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Mehr Patienten behandelt

Spital Uster meldet finanziellen Aufschwung

Erstmal veröffentlicht das Spital Uster einen Halbjahresabschluss. Dieser sei ein wichtiger Meilenstein für das Spital auf dem Weg zurück in die Wirtschaftlichkeit.

Erik
Hasselberg
Mittwoch, 27. Juli 2022, 16:57 Uhr Mehr Patienten behandelt
Das Spital Uster rückt mit einer positiven Nachricht in die Schlagzeilen: dem Halbjahresabschluss 2022.
Foto: PD

Besondere Zeiten erfordern besondere Massnahmen. Nachdem das Spital Uster vom Zürcher Regierungsrat und der Gesundheitsdirektion nur provisorisch auf die Spitalliste 2023 gesetzt worden war, ist das Krankenhaus um positive Schlagzeilen bemüht.

Und es ist gewillt der Bevölkerung zu zeigen, dass es um die mittel- und langfristige wirtschaftliche Stabilität besser bestellt ist, als vom Kanton bezweifelt. 

Wichtiger Meilenstein

So veröffentlichte das Spital am Mittwoch erstmals einen Halbjahresabschluss. Dieser stimmt positiv.

«Der Halbjahresabschluss ist ein Lichtblick für uns und ein Beweis dafür, dass wir mit den gesetzten Massnahmen auf dem richtigen Weg sind. Diese Zuversicht möchten wir gerne mit der Bevölkerung teilen, mit diejenigen, die sich wegen des Bescheids über einen momentan provisorischen Leistungsauftrag für uns stark gemacht oder aber für diejenigen, die Sorge um uns haben», sagen die Verantwortlichen.

Gemäss Mitteilung darf das Spital zum ersten Mal seit drei schwierigen Jahren mit bis zu 13,4 Millionen Franken Verlust optimistisch auf das weitere Geschäftsjahr blicken. Mit dem Halbjahresabschluss 2022 weist das Haus ein positives Betriebsergebnis von rund 5 Millionen Franken aus.

Dies übersteige mit 1,4 Millionen Franken «sogar die Erwartungen aus dem ambitionierten Budget und ist das Resultat eines erfolgreich abgeschlossenen zweijährigen Turnaround-Prozesses».

Höhere Patientenzahlen

Zurückzuführen sei das positiv ausfallende Zwischenergebnis auf höhere Patientenzahlen gegenüber dem Vorjahr. So konnten im ersten Halbjahr rund 239 stationäre und knapp 9'000 ambulante Patientinnen und Patienten mehr behandelt werden.

Auf der Aufwandseite sei insbesondere der Fachkräftemangel in den Pflegebereichen finanziell spürbar, da die fehlenden Ressourcen mit externem Personal aufgefangen werden müssten.

Zuversichtlicher Spitaldirektor

Spitaldirektor Andreas Greulich zeigt sich zuversichtlich: «Wir blicken als Spital Uster auf schwierige Zeiten zurück, finanziell aber auch als Organisation mit vielen Mitarbeitenden. Es gab Zeiten, und die sind noch gar nicht so lange her, in denen wir nur schlechte Nachrichten überbringen mussten.» 

So musste das Spital auch seine Ausbau-Pläne begraben, nachdem das Bundesgericht den Gestaltungsplan zum Bauvorhaben «Vrenelisgärtli» gekippt hatte. Stein des Anstosses mehrerer Anwohnender war die Kombination aus Ausrichtung, Länge und Höhe des geplanten 95 Meter langen Rehaklinik-Gebäudes.

Hinsichtlich der diversen schlechten Nachrichten sei es Greulich zwischenzeitlich auch nicht immer leicht gefallen, «das Ziel für unser Spital» vor Augen zu haben, liess sich doch nicht jede Entwicklung steuern. 

«Ich freue mich über das bisher erreichte Resultat in diesem Jahr.»
Andreas Greulich, Direktor Spital Uster

«Die vielen und teils einschneidenden Richtungskorrekturen scheinen sich jedoch im Vergleich zu den Vorjahren erstmals gelohnt zu haben. Ich freue mich über das bisher erreichte Resultat in diesem Jahr, auch wenn uns sicherlich noch ein paar weniger gute Monate bevorstehen», wird der Spitaldirektor in der veröffentlichen Medienmitteilung zitiert. 

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