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Arbeitslosenquote Schweiz

Arbeitslosenquote in Kanton stagniert bei 3,2 Prozent

Die neuen Zahlen des SECO sind ernüchternd. Insgesamt lag die Zahl der Arbeitslosen im Kanton bei 27‘763, in den Bezirken Hinwil, Pfäffikon und Uster bei jeweils 1570, 793 und 2149.

Agentur
sda
Mittwoch, 09. September 2020, 08:21 Uhr Arbeitslosenquote Schweiz

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich betrug im August den vierten Monat in Folge 3,2 Prozent. Das entspricht 27‘763 Personen. Insgesamt waren im August 298 Personen mehr bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (Rav) gemeldet als im Vormonat, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (Awa) am Mittwoch mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag damit um 1,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Im Bezirk Hinwil waren im August 1570 Personen arbeitslos, 68 mehr als im Monat Juli. Das entspricht einer Quote von 2,9 Prozent. Der Bezirk Pfäffikon hat mit 793 Meldungen 14 Personen mehr als im Vormonat, die auf Arbeitssuche sind. Hier liegt die Quote bei 2,4. Im Bezirk Uster sind mit einer Quote von 2,9 2149 Personen auf Arbeitssuche. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 91 erhöht.

Speziell bei den Jungen steige wegen den Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern im August jeweils die Arbeitslosenzahl, schrieb das Awa. Bei den 15- bis 19-Jährigen waren es dieses Jahr plus 135 Personen, bei den 20- bis 24-Jährigen plus 231 Personen.

Insgesamt habe es in den verschiedenen Branchen aber kaum Veränderungen gegeben. Am stärksten sei die Zunahme unter anderem im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 139 Personen) und der Verkehrs- und Transportbranchen (plus 49 Personen) gewesen.

Hingegen sei unter anderem die Zahl der Arbeitslosen im Bauwesen um 49 Personen und in der Informations- und Kommunikationsbranche um 20 Personen zurückgegangen. Die meisten Zürcher Branchen rechneten jedoch mit einem Beschäftigungsabbau in den nächsten Monaten, hiess es in der Mitteilung.

Auch saisonal bedingt sei mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen, da Baubranchen und Gastgewerbe im Winter weniger Personal benötigten, schriebt das Awa. Die Corona-Krise werde den Arbeitsmarkt noch verstärkt belasten.

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im August auf 3,3 Prozent von 3,2 Prozent im Juli gestiegen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Gegenüber dem August des Vorjahres erhöhte sich die Quote massiv. Damals hatte sie bei 2,1 Prozent gelegen.

Ohne das Instrument der Kurzarbeit wäre die Arbeitslosenquote noch höher gestiegen. Dies hat eine «grobe Überschlagsrechnung» des Seco ergeben. Dessen Leiter der Direktion für Arbeit, Boris Zürcher, bezifferte die entsprechenden geschätzten Quoten für die Monate März auf «über 10 Prozent» (statt 2,9 Prozent) und für April auf «mehr als 20 Prozent» (statt 3,3 Prozent). Danach habe sich diese geschätzte Quote wieder zurückgebildet, auf gut 8 Prozent im Juni.

«Kurzarbeit hat also enorm geholfen, die Arbeitslosigkeit nicht explodieren zu lassen», sagte Zürcher. Sie habe jedoch auch Milliarden verschlungen. So seien bis Ende August 6,7 Milliarden Franken an die Kassen ausbezahlt worden. In einigen Branchen ist der Anteil der Kurzarbeit nach wie vor hoch. So betrug er zum Beispiel im Juni im Gastgewerbe 32 Prozent und in der verarbeitenden Industrie rund 20 Prozent. Der Trend sei jedoch rückläufig, so Zürcher.

Dies zeige auch die Zahl der bewilligten Voranmeldungen. Denn wer im März Kurzarbeit beantragte, musste im August für eine Verlängerung ein neuerliches Gesuch einreichen. Für September wurde demnach laut Zürcher nur noch für 422'100 Arbeitnehmer Kurzarbeit bewilligt. Auf dem Höhepunkt der Krise gab es Bewilligungen für 1,9 Millionen Arbeitnehmer.

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