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Nur ein Jahr nach dem Umzug

Egli Strassenbau in Russikon ist konkurs

Über die Baufirma Egli Strassenbau AG wurde der Konkurs eröffnet. Erst vor einem Jahr hat sie ihren Standort in Russikon bezogen.

Jörg
Marquardt
Freitag, 17. Januar 2020, 08:25 Uhr Nur ein Jahr nach dem Umzug
55 Mitarbeiter sind betroffen, wie die Firma mitteilt.
Fabio Meier

Erst vor einem Jahr war die Egli Strassenbau AG von Wetzikon nach Russikon gezügelt. Jetzt ist die Baufirma konkurs, wie heute Freitag dem Handelsregister zu entnehmen ist: «Mit Urteil vom 10.01.2020 hat der Konkursrichter des Bezirksgerichts Pfäffikon über die Gesellschaft mit Wirkung ab dem 10.01.2020, 14.00 Uhr, den Konkurs eröffnet; demnach ist die Gesellschaft aufgelöst.»

55 Mitarbeiter, darunter sechs Lernende, sind davon betroffen. Ob der Konkurs mit dem Umzug zusammenhängt oder andere Gründe hat, ist bisher nicht bekannt.

Da sich kein ausreichend grosser und finanzierbarer Alternativstandort in Wetzikon fand, beschlossen die Geschäftsführer der Egli Strassenbau AG, die Suche auszuweiten. Im Frühjahr 2017 stand dann das frühere Stump-Areal an der Madetswilerstrasse zum Verkauf. Man unterbreitete ein Angebot  und erhielt den Zuschlag. Über den Kaufpreis äusserte sich die Baufirma nicht.

Russikon als «Glücksfall»

Damals zeigte sich Vize-Geschäftsführer Bernhard Egli, der mit der Familie der Vorgängerfirma nur entfernt verwandt ist, gegenüber dem ZO/AvU euphorisch zum neuen Standort und sprach von einem «riesigen Glücksfall». Mit 12'000 Quadratmeter Grösse und der schon bestehenden Strassenbau-Infrastruktur erfüllte das Areal die nötigen Anforderungen, um weiterhin in der Region tätig sein zu. Ende 2017 bezifferte Egli die Zahl der Mitarbeiter auf 77.

Der Wechsel nach Russikon sollte eine «nachhaltige Firmenentwicklung» ermöglichen, wie es noch auf der Firmenwebseite heisst. Danach sieht es nicht mehr aus.

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