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Von hier zu den Sternen

Weltraumprojekte aus der Region

Von hier zu den Sternen

Vor 50 Jahren landeten erstmals Menschen auf dem Mond: Seither träumt die Raumfahrt von weitaus ferneren Destinationen. In der Region beteiligen sich eine Firma und eine Forschungsanstalt an spektakulären Projekten zum Mars und Jupiter.

Jörg
Marquardt
Freitag, 19. Juli 2019, 15:18 Uhr Weltraumprojekte aus der Region

Er beflügelt die Fantasie wie kaum etwas anderes: der Weltraum. Vor den ersten Astronauten waren Generationen von Menschen längst zu den Sternen gereist. Nicht mit Raketen, sondern mit Büchern und Filmen.

Wie Science-Fiction muss es den Zuschauern am 21. Juli 1969 denn auch vorgekommen sein, als die Bilder der Mondlandung über die Röhrenfernseher dieser Welt flackerten.

Wussten Sie, dass …

  • Hobbyastronomen aus Wald die Mondlandung 1969 unterstützten? Sie waren Teil eines weltweiten Beobachternetzwerks.
  • der Verkabelungsspezialist Huber+Suhner aus Pfäffikon mit drei Anwendungen im Weltraum aktiv ist? Das Unternehmen verkabelt Raketenshuttles, Satelliten (Kommunikations- und GPS-Satelliten) und Sonden. «Diese Anwendungen stellen allerhöchste Anforderungen an uns. Dabei können wir unsere Stärken voll entfalten», sagte CEO Urs Ryffel kürzlich gegenüber dem ZO/AvU.
  • im ETH-Labor beim Strickhof in Lindau an Methoden geforscht wird, wie man im All überleben kann? Im Rahmen des Projekts «Me­lissa» («Micro-Ecological Life Support System Alternative») der ESA entwickelt die US-Amerikanerin Grace Crain ein geschlossenes Mini-Ökosystem. Es soll die Astronauten in einer Raumstation oder Bewohner einer Mond- und Mars-Basis mit Essen, Trinkwasser und sauberer Luft versorgen. jöm

Know-how aus der Region

Was vielen nicht bewusst ist: Schon die Apollo-11-Mission, die sich dieser Tage zum 50. Mal jährt, war kein rein US-amerikanisches Projekt. Auch die Schweiz leistete damals ihren Beitrag. «Das Sonnensegel der Universität Bern wurde aufgestellt, bevor die amerikanische Flagge den Boden berührte», sagt Hans Rudolf Elsener.

Der Fügetechnikspezialist an der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ist seit Jahren an Weltraumprojekten beteiligt. Zurzeit fertigt er komplexe Baugruppen für eine Jupiter-Mission.

Elsener verantwortet aber nicht das einzige Weltraumprojekt in der Region. In Volketswil gibt es eine Firma, die das Chassis für ein Mars-Fahrzeug entwickelt hat. Zwei Beispiele anlässlich des Mondjubiläums.

Weltraumprojekt 1: Erkundungstour auf dem Mars

Weltraumprojekt 2: Aufbruch zum Jupiter

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