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Pfäffiker Kabelhersteller kauft britisches Start-up

Redaktion
Züriost
Montag, 29. März 2021, 17:25 Uhr

Ticker

Fr 14.05.2021 - 12:56

Jonas Menzi leitet neu die Avera-Filiale Fehraltorf

Wie die Bank Avera in einer Mitteilung schreibt, konnte sie mit Jonas Menzi einen Bankfachmann mit Kenntnissen in der Betreuung von Privatkundinnen und -kunden für die Leitung der Filiale Fehraltorf verpflichten. Menzi ist seit 2018 stellvertretender Leiter der PostFinance AG Filiale in Winterthur. Davor war er lange als Privatkundenberater in derselben Filiale tätig. Menzi ist Finanzplaner mit eidgenössischem Fachausweis und studierter Betriebsökonom.

Die Bank Avera ist die grösste Regionalbank im Kanton Zürich. Sie ist mit 12 Filialen im Zürcher Oberland, am rechten Zürichseeufer und in der Stadt Zürich präsent.

Di 04.05.2021 - 17:15

Huber+Suhner setzt auf neue Schaltertechnologie

Der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner (H+S) übernimmt das Technologie-Start-up Roadmap Systems Ltd. mit Sitz in Cambridge (UK). Laut Medienmitteilung entwickelt dieses Unternehmen die nächste Generation der hochintegrierten wellenlängenselektiven Schaltertechnologie und wird innerhalb des Segments Kommunikation in die Geschäftseinheit Polatis am Standort Cambrige integriert. Dadurch will H+S sein Portfolio für die Automatisierung optischer Netzwerke stärken. Im Zuge der Akquise werden die Mitarbeiter, die Patente und weitere Vermögensgegenstände übernommen. Über die finanziellen Details der Transaktion haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Die oben genannte Schaltertechnologie wird in den heutigen optischen Transportnetzwerken in grossem Umfang eingesetzt, schreibt H+S. Sie ermögliche ein effizientes und transparentes Routing des optischen Datenverkehrs. Die weiterentwickelten Schalter von Roadmap Systems verwenden softwaredefinierte zweidimensionale Hologramme, um einzelne Lichtfarben zwischen Glasfasern zu steuern. Dadurch sollen sich für Gerätehersteller und Service-Provider neue optische Architekturen eröffnen, die die Flexibilität und Ausfallsicherheit erhöhen und gleichzeitig die Kosten durch einen vereinfachten Netzbetrieb senken.

H+S will die Patente und das Know-how des britischen Start-ups bei der über die nächsten Jahre folgenden Industrialisierung der Produkte nutzen. zo

 

Di 04.05.2021 - 16:52

Der Verwaltungsrat der Bank Avera hat Stefan Lutziger zum Nachfolger von Hans Zollinger (v. l.) bestimmt. (Fotos: PD)

Wechsel in Geschäftsleitung der Bank Avera

Die Bank Avera mit Sitz in Wetzikon hat einen neuen Leiter Operations und damit auch ein neues Geschäftsleitungsmitglied. Laut Medienmitteilung wird Stefan Lutziger per 1. Juni die Nachfolge von Hans Zollinger übernehmen, der teilpensioniert wird. Damit fiel der Entscheid des Verwaltungsrats auf eine interne Führungsperson. Zurzeit besetzt der 47-Jährige noch die Position des Leiters Produkt-, Prozess- und IT-Plattform-Management. Er hat in den vergangenen Jahren diverse Digitalisierungsprojekte bei der Bank vorangebracht. Der Betriebswirtschafter HF mit Weiterbildungen in den Bereichen Qualitäts- und Produktmanagement, disruptive Technologien sowie Digital Finance und Digital Leadership ist seit 1997 für die Regionalbank tätig, seit 2007 in verschiedenen Führungspositionen. Beim Aufbau der Eigenständigkeit sei er eine treibende Kraft gewesen, heisst es in der Mitteilung. Mit der Ernennung von Lutziger wird die Position des Leiters Produkt-, Prozess- und IT-Plattform-Management vakant. Ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt.

Hans Zollinger, der aktuelle Leiter Operations, hat sich entschieden, schrittweise in den Ruhestand zu gehen und sein Arbeitspensum ab 1. Juli zu reduzieren. Er wird weiterhin in den Bereichen Infrastruktur, Logistik und Finanzmanagement tätig sein. Er ist seit 1978 – mit kurzer Unterbrechung – für die Regionalbank tätig und gehört der Geschäftsleitung seit 1993 an. zo

Di 04.05.2021 - 16:24

Urs Fischer amtet neu als Finanzverantwortlicher bei Tixi Zürich. (Archivfoto: Silvano Pedrett)

Früherer Wetziker Gemeindepräsident wird Tixi-Vorstand

Von 2006 bis 2014 war Urs Fischer Gemeindepräsident von Wetzikon. Jetzt engagiert sich der 66-Jährige für Tixi Zürich, wie der Verein in einer Medienmitteilung schreibt. Tixi organisiert Fahrdienste für Menschen mit Behinderung. Zusammen mit dem Stadtzürcher Unternehmer Stéphane Bloch wurde Fischer am 22. April anlässlich der Mitgliederversammlung einstimmig in den Vorstand gewählt. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Mitgliederversammlung nur digital stattgefunden. Fischer übernimmt das Amt des Finanzverantwortlichen, das zuvor lange Jahr von Stephan Brändli ausgeübt worden war. Seine Motivation, für den Verein tätig zu werden, begründet er in der Mitteilung mit dem Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. «Gerne leiste ich meinen Beitrag dazu, dass der Fahrdienst weiterhin in hochstehender Qualität betrieben werden kann.» Urs Fischer hat während 22 Jahren als Generalagent die Mobiliar Wetzikon-Pfäffikon geleitet. zo

Fr 23.04.2021 - 13:56

Verkauf als Nachfolgelösung

Die Exista AG in Fehraltorf, eine Anbieterin von Stromversorgungen sowie Akku- und LED-Systemlösungen, wird verkauft. Als neue Eigentümer fungieren die Unternehmer André Günter und Ernst Roth, die die Firma zu 100 Prozent übernehmen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die bisherigen Aktionäre haben sich im Sinne einer rechtzeitigen Nachfolgelösung für den Verkauf entschieden. «Eine Firma in der Grössenordnung von Exista hat am meisten Erfolg, wenn sie inhabergeführt wird», lässt sich der bisherige Hauptaktionär und scheidende Verwaltungsratspräsident Urs Horat in der Mitteilung zitieren. 2018 hatte er sich bereits von einer anderen Fehraltorfer Firma getrennt: Die Compona AG war damals an eine Tochterfirma des amerikanischen Grossinvestors Warren Buffett übergegangen.

Per 1. Juni übergibt der jetzige CEO Roger Weber die Leitung der Exista AG an Ernst Roth, soll danach  aber als Berater zur Verfügung stehen, um eine «bestmögliche Übergabe» zu gewährleisten. Roth bringt über 20 Jahre Führungserfahrung aus der Industrie mit. Der studierte Elektroingenieur verfügt über internationale Expertise in den Branchen Industrieautomation, Bahn, Energietechnik und Elektromobilität. Mitinhaber André Günter übernimmt das Präsidium des Verwaltungsrats von Urs Horat. Er hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund.

Die Exista AG wurde 1988 gegründet und beliefert Kunden in der Industrie, Bahn- und Medizinaltechnik. zo

Di 13.04.2021 - 16:54

Raiffeisenbank Zürcher Oberland wird effizienter

Am Dienstag hat die Raiffeisenbank Zürcher Oberland mit Sitz in Uster ihr Geschäftsergebnis 2020 bekanntgegeben. Der Zufluss an Kundeneinlagen stieg im Berichtszeitraum um 7,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken. Zugleich verbessere sich das Hypothekarvolumen um 1,5 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Franken. Dabei sei die Steigerung «kontrolliert» erfolgt, sodass es keinen erhöhten Wertberichtigungsbedarf bei den Kundenausleihungen gegeben habe.

Dank dem hohen Geschäftsvolumen stieg der Geschäftsertrag 2020 um 3,5 Prozent auf 19,8 Millionen Franken (Vorjahr: 19,1 Millionen). Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verzeichnete einen deutlichen Zuwachs um 26,9 Prozent auf rund 2,6 Millionen Franken. Leicht gestiegen ist der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft, und zwar um 40‘000 Franken auf 15,76 Millionen Franken (Vorjahr: 15,72 Millionen). Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum um 1,2 Prozent oder 130‘000 Franken auf 11,1 Millionen Franken. Während der Personalaufwand leicht angestiegen ist (+4,6 Prozent), konnte die Bank den Sachaufwand um 3,9 Prozent senken. Auch die «Cost-Income-Ratio», die die Effizienz eines Kreditinstituts abbildet (je geringer, umso effizienter), sank nochmals von 57,6 Prozent im Vorjahr auf 56,5 Prozent.

Beim Geschäftserfolg verzeichnete die Bank einen leichten Rückgang von 7,3 auf 6,9 Millionen Franken. Grund dafür war die planmässige Abschreibung auf dem Kernbankensystem sowie zusätzliche Abschreibungen auf Bankgebäuden, wodurch sich die Abschreibungen auf Sachanlagen um 71,2 Prozent auf 1 Million Franken erhöhten. Zudem wurden laut Mitteilung zusätzliche Rückstellungen im Umfang von 760‘000 Franken gebildet. Für das abgelaufene Geschäftsjahr weist die Raiffeisenbank Zürcher Oberland einen Jahresgewinn von 1,91 Millionen Franken aus. Das entspricht einer leichten Zunahme von 0,5 Prozent oder 10‘000 Franken gegenüber dem Vorjahr. Mit dem erwirtschafteten Gewinn werde das Eigenkapital weiter gestärkt, schreibt die Bank.

Die Pandemie habe im Ergebnis keine negativen Spuren hinterlassen. «Allerdings ist davon auszugehen, dass sich die Situation vor allem für die Firmenkunden, aber auch für einzelne Privatpersonen verschlechtern könnte, je länger die ausserordentliche Situation anhalten wird», heisst es in der Mitteilung. Die künftigen Auswirkungen auf die Raiffeisenbank seien bis jetzt noch nicht abschätzbar. zo

Di 13.04.2021 - 11:18

Nachfrage in Asien und Lateinamerika beflügelt Givaudan

Givaudan hat im ersten Quartal 2021 deutlich an Fahrt gewonnen. Dabei profitiert der Branchenprimus weiterhin davon, dass die Leute auch in Krisenzeiten essen und sich mit Pflegeprodukte versorgen müssen. Insbesondere in Lateinamerika fiel das Wachstum hoch aus. Konkret stieg der Umsatz in den Monaten Januar bis März 2021 um 3,4 Prozent auf 1,67 Milliarden Franken. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Zu- und Verkäufe sowie um Währungseinflüsse bereinigt, legten die Verkäufe gar um 7,7 Prozent zu. Die Erwartungen der Analysten wurden damit insbesondere beim organischen Wachstum deutlich übertroffen.

So hat der Dübendorfer Aromen- und Riechstoffhersteller organisch denn auch deutlich an Dynamik gewonnen. Zum Vergleich: Im Schlussquartal 2020 lag das Wachstum auf vergleichbarer Basis noch bei 4,8 Prozent und über das Gesamtjahr 2020 gesehen bei 4,0 Prozent.

Insgesamt zeigte sich in den ersten drei Monaten 2021 ein ähnliches Bild wie im Coronajahr 2020 – mit dem Unterschied, dass sich die Luxusparfümerie erholte, die unter einschränkenden Massnahmen vor allem für den Reisedetailhandel gelitten hatte. Insbesondere die wachstumsstarken Märkte hätten mit einem Plus von 14,5 Prozent auf vergleichbarer Basis ein starkes Ergebnis erzielt, heisst es im Communiqué. So wurde etwa in China und Malaysia ein hohes Wachstum erzielt, aber vor allem auch in Lateinamerika (+19,4 Prozent), angetrieben von einem «starken» zweistelligen Wachstum in Mexiko, Brasilien und Argentinien.

Gleichzeitig wirkten sich aber auch weiterhin Corona-Massnahmen wie etwa die Schliessung von Restaurants negativ auf die Bereiche Food-Service und Ausser-Haus-Verpflegung aus.

Mit Blick nach vorne strebt Givaudan ein weiteres Wachstum an. Dabei orientiert sich die Gruppe an dem im August 2020 neu ausgegebenen und bis 2025 laufenden Fünfjahresplan. In diesem Zeitraum will sie die Verkäufe oberhalb des Marktdurchschnitts organisch um 4 bis 5 Prozent pro Jahr steigern. sda/zo

Do 08.04.2021 - 16:45

Verdrängungskampf zwingt zur Neuausrichtung

Die Schellenberg Druck AG vermeldet eine neue strategische Kooperation: Seit 1. März spannt das Pfäffiker Druckereiunternehmen mit den Brüggli Medien in Romanshorn zusammen. In einer gemeinsamen Mitteilung begründen sie diesen Schritt mit der Notwendigkeit, sich in der grafischen Industrie neu aufzustellen, die durch einen massiven Preis- und Verdrängungskampf sowie durch immer komplexer werdende Kundenbedürfnissen gekennzeichnet sei. «Umfangreiche, crossmediale Projekte erfordern eine hohe Flexibilität, eine breit aufgestellte technische Infrastruktur und viel Spezialwissen von den Medienunternehmen», schreiben die Unternehmen. Ihre Partnerschaft ermögliche es, Ressourcen und Know-how gegenseitig zur Verfügung zu stellen und eine Dienstleistungs- und Produktpalette «aus einer Hand» anzubieten. Die Schellenberg Gruppe umfasst an mehreren Standorten in der Schweiz verschiedene Firmen der Druck- und Medienbranche. 2020 hat sie die Effingermedien AG in Brugg (AG) und die HP&S Digitaldruck GmbH in Kloten übernommen. zo

Mi 07.04.2021 - 10:33

Ab Juli leitet Fiona Trachsel das Planungsbüro EWP in Effretikon. (Foto: PD)

EWP in Effretikon will Führung entflechten

Das inhabergeführte Ingenieur- und Planungsbüro EWP mit Hauptsitz in Effretikon vermeldet einen Führungswechsel: Per 1. Juli übergibt CEO Benno Singer die Stafette an Fiona Trachsel. Damit leitet erstmals eine Frau das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern an sieben Standorten in der Schweiz. Trachsel leitet seit fast fünf Jahren die Unternehmenskommunikation bei EWP. Führungserfahrung konnte die 36-Jährige Zürcherin in einem Kommunikations- und Verlagsunternehmen sammeln, in dem sie die Redaktionsleitung verantwortete.

Mit der Übergabe der Führungsverantwortung verfolgt EWP laut Medienmitteilung drei strategische Ziele: die langfristige Nachfolgeregelung durch die Inhaber, die Konzentration von Co-Inhaber Singer auf seine Rolle als Verwaltungsratspräsident und die Entflechtung der operativen und der strategischen Führung des Unternehmens. zo

Mi 07.04.2021 - 10:30

Neues Büro für Innenarchitektur

In Aathal-Seegräben öffnet am 13. April ab 10 Uhr ein neues Innenarchitekturbüro seine Türen. Die Vivere Innenarchitektur GmbH an der Zürichstrasse 17 wurde im Dezember 2020 von Marco Bischof und Christian Baggenstos gegründet. Ihre Dienstleistung umfasst neben der Planung im Bereich Innenarchitektur auch den Möbelverkauf. zo

Mi 31.03.2021 - 17:08

Dieser Elektromuldenkipper ist neu ein Illnauer Fabrikat. (Archivfoto: Andreas Sutter)

Lithium Storage kauft Joint Venture

Die Batterienspezialistin Lithium System AG in Illnau gibt einen Firmenzukauf bekannt: Per Anfang 2021 hat sie sämtliche Aktien der eMining AG übernommen, an deren Gründung sie selber beziehungsweise ihre Vorgängerfirma Lithium Storage GmbH im 2017 beteiligt gewesen war. Die andere Mitgründerin war die Kuhn Schweiz AG, die sich nun von ihrem Aktienpaket getrennt hat.

Zuletzt war die eMining AG in Heimberg (BE) domiziliert. Sie hat den weltweit grössten, batteriebetriebenen Elektromuldenkipper, den «E-Dumper», entwickelt und dafür 2017 den europäischen eMove360°-Award erhalten. Die Übernahme wurde durch einen neuen Investor möglich, der auch die Kapitalerhöhung sowie die notgedrungene Umwandlung der Vorgängerfirma in eine AG finanziert hat. Über den Kaufpreis haben beide Seiten laut Mitteilung Stillschweigen vereinbart. Mit der Kuhn Schweiz AG, einer selbständigen Tochtergesellschaft der österreichischen Kuhn Holding, wolle man auch künftig eng zusammenarbeiten, um weitere batteriebetriebene Grossfahrzeuge für Minen und Bergwerke zu bauen oder auf Elektrobetrieb umzurüsten. jöm

Mi 31.03.2021 - 13:49

Die Fässer des Schmierstoffherstellers Panolin lassen sich neu wiederverwenden. (Foto: PD)

Panolin kontert Stahlknappheit

Sie sind das Markenzeichen von Panolin: die knallroten Ölfässer. Jetzt hat der Russiker Schmierstoffhersteller bekannt gegeben, bei seinem Hauptgebinde künftig mehrheitlich «rekonditionierte» 200-Liter-Fässer einzusetzen. Bei der Rekonditionierung werden Ölfässer wiederaufbereitet statt entsorgt, heisst es in einer Medienmitteilung.

Man habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, die Fässer nachhaltiger zu gestalten. «Die aktuell weltweite Stahlknappheit beschleunigte nun die Umsetzung.» Laut Panolin sind Rohstoffmangel und Preissteigerungen zum Alltag geworden. Man kämpfe Tag und Nacht, um die Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten. Die rekonditionierten Fässer verbessern die Versorgungslage und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz: Durch die weitere Nutzung des Stahls würden pro Fass 46 Kilogramm CO2 entfallen. Ingesamt rechnet die Panolin Gruppe mit einer Gesamteinsparung von rund 900'000 Kilogramm CO2 im 2021. «Das entspricht in etwa 900 Flügen von Zürich nach Dubai.»

Rund zwei Jahre hat Panolin laut eigener Aussage in die Weiterentwicklung investiert. «Ein Ziel war, die schöne Glanzlackierung wie bei einem Neufass zu erreichen. Dies ist uns nun gelungen.» zo

Mo 29.03.2021 - 10:11

Vakanz nach Neuausrichtung hat ein Ende

Der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner hat einen Leiter für das Segment Kommunikation ernannt. Am 1. Oktober übernimmt Jürgen Walter die Stelle als COO, die zurzeit interimistisch von Konzernchef Urs Ryffel geführt wird, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Besetzung steht im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Unternehmens. Per 1. Januar 2021 wurde die Orientierung an den Technologiesegmenten Hochfrequenz, Fiberoptik und Niederfrequenz zugunsten einer Einteilung nach den drei Marktsegmenten Industrie, Kommunikation und Transport aufgegeben. Die Leitung der Segmente Industrie und Transport haben die bisherigen COO von Hochfrequenz und Global Sales, Reto Bold und Drew Nixon, inne.

Mit Jürgen Walter verpflichtet H+S eine «Führungspersönlichkeit, die über einen langjährigen Erfolgsausweis im globalen ICT-Umfeld verfügt». Der Deutsche besitzt einen Abschluss als Elektroingenieur an der Technischen Universität München und hat umfangreiche Erfahrung in der Informations- und Kommunikationstechnologie. In seiner beruflichen Laufbahn bekleidete er leitende Positionen bei Siemens, Nokia, Fujitsu und bei der Kathrein Gruppe. Seit der Übernahme des Kathrein-Geschäfts mit Mobilfunkantennen durch Ericsson 2019 verantwortet Walter den Geschäftsbereich Kathrein Mobile Communication innerhalb Ericsson und ist Geschäftsführer der Ericsson Antenna Technology Germany GmbH.

Im Zuge des Stellenantritts rückt Walter auch in die sechsköpfige Konzernleitung von H+S. Bis Oktober wird das Segment Kommunikation weiterhin interimistisch durch CEO Urs Ryffel geführt. zo

Mi 24.03.2021 - 14:38

Andrea Dubach und Rosmarie Quadranti (v. l.) bilden das neue Führungsduo von Altra Vista in Schwerzenbach. (Foto: PD)

Rosmarie Quadranti berät jetzt Schulen und Behörden

Alt-Nationalrätin Rosmarie Quadranti (BDP) aus Illnau hat beruflich neue Wege eingeschlagen. Seit 1. Januar 2021 ist die 63-Jährige neue Co-Geschäftsführerin der Altra Vista GmbH in Schwerzenbach, wie aus einer Medienmitteilung am Mittwoch hervorgeht. Die Beratungsfirma unterstützt Schulen und Behörden bei organisatorischen, personellen, rechtlichen und finanziellen Fragen. Quadranti führt die Geschäfte zusammen mit Andrea Dubach, die seit 2017 als Administratorin und Vermittlerin von Springerpersonen für die Firma tätig ist.

Mit dem Engagement der früheren Spitzenpolitikerin sei eine «Wachablösung in der Führung» eingeleitet worden, schreibt die Firma. Demnach treten die bisherigen Geschäftsleitungsmitglieder Toni Zindel und Gerhard Keller künftig etwas kürzer, während sich Margreth Mathys noch im März ganz aus dem Berufsleben zurückzieht.

Quadranti bringt viel Führungserfahrung im Bildungsbereich mit: Fast zwei Jahrzehnte lange amtete sie als Schulpräsidentin in Volketswil. Nach der gescheiterten Wiederwahl in den Nationalrat im Oktober 2019 hatte sie bekanntgegeben, sich künftig auf ihre eigene Beratungsfirma für Schulentwicklung, für den Aufbau von Tagesschulen und für Organisationsentwicklung zu konzentrieren. Seit September 2020 ist sie Präsidentin der Frauenzentrale Zürich. jöm

Mi 17.03.2021 - 16:19

Schellenberg Druck liefert «PfäffikerIN» fünf weitere Jahre

Das Pfäffiker Druckereiunternehmen Schellenberg Druck AG darf die monatliche Gratiszeitung «PfäffikerIN» für fünf weitere Jahre herausgeben. Dies hat der Gemeinderat Pfäffikon beschlossen. Inhaber Oskar Schellenberg, der seit 25 Herausgeber dieses Gemeindemagazins ist, zeigt sich in einer Mitteilung erfreut über diese positive Nachricht. Ausserdem wird die Auflage erhöht.

Mi 10.03.2021 - 17:49

Ein Bruder für den Uster-Batzen

Um das lokale Gewerbe zu unterstützen, wollen Wetziker Wirtschaftsvertreter zusammen mit der Stadt Wetzikon ein neues Zahlungsmittel entwickeln: den «Wetzikoin» (ein Wortspiel mit dem englischen «coin» für Münze). Er ist als digitales Pendant zum physischen Glatttaler oder Uster-Batzen gedacht. Die Bezahlung würde rein digital über eine bereits existierende Schweizer App erfolgen. «Einmal gekauft, kann der Wetzikoin in ganz Wetzikon wie Bargeld eingesetzt werden», schreibt das Wirtschaftsforum Wetzikon in einer Mitteilung an seine Mitglieder, die dem ZO/AvU vorliegt.

Ebenfalls in das Projekt involviert sind der Gewerbeverein Wetzikon sowie die weiteren Mitglieder der IG Netzwerk Standortförderung (VWO, WetziKontakt und IG Bildung). Sie begründen ihr Anliegen auch mit Verweis auf die vom Stadtrat Wetzikon lancierte E-Coupon-Aktion, deren Umsetzung durch den zweiten Lockdown begrenzt worden sei.

Der Wetzikoin solle branchenunabhängig zum Einsatz kommen, etwa in Ladengeschäften (Bäcker, Metzger, Blumengeschäfte, Coiffeure, Optiker) oder in der Gastronomie. Denkbar sei auch die Verwendung für Fitnessabos, Autozubehör, Hotelzimmer, Konzerttickets, Bowlingcenter, Reisebüros oder Taxis. Er könne als Zahlungsmittel für den Eigengebrauch, als Geschenk oder als «zweckgebundene Sponsoring-Möglichkeit» verwendet werden.

Mit einer Umfrage will das Wirtschaftsforum Wetzikon nun herausfinden, unter welchen Bedingungen die Mitglieder den Wetzikoin in ihrem Unternehmen einsetzen würden. jöm

Mo 08.03.2021 - 18:34

Bilanzsumme erreicht Schwelle von 1,1 Milliarden

Die Bank BSU mit Sitz in Uster hat am Montag ihr Geschäftsergebnis bekanntgegeben. Trotz des tiefen Zinsniveaus konnte sie den Zinsertrag mit 12,4 Millionen Franken halten. Beim Zinserfolg vermeldet die Bank eine Verbesserung um 5,9 Prozent – dies aufgrund der tieferen Refinanzierungskosten, wie aus der Medienmitteilung hervorgeht. Mit einem Anteil von 80 Prozent am Gesamtertrag bleibe das Zinsgeschäft «der mit Abstand stärkste und wichtigste Ertragspfeiler».

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um 58 Millionen Franken oder 5,5 Prozent. Dadurch werde nun die Schwelle von 1,1 Milliarden Franken bei der Bilanzsumme erreicht. Der Bestand an Kundenausleihungen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 46,8 Millionen Franken oder 5,2 Prozent auf 944,9 Millionen Franken. Der Anteil der Festhypotheken am Gesamtbestand der Ausleihungen beträgt 93,6 Prozent. Bei den Kundengeldern verzeichneten die Geschäftsstellen in Uster, Dübendorf und Volketswil einen Zuwachs von 25,7 Millionen Franken, was einem Anstieg von 3,7 Prozent entspricht. Die Kundengelder erreichen einen Gesamtwert von 726,9 Millionen Franken. Auch das Depotvolumen der BSU-Kunden erhöhte sich um 8,5 Prozent auf 76,9 Millionen Franken.

Der Geschäftserfolg liegt mit 2,1 Millionen Franken um 6,9 Prozent über dem Vorjahr. Nach Abschreibungen und Steuern resultiert ein Jahresgewinn von 2,2 Millionen Franken, was einer Verbesserung von 4,5 Prozent gegenüber 2019 entspricht. Dass der Jahresgewinn über dem Geschäftserfolg liegt, hängt auch mit einem ausserordentlichen Ertrag in Höhe von rund 2,8 Millionen Franken zusammen, wie Bankleiter Peter Germann auf Rückfrage mitteilt.

Die Eigenkapitalbasis wurde im Berichtsjahr weiter verstärkt: Die ausgewiesenen Eigenmittel sind um 1,8 Millionen gestiegen und belaufen sich neu auf 84,8 Millionen Franken. Damit übertreffen sie die gesetzlich geforderten Eigenmittel von 37,9 Millionen Franken um mehr als das Doppelte. zo

Fr 05.03.2021 - 08:23

Der Markt für Rechenzentren hat 2020 unter Projektverschiebungen gelitten. (Foto: PD/R&M)

Weniger Umsatz und Gewinn für R&M

Der Wetziker Verkabelungsspezialist R&M (Reichle & De-Massari) vermeldet für das Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 249,5 Millionen Franken. Das entspricht einem Rückgang von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dafür macht die Gruppe die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, aber auch die Aufwertung des Schweizer Frankens verantwortlich. In Lokalwährung beträgt der Umsatzrückgang nur 4,9 Prozent.

Laut Medienmitteilung konnte diese negative Entwicklung durch Kosteneinsparungen abgefedert werden. CEO Michel Riva spricht von einem «soliden Ergebnis» in einem anspruchsvollen Geschäftsjahr. Der operative Gewinn (Ebit) ging indessen um 13,8 Prozent zurück: von 15,2 Millionen Franken im Vorjahr auf neu 13,1 Millionen. Die Ebit-Marge reduzierte sich leicht von 5,5 auf 5,2 Prozent.

Kennzeichnend für 2020 war ein Rückgang im wichtigen Marktsegment lokale Datennetze sowie Büro- und Gebäudeverkabelung. Weltweit seien Investitionen in diesem Bereich wegen Lockdowns und wirtschaftlichen Unsicherheiten verschoben oder annulliert worden. «Der Trend zum Homeoffice führte dazu, dass die Nachfrage nach Verkabelungslösungen für Bürogebäude vorübergehend zurückging», heisst es in der Mitteilung. Von Pandemie-bedingten Projektverschiebungen war auch der Rechenzentrumsmarkt betroffen, der sich entsprechend rückläufig gegenüber den Vorjahren entwickelte.

Für 2021 sieht R&M bereits wieder Wachstumschancen im Markt der Gebäudeverkabelung aufgrund der boomende Gebäudeautomation («Smart Building»). Ebenfalls positiv dürften sich die steigende Nachfrage nach Glasfaserverkabelung für die Breitbandversorgung von Häusern und Wohnungen sowie der Bedarf nach fiberoptischen Verkabelungen für den Aufbau von 5G-Funknetzen auf den aktuellen Geschäftsgang auswirken. «Wir gehen von einem soliden Wachstum aus», lässt sich CEO Riva in der Mitteilung zitieren. jöm

Do 04.03.2021 - 09:11

Inhaber Erhard Diener (links) will in den Hintergrund treten, Philipp Wälty (Mitte) und Sohn Roger Diener übernehmen seine Aufgaben. (Foto: PD)

Neuorganisation bei Richard Gartenbau

Die Richard Gartenbau AG in Wetzikon organisiert sich neu: Inhaber Erhard Diener übergibt seine Aufgaben in jüngere Hände. Neben dem Sohn Roger Diener, der das Geschäft bereits seit zehn Jahren führt, wird Philipp Wälty als stellvertretender Geschäftsleiter neu die operativen Arbeiten des Vaters weiterführen. Wälty ist diplomierter Bauführer.

Laut Medienmitteilung arbeitet Erhard Diener im Hintergrund mit einem reduzierten Pensum weiter und verbleibt auch im Verwaltungsrat der Firma, um sein Wissen weiterhin einzubringen und das Team zu unterstützen. Er war insgesamt 34 Jahre für die Gartenbaufirma tätig, davon zwölf Jahre als deren Inhaber. Zu den von ihm verantworteten Projekten gehören zum Beispiel der General-Guisan-Quai in Zürich oder die Aussensportanlage Buchholz in Uster.

Die im Zürcher Oberland und im Raum Zürich tätige Firma besteht seit 90 Jahren und beschäftigt 40 Mitarbeiter. zo

Di 02.03.2021 - 18:54

Elma mit Sitz in Wetzikon musste 2020 weniger Bestellungen hinnehmen. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Verteidigungssegment stützt Elma

Die Wetziker Elma Gruppe hat am Dienstag ihr Jahresergebnis 2020 publiziert. Trotz verbesserter Profitabilität verzeichnet der Hersteller von Electronic-Packaging-Produkten sowohl beim Bestellungseingang (-3,6 Prozent) als auch bei den Nettoerlösen (-2,7 Prozent) einen Rückgang.

Der Bestellungseingang verringerte sich von 159 Millionen Franken im Vorjahr auf 153,3 Millionen. Während in Asien die Bestellungen um 12,4 Prozent zunahmen, gingen sie in den Regionen Americas (-3,9 Prozent) und Europe (-5,7 Prozent) zurück. Rechnet man die Währungseffekte heraus, kann Elma für den Bestellungseingang insgesamt ein leichtes Plus ausweisen. Die unverändert gute Nachfrage im Verteidigungssegment hat laut Medienmitteilung zur «erfreulichen Entwicklung» beigetragen.

Bei den Nettoerlösen belief sich der Rückgang auf 4,2 Millionen Franken: von 151,2 auf 147 Millionen Franken. Dafür macht Elma die schwächere Wirtschaftsdynamik in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien und damit verbundene Projektverzögerungen verantwortlich. Für die USA und Asien vermeldet die Gruppe dagegen eine Steigerung des Gesamtumsatzes. In lokalen Währungen ergibt sich für den konsolidierten Umsatz insgesamt ein leichtes Plus.

Elma schliesst das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von 5,6 Millionen Franken ab (Vorjahr: 5,1 Millionen). Auch das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 6,6 Millionen Franken oder 4,5 Prozent leicht über dem Vorjahr (6,4 Millionen Franken oder 4,2 Prozent). Diese höhere Profitabilität begründet die Gruppe mit einem deutlichen Rückgang bei den Vertriebs- und sonstigen Aufwendungen.

Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 24,44 Franken (Vorjahr: 22,37 Franken). Eine Dividende wird es aber auch 2021 nicht geben. Der Grund: Bei der Verbesserung der Bilanzstruktur und beim Abbau der Nettoverschuldung sind laut Mitteilung noch nicht ausreichende Fortschritte erzielt worden; zudem liegt die Eigenkapitalquote mit 46,4 Prozent weiter unter der Mindestmarke von 50 Prozent.

Wegen der schwer absehbaren Folgen der Pandemie auf die Weltwirtschaft verzichtet Elma auf eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. jöm

Fr 26.02.2021 - 10:53

Armin Dornhauser neu CEO bei Idiag

Armin Donhauser übernimmt per 1. März 2021 die Geschäftsführung der Fehraltorfer Firma Idiag. Als bisheriges VR-Mitglied des Unternehmens und langjähriger CIO der AO Foundation übernimmt er die Aufgabe, die Medtech-Marke Idiag in die digitale Zukunft zu führen. Kurt Glaus, Mitbegründer und langjähriger CEO bleibt dem Unternehmen erhalten. Er übernimmt als Key Account-Verantwortlicher wichtige strategische Projekte in der Entwicklung und im Business Development. Er bleibt Mitglied des Verwaltungsrates.

Armin Dornhauser ist 48 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Er blickt als SW-Ingenieur mit einem Executive Master in Business Administration auf eine über 20-jährige erfolgreiche Karriere in diversen Führungsfunktionen zurück, unter anderem bei Geberit, Ascom und Hocoma. In den letzten fünf Jahren verantwortete er als CIO die erfolgreiche IT-Transformation der AO Foundation, dem global führenden Netzwerk von Chirurgen in Ausbildung, Innovation und Forschung.

Idiag-Mitgründer Kurt Glaus fügt an: «Armin bringt mit seiner langjährigen Führungserfahrung im Gesundheitsbereich die Qualitäten mit, um mit mir und unserem Team erfolgreich das vorhandene Marktpotential zu erschliessen. Ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit.»

Idiag ist ein international ausgerichtetes Unternehmen der Medizinaltechnik mit Hauptsitz in Fehraltorf. Das Unternehmen setzt innovative Ideen von Naturwissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen – vornehmlich aus der ETH-Forschung – zu marktreifen Produkten um, welche die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Menschen verbessern.

Di 23.02.2021 - 10:18

Liquiditätsproblem trotz vollem Auftragsbuch

Die grosse Konkurswelle, die schon im vergangenen Herbst befürchtet worden ist, lässt bisher auf sich warten. Dennoch rechnen Experten demnächst mit einer Zunahme der Konkurse infolge der Corona-Pandemie und der Massnahmen zu ihrer Eindämmung. Von dieser Entwicklung wären dann auch gesunde Unternehmen betroffen, wie das Inkassobüro Intrum mit Sitz in Schwerzenbach feststellt. Laut einer Medienmitteilung steigt nämlich das Risiko, für erbrachte Leistungen nicht mehr bezahlt zu werden, weil Geschäftspartner womöglich Insolvenz anmelden. «Um Zahlungsausfällen so gut wie möglich vorzubeugen, müssen Unternehmen das Kreditrisiko ihrer Geschäftspartner – vor einem Vertragsabschluss – abwägen», schreibt Intrum.

Ihr zufolge erschwert die aktuelle Corona-Lage ebendiese Abwägung. «Im Hinblick auf die demnächst erwartete Zunahme von Konkursen dürfte es nicht wenigen Unternehmen bei diesen Fragen ziemlich bang werden.» Selbst wer volle Auftragsbücher habe und seine Kunden beliefern könne, trage – mit oder ohne Corona – immer auch das Risiko, für seine Leistungen nicht oder erst mit grossem Verzug bezahlt zu werden und dadurch selbst in einen Liquiditätsengpass zu geraten.

Mo 22.02.2021 - 17:16

Nach zwölf Jahren gibt Lukas Eigenmann die Leitung des Konzernbereichs Europa bei Belimo ab. (Foto: PD)

Neuer Europa-Chef gesucht

Belimo, der Hinwiler Hersteller für Antriebs-, Ventil- und Sensorlösungen, muss sich nach einer neuen Person für seine Führungsriege umsehen. Laut einer Medienmitteilung tritt Lukas Eigenmann als Leiter des Konzernbereichs Europa und Mitglied der Konzernleitung per Ende 2021 aus eigener Entscheidung zurück. Zwölf Jahre hatte er die aktuelle Funktion inne und war insgesamt über 36 Jahre bei Belimo tätig. Er soll bis Ende 2022 im Unternehmen verbleiben, um die Einführung seiner Nachfolge zu unterstützen. Danach werde er der Gruppe beratend zur Verfügung stehen.

Während seiner beruflichen Laufbahn durchlief Eigenmann weltweit verschiedene Positionen, wie das Unternehmen schreibt. So arbeitete er in Danbury (USA) und trug als Applikationsingenieur zum Erfolg der 1988 gegründeten Belimo Aircontrols (USA) Inc. bei. Später habe er leitende Positionen im Verkauf und Produkt-Management übernommen, bis er zum Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Belimo Deutschland in Stuttgart ernannt worden sei, die er acht Jahre lang verantwortet habe. 2010 ernannte ihn der Verwaltungsrat zum Leiter des Konzernbereichs Europa und in dieser Funktion zum Mitglied der Konzernleitung. Der Konzernbereich Europa ist laut Mitteilung mit einem Anteil von 49 Prozent am Nettoumsatz die grösste Region der Belimo-Gruppe.

Über die Nachfolge von Eigenmann will der Verwaltungsrat von Belimo «zu gegebener Zeit» informieren.

Di 16.02.2021 - 10:15

Kantinenessen nach Hause bestellen

Nach der Corona-bedingten Schliessung vieler Mitarbeiterrestaurants und der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice hat die Dübendorfer SV Group eine neue Dienstleistung lanciert. Schweizweit liefert die Gastronomie-Unternehmung jetzt das Kantinenessen ins Homeoffice – mitfinanziert vom Arbeitgeber, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Dadurch bekämen Unternehmen die Möglichkeit, sich auch im Arbeitsmarkt zu differenzieren. Die Menüs würden in der hauseigenen Manufaktur in Wallisellen zubereitet. Einmal pro Woche könne via Webshop bestellt werden. Die Mahlzeiten sollen hygienisch verpackt und in Boxen gekühlt bei den Mitarbeitern ankommen. zo

Di 09.02.2021 - 13:58

Paulo Campos (links) und Edison Castro bekleiden neu Spitzenpositionen bei R&M in Nord- und Südamerika. (Fotos: PD)

Neue Führung bei R&M in Amerika

Der Wetziker Verkabelungsspezialist Reichle & De-Massari (R&M) vermeldet zwei Neubesetzungen auf Führungsebene. Per 1. Februar wurde der langjährige Senior Manager Paulo Campos zum neuen Executive Vice President für die Geschäftseinheit Americas und Managing Director R&M USA, Inc. ernannt. In den letzten sechs Jahren hat er das Unternehmen laut Medienmitteilung erfolgreich in Lateinamerika etabliert. Dazu gehörte auch der Aufbau einer eigenen Produktionsstätte. «In dieser Zeit wurde R&M zu einem der führenden Player in Brasilien», heisst es in der Mitteilung. So sei das Werk in Santa Rita do Sapucaí in Minas Gerais kontinuierlich ausgebaut worden, um die Anforderungen aus dem Telekom- und Rechenzentrumsmarkt erfüllen zu können. Künftig soll Campos’ Fokus auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Geschäfts und der Positionierung in Nord- und Südamerika liegen.

Als neuer Managing Director übernimmt Edison Castro die Verantwortung für die Geschäftseinheit Südamerika. Castro hatte in den letzten 15 Jahren verschiedene Senior-Management-Positionen in der Industrie inne, wie es in der Mitteilung heisst. Zuletzt war Edison Castro Sales Director für die Region Lateinamerika im Multimedia-Solutions-Geschäft von Prysmian.

R&M bezeichnet Nord- und Südamerika als wichtige strategische Wachstumsmärkte für R&M und sieht die Ernennung der beiden Senior Manager im Zusammenhang mit seiner Wachstumsstrategie in dieser Region. zo

Mo 08.02.2021 - 19:17

Erneuter Zukauf bei Dübendorfer Riechstoffhersteller

Der Dübendorfer Aroma- und Riechstoffhersteller Givaudan hat am Dienstag den Kauf des französischen Unternehmens Myrissi bekanntgegeben. Damit will der Konzern seine Fähigkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) vorantreiben.

Myrissi wurde 2014 gegründet. Das Unternehmen hat laut Medienmitteilung eine patentgeschützte KI-Technologie entwickelt, die Riechstoffe in Farbmuster und -bilder übersetzt, die für den Kosumenten relevant sein sollen. Zudem erlaube die Technologie, die Kundenemotionen vorherzusagen.

Dazu hat Myrissi laut eigener Aussage die weltweit grösste internationale Datenbank mit über 25'000 Farbassoziationstests zu Geruch angelegt. Dadurch sei man in der Lage, die Entwicklung und Vermarktung von Aromastoffen voranzutreiben. «Die emotionale Wirkung eines Produkts wird verbessert, wenn sich eine kognitive Dissonanz, also unvollkommene Konsistenz der sensorischen Botschaft, vermeiden lässt», heisst es in der Mitteilung. Dies soll es dem Konsumenten im Laden sowie im Onlinehandel erleichtern, den für ihn passenden Duft auszuwählen.

Die Bedingungen der Transaktion legt Givaudan nicht offen. Der Konzern will die Transaktion mit den bestehenden Mitteln finanzieren. Allerdings unterliegt die geplante Akquisition noch der formalen Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Mit dem Abschluss des Verfahrens rechnet Givaudan noch im ersten Quartal 2021. zo

Di 02.02.2021 - 15:29

Keine klassische Generalversammlung

Wie schon 2020 führt die Raiffeisenbank Zürcher Oberland mit Sitz in Uster ihre Generalversammlung erneut schriftlich durch. Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Massnahmen muss sie auf eine klassische Generalversammlung verzichten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. «Der Verwaltungsrat hat deshalb frühzeitig entschieden, wiederum von der Möglichkeit der schriftlichen Abstimmung oder einer schriftlichen Abstimmung mittels elektronischer Hilfsmittel, gestützt auf die Covid-19-Verordnung des Bundes, Gebrauch zu machen.» Die Unterlagen sollen den Genossenschaftern im Lauf des Monats April zugestellt werden. Die genauen Daten wie auch das Resultat der Abstimmungen wird die Bank auf ihrer Homepage veröffentlichen. zo
Weitere Informationen unter:
www.raiffeisen.ch/zuercher-oberland

Mi 27.01.2021 - 09:33

Die rund 150 Mitarbeiter der Apothekenkette Apodro, hier der Standort Hinwil, kommen in den Genuss eines Gesamtarbeitsvertrages. (Archivfoto: Seraina Boner)

Apodro und Syna spannen zusammen

Die Rütner Apotheken- und Drogerienkette Apodro hat einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit der Gewerkschaft Syna vereinbart. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung ist der GAV per 1. Januar 2021 gültig und hat eine Laufzeit bis Ende 2023. Von den neu ausgehandelten Arbeitsbedingungen sollen rund 150 Angestellte profitieren, die sich auf 13 Apotheken und Drogerien im Zürcher Oberland, der Ostschweiz und Liechtenstein verteilen. Er gilt für sämtliche Beschäftigungsgrade, ob Vollzeit, Teilzeit oder auf Stundenlohnbasis, wie Apodro-Inhaber Bruno Rüegg auf Nachfrage von Züriost mitteilt. Lernende sowie Mitarbeiter mit oder ohne Berufsausbildung seien dem GAV ebenfalls unterstellt. Davon ausgenommen seien lediglich Mitarbeiter, die in einem unter drei Monaten befristeten Arbeitsverhältnis stehen, so Rüegg.

Aus Sicht von Apodro und Syna sind die Arbeitsbedingungen in Apotheken und Drogerien in der Schweiz «systematisch unterreglementiert». Einzig der Schweizerische Drogistenverband habe seit mehreren Jahren einen GAV, «der diesen Namen allerdings nur knapp verdient». Bei Pharmasuisse, dem Verband der Apotheken, sei ein GAV noch gar kein Thema.

Apodro und Syna berichten von einem «langen Ringen» mit dem kantonalen Zürcher Apothekerverband (AVKZ), der dem Vertragsabschluss vorausgegangen sei – bislang ergebnislos. Recherchen der Syna hätten die «zum Teil prekäre Situation» innerhalb der Apothekenbranche aufgezeigt. «Einstiegslöhne von 3600 bis 3900 Franken sind keine Seltenheit, und auch nach mehrjähriger Berufserfahrung steigen die Löhne nur marginal», heisst es in der Mitteilung. Dagegen sieht der gemeinsame GAV von Apodro und Syna einen Einstiegslohn von 4000 Franken für Drogisten und Pharma-Assistenten in den ersten fünf Jahren der Beschäftigung vor, wie Bruno Rüegg von Apodro in einer Tabelle aufschlüsselt. Bei Pharma-Betriebsassistenten, Drogisten und Apothekern fällt der Einstiegslohn deutlich höher aus.

Dass die Rekrutierung neuen Personals immer schwieriger werde, das Schulniveau der Lernenden abnehme und junge Angestellte immer öfter nach der Ausbildung den Beruf wechselten, führt die Syna zumindest teilweise auf die «sehr tiefen Löhne» zurück. Dennoch hätten zuerst die Mitglieder des AVKZ und in einem zweiten Anlauf im Spätsommer 2020 der Vorstand allfällige Verhandlungen mit Syna verworfen. «Wir hoffen nun, dass der AVKZ dem Vorbild Apodoro nachzieht», lässt sich Daniel Zoricic, Regionalsekretär von Syna Zürich, in der Mitteilung zitieren. jöm

Di 26.01.2021 - 14:28

Mit Lösungen für die Elektromobilität konnte der Pfäffiker Verkabelungsspezialist im Krisenjahr 2020 punkten. (Foto: PD)

Huber+Suhner auf Stabilisierungskurs

Die Corona-Pandemie hat den Geschäftsgang von Huber+Suhner im letzten Jahr deutlich belastet. Laut der jüngsten Medienmitteilung des Pfäffiker Verkabelungsspezialisten waren alle drei Hauptmärkte Kommunikation, Transport und Industrie von einem Rückgang im Auftragseingang sowie im Nettoumsatz betroffen.

Mehrheitlich hätten die Entwicklungen im ersten Halbjahr 2020 zu diesem Ergebnis geführt. H+S spricht von einer «erkennbaren Verlangsamung» im Ausbau von Mobilfunknetzen sowie von einer «zurückhaltenden Auftragsvergabe in der gesamten Lieferkette» im Bahnenmarkt infolge einer verzögerten Inbetriebsetzung von Rollmaterial. Im weiteren Jahresverlauf habe sich die Situation stabilisiert.

Der Nettoumsatz lag mit rund 738 Millionen Franken um 11,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau (organisch: -10 Prozent). Der Auftragseingang verringerte sich im selben Zeitraum um 6,6 Prozent auf gut 748 Millionen Franken. Dem verlangsamten Ausbau von Mobilfunknetzen stand im Kommunikationsmarkt eine zunehmende Nachfrage in den Teilmärkten Rechenzentren und WAN/Zugangsnetze gegenüber. Im Transportmarkt konnte sich der Teilmarkt Automative ab der Jahresmitte deutlich erholen, was vor allem dem Umsatzwachstum mit Lösungen für Elektrofahrzeuge zuzuschreiben ist, wie es in der Mitteilung heisst. Im Industriemarkt habe sich der Umsatzrückgang gegenüber dem starken Vorjahr in etwa gleichmässig auf alle Anwendungen verteilt.

Im ersten Halbjahr erzielte H+S eine Ebit-Marge von 6,7 Prozent, die im zweiten Halbjahr gesteigert werden konnte. Aufgrund eines «verbesserten Business-Mix» rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2020 mit einer Ebit-Marge «gerade noch am unteren Ende» des mittelfristigen Zielbands von 8 bis 10 Prozent. Das detaillierte Geschäftsergebnis wird im Rahmen der Medien- und Analystenkonferenz am 9. März vorgestellt werden.

In der Medienmitteilung äussert sich H+S auch kurz zu den Auswirkungen des Mitte Dezember erlittenen Cyberangriffs. In der Folge seien sämtliche Systeme weltweit deaktiviert worden, um weiteren potenziellen Schaden abzuwenden. Ab dem dritten Tag nach dem Angriff hätten die Produktionsstandorte weltweit schrittweise wieder anlaufen können. Parallel dazu seien sämtliche IT-Systeme gestaffelt wieder in Betrieb genommen worden. Der Übergang in den Normalbetrieb sei bis zum Jahreswechsel erfolgt. Durch die Behebung der Folgen des Angriffs habe man einige Werktage verloren. zo

Di 26.01.2021 - 14:24

Geglückte Nachfolge bei Wetziker Garage

Die Garage M. Heiz AG in Wetzikon ist in neuen Hände. Nach über 41 Jahren hat Markus Heiz die Firma per 1. Januar 2021 an seinen langjährigen Mitarbeiter Pascal Kunz übergeben, der auch als neuer Inhaber zeichnet. Er hatte 1996 seine Lehre in dieser Garage absolviert. Heiz spricht in einer Medienmitteilung von einer «optimalen Nachfolgeregelung». Er werde seinem Nachfolger in der Übergangsphase zur Seite stehen und als Teilzeiter vorerst erhalten bleiben. zo

Mo 25.01.2021 - 15:53

Nur geringe Umsatzverluste für Belimo

Die Corona-Pandemie konnte der Belimo-Gruppe mit Sitz in Hinwil im zurückliegenden Geschäftsjahr vergleichsweise wenig anhaben. Laut einer Medienmitteilung erzielte der Anbieter für Antriebs-, Ventil- und Sensorlösungen in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik im 2020 einen Umsatz von 661,2 Millionen Franken. Das entspricht einem Rückgang um 4,5 Prozent gegenüber dem sehr guten Vorjahresergebnis. In Lokalwährungen ist der Umsatz gleichgeblieben.

Während die Gruppe für die Marktregion Europa ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen um 1,8 Prozent ausweist, ging der Umsatz in Amerika um 1,8 Prozent und in Asien-Pazifik um 1,1 Prozent in Lokalwährungen zurück. Nach Anwendungen aufgeschlüsselt (Luft- und Wasseranwendungen) blieben die Nettoumsätze in Lokalwährungen nahezu unverändert. zo

 

 

Di 12.01.2021 - 09:44

Raphael Reichenbach war zuletzt in Rütt tätig, ab Februar leitet er die ZKB-Filiale in Volketswil. (Foto: PD)

ZKB ernennt neuen Leiter in Volketswil

Die Filiale Volketswil der Zürcher Kantonalbank hat einen neuen Leiter. Per 1. Februar tritt Raphael Reichenbach die Nachfolge von Florian Bernet an. Dieser hatte die Filiale rund fünf Jahre geleitet und wechselt nach über 15 Jahren in verschiedenen Positionen im Privatkundengeschäft der ZKB ins Firmenkundengeschäft der Bank. Reichenbach begann seine berufliche Laufbahn mit einer Lehre bei der Aargauischen Kantonalbank. Anschliessend war er während sechs Jahren im Privatkundengeschäft tätig. 2014 wechselte er zur ZKB, wo er verschiedene Beratungsfunktionen ausübte, zuletzt als Teamleiter Vermögende Privatkunden der Filiale Rüti. Derzeit absolviert der 31-Jährige einen Master of Advanced Studies in Bank Management, den er 2021 abschliessen wird.

Do 07.01.2021 - 14:40

Wechsel an der Spitze: Adrian Thomann (links) übernimmt die operative Leitung der Bereuter-Gruppe von Inhaber Marco Bereuter. (Fotos: PD)

Inhaber der Bereuter-Gruppe gibt operative Führung ab

Die operative Leitung der Bereuter-Gruppe und der Bereuter Holding AG ist in neuen Händen. Wie das Volketswiler Bauunternehmen am Donnerstag in einer Medienmitteilung schreibt, hat Adrian Thomann die Funktion des CEO per 1. Januar 2021 übernommen.

Zuvor war Inhaber und Alleinaktionär Marco Bereuter während 20 Jahren Geschäftsführer des Familienbetriebs gewesen. Neben dem Posten des CEO hat der 55-Jährige auch die Geschäftsführung der Bereuter Bau AG abgegeben und präsidiert neu den Verwaltungsrat. «In dieser Rolle will ich mich verstärkt auf jene Aspekte konzentrieren, die für die Bereuter-Gruppe längerfristig strategisch wichtig sind», lässt er sich in der Mitteilung zitieren.

Weiterhin führen werde er die nicht operativen Bereiche der Gruppe sowie die Bereuter Totalunternehmung AG. An den Besitzverhältnissen soll sich aber nichts ändern.

Der neue CEO Thomann ist seit März 2015 für die Gruppe tätig und leitete bisher die Bereuter Baugrubentechnik AG. Seine Ernennung zum Mitglied des Verwaltungsrats im August 2018 erfolgte laut Mitteilung bereits mit dem Ziel, ihm die operative Leitung eines Tages zu übergeben. Zuvor sei der 44-jährige diplomierte Bauingenieur während rund zehn Jahren als Bauführer und seit 2008 als stellvertretender Leiter der Abteilung Bauleistungen einer im Kanton Zürich ansässigen Tiefbauunternehmung tätig gewesen.

Der CEO-Wechsel hat weitere Veränderungen auf Geschäftsführerstufe nach sich gezogen: Mit Marcel Tanner übernimmt ein externer Nachfolger die Geschäftsführung der Bereuter Bau AG. Die Bereuter Baugrubentechnik AG verantwortet neu Reto Müller, der bisher Stellvertreter von Thomanns gewesen war. Bei der Bereuter AG ist mit Jens Neidhart ebenfalls ein bisheriger Stellvertreter in die Leitungsfunktion aufgerückt. Seine Vorgänger Ueli Wiesmann hat die Pension angetreten. Neidhart führt zugleich die neue Bereuter Bodenaufwertung AG, in die die jüngst übernommene Egli Rekultivierung GmbH umfirmiert wurde. Die Geschäftsführung der Baur & Cie AG übernimmt Ivo Müller, der das Unternehmen seit April 2020 interimistisch leitete.

Die Bereuter-Gruppe beschäftigt 220 Mitarbeiter und erwirtschaftet laut eigener Aussage einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Franken. jöm

 

 

Di 05.01.2021 - 16:47

Kostenlose Beratung für Corona-gebeutelte Firmen

Das Beratungsunternehmen Adlatus, das über eine Regionalorganisation im Zürcher Oberland verfügt, will hart von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen im Zusammenhang mit dem Härtefall-Hilfsprogramm von Bund und Kantonen bis auf weiteres kostenlos beraten. Das schreibt das schweizweite Netzwerk von ehemaligen Unternehmern, Führungskräften und Fachspezialisten in einer Medienmitteilung.

«Infolge Corona sind bekanntlich zahlreiche Unternehmen völlig unverschuldet in existenzielle Schwierigkeiten gelangt und bewerben sich deshalb um Hilfe aus dem Unterstützungspaket von Bund und Kantonen für Corona-Härtefälle», heisst es. Viele Mitglieder von Adlatus hätten während ihrer beruflichen Karrieren etliche schwierige Situation miterlebt und verstünden deshalb die Not und Existenzängste, die auf viele Gewerbetreibende und Unternehmer hereingebrochen seien.

Die Experten unterstützen betroffene Unternehmen unter anderem bei der Erstellung oder Prüfung der notwendigen Gesuchsunterlagen, bei der Prüfung der Umsetzbarkeit und der Erfolgsaussichten der Planungsunterlagen sowie bei der Erarbeitung und Umsetzung von Massnahmen wie zum Beispiel Marketing und Verkaufsplanung oder Erstellung von Businessplänen. jöm

Mi 16.12.2020 - 10:46

Nach 14 Jahren zurück zu Lenzlinger Söhne: Beat Hunn ist neu Leiter Metallbau beim Näniker Unternehmen. Foto: PD

Neuer Abteilungsleiter bei Lenzlinger Söhne

Die Lenzlinger Söhne AG mit Sitz in Nänikon hat Beat Hunn per 1. November zum neuen Leiter Metallbau ernannt. Zuletzt war diese Stelle durch den kürzlich ausgeschiedenen CEO Markus Kalberer ad interim geleitet worden. Hunn hatte bereits von 2001 bis 2006 für Lenzlinger Söhne gearbeitet, damals als Technischer Leiter. Von 2006 bis 2012 war er als Technischer Leiter bei der Surber Metall- und Fassadenbau AG in Zürich tätig. Vor der Rückkehr zu Lenzlinger Söhne leitete Hunn während acht Jahren das Projektmanagement Europa bei der Sky-Frame AG in Frauenfeld.

 

Di 08.12.2020 - 14:45

Vereinfachung der Organisation: Huber+Suhner richtet sich neu aus. Foto: PD/René Niederer

Huber+Suhner will agiler werden

Der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner (H+S) verändert seine Organisationsstruktur. Laut einer Medienmitteilung vom Dienstag soll die Konzernebene neu nach den drei Marktsegmenten Industrie, Kommunikation, Transport ausgerichtet werden. Per 1. Januar 2021 ersetzen sie die Technologiesegmente Hochfrequenz, Fiberoptik, Niederfrequenz als oberste Führungsebene. H+S spricht von einer Vereinfachung der Organisation.

Im Zuge dessen wird auch die Konzernleitung von bisher acht auf sechs Personen verkleinert. Die operativen Leiter der Geschäftsbereiche Fiberoptik MCI, Niederfrequenz und Fiberoptik FDC verlassen das Gremium per Ende Jahr, verbleiben aber «in wichtigen Führungspositionen» im Unternehmen, wie es in der Mitteilung heisst. Die Leitung der neuen Segmente Industrie und Transport wird jeweils durch eine interne Umbesetzung geregelt. Für die Besetzung der Leitung des Segments Kommunikation hat H+S eine externe Suche eingeleitet. Übergangsweise erfolgt die Führung durch CEO Urs Ryffel.

Künftig wird die volle operative Verantwortung, die bisher in den Technologiesegmenten lag, den drei Marktsegmenten übertragen, die einheitlich in die Bereiche Vertrieb, Strategie und Geschäftsentwicklung sowie Technologie und Operations gegliedert sind. Davon verspricht sich H+S einen stärkeren Kundenfokus und eine höhere Agilität.

Do 03.12.2020 - 14:21

Standortförderung mit einheitlicher Marke

Die Standortförderung im Zürcher Oberland soll modernisiert werden. Sie besteht heute massgeblich aus den Verbänden «Region Zürcher Oberland» (RZO), «Pro Zürcher Berggebiet» (PZB) und «Zürioberland Tourismus» (ZOT), welche über komplexe Strukturen miteinander verbunden sind. In der Öffentlichkeit werden die Produkten mitn Marken wie «natürli», «natürli Zürioberland» oder «Zürioberland Tourismus» beworben.

Ab ab 1. Januar 2022 erhält die Standortförderung nun einfachere Strukturen und tritt mit der einheitlichen Marke «Zürioberland» auf, wie das Regionalmanagement Zürioberland in einer Mitteilung schreibt. Die Mitglieder aller drei involvierten Verbände haben diesem Vorhaben im Grundsatz zugestimmt. Es ist dies das Resultat einer Reorganisation, die bereits im Frühjahr 2019 eingeleitet wurde. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die Strukturen des neu zugründenden Vereins «Standortförderung Zürioberland» und der grafische Auftritt der Marke bekannt sein.

Ein weiteres Element ist das Zusammengehen von Wirtschaft und Politik. «Es gilt, die Mitsprachemöglichkeiten der Basis zu stärken und die Finanzierung der Aktivitäten zwischen öffentlicher Hand und der Privatwirtschaft ausgewogen zu verteilen», heisst es in der Mitteilung. Sämtliche Aufgaben der Standortförderung sollen künftig in einem Verein mit dem Namen «Standortförderung Zürioberland» gebündelt werden.

Die Verbände «Zürioberland Tourismus» und «Pro Zürcher Berggebiet» werden in ihrer bisherigen Form aufgelöst. Der Zweckverband «Region Zürcher Oberland» ändert seine Statuten, fokussiert sich auf die Raumplanung und wird eng in den Verein «Standortförderung Zürioberland» eingebunden. Gemäss dem Zürcher Gemeindegesetz muss die Raumplanung in einem Zweckverband organisiert sein. Die Auszeichnung von zertifizierten Regionalprodukten wird unter dem Label «Zürioberland» erfolgen. Die bekannte Marke «natürli» wird zukünftig ausschliesslich als Produktemarke für Käse und Molkereiprodukte eingesetzt.

Mi 02.12.2020 - 10:50

Belimo erweitert sein Sensorangebot

Mit der Übernahme von Opera Electronics Inc., einem Spezialisten für Luftqualitäts- und Gassensoren aus Montreal, hat der Hinwiler Konzern Belimo die Akquisition eines Spezialisten für Luftqualitäts- und Gassensoren vollzogen. Im Bereich der Antriebe für Brandschutz und Entrauchung hat Belimo eine führende Marktposition erreicht. Eine weitere Applikation, welche Leben rettet und dazu beiträgt, Gebäude- und Sachschäden möglichst gering zu halten, ist die Überwachung von schädlichen Gasen. 

Belimo trat 2017 mit der Einführung eines ersten Sortiments innovativer Rohr- und Kanalsensoren für HLK-Anwendungen (Heizung, Lüftung und Klima) in den Sensormarkt ein. 2018 wurde das Angebot um Ultraschall-Durchflusssensoren erweitert, in den Jahren 2019 und 2020 um Raumsensoren zur Messung der Raumluftqualität. In einer Mitteilung spricht Belimo nun von einer zusätzlichen Sortimentserweiterung. Die Hauptanwendungen dieser Luftqualitäts- und Gassensoren der neuen Belimo Sensors Inc. umfassen die Überwachung von Fahrzeugemissionen in Parkhäusern und die Leckage-Erkennung von Kältemitteln oder brennbaren Gasen in HLK-Technikräumen.

Opera Electornics erwirtschaftet einen Jahresumsatz im niedrigen einstelligen Millionenbereich in kanadischen Dollar. Während sich das Unternehmen bislang hauptsächlich auf den kanadischen Markt konzentriert hat, kann jetzt das globale Marketing-, Verkaufs- und Logistiknetzwerk von Belimo genutzt werden.

Do 26.11.2020 - 10:34

In diesem Neubau in Pinghu, südwestlich von Shanghai, ist das zweite Werk von R&M lokalisiert. Foto: PD

R&M will vom chinesischen Wachstum profitieren

Der Wetziker Verkabelungsspezialist R&M hat in der Stadt Pinghu seinen zweiten chinesischen Produktionsstandort eröffnet. Laut Medienmitteilung werden dort Kupfer- und Fiberoptikkabelbäume produziert und verschiedene Plattformen assembliert. Weitere Produktionstätigkeiten sollen in den nächsten Jahren dazukommen.

Erst im April 2019 hatte R&M das Unternehmen Durack Intelligent Electric Co.Ltd. übernommen, das sich ebenfalls südwestlich von Shanghai befindet.

Beide Werke beliefern den IT-Markt in China und weitere asiatische Länder. Zu den Hauptabnehmern zählen Rechenzentren für die Finanzwirtschaft, die Regierung oder das Bildungswesen.

«Trotz erschwerter Bedingungen und Restriktionen konnten wir den neuen Produktionsstandort nun in Betrieb nehmen, mit einer minimalen zeitlichen Verzögerung», lässt sich Laurent Amestoy, Executive Vice President R&M Asia Pacific, in der Mitteilung zitieren. Der chinesische IT-Markt erhole sich bereits von der Pandemie. R&M verzeichne eine steigende Nachfrage und investiere weiter in den Marktaufbau.

Amestoy geht davon aus, dass der chinesische Rechenzentrumsmarkt stark wachsen werde. R&M plane, bedeutende Anteile in China und Südostasien zu gewinnen.

Der Standort Pinghu befindet sich laut Mitteilung in einem neuen, sechsstöckigen Industriegebäude und beherbergt neben der Fertigung und Konfektionierung ein Lager, einen Showroom und Büros auf insgesamt 4700 Quadratmetern. In den nächsten Monaten sollen dort über 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die Koordination des Ausbaus und der Inbetriebnahme der Fertigungslinien über Webkonferenzen erfolgen müssen. Die zuständigen Mitarbeiter aus dem Hauptquartier von R&M durften seit Januar 2020 nicht mehr vor Ort sein. Die neuen Erfahrungen mit dem überwiegend digitalen Projektmanagement will das Unternehmen nun weltweit anwenden, um die Lieferkette weiter zu optimieren und während der Pandemie handlungsfähig zu bleiben. jöm

Mi 25.11.2020 - 13:33

Schatt-Gruppe übernimmt Hinwiler Getränkehandel

Hinwil verliert per Ende Jahr einen bekannten Getränkehändler. Kindlimann Getränke mit Sitz in Wernetshausen wird an die Schatt Getränke AG aus Mönchaltorf verkauft. Dies geht aus einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Top Hinwil» hervor. Die drei Angestellten und das Inventar sollen übernommen werden. Albert und Susanne Kindlimann haben den Getränkehandel im Jahr 1967 gegründet. Später übernahmen dann Sohn Jürg Kindlimann und dessen Frau Sabine die Geschäftsleitung. Der Anbieter aus Wernetshausen hat über die Jahre eine stattliche Anzahl an Gastrobetrieben, Firmen und Privatkunden beliefert.

Di 10.11.2020 - 17:20

Die über 50 Mitarbeiter der Real Stein AG in Gibswil bekommen demnächst einen neuen Chef. (Foto: PD)

Generationenwechsel in Gibswil

Die Real Stein AG in Gibswil wechselt den Besitzer, bleibt aber in der Familie. Aus gesundheitlichen Gründen übergibt Walter Alberti die im Natursteinhandel tätige Firma per 1. Januar 2021 an seinen Sohn und langjährigen Mitarbeiter Gianluca Alberti, wie es in einer Medienmitteilung heisst. In der neuen Funktion als Verwaltungsrat werde Walter Alberti den Betrieb weiter unterstützen.

«Als Unternehmer, aber auch als Vater, macht es mich stolz, die Faszination für den Naturstein an die nächste Generation weiterzugeben», lässt sich der scheidende Firmenchef in der Mitteilung zitieren. Sein Sohn sei in der bisherigen Rolle als COO bereits massgeblich am Erfolg und an der Entwicklung der heutigen Real Stein AG beteiligt gewesen. Diese beschäftigt zurzeit über 50 Mitarbeiter und umfasst nach eigener Aussage das grösste Natursteinlager der Schweiz. Neben Gibwil verfügt die 1989 gegründete Firma über Ausstellungsflächen in Zürich und neu in Weinfelden.

Mo 09.11.2020 - 14:55

Pilotprojekt schont Umwelt und Budget

Zwei Betriebe aus der Region haben ein kantonales Pilotprojekt zur Ressourcenschonung erfolgreich abgeschlossen. Dabei handelt es sich um die Eloxalwerk Züri-Oberland AG in Wetzikon und die Lässer Teppich- und Polsterreinigung AG in Dübendorf, wie die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Medienmitteilung schreibt.

Das Projekt dauerte von April 2019 bis Oktober 2020 und wurde zusammen mit dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) durchgeführt. Vier weitere Betriebe waren daran beteiligt.

Dem Projekt lag das internationale Zusammenarbeitsmodell für Unternehmen und Behörden «Ökoprofit» zugrunde. Es zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch in Betrieben zu drosseln, damit Kosten zu sparen und die Umweltbelastung zu senken, heisst es in der Mitteilung.

Das Eloxalwerk Züri-Oberland (Wetzikon) mit 13 Mitarbeitern ist ein Anbieter für die Veredlung metallischer Oberflächen. Zu den von ihm umgesetzten Massnahmen gehörten das Ausschalten von Geräten über Nacht oder der Ersatz von Farbbädern mit besser isolierten neuen Anlagen. Dabei wurden 10‘000 Kilowattstunden Strom, 113 Kilogramm CO2 und Kosten in Höhe von 31‘000 Franken eingespart.

Die Lässer Teppich- und Polsterreinigung (Dübendorf) mit 25 Mitarbeitern hat Leuchtmittel durch LED-Leuchten ersetzt, den Einsatz von Verpackungsfolien reduziert sowie Stromlecks und Blindstrom eliminiert. Dabei wurden 20‘500 Kilowattstunden Strom, drei Tonnen CO2, 100 Tonnen Abfall und Kosten in Höhe von 4800 Franken eingespart.

Das Zertifikat, das die beteiligten Betriebe aus der Hand von Regierungsrat Martin Neukom erhalten haben, berechtigt die Unternehmen laut Mitteilung, das Logo in ihren Werbemitteln zu verwenden. Das Awel führe das Basisprogramm seit Oktober 2020 mit weiteren Betrieben fort. jöm

Do 29.10.2020 - 15:29

Schuhhaus Walder zieht nach Pfäffikon

Das Schuhhaus Walder bezieht im Dörfmärt an der Pfäffiker Seestrasse eine neue Filiale. Dort übernimmt das Familienunternehmen, das seinen Hauptsitz in Brüttisellen hat, die Räume des ehemaligen Schuhanbieters Fricker Shoes. Laut einer Medienmitteilung der Schuhhaus Walder AG werden dort auf 160 Quadratmetern Verkaufsfläche verschiedene Schuhmodelle bekannter Marken sowie zahlreiche Kinderschuhe angeboten. In Sachen Kinderschuhen ist das Schuhhaus Walder Marktführer in der Schweiz. «Wir sind der Überzeugung, dass Pfäffikon und die umliegenden Gemeinden nach wie vor Anspruch auf ein Schuhgeschäft mit einem qualitativ hochwertigen Sortiment und einer guten Fachberatung haben», wird Geschäftsführer Daniel Walder in der Mitteilung zitiert.

Fr 23.10.2020 - 16:22

Regionenleiter Mauro Radzinski (rechts) und Geschäftsstellenleiter Tobias Spörli freuen sich über die neuen Räumlichkeiten. (Foto: PD)

Neueröffnung nach Umzug

Nach einer rund viermonatigen Bauzeit eröffnet die Bank Linth ihre Geschäftsstelle in Rüti am neuen Standort in der Bandwiesstrasse 3. Statt vom klassischen Bankschalter aus empfangen Geschäftsstellenleiter Tobias Spörli und sein Team ihre Kunden in einem offen und hell gestalteten Raum mit Empfangsdesk und Bancomaten, wie es in einer Medienmitteilung heisst. «Die Gestaltung der neuen Räumlichkeiten unterstreicht den zukünftigen Fokus der Bank: die persönliche Beratung zu Finanzierungs-, Vorsorge-, Anlage- oder Finanzplanungsthemen.»

Auf einer Fläche von rund 180 Quadratmetern steht laut Mitteilung neben einem Bancomaten in der 24-Stunden-Zone auch ein Münzeinzahler zur Verfügung.

Corona-bedingt verzichtet die Bank auf jegliche Eröffnungsfeierlichkeiten.

Di 20.10.2020 - 17:16

Das Pfäffiker Druckunternehmen Schellenberg ist neu auch in Kloten vertreten. (Foto: Google Maps)

Schellenberg-Gruppe übernimmt Firma

Die in Pfäffikon ansässige Schellenberg-Gruppe übernimmt per 1. November die HP&S Digitaldruck GmbH mit Sitz in Kloten. Dies schreibt das Druckunternehmen in einer Medienmitteilung und begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, sich in der grafischen Industrie «je länger, je mehr» neu aufzustellen.

Der Zusammenschluss biete beiden Firmen die Nutzung von Synergien, die Stärkung der Marktposition, den Zugang zu neuen Technologien sowie die Erweiterung der Angebotspalette. «Wir sind hocherfreut mit dieser Übernahme und der damit verbundenen Erweiterung unseres Sortiments», lässt sich Oskar Schellenberg, Präsident der Schellenberg-Gruppe, in der Mitteilung zitieren.

Nach der Übernahme bleibe für die Kundschaft alles wie gewohnt. Der bisherige Inhaber der HP&S Digitaldruck GmbH, Marc-André Saugy, trete in die Schellenberg-Gruppe über und könne so am Standort Kloten weiterhin einen lückenlosen Service garantieren.

Die Gruppe  umfasst an mehreren Standorten in der Schweiz verschiedene Unternehmen der Druck- und Medienbranche.

Fr 02.10.2020 - 13:23

Wechsel bei der Bank Avera

Die Bank Avera hat zwei Positionen neu besetzt: Seit Mitte August ist Patrick Schüepp Leiter Risiko-Management. Per 1. Oktober leitet Josua Klauser die Filiale Illnau-Effretikon. Schüepp bringt Erfahrung im Risikomanagement bei Finanzinstituten und Banken mit. Zuletzt war er für die Risikokontrolle der Raiffeisen-Gruppe verantwortlich. Davor hatte er verschiedene Führungsfunktionen im Risikomanagement bei der Credit Suisse und Swiss Life inne. Klauser ist Bankwirtschafter HF und bringt Erfahrung in der Betreuung von Privat- und Individualkunden mit. Zuletzt war er bei der Zürcher Kantonalbank in Winterthur tätig.

Mo 28.09.2020 - 15:55

Egger FO-Gruppe schliesst sich Winterthurer Druckunternehmen an

Die Nachfolge der FO-Gruppe mit Sitz in Egg ist geregelt. Das Druckereiunternehmen, zu dem die Unternehmen FO-Fotorotar, FO-Zürisee, das Druckzentrum Büelholz sowie die IEB Medien gehören, schliesst sich der Winterthurer Mattenbach Gruppe an. Die Kontinuität soll mit dem Verbleib von Jürg Konrad im Verwaltungsrat gewährleistet werden. Dieser betont, dass durch den Schulterschluss mit der Mattenbach Gruppe die Schlagkraft der Betriebe am Standort Egg gestärkt werde. Die Mattenbach Gruppe wiederum gehört der Hermes Capital-Group an. Sie ist auf dem Gebiet des Offset- und Digitaldrucks tätig und zählt an den vier Standorten in Egg, Schaffhausen, Volketswil und Winterthur insgesamt rund 200 Mitarbeitende.

Mi 09.09.2020 - 15:41

Hinwiler Gemeinderat Urs Eberhard neu im Spitex-Verwaltungsrat

Die Generalversammlung der Spitex Bachtel AG hat kürzlich ihren Verwaltungsrat neu zusammengesetzt. Der bisherige Vizepräsident Horst Meier tritt zurück. Er war seit der Gründung der Spitex Bachtel AG Verwaltungsratsmitglied. Nun wolle er sich neuen Mandaten widmen, heisst es in einer Mitteilung. Neu ins Gremium wählte die Versammlung Urs Eberhard, Hinwiler Gemeinderat (FDP) und seit über sechs Jahren Vorsteher des Ressorts Gesundheit und Umwelt. Beruflich ist er als Leiter Sicherheit und Technik bei der Casino Zürichsee AG tätig.

Das Amt des Vizepräsidenten übernimmt neu Markus Gonseth, der wie sein Vorgänger Horst Meier seit der Gründung als Verwaltungsrat amtiert. Die amtierenden Verwaltungsratsmitglieder Katharina Hefti, Stefanie G. Müller, Sylvia Veraguth Bamert, Remo Vogel) sowie Präsidentin Carmen Müller Fehlmann wurden in ihrem Amt bestätigt.

Mi 09.09.2020 - 14:32

Coca-Cola Schweiz reduziert Gewicht bei PET-Flaschen

Die Schweizer Coca-Cola-Flaschen zählen zu den leichtesten weltweit. Der Getränke-Gigant mit Schweizer Sitz in Wangen-Brüttisellen konnte das Gewicht seiner 450-Mililiter-Flaschen, in denen Coca-Cola, Sprite und Fanta und andere Erfrischungsgetränke abgefüllt werden von 22,7 auf neu 19,5 Gramm senken.

Seit diesem Sommer haben diese Flaschen eine leichtere Verpackung. Damit lassen sich jährlich rund 510 Tonnen PET einsparen, wie Coca-Cola Schweiz in einer Mitteilung schreibt. Dies entspricht 14 Prozent weniger Verpackungsmaterial. Die neuen Light-Weight-Flasche von Coca-Cola verwendet ein neuartiges Design des PET-Rohlings. Äusserlich ist die Verpackung identisch.

Di 01.09.2020 - 14:04

Jan Schibli gibt Geschäftsleitung ab

Bei der Schibli-Gruppe kommt es zu einem Wechsel an der Führungsspitze. Der bisherige Inhaber und Geschäftsführer Jan Schibli gibt die operative Leitung des in den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Informatik, Kommunikation, Automatik und erneuerbare Energien tätigen Unternehmens ab. Er wolle sich vermehrt seiner Rolle als Delegierter des Verwaltungsrates und Eigentümer hinwenden, teilt die Firma mit.

2003 hat der Ustermer in dritter Generation die Geschäftsleitung des 1937 der Hans K. Schibli AG übernommen. Diese hatte ursprünglich sein Grossonkel Hans K. Schibli gegründet. 2011 wurde Schibli Alleininhaber. Seither habe er das Unternehmen vom reinen elektrischen Installateur hin zum Komplettanbieter in der Elektrotechnik entwickeln. Die Schibli-Gruppe vereint heute Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Informatik und Kommunikation, Automatik und erneuerbare Energien unter einem Dach. Sie beschäftigt an 16 Standorten in der Schweiz und Deutschland rund 550 Mitarbeitende, davon rund 100 Lernende.Sie ist nach wie vor auch schwergewichtig im Zürcher Oberland tätig.

Per Anfang September hat nun Stefan Witzig die Nachfolge angetreten. Der 51-Jährige ist seit mehr als zwölf Jahren Teil der Schibli-Gruppe und war 2014 bereits stellvertretender Geschäftsleiter in der Gruppengeschäftsleitung.

Di 25.08.2020 - 15:00

Mehrheitsaktionäre verkaufen Aktien an Assa Abloy

Die Mehrheitsaktionäre der Fehraltorfer Türenherstellerin Agta Record haben den Verkauf eines Aktienpaketes von 54 Prozent an den Konzern Assa Abloy vollzogen. Der Kaufpreis entspricht einem Preis von 70.58 Euro pro Aktie. Die Assa-Abloy-Gruppe, zu das Oberländer Unternehmen gehört, besass bisher 39 Prozent der Aktien. Wie bereits früher angekündigt, wird Assa Abloy allen verbleibenden Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot zu 70.58 Euro pro Aktie unterbreiten. Dafür ist noch die Bewilligung der französischen Börsenaufsicht AMF ausstehend. Assa Abloy will direkt nach dem Vollzug der Übernahme die Dekotierung der Aktien von der Börse Euronext beantragen, so dass diese unmittelbar nach dem Abschluss des Angebots wirksam wird.

Mo 24.08.2020 - 18:25

Für ihre Eigenständigkeit zahlt die Bank Avera, hier der Hauptsitz in Wetzikon, einen Preis. Foto: PD

Erfolg im Kerngeschäft, Rückgang beim Gewinn

Die Bank Avera mit Hauptsitz in Wetzikon hat ihre erste Halbjahresbilanz seit dem Austritt aus dem Clientis-Verbund publiziert. Demnach konnte die grösste Regionalbank des Kantons Zürich im Kerngeschäft erneut zulegen: Die Kundenausleihungen sind um 1,9 Prozent auf 3,8 Milliarden Franken gewachsen. Auch die Hypothekarforderungen haben um 1,4 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Franken zugelegt. Bei den Kundenvermögen verzeichnet die Bank ein Plus von 1,9 Prozent. Die Bilanzsumme hat sich seit Ende 2019 um 3,4 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken erhöht.

Das Netto-Zinsgeschäft stieg im ersten Halbjahr um 1 Prozent auf 21,4 Millionen Franken an, während sich der Betriebserfolg mit 28,3 Millionen auf Vorjahresniveau bewegt. Insgesamt verzeichnet die Bank Avera einen Halbjahresgewinn von 6 Millionen Franken. Das entspricht einem Rückgang von 5,9 Prozent. Ausschlaggebend hierfür seien Initialaufwände gewesen, die aufgrund der Eigenständigkeit getätigt werden mussten. So stieg der Geschäftsaufwand um 14,3 Prozent auf 19,4 Millionen Franken. Rolf Zaugg, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank Avera, ist dennoch zufrieden: «Die Halbjahreszahlen sind gut», lässt er sich in der Medienmitteilung zitieren. Trotz deutlich höherer Investitionen im ersten Halbjahr habe man einen Gewinn ausweisen können.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Schutzmassnahmen sorgten bei der Bank Avera für einen erneuten Digitalisierungsschub. Darüber hinaus beteiligte sie sich auch am Programm des Bundes für Covid-19-Überbrückungskredite und vergab rund 226 Kredite mit einem Kreditbetrag von 16,4 Millionen Franken. Die Arbeiten am Bau des neuen Hauptsitzes in Wetzikon konnten trotz des Lockdowns planmässig im Mai begonnen werden. Der Aushub soll Anfang September beendet sein.

Da die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zurzeit kaum prognostizierbar seien, verzichtet die Bank auf einen detaillierten Ausblick. Man verfüge aber über genügend Liquiditätsreserven, um weitere Auswirkungen der Pandemie bewältigen zu können. An den Zielen für das laufende Jahr hält das Management weiterhin fest. zo

Mi 19.08.2020 - 08:38

Die Generalversammlung der Bank BSU wurde am 23. Juni 2020 Corona-bedingt nur mit dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und den Stimmrechtsvertretern in der Kundenzone Uster durchgeführt. (Foto: PD)

Solide Halbjahreszahlen für die Bank BSU

Die Bank BSU mit Hauptsitz in Uster ist bisher gut durch die Coronakrise gekommen, wie der Blick auf die Bilanz für das erste Halbjahr 2020 zeigt. Demnach verzeichnet sie ein Wachstum der Bilanzsumme von 16,8 Millionen Franken oder 1,6 Prozent. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 1,9 Prozent auf 914,8 Millionen Franken. Die Kundengelder stiegen um 6,5 Millionen Franken.

Trotz anhaltender Tiefzinsphase und entsprechender Margenverengung verbesserte sich der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft gegenüber 2019 um 2,2 Prozent auf 4,9 Millionen Franken. «Dies in erster Linie aufgrund der sinkenden Refinanzierungskosten auf dem Geld- und Kapitalmarkt», heisst es in der Medienmitteilung.

Volatile Finanzmärkte

Ebenfalls eine Verbesserung konnte die Bank im Kommissionsgeschäft erzielen. Dort lag der Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft um 28,4 Prozent über dem des Vorjahres. Die angestiegene Volatilität an den Finanzmärkten habe zu einer deutlich höheren Anzahl an Wertschriftentransaktionen geführt. Parallel dazu seien auch die Kosten im Kommissionsaufwand um 23,2 Prozent gesenkt worden.

Die Position «übriger ordentlicher Erfolg» konnte um 33,5 Prozent auf gut 0,8 Millionen Franken gesteigert werden. «Diese Verbesserung ist in erster Linie auf die Veräusserung eines Teils der Finanzanlagen und damit der Realisierung der Kursgewinne zurückzuführen.»

Während sich der Personalaufwand mit 2,4 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau bewegte, sank der Sachaufwand um rund 0,1 Millionen auf 2,1 Millionen Franken.

Der Geschäftserfolg ist mit 1,24 Millionen Franken gleichhoch geblieben – trotz sinkender Zinserträge im Kerngeschäft.

Einfluss von Covid-19

Sichtbar werden die Auswirkungen der Pandemie an anderer Stelle. So vermeldet die Bank BSU die Vergabe von 108 Covid-19-Krediten im Gesamtbetrag von 9,4 Millionen Franken bis zum 31. Juli 2020.

Laut Medienmitteilung arbeiten bis heute rund 50 Prozent der Belegschaft im Homeoffice. Die internen Teams seien aus Sicherheitsgründen gesplittet und auf die Geschäftsstellen Uster, Dübendorf und Volketswil verteilt worden.

Corona-bedingte Personenbeschränkungen auf den Geschäftsflächen führten auch zu einem veränderten Kundenverhalten. Demnach verringerten sich die Bargeldtransaktionen an den Schaltern, während die Anzahl neuer E-Banking-Verträge im ersten Halbjahr um 18 Prozent zunahm.

Auch für die Dienstleistung Twint, die bargeldloses Zahlen mit dem Handy ermöglicht, verzeichnet die Bank BSU einen deutlichen Anstieg: Statt zehn bis 20 neuer Nutzer pro Jahr, gab es im ersten Semester 2020 bis zu zehn Anmeldungen pro Tag. zo

Di 18.08.2020 - 16:41

Die Aktivitäten des Pfäffiker Verkabelungsspezialisten Huber+Suhner waren im ersten Halbjahr erheblich beeinträchtigt durch die Corona-Pandemie. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Weniger Umsatz, weniger Gewinn

Anfang Juli hat Huber+Suhner (H+S) eine «spürbare Abschwächung des Geschäfts» bekannt gegeben – eine Folge der Corona-Pandemie und der damit einhergegangenen weltwirtschaftlichen Verwerfungen. Insofern sind die Halbjahreszahlen, die der Pfäffiker Verkabelungsspezialist am Dienstag veröffentlicht hat, keine grosse Überraschung.

Insgesamt verringerte sich der Nettoumsatz von 447,3 Millionen auf 376,7 Millionen Franken. Das entspricht einem Rückgang um 15,8 Prozent. Allerdings hatte die Vorjahresperiode von einem Grossprojekt auf dem indischen Subkontinent stark profitiert. Organisch lag der Umsatzrückgang bei 15 Prozent.

Die Umsatzanteile verschoben sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 zugunsten der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika), und zwar von 48 auf 55 Prozent. Die Regionen Asienpazifik und Amerikas büssten jeweils Anteile um 4 beziehungsweise 3 Prozent ein.

Vom Umsatzrückgang waren alle drei Hauptmärkte gleichermassen betroffen: Die Kommunikation verlor 18,6 Prozent, der Transport 14,9 Prozent und die Industrie 12,7 Prozent.

Beim Betriebsergebnis (Ebit) weist die Gruppe einen Rückgang um 47,5 Prozent auf 25,1 Millionen Franken aus (in der Vorjahresperiode: 47,8 Millionen Franken). Die Ebit-Marge sank von 10,7 auf 6,7 Prozent – sie liegt damit am oberen Ende des zuletzt kommunizierten Zielbandes von 6 bis 7 Prozent.

Trotzdem wertet H+S die Bilanz unter den ausserordentlichen Umständen als «solides Ergebnis». Es ist die Rede von erheblichen Beeinträchtigungen in den Absatzregionen infolge der von den Regierungen getroffenen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie. In der Folge seien die meisten Standorte sowie Zulieferbetriebe und Kunden von Schliessungen betroffen gewesen. «Dank der vorübergehenden Verlagerung einzelner Produktlinien innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks gelang es, die Lieferfähigkeit über die gesamte Dauer trotz der Einschränkungen hoch zu halten.»

Eine Trendwende zeichnet sich offenbar beim Auftragseingang ab, der vor allem im ersten Semester stark gelitten hat. Insgesamt vermeldet die Gruppe einen Rückgang um 11,6 Prozent gegenüber der starken Vorjahresperiode auf 396,7 Millionen Franken. «Gegenüber dem zweiten Semester des Vorjahres konnte hingegen eine positive Entwicklung herbeigeführt werden», heisst es in der Medienmitteilung.

Was die Guidance 2020 betrifft, rechnet H+S aus heutiger Sicht für das zweite Halbjahr mit einem Umsatz in ähnlicher Grössenordnung wie im ersten Halbjahr – «vorausgesetzt, dass es in wichtigen Absatzregionen nicht zu erneuten Lockdown-Massnahmen kommt». Die Ebit-Marge von 6,7 Prozent nennt die Gruppe als erwartete Mindestgrösse für das Gesamtjahr. zo

Mo 03.08.2020 - 14:00

Trotz massiver Corona-Einbussen: In China konnte Belimo, hier der Firmensitz in Shanghai, von einer hohen Nachfrage aus dem Gesundheitswesen profitieren. (Foto: PD)

Umsatz- und Gewinneinbruch in Millionenhöhe

An ein normales erstes Halbjahr 2020 war auch bei der Belimo-Gruppe nicht zu denken. Erwartungsgemäss belastete die Covid-19-Pandemie das Geschäft des Hinwiler Herstellers für Antriebs-, Ventil- und Sensorlösungen. Laut einer Medienmitteilung vom Montag sank der Umsatz um 5,6 Prozent auf 335,5 Millionen Franken. Währungsbereinigt belief sich der Rückgang auf 1,4 Prozent. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 55,4 Millionen Franken. Das sind 11,6 Millionen Franken weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ebit-Marge verringerte sich von 18,9 auf 16,5 Prozent, wobei negative Währungseffekte zu diesem Margenrückgang beigetragen haben sollen.

Unter dem Strich ergibt sich ein Reingewinn von 41,2 Millionen Franken im ersten Halbjahr. 2019 betrug dieser noch 53,3 Millionen Franken. Der Gewinn pro Aktie belief sich im Berichtszeitraum auf 67.11 Franken. Im Vorjahr betrug dieser noch 86.60 Franken. Belimo erzielte einen Free Cashflow von 38,8 Millionen Franken (2019: 26 Millionen). Die Nettoliquidität lag Ende Juni 2020 bei 103,1 Millionen Franken und der Eigenfinanzierungsgrad bei 79.7 Prozent. Zur Eindämmung der kurzfristigen finanziellen Auswirkungen hat das Unternehmen taktische Massnahmen eingeleitet.

«Angesichts einer noch nie da gewesenen Krise meisterte Belimo das erste Halbjahr 2020 bemerkenswert gut», heisst es in der Medienmitteilung. Während der Pandemie habe man jederzeit sowohl ein hohes Serviceniveau als auch eine hohe Produktverfügbarkeit garantieren können.

In Europa verzeichnet Belimo im ersten Halbjahr 2020 sogar ein währungsbereinigtes Wachstum von 2,3 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren starke Umsatzzuwächse im ersten Quartal, besonders in Russland, Polen, Grossbritannien und Deutschland. Im zweiten Quartal habe jedoch vor allem in Deutschland, Italien, Frankreich, Grossbritannien und Spanien ein Umsatzrückgang eingesetzt. «Nach der Lockerung der COVID-19-Massnahmen erholte sich die Nachfrage im Juni in ganz Europa.» Angesichts des Auftragsbestands erwartet Belimo eine steigende Nachfrage in Europa in den Sommermonaten.

In den USA und Kanada trug ein «beträchtliches Bestellvolumen» bei den Datenzentren merklich zu einem guten ersten Quartal im Geschäft mit Erstausrüstern bei. Laut Medienmitteilung konnten die «erfreulichen» Absatzzahlen im zweiten Quartal die Corona-bedingten Einbussen teilweise wettmachen. Mit der Öffnung von Baustellen in weiten Teilen der Marktregion Amerika beobachtet Belimo seit Juni einen Aufwärtstrend bei den Umsätzen im Bereich Zweckbau. Infolge verzögerter Projekte sei mit einem Nachholbedarf zu rechnen, der sich positiv auf das zweite Halbjahr auswirken dürfte.

Die Marktregion Asien-Pazifik war zunächst beeinträchtigt durch den vollständigen Lockdown in China. Dort habe man aber von April bis Juni von einer hohen Nachfrage aus dem Gesundheitswesen, Bahn- und U-Bahn-Projekten sowie Datenzentren profitiert. Auch künftig erwartet man eine solide Projektpipeline und weitere Marktanteilsgewinne.

Belimo rechnet mit einer Normalisierung des Geschäftsumfelds im zweiten Halbjahr und mit allgemein verbesserten Marktbedingungen. «Insgesamt dürften die Umsätze im zweiten Halbjahr 2020 etwa Vorjahresniveau erreichen, sofern die Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie weiter gelockert werden», heisst es in der Mitteilung. Wechselkursschwankungen würden sich voraussichtlich auf die Profitabilität auswirken. jöm

Mi 29.07.2020 - 09:24

Neuer Marketingleiter bei Dübendorfer Gastrokette

Die SV Group mit Sitz in Dübendorf baut das Marketing für ihr Angebot Emil Fröhlich aus. Tobias Lang tritt dort die neu geschaffene Stelle des «Director of Marketing & Sales» an. Er wird für den Ausbau der Marketing- und Salesstrategie verantwortlich sein.

Die SV Group will damit auf den Ausbau ihres ergänzenden Angebots zum klassischen Mitarbeiterrestaurant fortsetzen, wie es in einer Mitteilung heisst. Unter dem Label Emil Fröhlich liefert die Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe Speisen direkt in die Büros von Grossunternehmen oder auch von KMU.

Tobias Lang absolvierte ein Studium an der Uni St. Gallen in Betriebswirtschaft mit Fachrichtung Marketing. Im Anschluss startete er seine berufliche Karriere als Brand Manager bei Feldschlösschen Getränke, daraufhin folgten weitere Erfahrungen im Key Account Management, Business Development sowie in der Verkaufsleitung. Zudem verfügt er über Erfahrungen mit dem Aufbau und der Weiterentwicklung von Startups. Zuletzt war er bei Juul Labs Switzerland als Head of Brand Ambassadors tätig.

Mi 22.07.2020 - 16:12

Volketswiler Firma eröffnet Niederlassung im Vereinigten Königreich

Die Scheurer Swiss GmbH expandiert in Europa. Das auf Faserverbundtechnologie und Personalvermittlung spezialisierte Unternehmen mit Sitz in Volketswil eröffnet im Vereinigten Königreich die erste Auslandsniederlassung. Diese wird von Mitbegründer Robert Tween geleitet.

Für Scheurer Swiss ist das Vereinigte Königreich der grösste und einflussreichste Markt in Bezug auf Technologie und Anwendung von sogenannten Composite-Materialien – insbesondere in den Bereichen Motorsport sowie Luft- und Raumfahrt. Deshalb sei die Etablierung der dem UK-Markt, mit einer fixen Zweigniederlassung und einem kompetenten Ansprechpartner direkt vor Ort, ein natürlicher Schritt gewesen, heisst es in einer Mitteilung. «Wir sehen im Vereinigten Königreich grosses Potenzial für unsere Wachstumsstrategie», wird Niederlassungsleiter Tween darin zitiert.

Über den neuen Standort will Scheurer Swiss ihren Engineering-Service und den karbonverstärkten 3D-Druck anbieten, künftig aber auch Arbeitnehmende direkt vor Ort vermitteln und den Personalverleih von Composite-Arbeitskräften in die Schweiz vorantreiben.

Ausserdem erweitert es sein Team. Andreas Scheurer, Gründer der Scheurer Bootswerft AG, soll neu als Berater im Bereich Nautik fungieren.

Energie Uster AG will weiter in Nachhaltigkeitsprojekte investieren

Die Energie Uster AG kann für das vergangene Geschäftsjahr ein erfreuliches Ergebnis vorlegen. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen beträgt 51'827'480 Franken der Jahresgewinn 3'481'632 Franken und die Stadt Uster erhält erneut eine Dividende in der Höhe von CHF 600'000.

Ausserdem weist der Versorger für Strom, Wärme, Gas und Wasser in der Region Uster darauf hin, dass Massnahmen zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 weitergeführt wurden. Als Beispiele nennt das Unternehmen in einer Mitteilung den Bau der Wärmeversorgung Uster Nord, der mit Holzschnitzeln funktioniert sowie weitere grosse Fotovoltaikanlagen. Zurzeit arbeitet die Energie Uster AG zusammen mit anderen Unternehmen auch an einem neuen Energiemanagementsystem. Damit soll die Produktion und der Verbrauch des Stroms genau aufeinander abgestimmt werden. Seit 2019 laufen erste Feldtests, einer davon in Uster. Diese Tests werden vom Bundesamt für Energie, von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sowie von namhaften Hochschulen wie der ETH Zürich begleitet.

Weitehin will die Energie Uster AG den Fokus auf die Förderung der Elektromobilität legen. Aktuell zählt die Stadt Uster bereits sieben öffentliche Schnellladestationen und verfügt somit über eines der dichtesten und leistungsfähigsten E-Tankstellen-Netze der Region. Darüber hinaus bietet die Energiedienstleisterin auch intelligente Lösungen mit individueller Abrechnung für private Ladeinfrastrukturen an, beispielsweise in Tiefgaragen von Wohnüberbauungen.

Raiffeisen Region Glatt steigert Kundeneinlagen

Die Raiffeisenbank Region Glatt kann ein erfreuliches Halbjahresergebnis präsentieren. Sie erzielte einen Geschäftserfolg von 1.5 Millionen Franken und konnte einen Periodengewinn von 449‘971 Franken verzeichnen.  Die Kundeneinlagen steigen um 4,5 Prozent auf 841,2 Millionen Franken. Dies schreibt die Raiffeisenbank Region Glatt in einer Mitteilung.

Im Hypothekargeschäft habe die Bank im ersten Halbjahr 2020 ihre starke Position behaupten können. Das Hypothekarvolumen entwickelte überdurchschnittlich und stieg um 6,3 Prozent auf 774,7
Millionen Franken an.

Noch immer stellt allerdings das Zinsengeschäft die Haupteinnahmequelle dar. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie blieb der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 (4,0 Millionen Franken) mit 4,2 Millionen Franken auf einem stabilen Niveau. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (0.8 Millionen Franken) konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 gesteigert werden. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr auf 3.7 Millionen Franken.

Ausserdem blickt die Raiffeisenbank Region Glatt auf die Vergabe von Überbrückungsgelder infolge der Corona-Krise zurück. Im ersten Halbjahr hat die Organisation insgesamt 111 Covid-19-Kreditanträge in der Höhe von 11,8 Millionen Franken verarbeitet und ausbezahlt. Mithilfe der Crowdfunding-Plattform lokalhelden.ch hat Raiffeisen zudem per 30. Juni 2020 schweizweit rund 1,5 Millionen Franken für KMU in Form von Spenden gesammelt.

Fr 10.07.2020 - 08:51

Die Abschwächung des Geschäfts konnte Huber+Suhner ein Stück weit auffangen. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

16 Prozent weniger Umsatz für Huber+Suhner

Trotz Corona-Pandemie erwartet der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner ein solides Halbjahresergebnis. Wie das Unternehmen am Freitag in einer Medienmitteilung schreibt, habe man mit frühzeitig umgesetzten Kostensenkungsmassnahmen sowie mit der Einführung von Kurzarbeit ab Mai auf die «spürbare Abschwächung des Geschäfts» reagiert.

Konkret seien verschiedene Werke in wichtigen Absatzregionen von den Massnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 betroffen gewesen. Dagegen habe die Produktion in den Schweizer Werken durchgehend aufrechterhalten werden können. «Zum aktuellen Zeitpunkt laufen die Werke weltweit fast ausnahmslos wieder ohne wesentliche Einschränkungen», heisst es in der Mitteilung. Kapazitätsengpässe seien mittels vorübergehender Verlagerungen innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks überbrückt und damit die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden auch unter schwierigen Rahmenbedingungen hoch gehalten worden.

Aufgrund der genannten Entwicklung bewege sich der Nettoumsatz für das erste Halbjahr 2020 knapp auf der Höhe des zweiten Semesters 2019 und liege rund 16 Prozent hinter dem Umsatz der starken Vorjahresperiode. Die Ebit-Marge dürfte im ersten Halbjahr zwischen 6 und 7 Prozent erreichen.

Do 09.07.2020 - 11:12

Dormakaba präsentiert Geschäftsführerin

Die Dormakaba-Gruppe bekommt ab nächstem April eine Geschäftsführerin. Der Verwaltungsrat des Schliesstechnikkonzerns mit Sitz in Wetzikon und Rümlang hat Sabrina Soussan zur Chief Exekutive Officer ernannt. Soussan ist seit 2017 Co-CEO von Siemens Mobility, einem führenden Anbieter von Verkehrslösungen mit Sitz in München, und hatte über die vergangenen 20 Jahre verschiedene Führungspositionen in den Bereichen Mobilität, Gebäudetechnik und Automotives bei Siemens inne. In einer Zeit, in der Digitalisierung zu einem Schlüsselfaktor bei der Entwicklung reibungsloser, sicherer und nachhaltiger Mobilitätslösungen geworden ist, habe sie namhafte Innovationen vorangetrieben und könne eine starke Erfolgsbilanz profitablen Wachstums vorweisen, heisst es in einer Mitteilung von Dormakaba.

Bevor die deutsch-französische Staatsbürgerin die Funktion als Co-CEO von Siemens Mobility übernahm, war sie bei Siemens in der Division Mobility von 2015 bis 2017 CEO der Geschäftseinheit Mainline Transport und von 2013 bis 2015 Vice President Nahverkehrs- und Regionalzüge. Zudem war sie von 2017 bis 2018 CEO der Geschäftseinheit Rolling Stock. Ab 2009 arbeitete sie bei Siemens in der Schweiz in der Division Building Technologies, zunächst bis 2011 als Leiterin Strategie und Marketing Gebäudeautomatisierung, anschliessend bis 2013 als Vice President Nachhaltigkeit und Energiemanagement. Frühere Aufgaben bei Siemens umfassten verschiedene Managementpositionen im Bereich Antriebsstranglösungen für Automobile. Sie begann ihre Karriere 1994 als Ingenieurin im Bereich Antriebsforschung und -entwicklung bei Renault in Paris.

Soussan folgt auf Riet Cadonau, der seit 2011 als CEO tätig ist. Cadonau will sich nun von dieser Funktion zurückziehen und nach seiner Wiederwahl an der bevorstehenden Generalversammlung ab Ende März 2021 auf seine Rolle als Präsident des Verwaltungsrates konzentrieren. Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, soll Soussan Anfang 2021 als Mitglied der Konzernleitung zu Dormakaba stossen. «Ich werde mein ganzes Engagement und meine Leidenschaft für Menschen, Technologie und Innovation einbringen, damit dormakaba ihr Potenzial in den sich schnell verändernden Märkten weiter ausschöpfen kann», wird Soussan in der Mitteilung zitiert.

Asien-Kenner für Verwaltungsrat vorgesehen

Zudem schlägt der Verwaltungsrat der bevorstehenden Generalversammlung John Liu zur Wahl als neues Mitglied des Verwaltungsrates vor. Liu soll demnach die Nachfolge von Rolf Dörig antreten, der seit 2004 Verwaltungsratsmitglied war und sich entschieden hat, an der nächsten Generalversammlung vom 20. Oktober 2020 aus dem Verwaltungsrat zurückzutreten. Liu gilt als anerkannter Experte auf dem Gebiet der digitalen Technologie. «Er bringt ausgezeichnete Kenntnisse der führenden digitalen Trends in asiatischen und internationalen Märkten mit», sagt Riet Cadonau.

Im Laufe seiner Karriere habe der Singapurer verschiedene Führungspositionen bei digital geprägten Unternehmen bekleidet, heisst es in der Mitteilung weiter. Von 2008 bis 2013 war Liu President von Google in China und hatte von 2014 bis 2015 leitende Führungspositionen beim Internetunternehmen Qihoo 360 und von 2016 bis 2018 bei der Wanda Internet Technology Group inne. Von 2014 bis 2016 war er zudem unabhängiges nicht-exekutives Verwaltungsratsmitglied der in London kotierten ARM Holdings, und seit 2014 ist er nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrates der in Hongkong kotierten Digital China Holdings Ltd. John Liu verfügt über ein Doktorat in Verkehrstechnik & Netzwerkmanagement der Technischen Universität Dänemarks und einen Bachelor-Abschluss in Mathematik der Beijing Normal University.

Alle anderen Mitglieder des Verwaltungsrates stellen sich für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr zur Verfügung.

Fr 03.07.2020 - 13:49

In Norwegen trennt sich der Wetziker Schliesstechnikkonzern Dormakaba von einem Geschäftsbereich. (Foto: PD)

Dormakaba will Konflikte im norwegischen Vertrieb beheben

Dormakaba will sich von seinem Projektinstallationsgeschäft in Norwegen trennen. Laut einer Medienmitteilung hat der Schliesstechnikkonzern mit Sitz in Wetzikon und Rümlang eine entsprechende Verkaufsvereinbarung abgeschlossen.

Künftig soll die norwegische Unternehmensgruppe Låssenteret den Geschäftsbereich weiterführen. Sie ist eine Anbieterin von Sicherheitsinstallationen. Mit der Gruppe unterhält Dormakaba bereits Geschäftsbeziehungen, die durch den Verkauf noch vertieft werden sollen.

Die Übertragung der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten wie auch von Mitarbeitern ist für das dritte Quartal 2020 geplant. Rund 80 Dormakaba-Mitarbeiter wechseln im Zuge der Transaktion zur Låssenteret. Über den Verkaufspreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Mit der Veräusserung will Dormakaba sein Geschäftsportfolio optimieren und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Sein norwegisches Geschäftsmodell soll an das globale «Operating Model» angepasst und der Fokus auf den Vertrieb von Produkten, Lösungen und Services gelegt werden. Davon erhofft sich die Gruppe unter anderem, Vertriebskanalkonflikte bei wichtigen Kunden zu beheben. Zudem strebt sie eine Verbesserung der betrieblichen Effizienz an. jöm

Di 30.06.2020 - 13:31

Mehr Arbeitsplätze sollen am Hauptsitz von Agta Record in Fehraltorf nach der Übernahme durch Assa Abloy entstehen. (Archivfoto: PD)

Agta Record lässt Federn für die Übernahme

Die Übernahme der Fehraltorfer Spezialtürenherstellerin Agta Record steht kurz vor dem Abschluss. Noch im Juli rechnet der Käufer, der schwedische Sicherheitstechnikkonzern Assa Abloy, mit der finalen Zustimmung zur Transaktion durch die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Union.

Anfang März 2019 war bekannt geworden, dass die Assa Abloy-Gruppe 502 Millionen Euro für knapp 54 Prozent des Aktienkapitals von Agta Record zahlen will. Damit wird Agta Record auf knapp eine Milliarde Franken bewertet. Bisher hält die Gruppe 39 Prozent der Anteile. Nach Abschluss der Übernahme käme sie auf einen Anteil von rund 93 Prozent des Aktienkapitals und würde damit die Fehraltorfer Firma kontrollieren.

Das zur Übernahme vorgesehene Aktienpaket wird in einem Aktionärspool gehalten. Bei den Anteilseignern handelt es sich um drei Firmen: die 3B Finance GmbH aus Zürich, die den Nachkommen des Gründers Helmut Heinz Bunzl gehört, sowie die Crédit Mutuel Equity aus Paris und die ebenfalls zur Genossenschaftsbank Crédit Mutuel gehörende Banque Fédérative du Crédit Mutuel aus Strassburg.

Der angekündigte Verkauf rief die Kartellbehörden auf den Plan: «Assa Abloy war bisher ein wichtiger Mitbewerber von uns, daher ist eine wettbewerbsrechtliche Prüfung nötig», teilte Raymund Scheffrahn, Finanzchef der Agta Record, Züriost im März 2019 mit.

Schon damals ging er davon aus, dass Assa Abloy Teile ihres oder des Geschäfts von Agta Record in gewissen Ländern veräussern müsste. Jetzt steht fest: Die Aktivitäten von Agta Record in Österreich, Ungarn, Slowenien und den Niederlanden sowie ein Teilbereich des Geschäfts in Frankreich gehen für rund 100 Millionen Euro an den italienischen Konkurrenten FAAC Group. Die Assa Abloy-Gruppe selbst verkauft ihr Segment automatische Personentüren in Frankreich und Grossbritannien an dasselbe Unternehmen. Die EU-Kommission hat die FAAC Group als Käuferin bewilligt, so Scheffrahn. Die Transaktion soll im dritten Quartal erfolgen.

Laut Medienmitteilung haben die veräusserten Geschäfte im 2019 einen Umsatz von insgesamt 93 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei einer Investition von 502 Millionen Euro trennt sich Assa Abloy damit von über einem Fünftel des zugekauften Agta Record-Umsatzes von 2019.

Der für Juli avisierte Zusammenschluss mit Agta Record bedeutet eine leichte Verzögerung gegenüber früheren Plänen. Assa Abloy war zunächst von einem Abschluss des Verfahrens bis Ende 2019 ausgegangen. Unmittelbar an das Closing der Kontrollübernahme werde ein Übernahmeangebot an die freien Aktionäre ergehen, wie Record-Finanzchef Scheffrahn mitteilt. Diese vereinten bisher 7 Prozent des Aktienkapitals von Agta Record auf sich. Der Preis für die freien Aktien werde mindestens 70 Euro betragen und solle ebenfalls im dritten Quartal bezahlt werden.

Gegenüber der NZZ bezeichnet Stefan Riva, CEO von Agta Record, den Verkauf als eine Aufwertung des Standorts Fehraltorf. Künftig werde die globale Sparte Eingangssysteme von Assa Abloy in der Schweiz statt in Südschweden angesiedelt sein. Riva stellt einen Anstieg an Arbeitsplätzen in Aussicht. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen rund 180 Mitarbeiter in Fehraltorf, den Verkauf und die Techniker nicht mit eingerechnet.

Konzernchef Riva verlässt Agta Record in wenigen Wochen auf eigenen Wunsch, um sich auf seine Verwaltungsratsmandate zu konzentrieren, wie die NZZ schreibt. jöm

Fr 19.06.2020 - 16:00

Die Elma-Gruppe mit Sitz in Wetzikon legt trotz Coronakrise eine solide Bilanz vor. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Medizinal-Boom hilft Elma durch die Krise

Die Wetziker Elma-Gruppe zieht am Freitag eine Bilanz der ersten fünf Monate des laufenden Geschäftsjahrs. Demnach hat die Corona-Pandemie zu Verzögerungen und vereinzelt auch zur Verschiebung von Kundenaufträgen geführt. Im Zuge dessen musste Elma ihre Produktionskapazitäten anpassen und teilweise Kurzarbeit einführen. «Dennoch konnten sowohl der Bestellungseingang als auch der Umsatz in den ersten fünf Monaten 2020 auf einem soliden Niveau gehalten werden, wenn auch etwas unter Vorjahr», heisst es in der Mitteilung.

Ausschlaggebend hierfür sind aus Sicht des Herstellers von Electronic-Packaging-Produkten zwei Faktoren: erstens die Aufrechterhaltung essenzieller Geschäftsbereiche vor allem in der Verteidigungsindustrie in den USA und Grossbritannien und zweitens die verstärkten Nachfrage im Medizinalbereich vor allem in Europa.

In der Region Asien sollen sich der Bestellungseingang und Umsatz «sehr erfreulich» entwickelt haben. Vor allem in China war Elma zu Jahresbeginn mit einer schwächeren Nachfrage konfrontiert gewesen. Nach der Aufhebung der Einschränkungen habe man die dortigen Geschäftsaktivitäten jedoch bereits früher als in anderen Regionen wieder aufnehmen können.

Um die finanziellen Auswirkungen der Pandemie abzufedern, hat die Elma-Gruppe in allen Gesellschaften Massnahmen zur Kostensenkung und Verbesserung der Liquidität eingeleitet. Infolgedessen konnten Debitorenverluste verhindert werden. Dennoch belasten die Auswirkungen der Pandemie das Betriebsergebnis. Der Ebit und der Unternehmensgewinn waren per Ende Mai zwar positiv, lagen aber deutlich unter den Vorjahreswerten. Trotzdem gibt sich die Gruppe zuversichtlich: «Die Liquidität ist sichergestellt und die solide Bilanz werden es Elma ermöglichen, diese schwierige Zeit zu meistern», schreibt sie.

Aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Pandemie und deren Auswirkungen verzichtet Elma auf eine Prognose zum laufenden Geschäftsjahr. Die Publikation des Halbjahresergebnisses ist für den 12. August 2020 vorgesehen.

R&M eröffnet Standort an der US-Ostküste

Kürzlich feierte der Konzern Reichle & De-Massari mit einem virtuellen «Open House» die Eröffnung seiner neuen Niederlassung und Produktionsstätte in Elan der Ostküste der USA. Der Vor-Ort-Event in Elkridge, Maryland, ist für später in diesem Jahr geplant, wenn die Covid-19-Regeln gelockert wurden oder nicht mehr in Kraft sind. Dies schreibt der Wetziker Verkabelungsspezialist in einer Mitteilung.

 «Wir freuen uns, unseren Wachstumskurs mit der Erweiterung des Standorts in Elkridge fortzusetzen, um unseren Kunden im Osten, Süden und Mittleren Westen der Vereinigten Staaten ein neues Serviceniveau zu bieten», wird CEO Michel Riva in der Mitteilung zitiert. Mit Produktionsstätten an der U.S. Ost- und Westküste verfüge man nun über die notwendigen Ressourcen, um Kunden in den gesamten Vereinigten Staaten, dem grössten Markt für Netzwerk Connectivity, zu bedienen.

Die knapp 1000 Quadratmeter grosse Büro- und Produktionsstätte soll den bestehenden Kundenstamm von R&M im Osten, Süden und Mittleren Westen, die schnell wachsenden Rechenzentrumsmärkte in Washington, D.C. und Nordvirginia sowie alle Niederlassungen des U.S.-Militärs mit spezifischen Produkten bedienen. Das Werk verfüge über ausreichend Produktionsfläche und die Ausrüstung, um Kundenanforderungen auch bei Grossaufträgen und schnellen Lieferzeiten zu erfüllen.

Die Eröffnung des R&M-Standorts in Elkridge folgt auf die Akquisition der ortsansässigen Optimum Fiberoptics Inc. durch R&M im Jahr 2019. Den neuen Standort bezeichnet der Konzern als wichtigen Meilenstein in der Expansion von der Schweiz in die USA, die 2016 mit der Übernahme der REALM Communications Group, Inc. in Milpitas, Kalifornien, begann.

Mo 08.06.2020 - 18:02

Durch einen Produktionsfehler erhielten 224'000 Haushalte kürzlich eine doppelte Abgaberechnung. (Archivfoto: Christian Merz)

Serafe bittet zweimal zur Kasse

Bei der Serafe AG in Fehraltorf ist man einiges an Unmut gewohnt. Seit die Schweizerische Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehabgabe vor anderthalb Jahren das Mandat übernommen hat, will die Kritik über fehlerhafte Rechnungen nicht abreissen (wir berichteten).

Bisher konnte die Serafe immer mit dem Finger auf die Einwohnerdienste der Gemeinden und Kantone zeigen. Deren Datenlieferungen waren und sind zum Teil ungenau und veraltet. Nun musste sie aber einen selbstverschuldeten Fehler einräumen: Im Mai haben 224‘000 Haushalte eine doppelte Rechnung erhalten. Der Grund: In einem der beiden Druckdienstleistungszentren seien die Rechnungen ein zweites Mal gedruckt, verpackt und der Post zum Versand übergeben worden, wie es am Montag in einer Medienmitteilung heisst.

Die Erhebungsstelle spricht von einem «einmaligen und bedauernswerten Zwischenfall». Ihr zufolge basieren die doppelten Rechnungen auf korrekten Daten. Das heisst, die offenen Beträge sind in den Systemen richtig erfasst und nur einmal geschuldet. «Die betroffenen Kunden können folgerichtig die doppelt erhaltene Rechnung entsorgen.» Wer bereits doppelt eingezahlt hat, bekommt den überschüssigen Betrag zurückerstattet. Das gilt aber nur im Falle von Jahresrechnungen. Doppelt eingegangene Beträge aus Dreimonatsrechnungen würden bei der nächsten Abrechnung gutgeschrieben.

Die Serafe hat ihr Aufsichtsorgan, das Bundesamt für Kommunikation (Bakom), umgehend nach Bekanntwerden des Vorfalls informiert, wie sie in der Mitteilung schreibt. Gegenwärtig werde intern abgeklärt, warum das Controlling beim Druckdienstleister den doppelten Rechnungslauf erst nach der Übergabe an die Post festgestellt habe. Zudem würden konkrete Massnahmen geprüft, um eine solche Fehlleistung in Zukunft zu vermeiden.

Insgesamt seien im Mai 700‘000 Abgaberechnungen versandt worden. Das sind doppelt so viele als durchschnittlich im Monat. Die hohe Auflage begründet die Serafe mit dem ausgefallenen Rechnungslauf im April, der im Folgemonat kompensiert worden sei. Ursache sei die der Senkung der Haushaltsabgabe um 30 Franken gewesen, die der Bundesrat am 14. April bekannt gegeben hatte. Laut Medienmitteilung musste die neue Tarifregelung für künftige Abgaberechnungen zuerst vorbereitet und umgesetzt werden. «Inwiefern dieser Umstand für den Fehler in der Produktion mit eine Rolle gespielt hat, ist ebenso Gegenstand der laufenden internen Untersuchungen.»

Panolin geht von anhaltend tiefem Ölpreis aus

Am Ölmarkt sind die Preise massiv eingebrochen. Der Erdöl-Preis ist am Montagmorgen gleich um 30 Prozent gesunken. Experten sprechen vom grössten Rückgang seit Januar 1991 und dem Beginn des ersten Golfkrieges. Am Freitag waren die Gespräche zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russland zur Drosselung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise gescheitert. Darin sehen Experten den Hauptgrund. Ein weiterer liege jedoch in der Sorge vor einem Abschwung der Weltwirtschaft als Folge der Coronavirus-Epidemie und der sinkenden Erdöl-Nachfrage in China.

Betroffen von diesem rapiden Preisabfall ist auch die Panolin AG mit Sitz in  Madetswil, wenn auch erst in 2 bis 3 Monaten, wie Silvan Lämmle, Geschäftsführer der Schmierstoff-Herstellerin auf Anfrage sagt. «Wenn diese Baisse länger anhält, werden die Preise für unsere Produkte sinken. Davon gehen wir momentan aus», sagt er. Inwiefern Panolin längerfristig davon profitieren wird, könne man zurzeit noch nicht richtig abschätzen.

«Man sieht, dass das Coronavirus nun so richtig in der Weltwirtschaft angekommen ist», so Lämmle. Ein solches Ausmass habe es letztmals bei der globalen Finanzkrise 2008 gegeben. Auch Panolin hat betriebsintern verschiedene Vorkehrungen getroffen, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Neben den vom Bund verordneten Verhaltensregeln gilt ein generelles Flugverbot und es werden bis auf Weiteres keine grösseren Besuchergruppen mehr empfangen.  Oberste Priorität hat laut Geschäftsführer Lämmle der Schutz der Produktion. Dort gilt sowohl Mundschutz- als auch Handschuhpflicht.

Mi 04.03.2020 - 11:06

Der Schliesstechnikkonzern blickt auf ein anspruchsvolles erstes Geschäftshalbjahr zurück. Foto: PD

Dormakaba muss Geschäftsziele überprüfen

Die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Grosswetterlage belastet das Geschäft von Dormakaba mit Sitz in Wetzikon und Rümlang. Laut einer Medienmitteilung ging der Umsatz des Schliesstechnikkonzerns im ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 um 0,8 Prozent zurück. Er belief sich per Ende Dezember 2019 auf rund 1,4 Milliarden Franken. Mitverantwortlich für den Rückgang macht das Unternehmen die weitere Aufwertung des Schweizer Frankens. Rechnet man die negativen Währungseffekte sowie die Zu- und Verkäufe aus dem Ergebnis heraus, ergibt sich ein organisches Umsatzwachstum von 0,8 Prozent. Dies entspreche einer leichten Verbesserung gegenüber der zweiten Jahreshälfte des vorigen Geschäftsjahres (0,4 Prozent).

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) verringerte sich von 223 Millionen Franken im Vorjahr auf neu 214,1 Millionen Franken. Damit rutschte die Marge von 16 auf neu 15,5 Prozent. In drei von vier Marktregionen lag die Ebitda-Marge unter dem Vorjahresniveau. Eine Ausnahme bildet die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) mit einer Marge von 8,1 Prozent (im Vorjahr: 7,9 Prozent). Ebenfalls leicht verbesserte sich die Marge der Geschäftseinheit «Key & Wall Solutions», und zwar von 14,7 auf 15 Prozent.

Neben internen und externen Faktoren, die schon die zweite Hälfe des vorigen Geschäftsjahres belastet hätten, führt das Unternehmen den niedrigeren Ebitda auf einmalige ausserordentliche Aufwendungen im Berichtsjahr zurück. Diese negativen Effekte sollen laut Mitteilung durch Effizienzverbesserungen, letzte Kostensynergien aus dem Zusammenschluss zu Dormakaba, Unternehmenskäufe sowie leicht niedrigere Rohstoffkosten überkompensiert worden sein.

Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Gewinn vor Steuern von 170,1 auf neu 157,1 Millionen Franken. Der Konzerngewinn belief sich mit 119,4 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert von 126,7 Millionen.

Für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres stellt Dormakaba bisher fest, dass das makroökonomische und geopolitische Umfeld noch anspruchsvoller geworden sei. Die Coronavirus-Epidemie werde voraussichtlich einen «spürbaren Einfluss» auf Jahresergebnis haben. «Die lokale Nachfrage in China ist bereits betroffen, allerdings fehlt derzeit noch die Visibilität über Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und auf das Wirtschaftswachstum», heisst es in der Mitteilung.

Zudem erwartet Dormakaba, dass die makroökonomischen Verlangsamung, die politische Volatilität und Handelskonflikte das Geschäft belasten werden. In dem Fall fielen das organische Wachstum und die Ebitda-Marge für das gesamte Geschäftsjahr etwas niedriger als im Vorjahr aus. Aus diesem Grund prüft das Unternehmen in den nächsten Monaten, ob es seine mittelfristigen Ziele wird halten können.

EU-Kommission gibt grünes Licht für Übernahme von Assa Abloy

Assa Abloy darf Agta Record übernehmen. Die EU-Kommission hat die Bewilligung erteilt, wonach der schwedische Konzern fortan die Kontrollmehrheit des Fehraltorfer Türenherstellers haben wird. Assa Abloy erwartet die Umsetzung im zweiten Halbjahr 2020, wie es in einer Mitteilung heisst. Weil es Bedenken gab, ist Assa Abloy verschiedene Verpflichtungen eingegangen. Dazu gehört der Verkauft der Aktivitäten von Agta Record in den Niederlangen, Österreich, Ungarn und Slowenien sowie die Abgabe des Geschäfts mit Schnelllauftoren und der Verkauf des Geschäfts mit automatischen Personentüren in Grossbritannien und Frankreich. Nach erfolgter Übernahme wird Assa Abloy rund 93 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmen an Agta Record kontrollieren. 

Schellenberg-Gruppe übernimmt Effingermedien

Die Schellenberg-Gruppe expandiert in den Kanton Aargau. Das Pfäffiker Druckunternehmen übernimmt die Aktienmehrheit der Effingermedien AG in Brugg. Die grafische Branche sei geprägt von Überkapazitäten und einem massiven Preis- und Verdrängungskampf, teilte die Schellenberg-Gruppe mit. Der Verbund mit einem starken Partner biete erheblich bessere Perspektiven für die Zukunft. Die Schellenberg-Gruppe umfasst an mehreren Standorten in der Schweiz Unternehmen der Druck- und Medienbranche. Das von Inhaber Oskar Schellenberg präsidierte Unternehmen übernimmt rückwirkend per 1. Januar 2020 die Aktienmehrheit an der Effingermedien AG.
Die Effingermedien sind in der gesamten Deutschschweiz tätig und beschäftigen rund 110 Mitarbeiter, davon 10 Lernende in der Polygraphie, Drucktechnologie und Printmedien-Verarbeitung.

Do 23.01.2020 - 13:47

Steil nach oben: Belimo konnte im 2019 den Umsatz um 7,8 Prozent steigern. (Archivfoto: PD)

Belimo wächst in allen Marktregionen

Die Belimo-Gruppe mit Sitz in Hinwil hat am Donnerstag ihre Umsatzzahlen zum Geschäftsjahr 2019 publiziert. Demnach konnte das in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik tätige Unternehmer seinen Nettoumsatz erneut steigern, und zwar um 7,8 Prozent auf 692,7 Millionen Franken steigern, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Währungsbereinigt betrage das Wachstum 9,2 Prozent.

Der Umsatz sei in allen Marktregionen gewachsen. Für die Marktregion Europa weist Belimo ein währungsbereinigtes Wachstum um 6,8 Prozent aus, für Amerika um 11 Prozent und für Asien-Pazifik um 12,7 Prozent.

Die Umsätze der Luft- und Wasseranwendungen seien in Lokalwährungen in Lokalwährung um 7,1 Prozent respektive 11,9 Prozent gestiegen.

Ausführliche Informationen zum Geschäftsjahr 2019 gibt Belimo an der Medien- und Finanzanalystenkonferenz am 9. März bekannt.

Do 23.01.2020 - 10:24

In Indien und China liefen die Geschäfte für Huber+Suhner nicht so gut wie im Vorjahr. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Schwächelnder Bahnmarkt belastet Huber+Suhner

Deutlich weniger Aufträge und weniger Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2019 vermeldet der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner mit Sitz in Pfäffikon am Donnerstagmorgen. Damit konnte das Unternehmen nicht an das starke Vorjahr anknüpfen. Verantwortlich für diese Entwicklung macht es zwei Faktoren im ersten Halbjahr: zum einen ein erwartungsgemäss auslaufendes 4G-Grossprojekt in Indien, zum anderen den schwächeren Bahnmarkt in China.

Im übrigen Geschäft habe man jedoch den Auftragseingang und Umsatz steigern können, wie es in der Medienmitteilung heisst. Als Triebfeder nennt Huber+Suhner in dem Zusammenhang seine strategischen Wachstumsinitiativen.

Der Nettoumsatz belief sich 2019 auf 830,6 Millionen Franken (ungeprüft), was einem Rückgang von 6,1 Prozent gegenüber 2018 entspricht. Organisch, sprich: unter Berücksichtigung von Währungs-, Kupferpreis- und Portfolioeffekten, betrug der Rückgang 4,6 Prozent. Der Auftragseingang verringerte sich im selben Zeitraum um 12,5 Prozent auf 800,9 Millionen Franken.

Trotz der Belastung durch das auslaufende Infrastruktur-Grossprojekt in Indien habe sich der Kommunikationsmarkt insgesamt auf dem Vorjahresniveau entwickelt. Den Rückgängen im chinesischen Transportmarkt stellt Huber+Suhner den «praktisch auf Vorjahresniveau» liegenden Teilmarkt Automative gegenüber.

Der Industriemarkt habe erneut «auf breiter Front» zugelegt und die bereits hohen Werte des Vorjahres deutlich übertroffen.

Das detaillierte Geschäftsergebnis präsentiert Huber+Suhner an der Medien- und Analystenkonferenz vom 10. März.

Müller verlässt Verwaltungsrat von Huber+Suhner

Georg H. Müller wird an der 51. ordentlichen Generalversammlung der Huber+Suhner AG am 1. April 2020 nicht mehr zur Wiederwahl zur
Verfügung stehen. Dies teilt der Pfäffiker Kabelhersteller mit. Müller war während 19 Jahren im Verwaltungsrat tätig. Im Hinblick auf die Generalversammlung wird aber keine Ergänzung des Gremiums vorgeschlagen, wie der Konzern festhält.

Huber+Suhner integriert deutsche BKtel

50 Millionen Franken muss Huber+Suhner für den jüngsten Zukauf bezahlen. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)


Huber+Suhner (H+S) hat die Übernahme der deutschen Firma BKtel per 3. Dezember 2019 abgeschlossen. Der dafür erforderliche Beschluss des deutschen Bundeskartellamts liege ohne weitere Auflagen vor, wie der Pfäffiker Verkabelungsspezialist in einer Medienmitteilung bekannt gab.

Anfang Oktober 2019 hatte das Management den Kauf zum Preis von 50 Millionen Franken – finanziert aus Eigenmitteln – kommuniziert (wir berichteten). Laut der aktuellen Mitteilung werden sämtliche Aktivitäten der BKtel als Business Unit und Kompetenzcenter in das Technologiesegment «Fiberoptik» eingegliedert. H+S übernimmt sämtliche Mitarbeiter. Geschäftsführer der BKtel bleibt weiterhin Jürgen Seidenberg, der die Firma mitgegründet hat.

BKtel verfügt neben drei Standorten in Deutschland auch über Mehrheitsbeteiligungen an zwei Unternehmen in Frankreich und Japan. Die Firma entwickelt, produziert und implementiert aktive und passive Komponenten für Breitbandnetzwerke und besitzt unter anderem Know-How in der optischen Signalverarbeitung (optische Wandler, Verstärker und Faserlaser).

Givaudan: Runter mit den Nettoemissionen

Das Pariser Abkommen zur Begrenzung der Erderwärmung ist auch für Givaudan in Dübendorf massgeblich. (Archivfoto: Thomas Bacher)

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan mit Sitzen unter anderem in Dübendorf und Kemptthal strebt bis 2050 eine von Nettoemissionen freie Wertschöpfungskette an. Gemäss einer Medienmitteilung vom 3. Dezember hat das Unternehmen die von den Vereinten Nationen vorgeschlagene Zusage «Business Ambition for 1,5 °C» unterzeichnet. Damit schliesse man sich der globalen Bewegung führender Unternehmen an, die sich dazu verpflichten, ihre Emissionsminderungsziele an das globale Ziel von 1,5 Grad anzupassen. Im September 2019 gehörte Givaudan laut eigener Aussage zu den ersten Unternehmen, die sich den aktualisierten Zielvorgaben des Pariser Abkommens für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad angeschlossen hatten. In dem Zusammenhang gab das Management bekannt, die Treibhausgas-Emissionen zwischen 2015 und 2030 um 70 Prozent zu senken. Diese Ziele «entsprechen dem Niveau, das notwendig ist, um die Ziele des Übereinkommens von Paris zu erreichen», heisst es in der Mitteilung.

Verzögerungen in den USA belasten Elma-Gruppe

Die Wetziker Elektronikherstellerin Elma Electronic wird 2019 weniger Gewinn erwirtschaften. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Die Elma-Gruppe rechnet für das zweite Halbjahr 2019 mit einem deutlich besseren Geschäftsgang gegenüber der ersten Jahreshälfte. Dies gab die Wetziker Elektronikherstellerin kürzlich bekannt. Demnach sollen Bestellungseingang und Nettoerlöse im gesamten Geschäftsjahr 2019 über dem Vorjahr liegen. Zudem habe die Gesellschaft in der Schweiz den grössten mehrjährigen Rahmenauftrag seit Bestehen der Gruppe im Umfang von über 14 Millionen Franken sichern können.

Beim Unternehmensgewinn verzeichnet Elma im zweiten Halbjahr eine deutliche Verbesserung gegenüber den ersten sechs Monaten. Dennoch reicht diese Entwicklung nicht aus, einen Rückgang für das gesamte Geschäftsjahr abzuwenden. Im Vorjahr hatte die Gruppe noch einen Gewinn von 5,6 Millionen Franken erwirtschaftet.

Als Ursache für den Gewinnrückgang nennt Elma eine verzögerte Inbetriebnahme des neuen Industrie-Campus in Atlanta, USA, und die damit verbundenen Umzugskosten, Abschreibungen und Finanzierungskosten sowie Vorleistungen für grosse kundenspezifische Projekte in der Region Europe. «Die getätigten Investitionen werden aber mittelfristig zu einer nachhaltigen Stärkung der Elma-Gruppe führen und die Profitabilität der Gesellschaft entsprechend erhöhen», heisst es in der Medienmitteilung.

Der vollständige Jahresabschluss und der Geschäftsbericht 2019 werden am 25. Februar 2020 veröffentlicht.

Küchenhersteller zügelt nach Tagelswangen

Nach Tagelswangen hat der Küchenhersteller Veriset seine Niederlassung Ost verlagert. (Foto: PD)

Der Küchenhersteller Veriset mit Hauptsitz in Root (LU) hat seine Niederlassung Ost von Opfikon nach Tagelswangen gezügelt. Gemäss einer Medienmitteilung war der alte Standort «zu klein für das wachsende Team» geworden. «So hat man sich frühzeitig auf die Suche nach einem passenden Standort gemacht.» In Tagelswangen verfügt das Unternehmen, das laut eigener Aussage der grösste Schweizer Küchenhersteller ist, über eine Ausstellungsfläche von 300 Quadratmetern. 10 Mitarbeiter sind vor Ort im Einsatz und beraten Bauherren bei der Wahl und Realisierung einer neuen Küche.

Dübendorfer Start-up unterliegt im Final

Das Start-up Nemis Technologies aus Dübendorf, das zu den neun Finalisten des 31. Swiss Technology Award gehörte, hatte an der Preisverleihung am 21. November gegenüber den Siegprojekten der FenX AG, der Cutiss AG und der Sika AG das Nachsehen. Insgesamt hatten sich über 100 Bewerber für den Award beworben. Die Nemis Technologies war für ihre «einfachen, schnellen und kostengünstigen Diagnosekits» nominiert worden. Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, das Mikroorganismen innerhalb weniger Stunden nachweist. Einsatzmöglichkeiten sind Lebensmittelsicherheit und Antibiotikatherapien.

Wetziker Firma übernimmt deutsche Vertretungen

Die Wetziker BWB Werkzeugmaschinen AG expandiert: Gemäss einer Medienmitteilung übernimmt sie die Schweizer Vertretung der beiden Marken Hurco und Takumi der Hurco Werkzeugmaschinen GmbH mit Hauptsitz in München. Aus Sicht der deutschen Firma ist diese Kooperation der «Grundstein für weiteres Wachstum in der attraktiven Marktregion Schweiz».

Markus Weber, Geschäftsführer der BWB Werkzeugmaschinen, sieht in der Übernahme eine Ergänzung seines Sortiments an Dreh- und Fräsmaschinen für Werkzeugbau- und Produktionsumgebungen. Durch die Zusammenarbeit mit der deutschen Firma profitiere man unter anderem von einem regen Informations- und Know-how-Austausch sowie von einem umfangreichen lokalen Ersatzteil- und Maschinenlager.

Fusion zweier Ustermer Werbeagenturen

Nach der Fusion: Sasha Arn (links), Gründer der Webkönig GmbH, teilt sich die Inhaberschaft der übernehmenden Onebyte AG mit Stefan Bommeli.

Die Onebyte AG, eine Werbeagentur für KMU in Uster, hat ihren lokalen Konkurrenten, die Webkönig GmbH, per 1. November übernommen. Laut einer Medienmitteilung betrachten beide Partner diesen Schritt als «die richtige strategische Antwort auf aktuelle und künftige Herausforderungen». Gemeinsam wolle man «zur führenden Online-Agentur für KMU im Zürcher Oberland» werden. Im Zuge der Fusion erweiterte die Onebyte AG ihr Team von bisher acht auf neu 20 Mitarbeiter und zügelte in die Webkönig-Büros an der Seestrasse 98 in Uster. Neuer CEO ist Sasha Arn, der die Webkönig GmbH 2011 gegründet hat. Ihm zur Seite steht Stefan Bommeli als Technischer Direktor (CTO). Er ist Mitgründer von Onebyte und führte das Unternehmen zuletzt mit Andrea Bommeli. Künftig teilt er sich die Inhaberschaft mit Sasha Arn. Alle laufenden Verträge würden durch die Fusion automatisch von der Onebyte AG übernommen und behielten ihre Gültigkeit, wie es in der Mitteilung heisst.

Nachfolgelösung für Bucherer Druck

 

Die in Wetzikon ansässige Bucherer Druck AG wurde im Rahmen einer Nachfolgelösung verkauft. Neuer Eigentümer ist der Druckerei-Verbund ISI-Gruppe, der aus ISI Print AG (Aarau), Druckerei Zimmermann GmbH (Uster) und nun Bucherer Druck besteht. Der Verbund umfasst diverse Betriebe an sieben Standorten in den Kantonen Aargau und Zürich. Laut einem Communiqué sei die Übernahme stufenweise erfolgt. Alle Mitarbeiter habe man nahtlos in die Gruppe integriert. Der bisherige Inhaber und Geschäftsführer Ueli Bucherer werde mit reduziertem Pensum bis zur Pensionierung im Betrieb weiterarbeiten. (zo)

Sieber AG verlässt Fehraltorf

Die Sieber AG in Fehraltorf geht eine strategische Partnerschaft mit dem Druckerei- und Weiterverarbeitungsbetrieb PMC in Oetwil am See ein, wie die Firma in einer Medienmitteilung schreibt. Im Zuge dessen verlässt sie nach 30 Jahren ihren angestammten Produktionsstandort. Künftig wird sie im Gebäude der PMC zu finden sein. An ihrer Eigenständigkeit und am Personalbestand ändere sich nichts. Es wird aber mit Synergieeffekten gerechnet: Sowohl die Sieber AG als auch die PMC, die bis Januar 2019 eine Tochterfirma der Hinwiler Ferag AG war,  würden ihr Angebot ausweiten und ihre Marktposition festigen. Die Sieber AG spricht von Angebotserweiterungen in den Bereichen Versandlösungen und Veredelung. (zo)

Givaudan schliesst Firmenkauf ab

 

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan mit Sitz in Dübendorf hat die Übernahme des globalen, in München domizilierten Duftherstellers Drom abgeschlossen, wie der Konzern kürzlich vermeldete. Im Juli hatte er eine Vereinbarung über den Kauf eingereicht. Die Übernahmebedingungen wurden nicht offengelegt. Im Geschäftsergebnis 2018 von Givaudan hätte sich der Umsatzbeitrag von Drom auf Pro-Forma-Basis mit rund 110 Millionen Euro niedergeschlagen. (zo)

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