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Wegen steigender Inflationsgefahr

SNB hebt Leitzinsen deutlich an

Krieg in der Ukraine und Lieferkettenprobleme sorgen aktuell für zum Teil heftige Preiserhöhungen. Das treibt die Inflation an. Nun steuert die SNB gegen.

Agentur
sda
Donnerstag, 16. Juni 2022, 10:41 Uhr Wegen steigender Inflationsgefahr
Hand steckt Münze in ein buntes Sparschwein.
Bisher war Sparen nur mässig sinnvoll im Angesicht von Minuszinsen. Doch das könnte sich nun ändern.
Foto: Pixabay

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hebt überraschend deutlich den Leitzins an. Die Notenbank erhöht ihn um einen halben Prozentpunkt auf -0,25 Prozent. Die straffere Geldpolitik solle verhindern, dass die Inflation breiter übergreift, teilte die SNB mit.

Man gehe davon aus, dass sich die Inflationsdynamik in der Schweiz mit der Zinserhöhung wieder etwas abschwächen wird. Die Jahresteuerung für 2022 werde sich allerdings im Bereich von 2,8 Prozent bewegen.

Noch im März hatte die Prognose für die Inflation im laufenden Jahr auf 2,1 Prozent gelautet. Zur Erinnerung: Im Mai war die Inflationsrate in der Schweiz auf 2,9 Prozent geklettert.

Krieg und Lieferkettenprobleme

Der Höhepunkt der Inflation wird laut der SNB nun im dritten Quartal mit 3,2 Prozent erreicht. Danach soll sie sich allmählich abschwächen. Bekanntlich peilt die SNB eine Inflation von höchstens 2 Prozent an.

Die Inflation habe in vielen Ländern seit März nochmals deutlich und breit angezogen, so die SNB weiter. Hier spiele der Krieg in der Ukraine eine wesentliche Rolle, indem er viele Rohstoffpreise habe ansteigen lassen. Zusätzlich hätten die anhaltenden Lieferkettenprobleme zu weiteren Preiserhöhungen bei verschiedenen Waren geführt.

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