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Bezirksgericht Zürich

Pierin Vincenz muss hinter Gitter

Im Prozess wegen mehrfacher Veruntreuung hat der Ex-Raiffeisen-Chef eine Freiheitsstrafe kassiert. Zudem muss er noch eine Geldstrafe zahlen.

Agentur
sda
Mittwoch, 13. April 2022, 08:59 Uhr Bezirksgericht Zürich
Ein Mann geht an mehreren Kameras und Mikrofonen vorbei. Er trägt eine Brille, hat graue, kurze Haar und trägt eine Umhängetasche mit mehrfarbigem Schulterriemen.
Vincenz betont, dass er in seinen zwanzig Jahren bei Raiffeisen zwar Fehler gemacht und manchmal übertrieben habe, dennoch habe er aber nichts Unrechtmässiges getan.
Foto: Keystone

Das Bezirksgericht Zürich hat den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz wegen mehrfacher Veruntreuung, mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Er muss eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten absitzen.

Diese Freiheitsstrafe wird vollzogen, wie es im Urteil vom Mittwochmorgen heisst. Dazu kommt eine bedingte Geldstrafe von 280 Tagessätzen zu 3000 Franken. Ausserdem muss Vincenz der Raiffeisenbank 236'000 Franken zurückzahlen.

Nach acht teilweise zähen Verhandlungstagen waren die Befragungen und Plädoyers am 22. März zu Ende gegangen. Auch in seinem Schlusswort hatte Vincenz betont, dass er in seinen zwanzig Jahren bei Raiffeisen zwar Fehler gemacht und manchmal übertrieben habe. Er habe aber «nichts Unrechtmässiges getan».

Vincenz und dessen Geschäftskollege Beat Stocker sollen sich versteckt an Firmen beteiligt und danach dafür gesorgt haben, dass diese Unternehmen durch die Raiffeisen oder die Kreditkartenfirma Aduno aufgekauft wurden. Bei diesen Transaktionen und Übernahmen sollen Vincenz und Stocker unrechtmässige Gewinne in Millionenhöhe eingestrichen haben.

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