×

«Ich freue mich oft über kleine Dinge wie eine schöne Aussicht beim Wandern»

Tobias Plaza aus Uster ist Gründer der Plaza Kliniken. Der Facharzt für Dermatologie liest in seiner Freizeit gerne bretonische Krimis und ärgert sich über Intoleranz gegenüber anderen.

Sebastian
Schuler
Freitag, 10. September 2021, 11:00 Uhr
Foto: PD

Dieser Beitrag erschien in der Wirtschaftsbeilage RegionalWirtschaft vom 10. September 2021.

Name: Tobias Plaza
Geburtsjahr: 1974
Beruf: Facharzt für Dermatologie und Leiter PLAZA Kliniken
Erlernter Beruf: Facharzt für Dermatologie
Hobbys: Lesen, Wandern, Schwimmen, Velofahren, Skifahren, Gärtnern, Kochen
Zivilstand / Kinder: verheiratet / 3 Kinder

Was macht Sie in Ihrem Beruf glücklich?
Tobias Plaza: Sehr glücklich macht mich der tägliche Kontakt zu den Menschen. Da sind die Patientinnen und Patienten einerseits und die Zusammenarbeit mit meinem tollen Team andererseits. Auch ist es in der Dermatologie sehr motivierend, wie durch die Therapie schnell Beschwerdelinderung erfolgt. Zufriedene Patientinnen und Patienten, die sich gut aufgehoben fühlen, machen mich glücklich.

Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Ich wusste schon sehr früh, dass ich einen Beruf erlernen möchte, in dem die Menschen im Vordergrund stehen. So kam ich nach der Matura zur Medizin. Mich fasziniert an der Dermatologie die Vielseitigkeit der Hauterscheinungen, die Abwechslung aus konservativer Medizin und ambulanten Operationen bis hin zu lasermedizinischen Eingriffen.

Wie sind Sie zur jetzigen Stelle gekommen?
Bereits während meines Studiums war ich als Unterassistent im Entlebuch tätig und habe dabei die Schweiz als Land und die Menschen liebgewonnen. Nach meiner Facharztausbildung zum Dermatologen und während meiner Oberarzttätigkeit in der Allergologie habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, in einer dermatologischen Praxis in der Schweiz zu arbeiten und konnte die Praxis von Dr. Erhardt Roth in Uster übernehmen.

Verfolgen Sie ungelöste Probleme nach der Arbeit?
Kommt es bei Patientinnen und Patienten zu Komplikationen, dann beschäftigt mich das auch wenn ich nicht in der Klinik bin und ich suche einen Weg, wie ich ihnen helfen kann. Eine grosse Unterstützung ist meine Frau, die mich in allen Fragen berät.

Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?
Work is life – nein, ernsthaft: Wenn der Beruf einen erfüllt und man jeden Tag mit Spass zur Arbeit geht, dann ist man schon im Gleichgewicht. Manchmal kann es insgesamt zu viel Arbeit sein, dann habe ich jedoch mein tolles Team, das mich entlastet und auf das ich mich zu hundert Prozent verlassen kann.

PLAZA Kliniken wurde von Dr. med. Tobias Plaza gegründet und umfasst die gesamte Dermatologie. 2021 wurde das Angebot um die Plastische Chirurgie und die Ästhetische Medizin erweitert.

Was unternehmen Sie am liebsten mit Ihrer Familie/Ihren Kindern?
Im Winter fahren wir alle gerne Ski. Im Sommer sind wir bei schönem Wetter in der Natur unterwegs und biken, wandern oder schwimmen im See. Sehr gerne kochen und essen wir zusammen oder mit Freunden und haben einen lustigen Abend mit Spielen oder machen einen Filmabend.

Was ist Ihr Lebensmotto?
Wenn Du an eine Sache glaubst, dann «just do it».

Worüber ärgern Sie sich?
Über Intoleranz anderen gegenüber in der Gesellschaft.

Worüber freuen Sie sich?
Ich freue mich oft über kleine Dinge: eine schöne Aussicht beim Wandern, einen Vogel am Greifensee oder ein gutes Essen. Besonders freue ich mich, wenn es meiner Familie gut geht und wenn meine Mitarbeitenden mit Freude zur Arbeit kommen.

Wo liegen Ihre Stärken?
Ich denke ich kann Ruhe ausstrahlen, wenn es hektisch ist. Ausserdem kann ich Verantwortung gut an Mitarbeitende abgeben und das Tagesgeschäft priorisieren. Und ich habe immer wieder neue Ideen, die ich dann auch umsetze.

Und Ihre Schwächen?
Einerseits kann ich schlecht nein sagen, wenn man mich um Hilfe bittet. Oft merke ich erst hinterher, wie viel Arbeit das mit sich bringt. Zum anderen kommuniziere ich manchmal zu wenig innerhalb des Teams, wenn es um Management-Themen geht. 

Viel Zeit vorausgesetzt: Womit würden Sie sich beschäftigen?
Ich glaube, dann würde ich einen Krimi schreiben und von Uster nach Venedig wandern.

In der Serie «Persönlich» stellen sich Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem Zürcher Oberland unserem Fragenkatalog und bieten so einen Einblick in ihr berufliches und privates Umfeld.

Worauf sind Sie stolz?
Ich bin wahnsinnig stolz auf meine drei Kinder. Ausserdem bin ich sehr dankbar für mein Team, das mich täglich aktiv unterstützt.

Wovor haben Sie Angst?
Es wird zu wenig konkret über die Zukunft des Gesundheitssystems nachgedacht, das von Jahr zu Jahr stärker unter Druck gerät. Visionäre Ideen fehlen oder werden nicht weiterverfolgt. Dabei brauchen wir echte Lösungen.

Wo verbringen Sie Ihre Ferien?
Erholungsferien verbringen wir in der Regel in den Bergen – im Bündnerland, im Südtirol oder in Österreich. Manchmal gehe ich mit der Familie auch auf eine Erlebnisreise. Zuletzt haben wir Kuba und Namibia bereist.

Spielen Sie ein Instrument und welche Musik hören Sie?
Als Kind habe ich eine Zeit lang Klavier gespielt – leider dann aufgehört. Ich höre alles Mögliche, von Supertramp, über ZAZ oder Fury in the Slaughterhouse bis hin zu jüngeren Bands. Aktuell höre ich gerade The Birthday Girls aus Zürich, die ich vor zwei Jahren beim H2U Open Air in Uster entdeckt habe.

Was lesen Sie zurzeit?
Einerseits lese ich immer Fachliteratur zu dermatologischen Themen. Zum anderen mag ich Krimis. Aktuell lese ich den zehnten Fall eines bretonischen Kommissars – seit ich ein Auslandstudienjahr in Rennes verbracht habe, verbindet mich viel mit der Region.

Was ist Ihr Lieblingsort im Zürcher Oberland?
Ich bin sehr oft und sehr gerne in meinem Garten in Uster. Dort ist meine Erholungsoase. Es ist grün, ruhig, ich kann nach getaner Arbeit in meinem Gemüsegarten sitzen und die Alpen, die Burg und die reformierte Kirche sehen.