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Hilfreiche Steuertipps vom kostenlosen ZO-Steuertelefon

Letzten Donnerstag betreuten die Steuerexperten der Ustermer Treuhandfirma Gubser Kalt & Partner einmal mehr das «Steuertelefon» der Zürcher Oberland Medien AG.

Redaktion
Züriost
Montag, 08. Februar 2021, 16:00 Uhr Sponsored Content

Interessierte und Hilfesuchende konnten während zwei Stunden gratis Auskünfte und Informationen rund um die Steuererklärung einholen. Vier Experten der Gubser Kalt & Partner AG standen telefonisch zur Verfügung und beantworteten alle Fragen und Anliegen der ZO-Leserschaft. Nachfolgend eine Auswahl der Fragen. Wo nicht anders vermerkt, haben die Antworten Gültigkeit für die Steuererklärung 2020 des Kantons Zürich.

Ich war im Jahr 2020 sechs Monate lang krank. Auf meinem Lohnausweis ist dies nicht separat ausgewiesen. Darf ich nun für das ganze Jahr die Berufsauslagen geltend machen?
Nein. Sie hatten demzufolge in dieser Zeit auch keine «Berufsauslagen». Somit dürfen Sie nur für die sechs Monate, in welchen Sie tatsächlich gearbeitet haben, die Berufskosten geltend machen.

Ich fahre immer mit dem Zug zur Arbeit. In der zweiten Klasse fühle ich mich unwohl, da diese meistens sehr voll ist. Darum habe ich mir ein 1.-Klasse-GA geleistet. Dieses habe ich in der Steuererklärung 2019 abgezogen. Nun wurde es mir aufgerechnet. Ist das korrekt?
Die Fahrtkosten zur Arbeit sind ein ständiges Thema. Auch wurden diese schon häufig in Bundesgerichtsurteilen abgehandelt. Die Bedingung zum Abzug der Fahrkosten stellt auf die Notwendigkeit ab. Wenn sich ein Kauf eines 1.-Klasse-GA aus beruflichen Gründen rechtfertigen lässt, weil Sie zum Beispiel während der Fahrt arbeiten und so Zeit sparen können, was in der zweiten Klasse nicht möglich wäre, könnte der Abzug allenfalls zugelassen werden. In Ihrem Fall aber, wo es für Sie einfach angenehmer ist, in der 1. Klasse zu fahren, erachten wir die Aufrechnung als korrekt.

Wir haben im Dezember 2020 eine Anzahlung von 100'000 Franken für eine Wohnung geleistet. Wo müssen wir dies in der Steuererklärung deklarieren?
Wir empfehlen Ihnen auf Seite 4 der Steuererklärung, unter Punkt «30.6 übrige Vermögenswerte, nähere Bezeichnung» die Anzahlung aufzuführen. 

«Trotz Homeoffice können die <normalen> Berufskosten im Jahr 2020 abgezogen werden.»
Thomas Witschi, dipl. Treuhandexperte

Ich bin selbstständig erwerbend und habe von der Ausgleichskasse während des Lockdowns glücklicherweise Erwerbsersatzentschädigung erhalten. Muss ich das versteuern?
Auf jeden Fall. Die ausgerichteten Taggelder unterstehen der Einkommenssteuer und werden den kantonalen Steuerbehörden durch die jeweilige Ausgleichskasse gemeldet. Von Ihrer Ausgleichskasse haben Sie sicherlich eine Abrechnung erhalten. Diese Abrechnung gilt als Bescheinigung und ist für Steuerzwecke verwendbar. 

Ich bin ein 22 Jahre alter Mann und in die Wohnung meiner Freundin eingezogen. Ich zahle ihr monatlich die Hälfte der Miete zurück. Muss meine Freundin dies nun versteuern?
Nein. Hier handelt es sich lediglich um den Anteil der Miete. 

«Schenkungen an die Nachkommen sind von der Steuerpflicht befreit.» 
Barbara Kellermüller, Steuerfachfrau

Während des Lockdowns musste ich im Homeoffice arbeiten. Ich musste mir einen besseren Bürostuhl sowie einen besseren Drucker anschaffen. Diese Kosten wurden vom Arbeitgeber nicht übernommen. Auch die Auslagen für Papier, Druckerpatronen und Telefonkosten wurden mir nicht vergütet. Darf ich dies nun wenigstens bei den Steuern abziehen?
Leider nein. Der Kanton Zürich hat sich aus verfahrensökonomischen Gründen dazu entschlossen, die «normalen» Berufskosten zuzulassen. Dies bedeutet, dass Sie für die Zeit während des Lockdowns, in welchem Sie von zu Hause aus gearbeitet haben, ganz normal den Arbeitsweg, die Mehrkosten der Verpflegung, die pauschale der Weiterbildung sowie die übrigen für die Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten von drei Prozent des Nettolohnes geltend machen können. In anderen Kantonen gelten andere Regelungen. 

Die Steuerklärung muss wieder ausgefüllt werden. (Bild: Archiv)

Mein Mann und ich wurden im Jahr 2020 pensioniert. Wir haben uns die berufliche Vorsorge als Kapitalleistung auszahlen lassen. Gibt es Steuerfolgen für uns, wenn wir unseren beiden Kindern je 100'000 Franken schenken?
Nein. Schenkungen an die Nachkommen sind von der Steuerpflicht befreit. Sie sollten aber diese Schenkung auf Seite 4 der Steuererklärung, unter Punkt 50 erwähnen. Ihre Nachkommen sollten dies ebenfalls tun. 

«Gewinne aus den in der Schweiz zugelassenen Grossspielen sind bis zu einem Betrag von 1'000'000 Franken steuerfrei.»
Monika Zwirner, dipl. Treuhandexpertin

Ich habe bei Euromillions 8‘000 Franken gewonnen. Muss ich dies versteuern?
Nein, Gewinn aus der in der Schweiz zugelassenen Grossspielen (Swisslos, Euromillions, etc.) sind bis zu einem Betrag von 1'000'000 Franken steuerfrei. Geniessen Sie ihren Gewinn!

Ich habe dummerweise auf meine zwei Säule-3a-Konten je 4'000 Franken einbezahlt. Ich weiss, dass ich nur den Beitrag von 6'883 Franken abziehen kann. Aber was passiert nun mit den zu viel bezahlten Beiträgen?
Was Sie sagen ist korrekt. Am besten ist, wenn Sie bei Abzug unter Ziff. 14.1 in der Vorkolonne den ganzen Betrag eingeben und unter der Hauptkolonne den korrekten Abzug tätigen. Das Steueramt sieht dies dann und sollte Ihnen eine Bescheinigung über die zu viel bezahlten Beträge ausstellen. Mit dieser Bescheinigung können Sie dann bei Ihrem Säule-3a-Anbieter die zu viel bezahlten Beträge entweder auf 2021 übertragen lassen oder auszahlen lassen. Damit wirklich nichts schief geht, empfehlen wir Ihnen noch einen Hinweis bei den Bemerkungen. 

Das Team der Gubser Kalt & Partner AG. (Foto: André Gutzwiller)

Wir besitzen ein Haus. Im Jahr 2020 haben wir die Fassade isoliert und neu gestrichen, das Dach wurde erneuert und zusätzlich haben wir noch die Küche renoviert. Dürfen wir alle Kosten im Unterhalt abziehen? 
Die Isolation der Fassade gilt als energiesparende Massnahme und ist somit, wie der Anstrich zu 100 Prozent abzugsberechtigt. Bei der Renovation der Küche ist es so, dass in der Regel nur der genau gleichwertige Ersatz zu 100 Prozent bei den Steuern abgezogen werden kann. In der Regel ist es aber so, dass es eine Komfortverbesserung gibt und dann wird das Steueramt meistens nur zwei Drittel der Kosten zulassen. Es ist sehr wichtig, dass Sie zu Beweiszwecken Fotos des alten und des neuen Zustands haben. 

«Die Isolation der Fassade gilt als energiesparende Massnahme und ist somit, wie der Anstrich zu 100 Prozent abzugsberechtigt.»
Nicole Zimmermann, Treuhänderin mit eidg. FA

Im Jahr 2020 hatten wir, als fünfköpfige Familie, ein sehr strenges Jahr. Wir waren oft krank und hatten dementsprechend sehr hohe Krankheitskosten. Diese mussten wir selber bezahlen, da wir alle die maximale Franchise haben. Hinzu kommen auch noch hohe Zahnarztkosten. Können wir diese Kosten abziehen? 
Ja, das dürfen Sie. Es gibt ein separates Formular betreffend den Krankheitskosten. Von Ihrer Krankenkasse haben Sie diesbezüglich einen Auszug erhalten. Dort sollte ersichtlich sein, wie viel Sie bezahlt haben. Diesen Betrag dürfen Sie unter Punkt A1 eintragen. Wenn die Kosten 5 Prozent des Nettoeinkommens aus Ziffer 21 der Steuererklärung übersteigen, dürfen diese Kosten abgezogen werden.