×
ReWi-Persönlich

«Ich habe fast keine Ängste»

Monika Zwirner arbeitet seit über 20 Jahren als diplomierte Treuhandexpertin und zugelassene Revisionsexpertin bei der Gubser Kalt & Partner AG in Uster. Auf gute Lösungen kommt sie gerne mal vor dem Einschlafen.

Tanja
Frei
Freitag, 11. März 2022, 07:00 Uhr ReWi-Persönlich

Dieser Beitrag erschien in der Wirtschaftsbeilage RegionalWirtschaft vom 11. März 2022.

Name: Monika Zwirner
Geburtsjahr: 1973
Beruf: Diplomierte Treuhandexpertin
Erlernter Beruf: Kaufmännische Angestellte
Hobbys: Wandern und lange Spaziergänge, Walken, Lesen, Musik hören
Zivilstand/Kinder: verheiratet, zwei Kinder (16 und 18 Jahre alt)
Wohnort: Rapperswil-Jona

Was macht Sie in Ihrem Beruf glücklich?
Die Kunden von A bis Z zu begleiten. Von der Gründung der Einzelfirma, zur Umwandlung in eine juristische Person, bis zur Nachfolgeregelung, um für den Kunden den optimalen Weg zu finden. Schön finde ich, dass es nicht «die Lösung» für alle gibt, sondern individuelle Lösungen für einzelne Kunden. Jeder Kunde ist anders und hat eigene Bedürfnisse und Ideen.

Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Eigentlich wollte ich Lehrerin werden. Aufgrund meiner Schulleistungen wählte ich die kaufmännische Lehre. Auf dem Büro zu arbeiten, war meine zweite Wahl, aber ich würde es heute wieder so machen. Nach der Lehre wurde es mir schnell langweilig und ich begann ein Jahr nach der Lehre mit der Weiterbildung zur Fachfrau in Finanz- und Rechnungswesen.

Wie sind Sie zur jetzigen Stelle gekommen?
Nach unserer Weltreise, im Juni 2000, suchte ich eine Stelle als Treuhänderin. Ich habe mich bei der Bührer Treuhand AG in Uster beworben. Dann wollte ich absagen, bevor ich mich vorgestellt hatte. Mein Wohnort war dazumal in Horgen und ich dachte, der Weg sei etwas weit. Aber Herr Bührer war schnell und hat mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Sein Satz «Frau Zwirner, Sie haben das, was wir suchen und wir haben das, was Sie suchen», überzeugte mich. Nun arbeite ich seit dem 1. Juni 2000 bei der Bührer Treuhand AG, die heute Gubser Kalt & Partner AG heisst.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Schulzeit?
Ich ging immer gern zur Schule und war bis zur sechsten Klasse eine gute Schülerin. In der Sekundarschule ging es dann bergab und ich mogelte mich durch.

Gubser Kalt & Partner AG ist ein Treuhand- und Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen, das seiner Kundschaft im Sinne eines Generalunternehmers eine umfassende Beratung in betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fragen bietet.

Von wem haben Sie beruflich am meisten profitiert?
Von Heinz Bührer, dem ehemaligen Inhaber der Bührer Treuhand AG, von Urs Kalt und von Adrian Gubser von der Gubser Kalt & Partner AG. Sie alle haben mich in verschiedenen Bereichen der Problemlösung inspiriert.

Verfolgen Sie ungelöste Probleme nach der Arbeit?
Ja, teilweise ist das gut, dann kommen mir vor dem Einschlafen gute Ideen. Schwierige Fälle belasten mich manchmal auch. Das passiert zum Glück selten.

Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?
Ich arbeite 70 Prozent und kann das Pensum selbst auf das Jahr verteilen. So gelingt mir eine gute Balance. Ich schaue gut zu mir, nehme Auszeiten und lasse mich verwöhnen.

Was unternehmen Sie am liebsten mit Ihrer Familie/Ihren Kindern?
Wir legen alle viel Wert darauf, abends zusammen zu essen. Das klappt meistens. Einmal am Wochenende unternehmen mein Mann und ich etwas, sei es eine Wanderung oder ein lockerer Spaziergang. Wir sind Liebhaber von Comedy. Man findet uns darum öfters in der Kellerbühne Grünfels in Jona.

Was ist Ihr Lebensmotto?
Der Umweg um den Weg ist auch ein Weg.

Welche berühmte Person würden Sie gerne treffen?
Büne Huber oder Stephan Eicher. Was die mit der Musik machen, ist grandios.

Worüber ärgern Sie sich?
Respektlose, intolerante und egoistische Menschen.

In der Serie «Persönlich» stellen sich Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem Zürcher Oberland unserem Fragenkatalog und bieten so einen Einblick in ihr berufliches und privates Umfeld.

Worüber freuen Sie sich?
Über die kleinen Dinge im Leben. Dass wir alle gesund sind, dass die Kinder einen guten Weg einschlagen, dass die Sonne aufgeht und dass im Moment gerade die Natur aus dem Winterschlaf erwacht.

Wo liegen Ihre Stärken?
Ich bin sehr geduldig, kann gut zuhören, bin sehr zuverlässig und erfasse Probleme schnell.

Und Ihre Schwächen?
Mein Mann sagt, ich sei eine Erbsenzählerin - auch dort wo es nicht nötig ist. Und ich kann nicht besonders gut nein sagen.

Kochen Sie?
Ja, und das sehr gerne und offenbar auch gut (sagen auf jeden Fall meine Gäste).

Viel Zeit vorausgesetzt: Womit würden Sie sich beschäftigen?
Ich würde mich gerne mehr in soziale Bereiche einbringen und helfen. Es erscheint mir eine sehr sinnvolle Arbeit. Interessant finde ich auch den Bereich der Ernährung, Gesundheit und Fitness. Gerne würde ich selber mehr Fitness betreiben.

Worauf sind Sie stolz?
Auf meine Familie.

Vor was haben Sie Angst?
Ich bin kein ängstlicher Mensch und habe fast keine Ängste. Bis auf die Angst, dass den Kindern etwas passiert, wenn Sie weg sind – die hat jede Mutter.

Wo verbringen Sie Ihre Ferien?
Immer an einem anderen Ort und immer aktiv mit dem Fahrrad, dem Boot, dem Kajak oder zu Fuss. Wir lieben alle den Norden, im Süden ist es uns viel zu warm. 25 Grad im Sommer reichen uns.

Spielen Sie ein Instrument? Oder: Welche Musik hören Sie?
Als Kind spielte ich elektrische Orgel. Heute klimpere ich ab und zu auf der Gitarre. Ich höre sehr gerne Musik in einem breiten Spektrum. Am liebsten deutschsprachige Musik oder Mundart. Im Moment liebe ich Marius Bear, James Arthur. Was auch immer geht ist Patent Ochsner, Züri West oder Stephan Eicher.

Was lesen Sie zurzeit?
«Das Kaffeehaus» von Marie Lacrosse.

Was ist Ihr Lieblingsort im Zürcher Oberland?
Eigentlich das ganze Zürcher Oberland. Hier hat es viele schöne Naherholungsgebiete: das Hörnli, das Schnebelhorn, die vielen Tobel. Ich spaziere hier oft irgendwo.