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Bank BSU steigert den Gewinn deutlich

Halbjahresbilanz von Ustermer Bank

Bank BSU steigert den Gewinn deutlich

Im ersten Halbjahr konnte die Bank BSU mit Sitz in Uster ihren Geschäftserfolg deutlich verbessern. Trotz des tiefen Zinsniveaus vermeldet sie auch eine Steigerung beim Brutto-Zinserfolg. Ein Wermutstropfen ist die Entwicklung an der Börse.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 07. August 2019, 10:29 Uhr Halbjahresbilanz von Ustermer Bank
Im ersten Halbjahr 2019 verbesserte die Bank BSU mit Sitz in Uster ihren Geschäftserfolg deutlich.
Archivfoto: PD

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Halbjahresergebnis der Bank BSU verzeichnet deutliche Zuwächse im Geschäftserfolg
  • Im Kundengeschäft konnte der Abbau von Finanzierungen erfolgreich kompensiert werden
  • Weniger Transaktionen an der Börse beeinträchtigen den Erfolg aus Kommissions- und Handelsgeschäft
     

Die Bank BSU mit Sitz in Uster legt ihre Halbjahresbilanz 2019 vor. Demnach konnte sie ihren Geschäftserfolg mit 1,23 Millionen Franken um rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis verbessern. Unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Erträge und Aufwendungen sowie der Steuern resultiert mit 1,46 Millionen Franken ein um 4,6 Prozent höherer Halbjahresgewinn.

Deutlich tieferes Zinsniveau

Gegenüber 2018 steigerte die Bank den Brutto-Zinserfolg aus dem operativen Geschäft um 5,4 Prozent auf 4,7 Millionen Franken – «und dies trotz dem deutlich tieferen Zinsniveau gegenüber dem Vorjahr und der Verlängerungen der auslaufenden Festhypotheken zu tieferen Zinskonditionen», wie es in der Medienmitteilung heisst.

Die Hypothekarforderungen seien im ersten Semester leicht zurückgegangen: um 0,6 Prozent auf 875 Millionen Franken.Gleichzeitig habe man den Zinsertrag mit 6,4 Millionen Franken halten können. Zudem sank der Zinsaufwand in der Berichtsperiode um 13,1 Prozent auf 1,7 Millionen Franken. Nicht mehr betriebsnotwendige Wertberichtigungen in Höhe von circa 200'000 Franken seien zugunsten der Erfolgsrechnung aufgelöst worden.

Kompensationen im Kundengeschäft

Im Kundengeschäft vermeldet die Bank einen Abbau von Finanzierungen mit Wertberichtigungen. Dieses Volumen habe man aber durch Neugeschäfte «mit höherer Qualität» kompensieren können, wie es in der Mitteilung heisst.

Der Zufluss an Kundengeldern betrug 5,5 Millionen Franken. Das entspricht einem Zuwachs von 0,8 Prozent. Im Zusammenspiel mit der übrigen Entwicklung beim Kundengeschäft verbesserte die Bank BSU den Kundendeckungsgrad auf 84 Prozent (gegenüber 82,6 Prozent in der Vorjahresperiode).

Parallel dazu seien die auslaufenden hochverzinslichen Pfandbriefdarlehen um 11 Millionen Franken oder 5,8 Prozent abgebaut und damit in der Erfolgsrechnung die Position «Zinsaufwand» gesenkt worden.

Weniger Börsentransaktionen

Beim Erfolg aus dem Kommissions- und Handelsgeschäft verzeichnet die Bank mit circa 80'000 Franken einen leichten Rückgang. Als Grund werden weniger Börsentransaktionen genannt.

Umgekehrt habe sich die Position «übriger ordentlicher Erfolg» erneut um 3,7 Prozent verbessert. «Dies ist auch auf die Realisierung von Kursgewinnen aus dem Verkauf von langfristigen Anleihen aus unserem Nostrobestand zurückzuführen», wie es in der Mitteilung heisst.

Zahl der Mitarbeiter gestiegen

Durch die Erhöhung von Teilzeitstellen und durch Investitionen in die Ausbildung der Mitarbeiter stieg der Personalaufwand im Vergleich zur Vorjahrperiode um rund 4,2 Prozent. Der Sachaufwand sei erneut um 10,1 Prozent gesenkt worden. Somit reduziere sich der gesamte Geschäftsaufwand im ersten Semester 2019 gegenüber dem Vorjahr um weitere rund 130'000 Franken oder 2,8 Prozent.

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