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Wetziker R&M eröffnet zweites China-Werk

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 25. November 2020, 16:09 Uhr

Ticker

Do 26.11.2020 - 10:34

In diesem Neubau in Pinghu, südwestlich von Shanghai, ist das zweite Werk von R&M lokalisiert. Foto: PD

R&M will vom chinesischen Wachstum profitieren

Der Wetziker Verkabelungsspezialist R&M hat in der Stadt Pinghu seinen zweiten chinesischen Produktionsstandort eröffnet. Laut Medienmitteilung werden dort Kupfer- und Fiberoptikkabelbäume produziert und verschiedene Plattformen assembliert. Weitere Produktionstätigkeiten sollen in den nächsten Jahren dazukommen.

Erst im April 2019 hatte R&M das Unternehmen Durack Intelligent Electric Co.Ltd. übernommen, das sich ebenfalls südwestlich von Shanghai befindet.

Beide Werke beliefern den IT-Markt in China und weitere asiatische Länder. Zu den Hauptabnehmern zählen Rechenzentren für die Finanzwirtschaft, die Regierung oder das Bildungswesen.

«Trotz erschwerter Bedingungen und Restriktionen konnten wir den neuen Produktionsstandort nun in Betrieb nehmen, mit einer minimalen zeitlichen Verzögerung», lässt sich Laurent Amestoy, Executive Vice President R&M Asia Pacific, in der Mitteilung zitieren. Der chinesische IT-Markt erhole sich bereits von der Pandemie. R&M verzeichne eine steigende Nachfrage und investiere weiter in den Marktaufbau.

Amestoy geht davon aus, dass der chinesische Rechenzentrumsmarkt stark wachsen werde. R&M plane, bedeutende Anteile in China und Südostasien zu gewinnen.

Der Standort Pinghu befindet sich laut Mitteilung in einem neuen, sechsstöckigen Industriegebäude und beherbergt neben der Fertigung und Konfektionierung ein Lager, einen Showroom und Büros auf insgesamt 4700 Quadratmetern. In den nächsten Monaten sollen dort über 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die Koordination des Ausbaus und der Inbetriebnahme der Fertigungslinien über Webkonferenzen erfolgen müssen. Die zuständigen Mitarbeiter aus dem Hauptquartier von R&M durften seit Januar 2020 nicht mehr vor Ort sein. Die neuen Erfahrungen mit dem überwiegend digitalen Projektmanagement will das Unternehmen nun weltweit anwenden, um die Lieferkette weiter zu optimieren und während der Pandemie handlungsfähig zu bleiben. jöm

Mi 25.11.2020 - 13:33

Schatt-Gruppe übernimmt Hinwiler Getränkehandel

Hinwil verliert per Ende Jahr einen bekannten Getränkehändler. Kindlimann Getränke mit Sitz in Wernetshausen wird an die Schatt Getränke AG aus Mönchaltorf verkauft. Dies geht aus einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Top Hinwil» hervor. Die drei Angestellten und das Inventar sollen übernommen werden. Albert und Susanne Kindlimann haben den Getränkehandel im Jahr 1967 gegründet. Später übernahmen dann Sohn Jürg Kindlimann und dessen Frau Sabine die Geschäftsleitung. Der Anbieter aus Wernetshausen hat über die Jahre eine stattliche Anzahl an Gastrobetrieben, Firmen und Privatkunden beliefert.

Di 10.11.2020 - 17:20

Die über 50 Mitarbeiter der Real Stein AG in Gibswil bekommen demnächst einen neuen Chef. (Foto: PD)

Generationenwechsel in Gibswil

Die Real Stein AG in Gibswil wechselt den Besitzer, bleibt aber in der Familie. Aus gesundheitlichen Gründen übergibt Walter Alberti die im Natursteinhandel tätige Firma per 1. Januar 2021 an seinen Sohn und langjährigen Mitarbeiter Gianluca Alberti, wie es in einer Medienmitteilung heisst. In der neuen Funktion als Verwaltungsrat werde Walter Alberti den Betrieb weiter unterstützen.

«Als Unternehmer, aber auch als Vater, macht es mich stolz, die Faszination für den Naturstein an die nächste Generation weiterzugeben», lässt sich der scheidende Firmenchef in der Mitteilung zitieren. Sein Sohn sei in der bisherigen Rolle als COO bereits massgeblich am Erfolg und an der Entwicklung der heutigen Real Stein AG beteiligt gewesen. Diese beschäftigt zurzeit über 50 Mitarbeiter und umfasst nach eigener Aussage das grösste Natursteinlager der Schweiz. Neben Gibwil verfügt die 1989 gegründete Firma über Ausstellungsflächen in Zürich und neu in Weinfelden.

Mo 09.11.2020 - 14:55

Pilotprojekt schont Umwelt und Budget

Zwei Betriebe aus der Region haben ein kantonales Pilotprojekt zur Ressourcenschonung erfolgreich abgeschlossen. Dabei handelt es sich um die Eloxalwerk Züri-Oberland AG in Wetzikon und die Lässer Teppich- und Polsterreinigung AG in Dübendorf, wie die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Medienmitteilung schreibt.

Das Projekt dauerte von April 2019 bis Oktober 2020 und wurde zusammen mit dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) durchgeführt. Vier weitere Betriebe waren daran beteiligt.

Dem Projekt lag das internationale Zusammenarbeitsmodell für Unternehmen und Behörden «Ökoprofit» zugrunde. Es zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch in Betrieben zu drosseln, damit Kosten zu sparen und die Umweltbelastung zu senken, heisst es in der Mitteilung.

Das Eloxalwerk Züri-Oberland (Wetzikon) mit 13 Mitarbeitern ist ein Anbieter für die Veredlung metallischer Oberflächen. Zu den von ihm umgesetzten Massnahmen gehörten das Ausschalten von Geräten über Nacht oder der Ersatz von Farbbädern mit besser isolierten neuen Anlagen. Dabei wurden 10‘000 Kilowattstunden Strom, 113 Kilogramm CO2 und Kosten in Höhe von 31‘000 Franken eingespart.

Die Lässer Teppich- und Polsterreinigung (Dübendorf) mit 25 Mitarbeitern hat Leuchtmittel durch LED-Leuchten ersetzt, den Einsatz von Verpackungsfolien reduziert sowie Stromlecks und Blindstrom eliminiert. Dabei wurden 20‘500 Kilowattstunden Strom, drei Tonnen CO2, 100 Tonnen Abfall und Kosten in Höhe von 4800 Franken eingespart.

Das Zertifikat, das die beteiligten Betriebe aus der Hand von Regierungsrat Martin Neukom erhalten haben, berechtigt die Unternehmen laut Mitteilung, das Logo in ihren Werbemitteln zu verwenden. Das Awel führe das Basisprogramm seit Oktober 2020 mit weiteren Betrieben fort. jöm

Do 29.10.2020 - 15:29

Schuhhaus Walder zieht nach Pfäffikon

Das Schuhhaus Walder bezieht im Dörfmärt an der Pfäffiker Seestrasse eine neue Filiale. Dort übernimmt das Familienunternehmen, das seinen Hauptsitz in Brüttisellen hat, die Räume des ehemaligen Schuhanbieters Fricker Shoes. Laut einer Medienmitteilung der Schuhhaus Walder AG werden dort auf 160 Quadratmetern Verkaufsfläche verschiedene Schuhmodelle bekannter Marken sowie zahlreiche Kinderschuhe angeboten. In Sachen Kinderschuhen ist das Schuhhaus Walder Marktführer in der Schweiz. «Wir sind der Überzeugung, dass Pfäffikon und die umliegenden Gemeinden nach wie vor Anspruch auf ein Schuhgeschäft mit einem qualitativ hochwertigen Sortiment und einer guten Fachberatung haben», wird Geschäftsführer Daniel Walder in der Mitteilung zitiert.

Fr 23.10.2020 - 16:22

Regionenleiter Mauro Radzinski (rechts) und Geschäftsstellenleiter Tobias Spörli freuen sich über die neuen Räumlichkeiten. (Foto: PD)

Neueröffnung nach Umzug

Nach einer rund viermonatigen Bauzeit eröffnet die Bank Linth ihre Geschäftsstelle in Rüti am neuen Standort in der Bandwiesstrasse 3. Statt vom klassischen Bankschalter aus empfangen Geschäftsstellenleiter Tobias Spörli und sein Team ihre Kunden in einem offen und hell gestalteten Raum mit Empfangsdesk und Bancomaten, wie es in einer Medienmitteilung heisst. «Die Gestaltung der neuen Räumlichkeiten unterstreicht den zukünftigen Fokus der Bank: die persönliche Beratung zu Finanzierungs-, Vorsorge-, Anlage- oder Finanzplanungsthemen.»

Auf einer Fläche von rund 180 Quadratmetern steht laut Mitteilung neben einem Bancomaten in der 24-Stunden-Zone auch ein Münzeinzahler zur Verfügung.

Corona-bedingt verzichtet die Bank auf jegliche Eröffnungsfeierlichkeiten.

Di 20.10.2020 - 17:16

Das Pfäffiker Druckunternehmen Schellenberg ist neu auch in Kloten vertreten. (Foto: Google Maps)

Schellenberg-Gruppe übernimmt Firma

Die in Pfäffikon ansässige Schellenberg-Gruppe übernimmt per 1. November die HP&S Digitaldruck GmbH mit Sitz in Kloten. Dies schreibt das Druckunternehmen in einer Medienmitteilung und begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, sich in der grafischen Industrie «je länger, je mehr» neu aufzustellen.

Der Zusammenschluss biete beiden Firmen die Nutzung von Synergien, die Stärkung der Marktposition, den Zugang zu neuen Technologien sowie die Erweiterung der Angebotspalette. «Wir sind hocherfreut mit dieser Übernahme und der damit verbundenen Erweiterung unseres Sortiments», lässt sich Oskar Schellenberg, Präsident der Schellenberg-Gruppe, in der Mitteilung zitieren.

Nach der Übernahme bleibe für die Kundschaft alles wie gewohnt. Der bisherige Inhaber der HP&S Digitaldruck GmbH, Marc-André Saugy, trete in die Schellenberg-Gruppe über und könne so am Standort Kloten weiterhin einen lückenlosen Service garantieren.

Die Gruppe  umfasst an mehreren Standorten in der Schweiz verschiedene Unternehmen der Druck- und Medienbranche.

Fr 02.10.2020 - 13:23

Wechsel bei der Bank Avera

Die Bank Avera hat zwei Positionen neu besetzt: Seit Mitte August ist Patrick Schüepp Leiter Risiko-Management. Per 1. Oktober leitet Josua Klauser die Filiale Illnau-Effretikon. Schüepp bringt Erfahrung im Risikomanagement bei Finanzinstituten und Banken mit. Zuletzt war er für die Risikokontrolle der Raiffeisen-Gruppe verantwortlich. Davor hatte er verschiedene Führungsfunktionen im Risikomanagement bei der Credit Suisse und Swiss Life inne. Klauser ist Bankwirtschafter HF und bringt Erfahrung in der Betreuung von Privat- und Individualkunden mit. Zuletzt war er bei der Zürcher Kantonalbank in Winterthur tätig.

Mo 28.09.2020 - 15:55

Egger FO-Gruppe schliesst sich Winterthurer Druckunternehmen an

Die Nachfolge der FO-Gruppe mit Sitz in Egg ist geregelt. Das Druckereiunternehmen, zu dem die Unternehmen FO-Fotorotar, FO-Zürisee, das Druckzentrum Büelholz sowie die IEB Medien gehören, schliesst sich der Winterthurer Mattenbach Gruppe an. Die Kontinuität soll mit dem Verbleib von Jürg Konrad im Verwaltungsrat gewährleistet werden. Dieser betont, dass durch den Schulterschluss mit der Mattenbach Gruppe die Schlagkraft der Betriebe am Standort Egg gestärkt werde. Die Mattenbach Gruppe wiederum gehört der Hermes Capital-Group an. Sie ist auf dem Gebiet des Offset- und Digitaldrucks tätig und zählt an den vier Standorten in Egg, Schaffhausen, Volketswil und Winterthur insgesamt rund 200 Mitarbeitende.

Mi 09.09.2020 - 15:41

Hinwiler Gemeinderat Urs Eberhard neu im Spitex-Verwaltungsrat

Die Generalversammlung der Spitex Bachtel AG hat kürzlich ihren Verwaltungsrat neu zusammengesetzt. Der bisherige Vizepräsident Horst Meier tritt zurück. Er war seit der Gründung der Spitex Bachtel AG Verwaltungsratsmitglied. Nun wolle er sich neuen Mandaten widmen, heisst es in einer Mitteilung. Neu ins Gremium wählte die Versammlung Urs Eberhard, Hinwiler Gemeinderat (FDP) und seit über sechs Jahren Vorsteher des Ressorts Gesundheit und Umwelt. Beruflich ist er als Leiter Sicherheit und Technik bei der Casino Zürichsee AG tätig.

Das Amt des Vizepräsidenten übernimmt neu Markus Gonseth, der wie sein Vorgänger Horst Meier seit der Gründung als Verwaltungsrat amtiert. Die amtierenden Verwaltungsratsmitglieder Katharina Hefti, Stefanie G. Müller, Sylvia Veraguth Bamert, Remo Vogel) sowie Präsidentin Carmen Müller Fehlmann wurden in ihrem Amt bestätigt.

Mi 09.09.2020 - 14:32

Coca-Cola Schweiz reduziert Gewicht bei PET-Flaschen

Die Schweizer Coca-Cola-Flaschen zählen zu den leichtesten weltweit. Der Getränke-Gigant mit Schweizer Sitz in Wangen-Brüttisellen konnte das Gewicht seiner 450-Mililiter-Flaschen, in denen Coca-Cola, Sprite und Fanta und andere Erfrischungsgetränke abgefüllt werden von 22,7 auf neu 19,5 Gramm senken.

Seit diesem Sommer haben diese Flaschen eine leichtere Verpackung. Damit lassen sich jährlich rund 510 Tonnen PET einsparen, wie Coca-Cola Schweiz in einer Mitteilung schreibt. Dies entspricht 14 Prozent weniger Verpackungsmaterial. Die neuen Light-Weight-Flasche von Coca-Cola verwendet ein neuartiges Design des PET-Rohlings. Äusserlich ist die Verpackung identisch.

Di 01.09.2020 - 14:04

Jan Schibli gibt Geschäftsleitung ab

Bei der Schibli-Gruppe kommt es zu einem Wechsel an der Führungsspitze. Der bisherige Inhaber und Geschäftsführer Jan Schibli gibt die operative Leitung des in den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Informatik, Kommunikation, Automatik und erneuerbare Energien tätigen Unternehmens ab. Er wolle sich vermehrt seiner Rolle als Delegierter des Verwaltungsrates und Eigentümer hinwenden, teilt die Firma mit.

2003 hat der Ustermer in dritter Generation die Geschäftsleitung des 1937 der Hans K. Schibli AG übernommen. Diese hatte ursprünglich sein Grossonkel Hans K. Schibli gegründet. 2011 wurde Schibli Alleininhaber. Seither habe er das Unternehmen vom reinen elektrischen Installateur hin zum Komplettanbieter in der Elektrotechnik entwickeln. Die Schibli-Gruppe vereint heute Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Informatik und Kommunikation, Automatik und erneuerbare Energien unter einem Dach. Sie beschäftigt an 16 Standorten in der Schweiz und Deutschland rund 550 Mitarbeitende, davon rund 100 Lernende.Sie ist nach wie vor auch schwergewichtig im Zürcher Oberland tätig.

Per Anfang September hat nun Stefan Witzig die Nachfolge angetreten. Der 51-Jährige ist seit mehr als zwölf Jahren Teil der Schibli-Gruppe und war 2014 bereits stellvertretender Geschäftsleiter in der Gruppengeschäftsleitung.

Di 25.08.2020 - 15:00

Mehrheitsaktionäre verkaufen Aktien an Assa Abloy

Die Mehrheitsaktionäre der Fehraltorfer Türenherstellerin Agta Record haben den Verkauf eines Aktienpaketes von 54 Prozent an den Konzern Assa Abloy vollzogen. Der Kaufpreis entspricht einem Preis von 70.58 Euro pro Aktie. Die Assa-Abloy-Gruppe, zu das Oberländer Unternehmen gehört, besass bisher 39 Prozent der Aktien. Wie bereits früher angekündigt, wird Assa Abloy allen verbleibenden Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot zu 70.58 Euro pro Aktie unterbreiten. Dafür ist noch die Bewilligung der französischen Börsenaufsicht AMF ausstehend. Assa Abloy will direkt nach dem Vollzug der Übernahme die Dekotierung der Aktien von der Börse Euronext beantragen, so dass diese unmittelbar nach dem Abschluss des Angebots wirksam wird.

Mo 24.08.2020 - 18:25

Für ihre Eigenständigkeit zahlt die Bank Avera, hier der Hauptsitz in Wetzikon, einen Preis. Foto: PD

Erfolg im Kerngeschäft, Rückgang beim Gewinn

Die Bank Avera mit Hauptsitz in Wetzikon hat ihre erste Halbjahresbilanz seit dem Austritt aus dem Clientis-Verbund publiziert. Demnach konnte die grösste Regionalbank des Kantons Zürich im Kerngeschäft erneut zulegen: Die Kundenausleihungen sind um 1,9 Prozent auf 3,8 Milliarden Franken gewachsen. Auch die Hypothekarforderungen haben um 1,4 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Franken zugelegt. Bei den Kundenvermögen verzeichnet die Bank ein Plus von 1,9 Prozent. Die Bilanzsumme hat sich seit Ende 2019 um 3,4 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken erhöht.

Das Netto-Zinsgeschäft stieg im ersten Halbjahr um 1 Prozent auf 21,4 Millionen Franken an, während sich der Betriebserfolg mit 28,3 Millionen auf Vorjahresniveau bewegt. Insgesamt verzeichnet die Bank Avera einen Halbjahresgewinn von 6 Millionen Franken. Das entspricht einem Rückgang von 5,9 Prozent. Ausschlaggebend hierfür seien Initialaufwände gewesen, die aufgrund der Eigenständigkeit getätigt werden mussten. So stieg der Geschäftsaufwand um 14,3 Prozent auf 19,4 Millionen Franken. Rolf Zaugg, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank Avera, ist dennoch zufrieden: «Die Halbjahreszahlen sind gut», lässt er sich in der Medienmitteilung zitieren. Trotz deutlich höherer Investitionen im ersten Halbjahr habe man einen Gewinn ausweisen können.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Schutzmassnahmen sorgten bei der Bank Avera für einen erneuten Digitalisierungsschub. Darüber hinaus beteiligte sie sich auch am Programm des Bundes für Covid-19-Überbrückungskredite und vergab rund 226 Kredite mit einem Kreditbetrag von 16,4 Millionen Franken. Die Arbeiten am Bau des neuen Hauptsitzes in Wetzikon konnten trotz des Lockdowns planmässig im Mai begonnen werden. Der Aushub soll Anfang September beendet sein.

Da die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zurzeit kaum prognostizierbar seien, verzichtet die Bank auf einen detaillierten Ausblick. Man verfüge aber über genügend Liquiditätsreserven, um weitere Auswirkungen der Pandemie bewältigen zu können. An den Zielen für das laufende Jahr hält das Management weiterhin fest. zo

Mi 19.08.2020 - 08:38

Die Generalversammlung der Bank BSU wurde am 23. Juni 2020 Corona-bedingt nur mit dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und den Stimmrechtsvertretern in der Kundenzone Uster durchgeführt. (Foto: PD)

Solide Halbjahreszahlen für die Bank BSU

Die Bank BSU mit Hauptsitz in Uster ist bisher gut durch die Coronakrise gekommen, wie der Blick auf die Bilanz für das erste Halbjahr 2020 zeigt. Demnach verzeichnet sie ein Wachstum der Bilanzsumme von 16,8 Millionen Franken oder 1,6 Prozent. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 1,9 Prozent auf 914,8 Millionen Franken. Die Kundengelder stiegen um 6,5 Millionen Franken.

Trotz anhaltender Tiefzinsphase und entsprechender Margenverengung verbesserte sich der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft gegenüber 2019 um 2,2 Prozent auf 4,9 Millionen Franken. «Dies in erster Linie aufgrund der sinkenden Refinanzierungskosten auf dem Geld- und Kapitalmarkt», heisst es in der Medienmitteilung.

Volatile Finanzmärkte

Ebenfalls eine Verbesserung konnte die Bank im Kommissionsgeschäft erzielen. Dort lag der Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft um 28,4 Prozent über dem des Vorjahres. Die angestiegene Volatilität an den Finanzmärkten habe zu einer deutlich höheren Anzahl an Wertschriftentransaktionen geführt. Parallel dazu seien auch die Kosten im Kommissionsaufwand um 23,2 Prozent gesenkt worden.

Die Position «übriger ordentlicher Erfolg» konnte um 33,5 Prozent auf gut 0,8 Millionen Franken gesteigert werden. «Diese Verbesserung ist in erster Linie auf die Veräusserung eines Teils der Finanzanlagen und damit der Realisierung der Kursgewinne zurückzuführen.»

Während sich der Personalaufwand mit 2,4 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau bewegte, sank der Sachaufwand um rund 0,1 Millionen auf 2,1 Millionen Franken.

Der Geschäftserfolg ist mit 1,24 Millionen Franken gleichhoch geblieben – trotz sinkender Zinserträge im Kerngeschäft.

Einfluss von Covid-19

Sichtbar werden die Auswirkungen der Pandemie an anderer Stelle. So vermeldet die Bank BSU die Vergabe von 108 Covid-19-Krediten im Gesamtbetrag von 9,4 Millionen Franken bis zum 31. Juli 2020.

Laut Medienmitteilung arbeiten bis heute rund 50 Prozent der Belegschaft im Homeoffice. Die internen Teams seien aus Sicherheitsgründen gesplittet und auf die Geschäftsstellen Uster, Dübendorf und Volketswil verteilt worden.

Corona-bedingte Personenbeschränkungen auf den Geschäftsflächen führten auch zu einem veränderten Kundenverhalten. Demnach verringerten sich die Bargeldtransaktionen an den Schaltern, während die Anzahl neuer E-Banking-Verträge im ersten Halbjahr um 18 Prozent zunahm.

Auch für die Dienstleistung Twint, die bargeldloses Zahlen mit dem Handy ermöglicht, verzeichnet die Bank BSU einen deutlichen Anstieg: Statt zehn bis 20 neuer Nutzer pro Jahr, gab es im ersten Semester 2020 bis zu zehn Anmeldungen pro Tag. zo

Di 18.08.2020 - 16:41

Die Aktivitäten des Pfäffiker Verkabelungsspezialisten Huber+Suhner waren im ersten Halbjahr erheblich beeinträchtigt durch die Corona-Pandemie. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Weniger Umsatz, weniger Gewinn

Anfang Juli hat Huber+Suhner (H+S) eine «spürbare Abschwächung des Geschäfts» bekannt gegeben – eine Folge der Corona-Pandemie und der damit einhergegangenen weltwirtschaftlichen Verwerfungen. Insofern sind die Halbjahreszahlen, die der Pfäffiker Verkabelungsspezialist am Dienstag veröffentlicht hat, keine grosse Überraschung.

Insgesamt verringerte sich der Nettoumsatz von 447,3 Millionen auf 376,7 Millionen Franken. Das entspricht einem Rückgang um 15,8 Prozent. Allerdings hatte die Vorjahresperiode von einem Grossprojekt auf dem indischen Subkontinent stark profitiert. Organisch lag der Umsatzrückgang bei 15 Prozent.

Die Umsatzanteile verschoben sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 zugunsten der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika), und zwar von 48 auf 55 Prozent. Die Regionen Asienpazifik und Amerikas büssten jeweils Anteile um 4 beziehungsweise 3 Prozent ein.

Vom Umsatzrückgang waren alle drei Hauptmärkte gleichermassen betroffen: Die Kommunikation verlor 18,6 Prozent, der Transport 14,9 Prozent und die Industrie 12,7 Prozent.

Beim Betriebsergebnis (Ebit) weist die Gruppe einen Rückgang um 47,5 Prozent auf 25,1 Millionen Franken aus (in der Vorjahresperiode: 47,8 Millionen Franken). Die Ebit-Marge sank von 10,7 auf 6,7 Prozent – sie liegt damit am oberen Ende des zuletzt kommunizierten Zielbandes von 6 bis 7 Prozent.

Trotzdem wertet H+S die Bilanz unter den ausserordentlichen Umständen als «solides Ergebnis». Es ist die Rede von erheblichen Beeinträchtigungen in den Absatzregionen infolge der von den Regierungen getroffenen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie. In der Folge seien die meisten Standorte sowie Zulieferbetriebe und Kunden von Schliessungen betroffen gewesen. «Dank der vorübergehenden Verlagerung einzelner Produktlinien innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks gelang es, die Lieferfähigkeit über die gesamte Dauer trotz der Einschränkungen hoch zu halten.»

Eine Trendwende zeichnet sich offenbar beim Auftragseingang ab, der vor allem im ersten Semester stark gelitten hat. Insgesamt vermeldet die Gruppe einen Rückgang um 11,6 Prozent gegenüber der starken Vorjahresperiode auf 396,7 Millionen Franken. «Gegenüber dem zweiten Semester des Vorjahres konnte hingegen eine positive Entwicklung herbeigeführt werden», heisst es in der Medienmitteilung.

Was die Guidance 2020 betrifft, rechnet H+S aus heutiger Sicht für das zweite Halbjahr mit einem Umsatz in ähnlicher Grössenordnung wie im ersten Halbjahr – «vorausgesetzt, dass es in wichtigen Absatzregionen nicht zu erneuten Lockdown-Massnahmen kommt». Die Ebit-Marge von 6,7 Prozent nennt die Gruppe als erwartete Mindestgrösse für das Gesamtjahr. zo

Mo 03.08.2020 - 14:00

Trotz massiver Corona-Einbussen: In China konnte Belimo, hier der Firmensitz in Shanghai, von einer hohen Nachfrage aus dem Gesundheitswesen profitieren. (Foto: PD)

Umsatz- und Gewinneinbruch in Millionenhöhe

An ein normales erstes Halbjahr 2020 war auch bei der Belimo-Gruppe nicht zu denken. Erwartungsgemäss belastete die Covid-19-Pandemie das Geschäft des Hinwiler Herstellers für Antriebs-, Ventil- und Sensorlösungen. Laut einer Medienmitteilung vom Montag sank der Umsatz um 5,6 Prozent auf 335,5 Millionen Franken. Währungsbereinigt belief sich der Rückgang auf 1,4 Prozent. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 55,4 Millionen Franken. Das sind 11,6 Millionen Franken weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ebit-Marge verringerte sich von 18,9 auf 16,5 Prozent, wobei negative Währungseffekte zu diesem Margenrückgang beigetragen haben sollen.

Unter dem Strich ergibt sich ein Reingewinn von 41,2 Millionen Franken im ersten Halbjahr. 2019 betrug dieser noch 53,3 Millionen Franken. Der Gewinn pro Aktie belief sich im Berichtszeitraum auf 67.11 Franken. Im Vorjahr betrug dieser noch 86.60 Franken. Belimo erzielte einen Free Cashflow von 38,8 Millionen Franken (2019: 26 Millionen). Die Nettoliquidität lag Ende Juni 2020 bei 103,1 Millionen Franken und der Eigenfinanzierungsgrad bei 79.7 Prozent. Zur Eindämmung der kurzfristigen finanziellen Auswirkungen hat das Unternehmen taktische Massnahmen eingeleitet.

«Angesichts einer noch nie da gewesenen Krise meisterte Belimo das erste Halbjahr 2020 bemerkenswert gut», heisst es in der Medienmitteilung. Während der Pandemie habe man jederzeit sowohl ein hohes Serviceniveau als auch eine hohe Produktverfügbarkeit garantieren können.

In Europa verzeichnet Belimo im ersten Halbjahr 2020 sogar ein währungsbereinigtes Wachstum von 2,3 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren starke Umsatzzuwächse im ersten Quartal, besonders in Russland, Polen, Grossbritannien und Deutschland. Im zweiten Quartal habe jedoch vor allem in Deutschland, Italien, Frankreich, Grossbritannien und Spanien ein Umsatzrückgang eingesetzt. «Nach der Lockerung der COVID-19-Massnahmen erholte sich die Nachfrage im Juni in ganz Europa.» Angesichts des Auftragsbestands erwartet Belimo eine steigende Nachfrage in Europa in den Sommermonaten.

In den USA und Kanada trug ein «beträchtliches Bestellvolumen» bei den Datenzentren merklich zu einem guten ersten Quartal im Geschäft mit Erstausrüstern bei. Laut Medienmitteilung konnten die «erfreulichen» Absatzzahlen im zweiten Quartal die Corona-bedingten Einbussen teilweise wettmachen. Mit der Öffnung von Baustellen in weiten Teilen der Marktregion Amerika beobachtet Belimo seit Juni einen Aufwärtstrend bei den Umsätzen im Bereich Zweckbau. Infolge verzögerter Projekte sei mit einem Nachholbedarf zu rechnen, der sich positiv auf das zweite Halbjahr auswirken dürfte.

Die Marktregion Asien-Pazifik war zunächst beeinträchtigt durch den vollständigen Lockdown in China. Dort habe man aber von April bis Juni von einer hohen Nachfrage aus dem Gesundheitswesen, Bahn- und U-Bahn-Projekten sowie Datenzentren profitiert. Auch künftig erwartet man eine solide Projektpipeline und weitere Marktanteilsgewinne.

Belimo rechnet mit einer Normalisierung des Geschäftsumfelds im zweiten Halbjahr und mit allgemein verbesserten Marktbedingungen. «Insgesamt dürften die Umsätze im zweiten Halbjahr 2020 etwa Vorjahresniveau erreichen, sofern die Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie weiter gelockert werden», heisst es in der Mitteilung. Wechselkursschwankungen würden sich voraussichtlich auf die Profitabilität auswirken. jöm

Mi 29.07.2020 - 09:24

Neuer Marketingleiter bei Dübendorfer Gastrokette

Die SV Group mit Sitz in Dübendorf baut das Marketing für ihr Angebot Emil Fröhlich aus. Tobias Lang tritt dort die neu geschaffene Stelle des «Director of Marketing & Sales» an. Er wird für den Ausbau der Marketing- und Salesstrategie verantwortlich sein.

Die SV Group will damit auf den Ausbau ihres ergänzenden Angebots zum klassischen Mitarbeiterrestaurant fortsetzen, wie es in einer Mitteilung heisst. Unter dem Label Emil Fröhlich liefert die Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe Speisen direkt in die Büros von Grossunternehmen oder auch von KMU.

Tobias Lang absolvierte ein Studium an der Uni St. Gallen in Betriebswirtschaft mit Fachrichtung Marketing. Im Anschluss startete er seine berufliche Karriere als Brand Manager bei Feldschlösschen Getränke, daraufhin folgten weitere Erfahrungen im Key Account Management, Business Development sowie in der Verkaufsleitung. Zudem verfügt er über Erfahrungen mit dem Aufbau und der Weiterentwicklung von Startups. Zuletzt war er bei Juul Labs Switzerland als Head of Brand Ambassadors tätig.

Mi 22.07.2020 - 16:12

Volketswiler Firma eröffnet Niederlassung im Vereinigten Königreich

Die Scheurer Swiss GmbH expandiert in Europa. Das auf Faserverbundtechnologie und Personalvermittlung spezialisierte Unternehmen mit Sitz in Volketswil eröffnet im Vereinigten Königreich die erste Auslandsniederlassung. Diese wird von Mitbegründer Robert Tween geleitet.

Für Scheurer Swiss ist das Vereinigte Königreich der grösste und einflussreichste Markt in Bezug auf Technologie und Anwendung von sogenannten Composite-Materialien – insbesondere in den Bereichen Motorsport sowie Luft- und Raumfahrt. Deshalb sei die Etablierung der dem UK-Markt, mit einer fixen Zweigniederlassung und einem kompetenten Ansprechpartner direkt vor Ort, ein natürlicher Schritt gewesen, heisst es in einer Mitteilung. «Wir sehen im Vereinigten Königreich grosses Potenzial für unsere Wachstumsstrategie», wird Niederlassungsleiter Tween darin zitiert.

Über den neuen Standort will Scheurer Swiss ihren Engineering-Service und den karbonverstärkten 3D-Druck anbieten, künftig aber auch Arbeitnehmende direkt vor Ort vermitteln und den Personalverleih von Composite-Arbeitskräften in die Schweiz vorantreiben.

Ausserdem erweitert es sein Team. Andreas Scheurer, Gründer der Scheurer Bootswerft AG, soll neu als Berater im Bereich Nautik fungieren.

Energie Uster AG will weiter in Nachhaltigkeitsprojekte investieren

Die Energie Uster AG kann für das vergangene Geschäftsjahr ein erfreuliches Ergebnis vorlegen. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen beträgt 51'827'480 Franken der Jahresgewinn 3'481'632 Franken und die Stadt Uster erhält erneut eine Dividende in der Höhe von CHF 600'000.

Ausserdem weist der Versorger für Strom, Wärme, Gas und Wasser in der Region Uster darauf hin, dass Massnahmen zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 weitergeführt wurden. Als Beispiele nennt das Unternehmen in einer Mitteilung den Bau der Wärmeversorgung Uster Nord, der mit Holzschnitzeln funktioniert sowie weitere grosse Fotovoltaikanlagen. Zurzeit arbeitet die Energie Uster AG zusammen mit anderen Unternehmen auch an einem neuen Energiemanagementsystem. Damit soll die Produktion und der Verbrauch des Stroms genau aufeinander abgestimmt werden. Seit 2019 laufen erste Feldtests, einer davon in Uster. Diese Tests werden vom Bundesamt für Energie, von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sowie von namhaften Hochschulen wie der ETH Zürich begleitet.

Weitehin will die Energie Uster AG den Fokus auf die Förderung der Elektromobilität legen. Aktuell zählt die Stadt Uster bereits sieben öffentliche Schnellladestationen und verfügt somit über eines der dichtesten und leistungsfähigsten E-Tankstellen-Netze der Region. Darüber hinaus bietet die Energiedienstleisterin auch intelligente Lösungen mit individueller Abrechnung für private Ladeinfrastrukturen an, beispielsweise in Tiefgaragen von Wohnüberbauungen.

Raiffeisen Region Glatt steigert Kundeneinlagen

Die Raiffeisenbank Region Glatt kann ein erfreuliches Halbjahresergebnis präsentieren. Sie erzielte einen Geschäftserfolg von 1.5 Millionen Franken und konnte einen Periodengewinn von 449‘971 Franken verzeichnen.  Die Kundeneinlagen steigen um 4,5 Prozent auf 841,2 Millionen Franken. Dies schreibt die Raiffeisenbank Region Glatt in einer Mitteilung.

Im Hypothekargeschäft habe die Bank im ersten Halbjahr 2020 ihre starke Position behaupten können. Das Hypothekarvolumen entwickelte überdurchschnittlich und stieg um 6,3 Prozent auf 774,7
Millionen Franken an.

Noch immer stellt allerdings das Zinsengeschäft die Haupteinnahmequelle dar. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie blieb der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 (4,0 Millionen Franken) mit 4,2 Millionen Franken auf einem stabilen Niveau. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (0.8 Millionen Franken) konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 gesteigert werden. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr auf 3.7 Millionen Franken.

Ausserdem blickt die Raiffeisenbank Region Glatt auf die Vergabe von Überbrückungsgelder infolge der Corona-Krise zurück. Im ersten Halbjahr hat die Organisation insgesamt 111 Covid-19-Kreditanträge in der Höhe von 11,8 Millionen Franken verarbeitet und ausbezahlt. Mithilfe der Crowdfunding-Plattform lokalhelden.ch hat Raiffeisen zudem per 30. Juni 2020 schweizweit rund 1,5 Millionen Franken für KMU in Form von Spenden gesammelt.

Fr 10.07.2020 - 08:51

Die Abschwächung des Geschäfts konnte Huber+Suhner ein Stück weit auffangen. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

16 Prozent weniger Umsatz für Huber+Suhner

Trotz Corona-Pandemie erwartet der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner ein solides Halbjahresergebnis. Wie das Unternehmen am Freitag in einer Medienmitteilung schreibt, habe man mit frühzeitig umgesetzten Kostensenkungsmassnahmen sowie mit der Einführung von Kurzarbeit ab Mai auf die «spürbare Abschwächung des Geschäfts» reagiert.

Konkret seien verschiedene Werke in wichtigen Absatzregionen von den Massnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 betroffen gewesen. Dagegen habe die Produktion in den Schweizer Werken durchgehend aufrechterhalten werden können. «Zum aktuellen Zeitpunkt laufen die Werke weltweit fast ausnahmslos wieder ohne wesentliche Einschränkungen», heisst es in der Mitteilung. Kapazitätsengpässe seien mittels vorübergehender Verlagerungen innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks überbrückt und damit die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden auch unter schwierigen Rahmenbedingungen hoch gehalten worden.

Aufgrund der genannten Entwicklung bewege sich der Nettoumsatz für das erste Halbjahr 2020 knapp auf der Höhe des zweiten Semesters 2019 und liege rund 16 Prozent hinter dem Umsatz der starken Vorjahresperiode. Die Ebit-Marge dürfte im ersten Halbjahr zwischen 6 und 7 Prozent erreichen.

Do 09.07.2020 - 11:12

Dormakaba präsentiert Geschäftsführerin

Die Dormakaba-Gruppe bekommt ab nächstem April eine Geschäftsführerin. Der Verwaltungsrat des Schliesstechnikkonzerns mit Sitz in Wetzikon und Rümlang hat Sabrina Soussan zur Chief Exekutive Officer ernannt. Soussan ist seit 2017 Co-CEO von Siemens Mobility, einem führenden Anbieter von Verkehrslösungen mit Sitz in München, und hatte über die vergangenen 20 Jahre verschiedene Führungspositionen in den Bereichen Mobilität, Gebäudetechnik und Automotives bei Siemens inne. In einer Zeit, in der Digitalisierung zu einem Schlüsselfaktor bei der Entwicklung reibungsloser, sicherer und nachhaltiger Mobilitätslösungen geworden ist, habe sie namhafte Innovationen vorangetrieben und könne eine starke Erfolgsbilanz profitablen Wachstums vorweisen, heisst es in einer Mitteilung von Dormakaba.

Bevor die deutsch-französische Staatsbürgerin die Funktion als Co-CEO von Siemens Mobility übernahm, war sie bei Siemens in der Division Mobility von 2015 bis 2017 CEO der Geschäftseinheit Mainline Transport und von 2013 bis 2015 Vice President Nahverkehrs- und Regionalzüge. Zudem war sie von 2017 bis 2018 CEO der Geschäftseinheit Rolling Stock. Ab 2009 arbeitete sie bei Siemens in der Schweiz in der Division Building Technologies, zunächst bis 2011 als Leiterin Strategie und Marketing Gebäudeautomatisierung, anschliessend bis 2013 als Vice President Nachhaltigkeit und Energiemanagement. Frühere Aufgaben bei Siemens umfassten verschiedene Managementpositionen im Bereich Antriebsstranglösungen für Automobile. Sie begann ihre Karriere 1994 als Ingenieurin im Bereich Antriebsforschung und -entwicklung bei Renault in Paris.

Soussan folgt auf Riet Cadonau, der seit 2011 als CEO tätig ist. Cadonau will sich nun von dieser Funktion zurückziehen und nach seiner Wiederwahl an der bevorstehenden Generalversammlung ab Ende März 2021 auf seine Rolle als Präsident des Verwaltungsrates konzentrieren. Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, soll Soussan Anfang 2021 als Mitglied der Konzernleitung zu Dormakaba stossen. «Ich werde mein ganzes Engagement und meine Leidenschaft für Menschen, Technologie und Innovation einbringen, damit dormakaba ihr Potenzial in den sich schnell verändernden Märkten weiter ausschöpfen kann», wird Soussan in der Mitteilung zitiert.

Asien-Kenner für Verwaltungsrat vorgesehen

Zudem schlägt der Verwaltungsrat der bevorstehenden Generalversammlung John Liu zur Wahl als neues Mitglied des Verwaltungsrates vor. Liu soll demnach die Nachfolge von Rolf Dörig antreten, der seit 2004 Verwaltungsratsmitglied war und sich entschieden hat, an der nächsten Generalversammlung vom 20. Oktober 2020 aus dem Verwaltungsrat zurückzutreten. Liu gilt als anerkannter Experte auf dem Gebiet der digitalen Technologie. «Er bringt ausgezeichnete Kenntnisse der führenden digitalen Trends in asiatischen und internationalen Märkten mit», sagt Riet Cadonau.

Im Laufe seiner Karriere habe der Singapurer verschiedene Führungspositionen bei digital geprägten Unternehmen bekleidet, heisst es in der Mitteilung weiter. Von 2008 bis 2013 war Liu President von Google in China und hatte von 2014 bis 2015 leitende Führungspositionen beim Internetunternehmen Qihoo 360 und von 2016 bis 2018 bei der Wanda Internet Technology Group inne. Von 2014 bis 2016 war er zudem unabhängiges nicht-exekutives Verwaltungsratsmitglied der in London kotierten ARM Holdings, und seit 2014 ist er nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrates der in Hongkong kotierten Digital China Holdings Ltd. John Liu verfügt über ein Doktorat in Verkehrstechnik & Netzwerkmanagement der Technischen Universität Dänemarks und einen Bachelor-Abschluss in Mathematik der Beijing Normal University.

Alle anderen Mitglieder des Verwaltungsrates stellen sich für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr zur Verfügung.

Fr 03.07.2020 - 13:49

In Norwegen trennt sich der Wetziker Schliesstechnikkonzern Dormakaba von einem Geschäftsbereich. (Foto: PD)

Dormakaba will Konflikte im norwegischen Vertrieb beheben

Dormakaba will sich von seinem Projektinstallationsgeschäft in Norwegen trennen. Laut einer Medienmitteilung hat der Schliesstechnikkonzern mit Sitz in Wetzikon und Rümlang eine entsprechende Verkaufsvereinbarung abgeschlossen.

Künftig soll die norwegische Unternehmensgruppe Låssenteret den Geschäftsbereich weiterführen. Sie ist eine Anbieterin von Sicherheitsinstallationen. Mit der Gruppe unterhält Dormakaba bereits Geschäftsbeziehungen, die durch den Verkauf noch vertieft werden sollen.

Die Übertragung der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten wie auch von Mitarbeitern ist für das dritte Quartal 2020 geplant. Rund 80 Dormakaba-Mitarbeiter wechseln im Zuge der Transaktion zur Låssenteret. Über den Verkaufspreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Mit der Veräusserung will Dormakaba sein Geschäftsportfolio optimieren und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Sein norwegisches Geschäftsmodell soll an das globale «Operating Model» angepasst und der Fokus auf den Vertrieb von Produkten, Lösungen und Services gelegt werden. Davon erhofft sich die Gruppe unter anderem, Vertriebskanalkonflikte bei wichtigen Kunden zu beheben. Zudem strebt sie eine Verbesserung der betrieblichen Effizienz an. jöm

Di 30.06.2020 - 13:31

Mehr Arbeitsplätze sollen am Hauptsitz von Agta Record in Fehraltorf nach der Übernahme durch Assa Abloy entstehen. (Archivfoto: PD)

Agta Record lässt Federn für die Übernahme

Die Übernahme der Fehraltorfer Spezialtürenherstellerin Agta Record steht kurz vor dem Abschluss. Noch im Juli rechnet der Käufer, der schwedische Sicherheitstechnikkonzern Assa Abloy, mit der finalen Zustimmung zur Transaktion durch die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Union.

Anfang März 2019 war bekannt geworden, dass die Assa Abloy-Gruppe 502 Millionen Euro für knapp 54 Prozent des Aktienkapitals von Agta Record zahlen will. Damit wird Agta Record auf knapp eine Milliarde Franken bewertet. Bisher hält die Gruppe 39 Prozent der Anteile. Nach Abschluss der Übernahme käme sie auf einen Anteil von rund 93 Prozent des Aktienkapitals und würde damit die Fehraltorfer Firma kontrollieren.

Das zur Übernahme vorgesehene Aktienpaket wird in einem Aktionärspool gehalten. Bei den Anteilseignern handelt es sich um drei Firmen: die 3B Finance GmbH aus Zürich, die den Nachkommen des Gründers Helmut Heinz Bunzl gehört, sowie die Crédit Mutuel Equity aus Paris und die ebenfalls zur Genossenschaftsbank Crédit Mutuel gehörende Banque Fédérative du Crédit Mutuel aus Strassburg.

Der angekündigte Verkauf rief die Kartellbehörden auf den Plan: «Assa Abloy war bisher ein wichtiger Mitbewerber von uns, daher ist eine wettbewerbsrechtliche Prüfung nötig», teilte Raymund Scheffrahn, Finanzchef der Agta Record, Züriost im März 2019 mit.

Schon damals ging er davon aus, dass Assa Abloy Teile ihres oder des Geschäfts von Agta Record in gewissen Ländern veräussern müsste. Jetzt steht fest: Die Aktivitäten von Agta Record in Österreich, Ungarn, Slowenien und den Niederlanden sowie ein Teilbereich des Geschäfts in Frankreich gehen für rund 100 Millionen Euro an den italienischen Konkurrenten FAAC Group. Die Assa Abloy-Gruppe selbst verkauft ihr Segment automatische Personentüren in Frankreich und Grossbritannien an dasselbe Unternehmen. Die EU-Kommission hat die FAAC Group als Käuferin bewilligt, so Scheffrahn. Die Transaktion soll im dritten Quartal erfolgen.

Laut Medienmitteilung haben die veräusserten Geschäfte im 2019 einen Umsatz von insgesamt 93 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei einer Investition von 502 Millionen Euro trennt sich Assa Abloy damit von über einem Fünftel des zugekauften Agta Record-Umsatzes von 2019.

Der für Juli avisierte Zusammenschluss mit Agta Record bedeutet eine leichte Verzögerung gegenüber früheren Plänen. Assa Abloy war zunächst von einem Abschluss des Verfahrens bis Ende 2019 ausgegangen. Unmittelbar an das Closing der Kontrollübernahme werde ein Übernahmeangebot an die freien Aktionäre ergehen, wie Record-Finanzchef Scheffrahn mitteilt. Diese vereinten bisher 7 Prozent des Aktienkapitals von Agta Record auf sich. Der Preis für die freien Aktien werde mindestens 70 Euro betragen und solle ebenfalls im dritten Quartal bezahlt werden.

Gegenüber der NZZ bezeichnet Stefan Riva, CEO von Agta Record, den Verkauf als eine Aufwertung des Standorts Fehraltorf. Künftig werde die globale Sparte Eingangssysteme von Assa Abloy in der Schweiz statt in Südschweden angesiedelt sein. Riva stellt einen Anstieg an Arbeitsplätzen in Aussicht. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen rund 180 Mitarbeiter in Fehraltorf, den Verkauf und die Techniker nicht mit eingerechnet.

Konzernchef Riva verlässt Agta Record in wenigen Wochen auf eigenen Wunsch, um sich auf seine Verwaltungsratsmandate zu konzentrieren, wie die NZZ schreibt. jöm

Fr 19.06.2020 - 16:00

Die Elma-Gruppe mit Sitz in Wetzikon legt trotz Coronakrise eine solide Bilanz vor. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Medizinal-Boom hilft Elma durch die Krise

Die Wetziker Elma-Gruppe zieht am Freitag eine Bilanz der ersten fünf Monate des laufenden Geschäftsjahrs. Demnach hat die Corona-Pandemie zu Verzögerungen und vereinzelt auch zur Verschiebung von Kundenaufträgen geführt. Im Zuge dessen musste Elma ihre Produktionskapazitäten anpassen und teilweise Kurzarbeit einführen. «Dennoch konnten sowohl der Bestellungseingang als auch der Umsatz in den ersten fünf Monaten 2020 auf einem soliden Niveau gehalten werden, wenn auch etwas unter Vorjahr», heisst es in der Mitteilung.

Ausschlaggebend hierfür sind aus Sicht des Herstellers von Electronic-Packaging-Produkten zwei Faktoren: erstens die Aufrechterhaltung essenzieller Geschäftsbereiche vor allem in der Verteidigungsindustrie in den USA und Grossbritannien und zweitens die verstärkten Nachfrage im Medizinalbereich vor allem in Europa.

In der Region Asien sollen sich der Bestellungseingang und Umsatz «sehr erfreulich» entwickelt haben. Vor allem in China war Elma zu Jahresbeginn mit einer schwächeren Nachfrage konfrontiert gewesen. Nach der Aufhebung der Einschränkungen habe man die dortigen Geschäftsaktivitäten jedoch bereits früher als in anderen Regionen wieder aufnehmen können.

Um die finanziellen Auswirkungen der Pandemie abzufedern, hat die Elma-Gruppe in allen Gesellschaften Massnahmen zur Kostensenkung und Verbesserung der Liquidität eingeleitet. Infolgedessen konnten Debitorenverluste verhindert werden. Dennoch belasten die Auswirkungen der Pandemie das Betriebsergebnis. Der Ebit und der Unternehmensgewinn waren per Ende Mai zwar positiv, lagen aber deutlich unter den Vorjahreswerten. Trotzdem gibt sich die Gruppe zuversichtlich: «Die Liquidität ist sichergestellt und die solide Bilanz werden es Elma ermöglichen, diese schwierige Zeit zu meistern», schreibt sie.

Aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Pandemie und deren Auswirkungen verzichtet Elma auf eine Prognose zum laufenden Geschäftsjahr. Die Publikation des Halbjahresergebnisses ist für den 12. August 2020 vorgesehen.

R&M eröffnet Standort an der US-Ostküste

Kürzlich feierte der Konzern Reichle & De-Massari mit einem virtuellen «Open House» die Eröffnung seiner neuen Niederlassung und Produktionsstätte in Elan der Ostküste der USA. Der Vor-Ort-Event in Elkridge, Maryland, ist für später in diesem Jahr geplant, wenn die Covid-19-Regeln gelockert wurden oder nicht mehr in Kraft sind. Dies schreibt der Wetziker Verkabelungsspezialist in einer Mitteilung.

 «Wir freuen uns, unseren Wachstumskurs mit der Erweiterung des Standorts in Elkridge fortzusetzen, um unseren Kunden im Osten, Süden und Mittleren Westen der Vereinigten Staaten ein neues Serviceniveau zu bieten», wird CEO Michel Riva in der Mitteilung zitiert. Mit Produktionsstätten an der U.S. Ost- und Westküste verfüge man nun über die notwendigen Ressourcen, um Kunden in den gesamten Vereinigten Staaten, dem grössten Markt für Netzwerk Connectivity, zu bedienen.

Die knapp 1000 Quadratmeter grosse Büro- und Produktionsstätte soll den bestehenden Kundenstamm von R&M im Osten, Süden und Mittleren Westen, die schnell wachsenden Rechenzentrumsmärkte in Washington, D.C. und Nordvirginia sowie alle Niederlassungen des U.S.-Militärs mit spezifischen Produkten bedienen. Das Werk verfüge über ausreichend Produktionsfläche und die Ausrüstung, um Kundenanforderungen auch bei Grossaufträgen und schnellen Lieferzeiten zu erfüllen.

Die Eröffnung des R&M-Standorts in Elkridge folgt auf die Akquisition der ortsansässigen Optimum Fiberoptics Inc. durch R&M im Jahr 2019. Den neuen Standort bezeichnet der Konzern als wichtigen Meilenstein in der Expansion von der Schweiz in die USA, die 2016 mit der Übernahme der REALM Communications Group, Inc. in Milpitas, Kalifornien, begann.

Mo 08.06.2020 - 18:02

Durch einen Produktionsfehler erhielten 224'000 Haushalte kürzlich eine doppelte Abgaberechnung. (Archivfoto: Christian Merz)

Serafe bittet zweimal zur Kasse

Bei der Serafe AG in Fehraltorf ist man einiges an Unmut gewohnt. Seit die Schweizerische Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehabgabe vor anderthalb Jahren das Mandat übernommen hat, will die Kritik über fehlerhafte Rechnungen nicht abreissen (wir berichteten).

Bisher konnte die Serafe immer mit dem Finger auf die Einwohnerdienste der Gemeinden und Kantone zeigen. Deren Datenlieferungen waren und sind zum Teil ungenau und veraltet. Nun musste sie aber einen selbstverschuldeten Fehler einräumen: Im Mai haben 224‘000 Haushalte eine doppelte Rechnung erhalten. Der Grund: In einem der beiden Druckdienstleistungszentren seien die Rechnungen ein zweites Mal gedruckt, verpackt und der Post zum Versand übergeben worden, wie es am Montag in einer Medienmitteilung heisst.

Die Erhebungsstelle spricht von einem «einmaligen und bedauernswerten Zwischenfall». Ihr zufolge basieren die doppelten Rechnungen auf korrekten Daten. Das heisst, die offenen Beträge sind in den Systemen richtig erfasst und nur einmal geschuldet. «Die betroffenen Kunden können folgerichtig die doppelt erhaltene Rechnung entsorgen.» Wer bereits doppelt eingezahlt hat, bekommt den überschüssigen Betrag zurückerstattet. Das gilt aber nur im Falle von Jahresrechnungen. Doppelt eingegangene Beträge aus Dreimonatsrechnungen würden bei der nächsten Abrechnung gutgeschrieben.

Die Serafe hat ihr Aufsichtsorgan, das Bundesamt für Kommunikation (Bakom), umgehend nach Bekanntwerden des Vorfalls informiert, wie sie in der Mitteilung schreibt. Gegenwärtig werde intern abgeklärt, warum das Controlling beim Druckdienstleister den doppelten Rechnungslauf erst nach der Übergabe an die Post festgestellt habe. Zudem würden konkrete Massnahmen geprüft, um eine solche Fehlleistung in Zukunft zu vermeiden.

Insgesamt seien im Mai 700‘000 Abgaberechnungen versandt worden. Das sind doppelt so viele als durchschnittlich im Monat. Die hohe Auflage begründet die Serafe mit dem ausgefallenen Rechnungslauf im April, der im Folgemonat kompensiert worden sei. Ursache sei die der Senkung der Haushaltsabgabe um 30 Franken gewesen, die der Bundesrat am 14. April bekannt gegeben hatte. Laut Medienmitteilung musste die neue Tarifregelung für künftige Abgaberechnungen zuerst vorbereitet und umgesetzt werden. «Inwiefern dieser Umstand für den Fehler in der Produktion mit eine Rolle gespielt hat, ist ebenso Gegenstand der laufenden internen Untersuchungen.»

Panolin geht von anhaltend tiefem Ölpreis aus

Am Ölmarkt sind die Preise massiv eingebrochen. Der Erdöl-Preis ist am Montagmorgen gleich um 30 Prozent gesunken. Experten sprechen vom grössten Rückgang seit Januar 1991 und dem Beginn des ersten Golfkrieges. Am Freitag waren die Gespräche zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russland zur Drosselung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise gescheitert. Darin sehen Experten den Hauptgrund. Ein weiterer liege jedoch in der Sorge vor einem Abschwung der Weltwirtschaft als Folge der Coronavirus-Epidemie und der sinkenden Erdöl-Nachfrage in China.

Betroffen von diesem rapiden Preisabfall ist auch die Panolin AG mit Sitz in  Madetswil, wenn auch erst in 2 bis 3 Monaten, wie Silvan Lämmle, Geschäftsführer der Schmierstoff-Herstellerin auf Anfrage sagt. «Wenn diese Baisse länger anhält, werden die Preise für unsere Produkte sinken. Davon gehen wir momentan aus», sagt er. Inwiefern Panolin längerfristig davon profitieren wird, könne man zurzeit noch nicht richtig abschätzen.

«Man sieht, dass das Coronavirus nun so richtig in der Weltwirtschaft angekommen ist», so Lämmle. Ein solches Ausmass habe es letztmals bei der globalen Finanzkrise 2008 gegeben. Auch Panolin hat betriebsintern verschiedene Vorkehrungen getroffen, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Neben den vom Bund verordneten Verhaltensregeln gilt ein generelles Flugverbot und es werden bis auf Weiteres keine grösseren Besuchergruppen mehr empfangen.  Oberste Priorität hat laut Geschäftsführer Lämmle der Schutz der Produktion. Dort gilt sowohl Mundschutz- als auch Handschuhpflicht.

Mi 04.03.2020 - 11:06

Der Schliesstechnikkonzern blickt auf ein anspruchsvolles erstes Geschäftshalbjahr zurück. Foto: PD

Dormakaba muss Geschäftsziele überprüfen

Die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Grosswetterlage belastet das Geschäft von Dormakaba mit Sitz in Wetzikon und Rümlang. Laut einer Medienmitteilung ging der Umsatz des Schliesstechnikkonzerns im ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 um 0,8 Prozent zurück. Er belief sich per Ende Dezember 2019 auf rund 1,4 Milliarden Franken. Mitverantwortlich für den Rückgang macht das Unternehmen die weitere Aufwertung des Schweizer Frankens. Rechnet man die negativen Währungseffekte sowie die Zu- und Verkäufe aus dem Ergebnis heraus, ergibt sich ein organisches Umsatzwachstum von 0,8 Prozent. Dies entspreche einer leichten Verbesserung gegenüber der zweiten Jahreshälfte des vorigen Geschäftsjahres (0,4 Prozent).

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) verringerte sich von 223 Millionen Franken im Vorjahr auf neu 214,1 Millionen Franken. Damit rutschte die Marge von 16 auf neu 15,5 Prozent. In drei von vier Marktregionen lag die Ebitda-Marge unter dem Vorjahresniveau. Eine Ausnahme bildet die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) mit einer Marge von 8,1 Prozent (im Vorjahr: 7,9 Prozent). Ebenfalls leicht verbesserte sich die Marge der Geschäftseinheit «Key & Wall Solutions», und zwar von 14,7 auf 15 Prozent.

Neben internen und externen Faktoren, die schon die zweite Hälfe des vorigen Geschäftsjahres belastet hätten, führt das Unternehmen den niedrigeren Ebitda auf einmalige ausserordentliche Aufwendungen im Berichtsjahr zurück. Diese negativen Effekte sollen laut Mitteilung durch Effizienzverbesserungen, letzte Kostensynergien aus dem Zusammenschluss zu Dormakaba, Unternehmenskäufe sowie leicht niedrigere Rohstoffkosten überkompensiert worden sein.

Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Gewinn vor Steuern von 170,1 auf neu 157,1 Millionen Franken. Der Konzerngewinn belief sich mit 119,4 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert von 126,7 Millionen.

Für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres stellt Dormakaba bisher fest, dass das makroökonomische und geopolitische Umfeld noch anspruchsvoller geworden sei. Die Coronavirus-Epidemie werde voraussichtlich einen «spürbaren Einfluss» auf Jahresergebnis haben. «Die lokale Nachfrage in China ist bereits betroffen, allerdings fehlt derzeit noch die Visibilität über Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und auf das Wirtschaftswachstum», heisst es in der Mitteilung.

Zudem erwartet Dormakaba, dass die makroökonomischen Verlangsamung, die politische Volatilität und Handelskonflikte das Geschäft belasten werden. In dem Fall fielen das organische Wachstum und die Ebitda-Marge für das gesamte Geschäftsjahr etwas niedriger als im Vorjahr aus. Aus diesem Grund prüft das Unternehmen in den nächsten Monaten, ob es seine mittelfristigen Ziele wird halten können.

EU-Kommission gibt grünes Licht für Übernahme von Assa Abloy

Assa Abloy darf Agta Record übernehmen. Die EU-Kommission hat die Bewilligung erteilt, wonach der schwedische Konzern fortan die Kontrollmehrheit des Fehraltorfer Türenherstellers haben wird. Assa Abloy erwartet die Umsetzung im zweiten Halbjahr 2020, wie es in einer Mitteilung heisst. Weil es Bedenken gab, ist Assa Abloy verschiedene Verpflichtungen eingegangen. Dazu gehört der Verkauft der Aktivitäten von Agta Record in den Niederlangen, Österreich, Ungarn und Slowenien sowie die Abgabe des Geschäfts mit Schnelllauftoren und der Verkauf des Geschäfts mit automatischen Personentüren in Grossbritannien und Frankreich. Nach erfolgter Übernahme wird Assa Abloy rund 93 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmen an Agta Record kontrollieren. 

Schellenberg-Gruppe übernimmt Effingermedien

Die Schellenberg-Gruppe expandiert in den Kanton Aargau. Das Pfäffiker Druckunternehmen übernimmt die Aktienmehrheit der Effingermedien AG in Brugg. Die grafische Branche sei geprägt von Überkapazitäten und einem massiven Preis- und Verdrängungskampf, teilte die Schellenberg-Gruppe mit. Der Verbund mit einem starken Partner biete erheblich bessere Perspektiven für die Zukunft. Die Schellenberg-Gruppe umfasst an mehreren Standorten in der Schweiz Unternehmen der Druck- und Medienbranche. Das von Inhaber Oskar Schellenberg präsidierte Unternehmen übernimmt rückwirkend per 1. Januar 2020 die Aktienmehrheit an der Effingermedien AG.
Die Effingermedien sind in der gesamten Deutschschweiz tätig und beschäftigen rund 110 Mitarbeiter, davon 10 Lernende in der Polygraphie, Drucktechnologie und Printmedien-Verarbeitung.

Do 23.01.2020 - 13:47

Steil nach oben: Belimo konnte im 2019 den Umsatz um 7,8 Prozent steigern. (Archivfoto: PD)

Belimo wächst in allen Marktregionen

Die Belimo-Gruppe mit Sitz in Hinwil hat am Donnerstag ihre Umsatzzahlen zum Geschäftsjahr 2019 publiziert. Demnach konnte das in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik tätige Unternehmer seinen Nettoumsatz erneut steigern, und zwar um 7,8 Prozent auf 692,7 Millionen Franken steigern, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Währungsbereinigt betrage das Wachstum 9,2 Prozent.

Der Umsatz sei in allen Marktregionen gewachsen. Für die Marktregion Europa weist Belimo ein währungsbereinigtes Wachstum um 6,8 Prozent aus, für Amerika um 11 Prozent und für Asien-Pazifik um 12,7 Prozent.

Die Umsätze der Luft- und Wasseranwendungen seien in Lokalwährungen in Lokalwährung um 7,1 Prozent respektive 11,9 Prozent gestiegen.

Ausführliche Informationen zum Geschäftsjahr 2019 gibt Belimo an der Medien- und Finanzanalystenkonferenz am 9. März bekannt.

Do 23.01.2020 - 10:24

In Indien und China liefen die Geschäfte für Huber+Suhner nicht so gut wie im Vorjahr. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Schwächelnder Bahnmarkt belastet Huber+Suhner

Deutlich weniger Aufträge und weniger Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2019 vermeldet der Pfäffiker Verkabelungsspezialist Huber+Suhner mit Sitz in Pfäffikon am Donnerstagmorgen. Damit konnte das Unternehmen nicht an das starke Vorjahr anknüpfen. Verantwortlich für diese Entwicklung macht es zwei Faktoren im ersten Halbjahr: zum einen ein erwartungsgemäss auslaufendes 4G-Grossprojekt in Indien, zum anderen den schwächeren Bahnmarkt in China.

Im übrigen Geschäft habe man jedoch den Auftragseingang und Umsatz steigern können, wie es in der Medienmitteilung heisst. Als Triebfeder nennt Huber+Suhner in dem Zusammenhang seine strategischen Wachstumsinitiativen.

Der Nettoumsatz belief sich 2019 auf 830,6 Millionen Franken (ungeprüft), was einem Rückgang von 6,1 Prozent gegenüber 2018 entspricht. Organisch, sprich: unter Berücksichtigung von Währungs-, Kupferpreis- und Portfolioeffekten, betrug der Rückgang 4,6 Prozent. Der Auftragseingang verringerte sich im selben Zeitraum um 12,5 Prozent auf 800,9 Millionen Franken.

Trotz der Belastung durch das auslaufende Infrastruktur-Grossprojekt in Indien habe sich der Kommunikationsmarkt insgesamt auf dem Vorjahresniveau entwickelt. Den Rückgängen im chinesischen Transportmarkt stellt Huber+Suhner den «praktisch auf Vorjahresniveau» liegenden Teilmarkt Automative gegenüber.

Der Industriemarkt habe erneut «auf breiter Front» zugelegt und die bereits hohen Werte des Vorjahres deutlich übertroffen.

Das detaillierte Geschäftsergebnis präsentiert Huber+Suhner an der Medien- und Analystenkonferenz vom 10. März.

Müller verlässt Verwaltungsrat von Huber+Suhner

Georg H. Müller wird an der 51. ordentlichen Generalversammlung der Huber+Suhner AG am 1. April 2020 nicht mehr zur Wiederwahl zur
Verfügung stehen. Dies teilt der Pfäffiker Kabelhersteller mit. Müller war während 19 Jahren im Verwaltungsrat tätig. Im Hinblick auf die Generalversammlung wird aber keine Ergänzung des Gremiums vorgeschlagen, wie der Konzern festhält.

Huber+Suhner integriert deutsche BKtel

50 Millionen Franken muss Huber+Suhner für den jüngsten Zukauf bezahlen. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)


Huber+Suhner (H+S) hat die Übernahme der deutschen Firma BKtel per 3. Dezember 2019 abgeschlossen. Der dafür erforderliche Beschluss des deutschen Bundeskartellamts liege ohne weitere Auflagen vor, wie der Pfäffiker Verkabelungsspezialist in einer Medienmitteilung bekannt gab.

Anfang Oktober 2019 hatte das Management den Kauf zum Preis von 50 Millionen Franken – finanziert aus Eigenmitteln – kommuniziert (wir berichteten). Laut der aktuellen Mitteilung werden sämtliche Aktivitäten der BKtel als Business Unit und Kompetenzcenter in das Technologiesegment «Fiberoptik» eingegliedert. H+S übernimmt sämtliche Mitarbeiter. Geschäftsführer der BKtel bleibt weiterhin Jürgen Seidenberg, der die Firma mitgegründet hat.

BKtel verfügt neben drei Standorten in Deutschland auch über Mehrheitsbeteiligungen an zwei Unternehmen in Frankreich und Japan. Die Firma entwickelt, produziert und implementiert aktive und passive Komponenten für Breitbandnetzwerke und besitzt unter anderem Know-How in der optischen Signalverarbeitung (optische Wandler, Verstärker und Faserlaser).

Givaudan: Runter mit den Nettoemissionen

Das Pariser Abkommen zur Begrenzung der Erderwärmung ist auch für Givaudan in Dübendorf massgeblich. (Archivfoto: Thomas Bacher)

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan mit Sitzen unter anderem in Dübendorf und Kemptthal strebt bis 2050 eine von Nettoemissionen freie Wertschöpfungskette an. Gemäss einer Medienmitteilung vom 3. Dezember hat das Unternehmen die von den Vereinten Nationen vorgeschlagene Zusage «Business Ambition for 1,5 °C» unterzeichnet. Damit schliesse man sich der globalen Bewegung führender Unternehmen an, die sich dazu verpflichten, ihre Emissionsminderungsziele an das globale Ziel von 1,5 Grad anzupassen. Im September 2019 gehörte Givaudan laut eigener Aussage zu den ersten Unternehmen, die sich den aktualisierten Zielvorgaben des Pariser Abkommens für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad angeschlossen hatten. In dem Zusammenhang gab das Management bekannt, die Treibhausgas-Emissionen zwischen 2015 und 2030 um 70 Prozent zu senken. Diese Ziele «entsprechen dem Niveau, das notwendig ist, um die Ziele des Übereinkommens von Paris zu erreichen», heisst es in der Mitteilung.

Verzögerungen in den USA belasten Elma-Gruppe

Die Wetziker Elektronikherstellerin Elma Electronic wird 2019 weniger Gewinn erwirtschaften. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Die Elma-Gruppe rechnet für das zweite Halbjahr 2019 mit einem deutlich besseren Geschäftsgang gegenüber der ersten Jahreshälfte. Dies gab die Wetziker Elektronikherstellerin kürzlich bekannt. Demnach sollen Bestellungseingang und Nettoerlöse im gesamten Geschäftsjahr 2019 über dem Vorjahr liegen. Zudem habe die Gesellschaft in der Schweiz den grössten mehrjährigen Rahmenauftrag seit Bestehen der Gruppe im Umfang von über 14 Millionen Franken sichern können.

Beim Unternehmensgewinn verzeichnet Elma im zweiten Halbjahr eine deutliche Verbesserung gegenüber den ersten sechs Monaten. Dennoch reicht diese Entwicklung nicht aus, einen Rückgang für das gesamte Geschäftsjahr abzuwenden. Im Vorjahr hatte die Gruppe noch einen Gewinn von 5,6 Millionen Franken erwirtschaftet.

Als Ursache für den Gewinnrückgang nennt Elma eine verzögerte Inbetriebnahme des neuen Industrie-Campus in Atlanta, USA, und die damit verbundenen Umzugskosten, Abschreibungen und Finanzierungskosten sowie Vorleistungen für grosse kundenspezifische Projekte in der Region Europe. «Die getätigten Investitionen werden aber mittelfristig zu einer nachhaltigen Stärkung der Elma-Gruppe führen und die Profitabilität der Gesellschaft entsprechend erhöhen», heisst es in der Medienmitteilung.

Der vollständige Jahresabschluss und der Geschäftsbericht 2019 werden am 25. Februar 2020 veröffentlicht.

Küchenhersteller zügelt nach Tagelswangen

Nach Tagelswangen hat der Küchenhersteller Veriset seine Niederlassung Ost verlagert. (Foto: PD)

Der Küchenhersteller Veriset mit Hauptsitz in Root (LU) hat seine Niederlassung Ost von Opfikon nach Tagelswangen gezügelt. Gemäss einer Medienmitteilung war der alte Standort «zu klein für das wachsende Team» geworden. «So hat man sich frühzeitig auf die Suche nach einem passenden Standort gemacht.» In Tagelswangen verfügt das Unternehmen, das laut eigener Aussage der grösste Schweizer Küchenhersteller ist, über eine Ausstellungsfläche von 300 Quadratmetern. 10 Mitarbeiter sind vor Ort im Einsatz und beraten Bauherren bei der Wahl und Realisierung einer neuen Küche.

Dübendorfer Start-up unterliegt im Final

Das Start-up Nemis Technologies aus Dübendorf, das zu den neun Finalisten des 31. Swiss Technology Award gehörte, hatte an der Preisverleihung am 21. November gegenüber den Siegprojekten der FenX AG, der Cutiss AG und der Sika AG das Nachsehen. Insgesamt hatten sich über 100 Bewerber für den Award beworben. Die Nemis Technologies war für ihre «einfachen, schnellen und kostengünstigen Diagnosekits» nominiert worden. Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, das Mikroorganismen innerhalb weniger Stunden nachweist. Einsatzmöglichkeiten sind Lebensmittelsicherheit und Antibiotikatherapien.

Wetziker Firma übernimmt deutsche Vertretungen

Die Wetziker BWB Werkzeugmaschinen AG expandiert: Gemäss einer Medienmitteilung übernimmt sie die Schweizer Vertretung der beiden Marken Hurco und Takumi der Hurco Werkzeugmaschinen GmbH mit Hauptsitz in München. Aus Sicht der deutschen Firma ist diese Kooperation der «Grundstein für weiteres Wachstum in der attraktiven Marktregion Schweiz».

Markus Weber, Geschäftsführer der BWB Werkzeugmaschinen, sieht in der Übernahme eine Ergänzung seines Sortiments an Dreh- und Fräsmaschinen für Werkzeugbau- und Produktionsumgebungen. Durch die Zusammenarbeit mit der deutschen Firma profitiere man unter anderem von einem regen Informations- und Know-how-Austausch sowie von einem umfangreichen lokalen Ersatzteil- und Maschinenlager.

Fusion zweier Ustermer Werbeagenturen

Nach der Fusion: Sasha Arn (links), Gründer der Webkönig GmbH, teilt sich die Inhaberschaft der übernehmenden Onebyte AG mit Stefan Bommeli.

Die Onebyte AG, eine Werbeagentur für KMU in Uster, hat ihren lokalen Konkurrenten, die Webkönig GmbH, per 1. November übernommen. Laut einer Medienmitteilung betrachten beide Partner diesen Schritt als «die richtige strategische Antwort auf aktuelle und künftige Herausforderungen». Gemeinsam wolle man «zur führenden Online-Agentur für KMU im Zürcher Oberland» werden. Im Zuge der Fusion erweiterte die Onebyte AG ihr Team von bisher acht auf neu 20 Mitarbeiter und zügelte in die Webkönig-Büros an der Seestrasse 98 in Uster. Neuer CEO ist Sasha Arn, der die Webkönig GmbH 2011 gegründet hat. Ihm zur Seite steht Stefan Bommeli als Technischer Direktor (CTO). Er ist Mitgründer von Onebyte und führte das Unternehmen zuletzt mit Andrea Bommeli. Künftig teilt er sich die Inhaberschaft mit Sasha Arn. Alle laufenden Verträge würden durch die Fusion automatisch von der Onebyte AG übernommen und behielten ihre Gültigkeit, wie es in der Mitteilung heisst.

Nachfolgelösung für Bucherer Druck

 

Die in Wetzikon ansässige Bucherer Druck AG wurde im Rahmen einer Nachfolgelösung verkauft. Neuer Eigentümer ist der Druckerei-Verbund ISI-Gruppe, der aus ISI Print AG (Aarau), Druckerei Zimmermann GmbH (Uster) und nun Bucherer Druck besteht. Der Verbund umfasst diverse Betriebe an sieben Standorten in den Kantonen Aargau und Zürich. Laut einem Communiqué sei die Übernahme stufenweise erfolgt. Alle Mitarbeiter habe man nahtlos in die Gruppe integriert. Der bisherige Inhaber und Geschäftsführer Ueli Bucherer werde mit reduziertem Pensum bis zur Pensionierung im Betrieb weiterarbeiten. (zo)

Sieber AG verlässt Fehraltorf

Die Sieber AG in Fehraltorf geht eine strategische Partnerschaft mit dem Druckerei- und Weiterverarbeitungsbetrieb PMC in Oetwil am See ein, wie die Firma in einer Medienmitteilung schreibt. Im Zuge dessen verlässt sie nach 30 Jahren ihren angestammten Produktionsstandort. Künftig wird sie im Gebäude der PMC zu finden sein. An ihrer Eigenständigkeit und am Personalbestand ändere sich nichts. Es wird aber mit Synergieeffekten gerechnet: Sowohl die Sieber AG als auch die PMC, die bis Januar 2019 eine Tochterfirma der Hinwiler Ferag AG war,  würden ihr Angebot ausweiten und ihre Marktposition festigen. Die Sieber AG spricht von Angebotserweiterungen in den Bereichen Versandlösungen und Veredelung. (zo)

Givaudan schliesst Firmenkauf ab

 

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan mit Sitz in Dübendorf hat die Übernahme des globalen, in München domizilierten Duftherstellers Drom abgeschlossen, wie der Konzern kürzlich vermeldete. Im Juli hatte er eine Vereinbarung über den Kauf eingereicht. Die Übernahmebedingungen wurden nicht offengelegt. Im Geschäftsergebnis 2018 von Givaudan hätte sich der Umsatzbeitrag von Drom auf Pro-Forma-Basis mit rund 110 Millionen Euro niedergeschlagen. (zo)

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