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Ab 2023

Gemeindewerke Pfäffikon heben die Strompreise massiv an

Die aktuelle Weltlage zwingt die Gemeindewerke Pfäffikon zu einer massiven Erhöhung der Strompreise.

Jörg
Marquardt
Donnerstag, 25. August 2022, 17:27 Uhr Ab 2023
Vor einem Verwaltungsgebäude steht ein Schild.
Ein vierköpfiger Haushalt in der Gemeinde Pfäffikon zahlt ab 2023 im Schnitt 230 Franken mehr für Strom.
Archivbild: Fabio Meier

Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Pfäffikon müssen sich auf einen satten Anstieg der Strompreise einstellen. Für das Jahr 2023 erhöhen die Gemeindewerke die Netznutzungspreise durchschnittlich um 0.81 Rappen pro Kilowattstunde und die Energiepreise durchschnittlich um 4.49 Rappen pro Kilowattstunde.

Insgesamt entstehen einem Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden Mehrkosten von rund 230 Franken pro Jahr, wie aus der Medienmitteilung am Donnerstag hervorgeht.

Vorgelagerte Kosten

Die Verteuerung der Netznutzungspreise ist laut Mitteilung hauptsächlich auf die Tariferhöhung bei den vorgelagerten Kosten (+0.24 Rappen pro Kilowattstunde) mit dem signifikant höheren Netznutzungstarif der Axpo zurückzuführen.

Verantwortlich dafür sei Swissgrid: Die Schweizer Übertragungsnetzbetreiberin habe ihre Tarife aufgrund regulatorischer Vorgaben und als Folge der abgeschlossenen Übernahme der Netzinfrastruktur angehoben.

Geringe Verfügbarkeit und Krieg

Der Preisanstieg bei den Energiepreisen hängt seinerseits mit der geringen Verfügbarkeit der französischen Atomkraftwerke sowie mit den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zusammen.

Die Gemeindewerke rechnen bei der Netznutzung mit einem kalkulierten Verlust von rund 3000 Franken, bei den Energietarifen mit einem kleinen Gewinn von zirka 53’000 Franken.

Neu würden die Strompreise mit separaten Tarifblättern ausgewiesen.

Weniger Verwaltungskosten

Die Gemeindewerke weisen darauf hin, dass bei der Energie die jährlichen Verwaltungs- und Vertriebskosten inklusive Gewinn – gemäss den Auflagen der Eidgenössischen Elektrizitätskommission – 75 Franken pro Rechnungsempfänger nicht übersteigen dürfen. Man kalkuliere mit einem deutlich tieferen Wert pro Rechnungsempfänger.

Gemäss dem Bundesamt für Energie werde auch für die Stromtarife 2023 der maximal zulässige Netzzuschlag von 2.30 Rappen pro Kilowattstunde verrechnet.

Die Werkkommission hat die neuen Stromtarife 2023 am 24. August 2022 genehmigt. jöm

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