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«Als ich in die Firma eingestiegen bin, wurde ich ins kalte Wasser geworfen»

Raphael Bertschinger ist Mitinhaber des Familienunternehmens Bertschinger Innenausbau AG und arbeitet als Projektleiter Umbau und Gesamtprojekte. Einen Ausgleich zu seiner Arbeit findet er bei Familienausflügen in den Bergen.

Sebastian
Schuler
Freitag, 12. November 2021, 10:19 Uhr
Foto: Christoph Kaminski

Dieser Beitrag erschien in der Wirtschaftsbeilage RegionalWirtschaft vom 12. November 2021.

Name: Raphael Bertschinger
Geburtsjahr: 21.02.1980
Beruf: Projektleiter Umbau und Gesamtprojekte
Erlernter Beruf: Schreiner/Grafiker
Hobbys: Musik
Zivilstand/Kinder: Verheiratet, Vater von 2 Söhnen
Wohnort: Wetzikon

Was macht Sie in Ihrem Beruf glücklich?
Raphael Bertschinger: Das schönste ist, wenn ich sehe, was durch einen Umbau entstanden ist. Zudem freue ich mich, wenn ich miterlebe, wie meine Kunden von ihrem neuen Zuhause begeistert sind.

Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Ich bin durch meine Familie hineingerutscht.

Wie sind Sie zur jetzigen Stelle gekommen?
Mein Vater Urs Bertschinger hat die Firma gegründet. Deshalb war das Bewerbungsgespräch relativ einfach (lacht). 

 Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Schulzeit?
Ich ging nie wirklich gerne zur Schule, aber meine damalige Lehrerin, Frau Hinderling, ist mir in sehr guter Erinnerung. Aber so richtig interessiert am Lernen war ich damals nie.

Von wem haben Sie beruflich am meisten profitiert?
Ich habe von meinem Vater sehr viel gelernt und ihn immer bewundert.
Aber als ich bei uns in die Firma eingestiegen bin, wurde ich ins kalte Wasser geworfen. Ich musste mir vieles selber beibringen und mir neues Wissen erarbeiten. Das stärkte meinen Charakter.

Verfolgen Sie ungelöste Probleme nach der Arbeit?
Seit ich mehr Verantwortung und mehr Aufgaben habe, definitiv.

Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?
Meine Familie und mein Hobby, die Musik, bieten mir einen guten Ausgleich.

Die Bertschinger Innenausbau AG wurde 1975 von Urs Bertschinger gegründet. Heute wird das Unternehmen in Bubikon in der zweiten Generation von Harry Letsch, Jürg Looser, Roger Bosshard sowie Raphael und Matthias Bertschinger geführt.

Was unternehmen Sie am liebsten mit Ihrer Familie/Ihren Kindern?
Ich fahre sehr gerne mit meiner Familie in die Berge. Dort unternehmen wir Wanderungen und haben dabei viel Zeit, um miteinander zu reden. Tagsüber bräteln wir Würste in der Natur und am Abend kochen wir etwas Feines. Dann bin glücklich.

Welche berühmte Person würden Sie gerne treffen?
Ich möchte eigentlich kein Idol von mir treffen. Ich habe das Gefühl, dass man dabei nur enttäuscht werden kann.

Worüber ärgern Sie sich? 
Über vieles. Aber am meisten über mich selbst, wenn Dinge nicht so laufen, wie ich das möchte.

Worüber freuen Sie sich?
Über meine Familie, gute Musik, coole Abende mit Freunden, schöne Schuhe, Burger essen, die Eishockey-Saison, Urlaube und noch vieles mehr.

Wo liegen Ihre Stärken?
Ich kann vernetzt denken und das ist beim Umbau von grossem Vorteil.

Und Ihre Schwächen?
Ich bin launisch, ungeduldig und bei gewissen Themen relativ schnell reizbar.

Kochen Sie?
Ja, ich koche sehr gerne und bekoche auch gelegentlich meine Familie. Beim Kochen bin ich eher kreativ und könnte mich nie an ein Rezept halten.

In der Serie «Persönlich» stellen sich Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem Zürcher Oberland unserem Fragenkatalog und bieten so einen Einblick in ihr berufliches und privates Umfeld.

Viel Zeit vorausgesetzt: Womit würden Sie sich beschäftigen?
Dann würde ich noch mehr Zeit im Studio verbringen und Musik machen.

 Worauf sind Sie stolz? 
Auf meine zwei Kinder und die vielen wunderschönen Umbauten, welche ich mit meiner Firma schon machen durfte.

Vor was haben Sie Angst?
Dass meiner Frau und meinen Kindern etwas passieren könnte. Und vor Spinnen.

Wo verbringen Sie Ihre Ferien?
Am liebsten in den Bergen.

Spielen Sie ein Instrument? Oder: Welche Musik hören Sie?
Ich habe früher intensiv Schlagzeug gespielt und ich höre sehr viel Death Metal und Hip Hop.

Was lesen Sie zurzeit?
«Panikherz» von Benjamin von Stuckrad-Barre, einen Krimi von Jo Nesbø und viele Musikmagazine.

Was ist Ihr Lieblingsort im Zürcher Oberland?
Mein Zuhause im Zürcher Oberland und der Vorplatz der Katholischen Kirche in Wetzikon. Dieser Platz ist wunderschön. Dort komme ich zur Ruhe.