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In risikoreichen Branchen

Fast 900 Fälle von Lohndumping im Kanton Zürich

Bei seinen Arbeitskontrollen hat der Kanton Zürich im vergangenen Jahr 878 Fälle von Lohndumping festgestellt. Das sind rund 250 mehr als im Jahr zuvor.

Agentur
sda
Mittwoch, 02. Juni 2021, 12:36 Uhr In risikoreichen Branchen
Im Kanton Zürich ist die Zahl der Lohndumping-Fälle im Corona-Jahr gestiegen. Kontrolliert wurden vorwiegend Branchen, die stark unter Druck waren. (Symbolbild: Keystone/Petra Orosz)

Die Tripartite Kommission des Kantons (TPK), die für die Kontrollen zuständig ist, nahm 2032 in- und ausländische Unternehmen mit 3302 Angestellten sowie 59 Selbständige unter die Lupe, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit (Awa) am Mittwoch mitteilte. Dabei wurden 878 Fälle von Lohndumping festgestellt. Die Arbeitgeber mussten die Lohndifferenz nachzahlen. 

Obwohl wegen des Lockdowns deutlich weniger Kontrollen stattfinden konnten als im Vorjahr, als 2442 Unternehmen kontrolliert worden sind, wurden im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr Fälle von Lohndumping festgestellt. 2019 flogen «nur» 634 Fälle auf.

Branchen unter Druck

Ein Grund für die hohe Zahl ist, dass sich die TPK bei ihren Kontrollen auf jene Branchen konzentrierte, die besonders stark unter Druck standen, also Detailhandel, Autogewerbe, Maschinenbau, Eventbranche, das Gesundheits- und Sozialwesen und das Boden- und Parkettgewerbe.

Es sei eine risikobasierte Kontrollstrategie gewesen, schrieb das Awa weiter. Deshalb seien die Resultate nicht repräsentativ für den gesamten Zürcher Arbeitsmarkt.

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