mal.
Foto: Seraina Boner

Die Pfäffiker Schellenberg Druck AG gibt am 25. Januar die Übernahme von drei Firmen in Regensdorf bekannt. Es handelt sich dabei um die Horisberger Regensdorf AG, die Freytag AG und die Druckerei Geyer GmbH. Deren bisheriger Inhaber, Rolf Schärer, hat sich zu diesem Schritt entschieden, weil der Verbund mit einem starken Partner für die Entwicklung der Firma langfristig erheblich bessere Perspektiven biete als der weitere Alleingang.

FDP-Nationalrat Silberschmidt steigt bei Jucker Farm ein

Andri Silberschmidt wurde von Beat und Martin Jucker in den Verwaltungsrat geholt (von rechts).
Andri Silberschmidt wurde von Beat und Martin Jucker in den Verwaltungsrat geholt (von rechts).
Foto: Christian Merz

Die Jucker Farm AG mit Sitz in Seegräben hat einen prominenten Neuzugang. Seit Februar gehört der aus Gossau stammende FDP-Nationalrat und Jungunternehmer Andri Silberschmidt dem Verwaltungsrat des Erlebnishof-Betreibers an. Der 27-Jährige folgt auf Achim Diedenhofen, der sein Amt nach über zehn Jahren abgibt.Silberschmidt sieht seine Rolle in der Stärkung des Unternehmertums. Wenn es Hürden bei der Entwicklung gebe, will er sie wegräumen helfen.

Ustermer Beck backt nun auch in Zürich

Martin Mayer (links), Inhaber der Bäckerei Vuaillat, übernimmt den Stadtzürcher Quartierbeck von Janek Arnet.
Martin Mayer (links), Inhaber der Bäckerei Vuaillat, übernimmt den Stadtzürcher Quartierbeck von Janek Arnet.
Foto: PD

Die Ustermer Bäckerei Vuaillat expandiert in die Stadt Zürich. Am 17. Februar gibt Martin Mayer, Inhaber der Bäckerei Vuaillat, bekannt, dass er die Filiale von Arnet Beck im Kreis 3 zusammen mit dessen Belegschaft bekannt. Damit verfügt Vuaillat künftig über fünf Standorte. Bisher ist die Bäckerei mit drei Filialen in Uster und einer Filiale in Illnau vertreten.

Meier Tobler zahlt wieder eine Dividende

Der Schwerzenbacher Klimatechniker Meier Tobler - im Bild eine Visualisierung des neuen Dienstleistungscenters in Oberbuchsiten - legt gute Zahlen vor.
Der Schwerzenbacher Klimatechniker Meier Tobler - im Bild eine Visualisierung des neuen Dienstleistungscenters in Oberbuchsiten - legt gute Zahlen vor.
Foto: PD

Aufgrund des starken Geschäftsgangs, der Stabilisierung der Bilanz und der positiven Ertragsaussichten gibt der Verwaltungsrat des Schwerzenbacher Klimatechnikers Meier Tobler am 3. März bekannt, dass die 2018 ausgesetzte Dividendenausschüttung wieder aufgenommen wird. Der Generalversammlung beantragt er für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende von 1 Franken pro Aktie. Im Mai trennt sich die Meier Capital AG in Schwerzenbach, die auch die Mehrheitsbeteiligung an Meier Tobler hält, von Kühldeckenspezialist Barcol-Air. Die Firma wird von der Swegon Group übernommen.

Die Schulthess Maschinen AG verlegt ihren Hauptsitz

Bisher war Wolfhausen der Hauptsitz von Schulthess Maschinen.
Bisher war Wolfhausen der Hauptsitz von Schulthess Maschinen.
Foto: PD

Am 30. März informiert Schulthess Maschinen, der bekannte Waschmaschinenhersteller, über eine «Vereinfachung der Unternehmensstrukturen». Vom neuen Hauptsitz in Cham (ZG) wird die Firma das internationale Geschäft vorantreiben und den Vertrieb sowie das Servicegeschäft leiten. Bisher befand sich der Hauptsitz im Bubiker Ortsteil Wolfhausen. Von einer Verlagerung war offiziell nie die Rede gewesen. Per sofort will Schulthess nun Forschung, Entwicklung, Einkauf und Fertigung am Produktionsstandort Wolfhausen konzentrieren. Diese Bereiche würden in die neu geschaffene Schulthess Produktion AG integriert.

Im Juni vermeldet die Schulthess Maschinen AG innert weniger Tage zwei Übernahmen. Per 23. Juni hat sie die Mehrheitsbeteiligung an GMP SRL in Pieve di Soligo, Italien, erworben. Dabei handelt es sich um den führenden europäischen Hersteller von Bügelmaschinen für Flachwäsche. Eine ähnliche Regelung vermeldet Schulthess auch für die zweite Übernahme: Per 24. Juni hat sie die Mehrheit der Textilreinigungs- und Hygienefirma Chemie AG in Worblaufen bei Bern übernommen.

Climeworks sammelt 600 Millionen Franken

In Hinwil, auf dem Dach der Kezo, saugt Climeworks Kohlendioxid aus der Luft.
In Hinwil, auf dem Dach der Kezo, saugt Climeworks Kohlendioxid aus der Luft.
Foto: Seraina Boner

Die Greentech-Firma Climeworks, die seit 2017 auf dem Dach der Kezo in Hinwil die erste kommerzielle, grosstechnische Anlage zur Filterung von Kohlendioxid (CO2) aus der Umgebungsluft betreibt, gibt am 5. April eine neue Rekordinvestition bekannt: Im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde hat sie 600 Millionen Franken eingesammelt. Zuvor hat die ZAV Recycling AG, die sich auch in der Kezo Hinwil befindet, einen kräftigen Gewinnsprung vermeldet. Die Gewinnung von Edelmetall aus Kehrrichtschlacke macht sich bezahlt. 

Die Ferag wird Opfer eines Cyberangriffs

Nach Meier Tobler und Huber+Suhner ist die Ferag das dritte Oberländer Unternehmen, das zum Ziel von Hackern wurde.
Nach Meier Tobler und Huber+Suhner ist die Ferag das dritte Oberländer Unternehmen, das zum Ziel von Hackern wurde.
Foto: PD

Die Ferag AG in Hinwil ist am 25. April das Ziel einer Cyberattacke geworden. Laut dem Unternehmen für Förder- und  Verarbeitungssysteme haben interne Überwachungsdienste festgestellt, dass das IT-Netzwerk von einer Schadsoftware angegriffen worden ist. Durch diesen Angriff sind wesentliche Teile der Aktivitäten des Unternehmens beeinträchtigt, vor allem auch Leistungen gegenüber Kunden. Die Ferag ist das dritte grosse Unternehmen im Zürcher Oberland, das in letzter Zeit Opfer von Cyberkriminellen geworden ist. Im Juli 2019 war der Schwerzenbacher Klimatechniker Meier Tobler von einem Cyberangriff betroffen, im Dezember 2020 der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner. Am 7. Juni stirbt Ferag-Gründer Walter Reist im Alter von 95 Jahren.

Der Oberländer Event-König sattelt um und das Rock-the-Ring ist pleite

Päde Hofstetter auf dem Areal des Rock the Ring beim Betzholzkreisel.
Päde Hofstetter auf dem Areal des Rock the Ring beim Betzholzkreisel.
Foto: Christian Merz

Patrick «Päde» Hofstetter, Gründer des Hinwiler «Rock the Ring», will sich neu orientieren. Im Mai wird bekannt, dass Hofstetter nach 20-jähriger Geschäftstätigkeit seine Anteile an Rock-it Event veräussert, um künftig nur noch in beratender Form und auf Mandatsbasis für die Dienstleistungsfirma tätig zu sein. Am 14. Oktober sickert durch, dass das Hinwiler Rockfestival Rock the Ring konkurs ist. Falsches Line-Up und fehlende Zuschauer haben dem Festival den Todesstoss versetzt. Die Ausgabe von Mitte Juni ist die letzte.  Seit 2014 fand der Anlass jährlich statt und lockte im Schnitt um die 25'000 Besuchende an. 2020 und 2021 fiel das Festival wegen der Pandemie aus.   

Foodtech-Startup Planted wächst weiter

Planted in Kemptthal verdoppelt seine Produktion.
Planted in Kemptthal verdoppelt seine Produktion.
Foto: Christian Merz

Das Schweizer Foodtech-Start-up Planted wächst rasant. 2019 in einem Labor der ETH gegründet, hat es 2020 im Kemptthaler «Valley» den neuen Produktionsstandort bezogen. Zwei Jahre später reicht die maschinelle Kapazität für Planted-Chicken, -Schnitzel oder -Kebab schon nicht mehr. Um das Stundenvolumen von 500 Kilogramm auf eine Tonne zu erhöhen, hat Planted im Mai im bestehenden Werk eine zweite Produktionslinie in Betrieb genommen.

Krebs AG schliesst ihren Laden

Die Brüder Thomas (links) und Stefan Krebs schliessen den Laden ihres Uhren- und Elektrofachgeschäfts.
Die Brüder Thomas (links) und Stefan Krebs schliessen den Laden ihres Uhren- und Elektrofachgeschäfts.
Foto: Christian Merz

Eine schwere Entscheidung liegt hinter den Brüdern Stefan und Thomas Krebs. Die Inhaber der Krebs AG in Pfäffikon trennen sich per Ende Mai von ihrem Uhren- und Elektrofachgeschäft an der Seestrasse 15. Laut Stefan Krebs schreibt der Laden, dem er neben dem gewichtigeren Elektro- und Installationsgeschäft als Geschäftsführer vorsteht, seit 2015 durchgängig rote Zahlen. «Bis dahin war er zumindest kostendeckend, auch wenn er in den letzten 15 Jahren nie eine grosse Rendite abgeworfen hat.»

Spital Wetzikon sieht sich um Patientendaten geprellt

Das GZO Spital Wetzikon unterliegt vor Gericht gegen ehemalige Mitarbeiter.
Das GZO Spital Wetzikon unterliegt vor Gericht gegen ehemalige Mitarbeiter.
Foto: Andreas Stutz

Dürfen Ärzte mit Patientendaten, die sie in ihrem früheren Job verwendeten, später auch an einer neuen Arbeitsstelle arbeiten? Eine Frage, zu der vor dem Bezirksgericht Hinwil im Mai die Meinungen aufeinanderprallten. Drei ehemaligen Angestellten der Wetziker Spitalbetreiberin Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO) AG wurde vorgeworfen, unbefugt Patientendaten, welche als Arbeitsergebnis gelten, ohne Berechtigung wirtschaftlich genutzt zu haben. Und zwar indem das Trio, das Anfang 2020 im Spital gekündigt hatte, bisherige GZO-Patienten zu einem Kontrolltermin an ihren neuen Arbeitsort in einem Medizin-Fachzentrum aufbot und sie mit einem Spezialversand zu einem Tag der offenen Tür dorthin einlud. Die Richterin sprach aber alle Angeklagten vollumfänglich frei.

Dübendorfer Firma testet neue Windturbine

Das Start-up Agile Wind Power AG aus Dübendorf hat Mitte Juni ihre Windturbine auf einem Testfeld im deutschen Grevenbroich installiert.
Das Start-up Agile Wind Power AG aus Dübendorf hat Mitte Juni ihre Windturbine auf einem Testfeld im deutschen Grevenbroich installiert.
Foto: PD

Mit vertikalen Rotorblättern will das Dübendorfer Start-up Agile Wind Power die Windstromerzeugung voranbringen. Jetzt steht ihr Projekt kurz vor der Serienreife. In Deutschland ist im Juni ein Testbetrieb gestartet worden. Mit dem zweiten Prototyp will die Firma ihre vorgängig erstellten Modellrechnungen in der Realität überprüfen und so die Zertifizierung ihrer neuen Technologie abschliessen.

Fällander Firma erhält «Meilenstein der Chemie»

Rainer Kümmerle, Verwaltungsratspräsident der Bruker BioSpin (links) und Philippe Moreillon, Präsident Akademie Naturwissenschaften SCNAT, enthüllen die Landmark in der Bruker AG in Fällanden.
Rainer Kümmerle, Verwaltungsratspräsident der Bruker BioSpin (links) und Philippe Moreillon, Präsident Akademie Naturwissenschaften SCNAT, enthüllen die Landmark in der Bruker AG in Fällanden.
Foto: Christian Merz

Grosse Ehre für die Bruker AG in Fällanden. Am 1. Juli wird die Laborgeräte-Entwicklerin von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz mit dem «Chemical Landmark» 2021 geehrt. Mit diesem «Meilenstein» zeichnet die Akademie jene Stätten in der Schweiz aus, die in der Geschichte der Chemie eine wichtige Rolle gespielt oder an denen bedeutende Chemikerinnen und Chemiker gewirkt haben. Die Bruker AG erhält diese Auszeichnung im Verein mit der ETH Zürich. 

Russland sorgt bei Oberländer Ofenhändler für einen Ansturm

Seit März verzeichnet Thomas Dort von Bernard Kaminbau in Wetzikon eine deutlich höhere Nachfrage nach Holzöfen.
Seit März verzeichnet Thomas Dort von Bernard Kaminbau in Wetzikon eine deutlich höhere Nachfrage nach Holzöfen.
Seraina Boner

Der Winter ist noch fern. Trotzdem decken sich mitten im Sommer zahlreiche Menschen mit einem Holzofen ein – sofern sie einen erhalten. Seit März, wenige Wochen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine, verzeichnet die Bernard Kaminbau AG einen massiven Anstieg der Nachfrage. Die Energiekrise, die auch medial immer mehr zum Thema wird, sorgt für einen Schub. Besonders die Drohung Russlands, den Gashahn zuzudrehen, lässt Hausbesitzer umdenken. Die Ofenbauer spüren aber noch immer die Lieferprobleme wegen der Corona-Pandemie. 

Dormakaba spannt mit Gebäudehüllen-Profi zusammen

Jim-Heng Lee (rechts), CEO von Dormakaba, unterzeichnet mit Schüco-Gesellschafter Andreas Engelhardt die neue Partnerschaft.
Jim-Heng Lee (rechts), CEO von Dormakaba, unterzeichnet mit Schüco-Gesellschafter Andreas Engelhardt die neue Partnerschaft.
Gregor Herse / Foto: PD/Schüco International KG

Der Schliesstechnikkonzern Dormakaba mit Sitz in Wetzikon und Rümlang geht eine strategische Partnerschaft mit der deutschen Schüco-Gruppe ein. Dabei handelt es sich um einen der europäischen Marktführer für Gebäudehüllen mit Kompetenz in den Bereichen Fenster, Türen, Fassaden und Smart Building. Die Partnerschaft ist seit dem 5. Juli offiziell in Kraft. Gemeinsam wollen Dormakaba und Schüco als bevorzugte Partner strategische Entwicklungsprojekte der Digitalisierung und der Zutrittskontrolle vorantreiben.

Druckereien und Zeitungen ächzen unter hohen Papierpreisen

Wegen gestiegener Papierpreise werden auch die Zeitungsabos erhöht.
Wegen gestiegener Papierpreise werden auch die Zeitungsabos erhöht.
Foto: Matthias Müller

Die anhaltende Rohstoffknappheit im Nachgang der Pandemie und die stark gestiegenen Energiekosten setzen im Sommer auch die grafische Industrie unter Druck. Viele Materialien sind kaum noch verfügbar oder mit langen Lieferfristen verbunden. Die steigenden Papierpreise belasten zunehmend auch die Zeitungsbranche. Vielerorts sehen sich Medienhäuser gezwungen, die Abonnementspreise anzuheben. Davon betroffen sind auch die Produkte der Zürcher Oberland Medien AG. Ab Oktober verteuern sich die Jahres-, Halbjahres- und Quartalsabonnements für den «Zürcher Oberländer»/«Anzeiger von Uster» um 2,7 bis 2,9 Prozent. Die Kosten für das Monatsabo steigen um 1,8 Prozent.

Strom- und Gaspreise schnellen in die Höhe

Ein vierköpfiger Haushalt in der Gemeinde Pfäffikon zahlt ab 2023 im Schnitt 230 Franken mehr für Strom.
Ein vierköpfiger Haushalt in der Gemeinde Pfäffikon zahlt ab 2023 im Schnitt 230 Franken mehr für Strom.
Foto: Fabio Meier

Die aktuelle Weltlage zwingt die Gemeindewerke Pfäffikon zu einer massiven Erhöhung der Strompreise. Am 25. August kündigen die Gemeindewerke an, dass sie auf Anfang 2023 die Netznutzungspreise durchschnittlich um 0.81 Rappen pro Kilowattstunde und die Energiepreise durchschnittlich um 4.49 Rappen pro Kilowattstunde erhöhen. Auch andere Oberländer Energieanbieter passen ihre Preise massiv nach oben an.  Dazu gehört etwa auch Wetzikon. Dort werden ebenfalls ab Anfang 2023 die Gastarife erhöht. Durch die stark angestiegenen Gaspreise am Grosshandelsmarkt sowie eine moderate Erhöhung der Netzkosten steigen die Tarife um 88 Prozent an.

Chilbi-Geschäft lebt im Oberland wieder auf

Seine Arbeitstage sind zurzeit 18 bis 20 Stunden lang: der Wetziker Schausteller Marco Gottardi.
Seine Arbeitstage sind zurzeit 18 bis 20 Stunden lang: der Wetziker Schausteller Marco Gottardi.
Fotos: Mano Reichling/PD

Der bekannte Wetziker Schausteller und Sänger Marco Gottardi ist erleichtert über das Wiederaufleben seiner Branche wie an der Chilbi Wetzikon Mitte August. Diese ist auf vier Tage ausgedehnt worden. Aber die Arbeitsbelastung hat sich massiv erhöht. Das Hauptproblem ist die Suche nach Hilfskräften. Diese seien kaum mehr zu finden, meint Gottardi: «Den Leuten geht es einfach zu gut.»

 

Aus für das Möbelzentrum Volketswil

Das Möbelzentrum Volketswil, das seit über 50 Jahren existiert, wird Ende 2022 geschlossen.
Das Möbelzentrum Volketswil, das seit über 50 Jahren existiert, wird Ende 2022 geschlossen.
Foto: PD

Wer sich vom Einerlei der Möbelwelt abheben will, hat in der Region eine bewährte Anlaufstelle. Seit 55 Jahren verkauft das Möbelzentrum Volketswil an der Brunnenstrasse 14 Designermöbel von namhaften Herstellern. Auf Ende Jahr hin müssen sich Designliebhaber nach einer Alternative umsehen. «Wir haben uns entschieden, das Einrichtungshaus in einigen Monaten zu schliessen», sagt Co-Geschäftsführerin Andrea Seiler am 13. September. Sie leitet die MZ Möbelzentrum AG seit acht Jahren zusammen mit ihrem Partner Kay Egger.

Ustermer Traditionsfirma verkauft Getränkehandel an Zweifel

Lilian Angehrn, Raphael Angehrn und Monika Sieber (von links) leiten die Girsberger + Sieber AG.
Lilian Angehrn, Raphael Angehrn und Monika Sieber (von links) leiten die Girsberger + Sieber AG.
Foto: Christian Merz

Das Ende eines grossen Kapitels Ustermer Firmen- und Familiengeschichte kündigt sich am 19. Oktober an: Auf Januar 2023 hin gibt die Geschäftsleitung der Girsberger + Sieber AG ihr bisheriges Kerngeschäft, den Getränkehandel, auf. Die Arbeitsbelastung ist zu gross geworden. Käufer ist der bekannte Mitbewerber Zweifel Weine & Getränke AG, der seinen Sitz ebenfalls in Uster hat. Alle acht Mitarbeitenden werden im Rahmen einer Nachfolgeregelung übernommen. Die Girsberger + Sieber AG als solche bleibt bestehen. Denn die Geschäftsleitung will ihren Tankstellenshop an der Riedikerstrasse 5 selbständig weiterführen.

 

Panolin verkauft Geschäftsbereich an Shell

Rote Fässer als Markenzeichen: Panolin verkauft sein Geschäft mit Bio-Schmierstoffen. Im Bild: Mitgeschäftsführer Silvan Lämmle.
Rote Fässer als Markenzeichen: Panolin verkauft sein Geschäft mit Bio-Schmierstoffen. Im Bild: Mitgeschäftsführer Silvan Lämmle.
Foto: Christian Merz

Der Schmierstoffhersteller Panolin mit Hauptsitz in Madetswil bei Russikon wird einen Teil seines Unternehmens an Shell verkaufen und hat eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Dies teilt der britische Mineral- und Erdgaskonzern am 2. November mit. Konkret trennt sich die Panolin-Gruppe von ihrem Geschäft mit Bio-Schmierstoffen, auf Englisch: «Environmentally Considerate Lubricants». Diese sind biologisch abbaubar und sollen im Vergleich zu herkömmlichen Schmierstoffen einen grösseren Schutz für Wildtiere und Ökosysteme bieten. 

Steiner eröffnet neue Filiale in Hinwil

Der Steiner Beck am Bahnhof Hinwil hat wieder geöffnet. Die Filiale stand in der Kritik wegen einer alten Linde, die illegal gefällt wurde.
Der Steiner Beck am Bahnhof Hinwil hat wieder geöffnet. Die Filiale stand in der Kritik wegen einer alten Linde, die illegal gefällt wurde.
Foto: Talina Steinmetz

Am 21. November wird die neue Steiner-Filiale am Bahnhof Hinwil eröffnet. Zwei Jahre haben die Bauarbeiten für den Standort des Bäckers gedauert. Da die Umgebungsarbeiten noch im Gange sind, wird aber ein Eröffnungsfest erst auf Frühjahr 2023 geplant. Noch pendent ist die Ersatzpflanzung für die Linde, die der Steiner-Chef illegal hatte fällen lassen.

FBB baut eine Asphaltmischanlage

Das Baugesuch für die neue Asphaltmischanlage wurde bereits eingereicht.
Das Baugesuch für die neue Asphaltmischanlage wurde bereits eingereicht.
Foto: Lars Meier

Die Baustofffirma FBB baut in Hinwil eine neue Asphaltmischanlage. Das Projekt, das sie am 28. November vorstellt, wird sich in einem zweistelligen Millionenbereich bewegen. Das Ziel des Vorhabens ist es, nachhaltigeren Asphalt produzieren zu können. Dafür sind zwei Neubauten vorgesehen.

Avera-Kunden stehen nicht mehr vor Panzerglas

Die ersten Kunden der neuen Avera-Filiale Wetzikon werden beraten.
Die ersten Kunden der neuen Avera-Filiale Wetzikon werden beraten.
Foto: Ljilja Mucibabic

Die Bank Avera weiht am 6. Dezember ihren Neubau an der Spitalstrasse in Wetzikon ein. Der neue Hauptsitz ist in zweieinhalb Jahren Bauzeit erstellt worden. Statt einer Schalterhalle mit Panzerglas gibt es dort eine offene Empfangslobby. Der Neubau ist der erste eigene Hauptsitz in der Geschichte der Bank. Rund 120 Mitarbeitende sind hier unter einem Dach vereint.

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