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Serafe wird Ansprechstelle für alle Fragen

Fehraltorfer Firma wickelt TV-Rechnungen ab

Serafe wird Ansprechstelle für alle Fragen

3.6 Millionen Rechnungen für Radio- und Fernsehgebühren hat die neue Erhebungsstelle Serafe verschickt. Viele Gemeinden sind darauf mit Fragen bombardiert worden. Ab sofort wird die Fehraltorfer Firma zur zentralen Anlaufstelle bei Unklarheiten.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 24. Januar 2019, 15:56 Uhr Fehraltorfer Firma wickelt TV-Rechnungen ab
Die Inkassofirma Serafe aus Fehraltorf wird neu Anlaufstelle für alle Fragen zu Rechnungen für Radio- und Fernsehgebühren.
Manuel Reimann

Die neue Abgabe für Radio und Fernsehen ist auf Anfang dieses Jahres eingeführt worden. In den ersten drei Wochen seither hat die neue Erhebungsstelle Serafe, die in Fehraltorf ihren Sitz hat, 3,6 Millionen Rechnungen an Schweizer Haushalte verschickt.

Wie sich nun zeigt, hat die Einführung der neuen Abgabe zahlreiche Fragen aufgeworfen, die nicht immer den richtigen Ansprechpersonen gestellt wurden. So wurden die Einwohnerkontrollen der Gemeinden zu Themen befragt, für die sie nicht zuständig sind. Am 22. Januar haben das Bundesamt für Kommunikation (Bakom), die Serafe, der Verband Schweizerischer Einwohnerdienste (VSED) sowie Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden und Kantonen gemeinsam eine erste Zwischenbilanz gezogen und Massnahmen erarbeitet, um die Einwohnerkontrollen zu entlasten.

Alle Anfragen landen in Fehraltorf

Es wurde entschieden, dass ab sofort die Serafe Ansprechstelle für sämtliche Fragen zur Rechnung für die Radio- und Fernsehabgabe ist. Die Rechnungen, welche die Serafe ab Februar 2019 verschicken wird, werden einen entsprechenden Hinweis enthalten.

Weitere Informationen zur neuen Abgabe finden die Haushalte auf der Website der Serafe (www.serafe.ch) und des Bakom (www.bakom.admin.ch/abgabe). Wer Fehler in der Adressierung der Abgaberechnung feststellt, sollte dies umgehend der Serafe melden, welche die Informationen dann an die entsprechenden Einwohnerkontrollen weiterleitet.

Mit dieser Massnahme werden die Gemeinden entlastet, die eine Vielzahl an Anfragen erhalten, die grösstenteils nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.

Kantone liefern neue Datensätze

Um die Qualität der Rechnungsadressen weiter zu verbessern, wurde vereinbart, dass die Kantone im Februar 2019 eine Vollbestandsmeldung der aktuellsten Daten aus den Einwohnerkontrollen an die Serafe anstreben. Zudem stellt das Bakom für die Mitarbeitenden der Einwohnerkontrollen ein Informationsblatt zum neuen Abgabesystem zusammen.

Für fehlerhafte Rechnungen, die der Serafe durch die Rechnungsempfänger oder die Gemeinden gemeldet wurden, werden keine Mahnungen versandt, sondern sie werden durch korrigierte Rechnungen ersetzt.

Alle Beteiligten werden weiterhin in engem Kontakt zueinander stehen und die Situation laufend gemeinsam beobachten, um allenfalls weitere Massnahmen zu ergreifen. Hierfür wird die Begleitgruppe weitergeführt, bis die offenen Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung geklärt worden sind.

«Normalbetrieb» ab Februar

Ab Februar wird die Serafe den Normalbetrieb aufnehmen und jeden Monat 300'000 Jahresrechnungen versenden, das heisst zwölfmal weniger als im Januar.

Wie die Bakom schreibt, konnten im Januar angesichts der grossen Empfängerzahl von 3,6 Millionen Haushalten Adressierungsfehler nicht vermieden werden. «Dank der Qualität der von den Einwohnerkontrollen gelieferten Daten liegt der Anteil der fehlerhaften Rechnungen jedoch im Promillebereich», heisst es weiter.

 

 

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