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«Zu Hause las ich immer Autozeitschriften»

Pascal Hürlimann wurde in die Autobranche hineingeboren. Der Geschäftsführer der Autorama AG Wetzikon verbringt seine freie Zeit so oft wie möglich mit seiner Frau und seinen zwei Kindern.

Melina
Aeschbach
Samstag, 14. August 2021, 16:00 Uhr
Pascal Hürlimann ist Geschäftsleiter der Autorama AG in Wetzikon.
Foto: PD

Dieser Beitrag erschien in der Wirtschaftsbeilage RegionalWirtschaft vom 13. August 2021.

Name: Pascal Hürlimann
Geburtsjahr: 1987
Beruf: Geschäftsleiter
Erlernter Beruf: Kaufmännischer Angestellter
Hobbys: Tennis, Fussball, Kunst
Zivilstand / Kinder: Verheiratet mit zwei Kindern
Wohnort: Zürich

Was macht Sie in Ihrem Beruf glücklich?

Da gibt es viele Sachen. Natürlich die Materie an sich. Jedes Fahrzeug ist anders, jedes Modell ist ganz für sich speziell. Was mich aber immer wieder motiviert und glücklich macht, sind unsere tollen Kundenbeziehungen und meine Mitarbeiter.

Wie kam Ihre Berufswahl zustande?

Mein Vater arbeitet auch in der Autobranche. Ich durfte ihn manchmal am Samstag ins Büro begleiten und las zu Hause immer Autozeitschriften. Ich wurde also sozusagen hineingeboren.

Wie sind Sie zur jetzigen Stelle gekommen?

Nach über 15 Jahren bei meinem letzten Arbeitgeber suchte ich aktiv eine Veränderung und bin dann auf meine aktuelle Stelle bei der Autorama AG in Wetzikon gestossen.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Schulzeit?

Nur gute. Ich habe auch noch ganz viel Kontakt zu meinen Kolleginnen und Kollegen aus dieser Zeit. Unser Fussballtraining in der Seniorenmannschaft ist eigentlich wöchentlich ein Klassentreffen.

Von wem haben Sie beruflich am meisten profitiert?

Von meinem ehemaligen Vorgesetzten in der Mercedes-Benz Automobil AG. Ich durfte bereits mit 23 Jahren einer sehr verantwortungsvollen Führungsaufgabe nachgehen und spürte immer einen enormen Support. Viele meiner Kernstärken habe ich durch ihn noch verbessern oder neu erlernen können.

Die Autorama AG Wetzikon wurde 1986 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt momentan 23 Mitarbeitende und bildet fünf Lernende aus. Pascal Hürlimann ist der aktuelle Geschäftsleiter.

Verfolgen Sie ungelöste Probleme nach der Arbeit?

Verfolgen ist wohl das falsche Wort. In dieser Position verschmilzt man so sehr mit dem Betrieb, da ist es logisch, dass auch ausserhalb des Betriebes noch Gedanken zur Arbeit da sind. Meine Aufgaben sind nicht rein operativ und daher kann es gut vorkommen, dass die nächste Idee zu Hause unter der Dusche kommt.

Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?

Das kommt immer ganz auf die Auftragslage an. Ich denke aber, dass ich im Betrieb eine tolle Mannschaft habe, welche mir auch in diesem Thema etwas Platz zu verschaffen weiss.

Was unternehmen Sie am liebsten mit Ihrer Familie/Ihren Kindern?

Es muss nichts Grosses sein. Wenn ich mit meiner grossen Tochter nach dem Feierabend auf einen Spielplatz oder mit dem Neugeborenen im Tragetuch einen Spaziergang machen kann, dann macht mich das sehr glücklich. Wenn wir alle zusammen was machen, dann gehen wir gerne mal in den Zoo, Flugzeuge beobachten am Flughafen oder einfach «Seich» machen vor unserem Zuhause.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Morgen ist heute gestern. Also geniesse jeden Moment.

Welche berühmte Person würden Sie gerne treffen?

Das ist ganz klar Roger Federer. Lieber auf einen Kaffee und nicht zum Tennisspielen. Da würde ich alt aussehen.

Worüber ärgern Sie sich?

Wenn ich mich hintergangen fühle oder etwas nicht in der Zeit erledigt wird, wie ich mir das wünsche.

Worüber freuen Sie sich?

Über das lachen meiner Frau und meiner Kinder.

In der Serie «Persönlich» stellen sich Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem Zürcher Oberland unserem Fragenkatalog und bieten so einen Einblick in ihr berufliches und privates Umfeld.

Wo liegen Ihre Stärken?

Ich bin ein guter Motivator, habe den Blick für das Grosse und Ganze und gehe sehr analytisch und überlegt vor.

Und Ihre Schwächen?

Man sagt mir, dass ich nicht der geduldigste Mensch auf dem Planeten bin.

Kochen Sie?

Ja, sehr gerne. Wenn, dann etwas richtiges. Ich habe schon meine Menüs, die ich immer mal wieder koche. Am liebsten aber frisch und Freestyle

Viel Zeit vorausgesetzt: Womit würden Sie sich beschäftigen?

Mit meiner Familie. Ob das dann auf einer Weltreise ist oder ich einfach zu Hause zusehe, wie die zwei Kinder heranwachsen.

Worauf sind Sie stolz?

Dass ich mit Ausdauer und Beharrlichkeit meine Traumfrau von mir überzeugen konnte und Sie mir zwei wunderbare Kinder geschenkt hat.

Vor was haben Sie Angst?

Ich habe vor gut zehn Jahren einen sehr guten Freund verloren, welcher mit seinem sechs Monate alten Kind auf einem Spaziergang einen Herzinfarkt erlitt. Ich habe keine aktive Angst, aber diese Geschichte und vor allem sein Verlust begleiten mich sehr oft.

Wo verbringen Sie Ihre Ferien?

Seit der Pandemie in der Schweiz. Hier gibt es so viel zu sehen. Ich freue mich aber, auch mal wieder in die USA oder nach Asien zu fliegen. Mal schauen.

Spielen Sie ein Instrument? Oder: Welche Musik hören Sie?

Wir haben zu Hause ein E-Piano, das überlasse ich aber lieber meiner Frau. Früher ging nichts über Schweizer Reggae. Elijah Salomon ist ein Sandkastenfreund und daher höre ich da immer mal wieder gerne rein.

Was lesen Sie zurzeit?

Lance Armstrong und das Rad der Lügen von Juliet Macur.

Was ist Ihr Lieblingsort im Zürcher Oberland?

Da wir im Schloss Greifensee geheiratet haben, würde ich neben vielen anderen schönen Orten diesen besonders hervorheben.