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Stabile Lage auf Arbeitsmarkt

Weniger Arbeitslose im September

Der Zürcher Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust: Im September lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent. Eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ist jedoch nicht feststellbar.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 08. Oktober 2020, 10:39 Uhr Stabile Lage auf Arbeitsmarkt
Erstaunliche Tendenz: Die Arbeitslosigkeit geht im September schweizweit überraschend zurück. Im Kanton bleibt sie stabil auf tiefem Niveau. (Symbolfoto: Keystone/Peter Klaunzer)

Ende September waren 27’496 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet, 267 Personen weniger als im Vormonat, wie die Volkswirtschaftsdirektion mitteilt. 

Somit nahm die Zahl der Arbeitslosen zwar leicht ab, führte aber nicht zu einer sichtbaren Abnahme der Arbeitslosenquote. Diese liegt den fünften Monat in Folge bei 3,2 Prozent, und damit 1,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Schweizweit ist die Quote von 3,3 auf 3,2 Prozent zurückgegangen

Arbeitslosenquote in der Region

In den drei Zürcher Oberländer Bezirken hat sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat ganz unterschiedlich entwickelt. Im Bezirk Uster bleibt die Arbeitslosenquote stabil auf 2,9 Prozent – Im Vergleich zum Vormonat sind 17 Personen weniger als Arbeitslos gemeldet, als 2132 Menschen. 

Im Bezirk Hinwil ist die Arbeitslosenquote dagegen um 20 Personen auf insgesamt 3 Prozent gestiegen. So sind im Bezirk 1590 Menschen als arbeitslos gemeldet. Im Bezirk Pfäffikon ist die Quote leicht von 2,4 auf 2,3 Prozent gesunken. Insgesamt sind 777 Menschen arbeitslos - 16 Menschen weniger als noch im August. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitslosenzahlen in allen drei Bezirken rund ein Prozent höher. 

Angespannte Lage im Gastgewerbe

Zwischen den einzelnen Branchen gab es im Kanton kaum merkliche Verschiebungen im September. Am stärksten fiel die Abnahme der Arbeitslosenzahlen im Bereich Erziehung und Unterricht (-83), gefolgt vom Baugewerbe (-52) und den freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (-46) aus.

Die stärkste Zunahme der Zahl der Arbeitslosen verzeichneten hingegen das Gastgewerbe (+45), die Branche Verkehr und Transport (+33) und der Maschinenbau (+13). Während die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe seit Mai kontinuierlich abgenommen hat, bleibt die Lage im Gastgewerbe angespannt. Die Arbeitslosenquote ist im Gastgewerbe zwar im Juni und Juli leicht gesunken, hat aber seither wieder stetig zugenommen.

Senkung wegen Aussteuerungen

Durch das Auslaufen der Notverordnungen des Bundesrates per Ende August, sind im September wieder sogenannte Aussteuerungen möglich. Diese Menschen melden sich beim RAV ab und beziehen danach Sozialhilfe.

Dies dürfte die Zahl der Arbeitslosen im September etwas reduziert haben. Allerdings kann dieser Effekt nicht beziffert werden, da noch keine verlässlichen Zahlen dazu verfügbar sind.

Keine Trendwende in Sicht

Auch wenn sich der Zürcher Arbeitsmarkt weiterhin robust zeigt, ist eine Zunahme der Arbeitslosigkeit gegen Ende des Jahres zu erwarten. Die Beschäftigungsaussichten in den unterschiedlichen Branchen haben sich kaum verändert und bleiben grösstenteils weiterhin im negativen Bereich.

Zudem dürfte die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt im Herbst beziehungsweise Winter steigen. Auch gemäss Prognosen des SECO und der BSS Volkswirtschaftliche Beratung AG ist eine Trendwende noch nicht in Sicht, weder auf dem Schweizer noch auf dem Zürcher Arbeitsmarkt. (mae)

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