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«Persönlich» mit Kyburger Bankfilialleiter

Bei der Schnupperlehre der Faszination Bank verfallen

Seit fast 17 Jahren leitet Marcel Scherrer die Wetziker Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Zürcher Oberland. Einen Ausgleich zu seinem Berufsalltag findet der 53-Jährige bei seiner Familie, beim Reisen oder beim Sport.

Sebastian
Schuler
Samstag, 16. Januar 2021, 16:20 Uhr «Persönlich» mit Kyburger Bankfilialleiter
Mit einer Blindbewerbung gelangte Marcel Scherrer zu seiner heutigen Stelle.
PD

Dieser Beitrag erschien in der Wirtschaftsbeilage RegionalWirtschaft vom 16. Januar 2021.

Was macht Sie in Ihrem Beruf glücklich?
Marcel Scherrer: Mir gefällt der tägliche Kontakt mit meiner Kundschaft und dass man dabei gemeinsam Lösungen finden kann.

Wie kam Ihre Berufswahl zustande?
Ich absolvierte eine Schnupperlehre bei verschiedenen Banken und konnte mich da für den Beruf des Bankangestellten begeistern. Damals faszinierten mich besonders der Schalterbereich und der Kundenkontakt.

Wie sind Sie zu Ihrer jetzigen Stelle gekommen?
Ein langjähriger Mitarbeiter der Raiffeisenbank riet mir, eine Blindbewerbung beim Hauptsitz in St. Gallen einzureichen. Nun bin ich schon über 16 Jahre bei der Raiffeisenbank Zürcher Oberland. Was ich an dieser Bank besonders schätze, sind die kurzen Hierarchiewege und der familiäre Umgang, der untereinander gepflegt wird.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Schulzeit?
Ich erinnere mich an eine lebendige und unbeschwerte Schulzeit mit vielen Freundschaften, die zum Teil heute noch Bestand haben.

Von wem haben Sie beruflich am meisten profitiert?
Von meinem Lehrmeister und den Abteilungschefs in meiner Lehrzeit. Sie lehrten mich Respekt, Ordnung, Organisation und die Materie selbst. Das war besonders wichtig, da damals vieles noch manuell gemacht werden musste.

Verfolgen Sie ungelöste Probleme nach der Arbeit?
Ja, leider trage ich diese innerlich mit nach Hause. Mit meiner Familie, meinen Freunden oder mit Sport gelingt es mir dann aber trotzdem, herunterzufahren.

Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?
Ich habe etwa 45 Jahre Fussball gespielt und war bis vor Kurzem auch als Fussballtrainer aktiv. Zudem besuchte ich einmal wöchentlich das Fitnesscenter. Künftig muss ich mir aber etwas Neues suchen, was mir Freude macht. Die Pläne dazu sind bereits vorhanden, an der Umsetzung hapert es aber noch.

Was unternehmen Sie am liebsten mit Ihrer Familie?
Wir machen gerne gemeinsame Ausflüge, Ferien oder Städtereisen.

Was ist Ihr Lebensmotto?
Träume soll man nicht aufschieben, sondern sie leben und umsetzen.

Die Raiffeisenfiliale in Wetzikon ist eine von vier Geschäftsstellen der Raiffeisenbank Zürcher Oberland. Seit dem Sommer 2004 wird sie von Marcel Scherrer geleitet. Der Bankangestellte aus Kyburg schätzt bei seinem Arbeitgeber vor allem den familiären Umgang untereinander. Zu seinem Team in Wetzikon gehören Diana Colombara, Jürg Egli, Kevin Ehrensperger, Blandina Gregorio und Antonio Vazquez.

Welche berühmte Person würden Sie gerne treffen?
Elon Musk oder Lionel Messi. Elon Musk, weil ich seine Visionen faszinierend finde und viele davon auch umgesetzt werden. Lionel Messi würde ich gerne treffen, da ich ein grosser Fan der Argentinischen Fussballnationalmannschaft bin. Ich war auch schon viermal an einer Weltmeisterschaft und konnte da die Argentinische Mannschaft live erleben.

Worüber ärgern Sie sich?
Über Unehrlichkeiten und Personen, welche nicht direkt sind.

Worüber freuen Sie sich?
Über schöne Momente, die ich mit der Familie oder mit Freunden erlebe. Da kommen mir etwa die Ferien in den USA in den Sinn. In Kalifornien und Florida konnten wir unglaublich viele Eindrücke sammeln.

Wo liegen Ihre Stärken?
Ich bin zielstrebig, lege grossen Wert auf Qualität und bin eine sehr umgängliche Person.

Und Ihre Schwächen?
Das sollen andere beurteilen.

Kochen Sie?
Oh nein, da lasse ich mich von meiner Frau verwöhnen.

Viel Zeit vorausgesetzt: Womit würden Sie sich beschäftigen?
Gerne würde ich vermehrt internationale Fussballspiele im Stadion anschauen und entsprechende Städte bereisen.

Worauf sind Sie stolz?
Auf meine Standhaftigkeit. In 37 Jahren war ich nur bei zwei Arbeitgebern angestellt. Ich bin seit 26 Jahren glücklicher Familienvater und seit 45 Jahren als Spieler oder Trainer im Fussball aktiv. Das zeigt mir, dass wenn ich mich wohlfühle, ich äusserst sesshaft beziehungsweise standhaft sein kann.

Vor was haben Sie Angst?
Unvorhergesehen krank zu werden.

Spielen Sie ein Instrument?
Weiter als die Blockflöte habe ich es nicht geschafft. Aber ich höre gerne Musik und das in allen Richtungen.

Was lesen Sie zurzeit?
Momentan gerade nichts. Aber ich lese sehr gerne Biographien von Sportlern oder von Börsen- oder Wirtschaftsspezialisten.

Was ist Ihr Lieblingsort im Zürcher Oberland?
Kyburg - mein Zuhause.

In der Serie «Persönlich» stellen sich Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem Zürcher Oberland unserem Fragenkatalog und bieten so einen Einblick in ihr berufliches und privates Umfeld.