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Netzwerkfehler bei Skyguide

Luftraum wieder offen – Beeinträchtigungen bleiben

Ein Netzwerkfehler bei der Flugsicherung Skyguide hat am Morgen den Flugverkehr in der Schweiz lahmgelegt. Laut Skyguide handelt es sich definitiv um keinen Cyberangriff. Zu Reden geben wird vermutlich noch die Art und Weise der internationalen Kommunikation des Problems.

Agentur
sda
Mittwoch, 15. Juni 2022, 08:20 Uhr Netzwerkfehler bei Skyguide

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Die Störung war laut Skyguide um 4 Uhr am Morgen festgestellt worden, infolgedessen wurde der Luftraum aus Sicherheitsgründen gesperrt. Starts und Landungen waren an den Flughäfen Zürich und Genf nicht mehr möglich. Ab 8.30 Uhr war der Luftraum wieder offen.

Ab 10 Uhr konnte der Flughafen Zürich seine volle Kapazität wieder aufnehmen, wie es auf Twitter hiess. Auch der Flughafen Genf twitterte, der Betrieb sei wieder aufgenommen worden. Reisenden wurde jedoch weiterhin empfohlen, die Fluginformationen der Airlines zu beachten.

Screenshot von Flightradar24. Darauf sind symbolisch Flugzeuge zu sehen. Der gesamte Luftraum ist voll von ihnen - ausser über der Schweiz.
Der Luftraum über der Schweiz war gesperrt, die Flugzeuge mussten das Hoheitsgebiet der Flugsicherung Skyguide umfliegen.
Screenshot: Flightradar24

Laut einer Skyguide-Sprecherin mussten vorübergehend andere Flughäfen angeflogen werden. In der Schweiz waren dies der Flughafen Basel, welcher der französischen Flugsicherung unterstehe. Im Ausland seien jene Flughäfen ausgewählt worden, die der jeweiligen Destination am nächsten seien. 

Die Schweizer Behörden waren offenbar nicht in der Lage, über die Sperrung des Schweizer Luftraums zu informieren. An ihrer Stelle haben die zuständigen Stellen in Österreich Airlines und Piloten über die Sperre informiert.

6400 Swiss-Passagiere betroffen

Laut Angaben des Flughafens Zürich musste dort 77 Flüge gestrichen werden, 15 Flüge mussten anderswo landen. Bei der Swiss wurden bis am Mittag 30 Kurzstreckenflüge von und nach Zürich und Genf gestrichen, davon seien rund 6400 Passagiere betroffen. Für die betroffenen Kunden werde nach Lösungen, beispielsweise in Form von Umbuchungen, gesucht, hiess es bei der Swiss auf Anfrage.

Auch der Flugverkehr am EuroAirport Basel-Mulhouse war wegen der Panne bei Skyguide und der damit verbundenen Sperrung des Schweizer Luftraums vorübergehend stark betroffen, wie es auf Anfrage hiess.

Am Flughafen Bern waren Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR) nicht möglich. Dazu gehören alle Linienflüge. Private Flüge nach Sichtflugregeln hingegen waren weiterhin möglich. (maiu)

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