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Stellenabbau bei Ferag-Tochter

Wegen Verlagerung nach Hinwil

Stellenabbau bei Ferag-Tochter

Ein Teil der Produktion des Lagerlogistiklieferanten Denipro soll schrittweise von Weinfelden TG nach Hinwil verlagert werden. Dort befindet sich seine Muttergesellschaft: die Ferag AG. Im Zuge der Zusammenlegung kommt es auch zu einem Stellenabbau.

Redaktion
Züriost
Montag, 05. November 2018, 18:06 Uhr Wegen Verlagerung nach Hinwil
ferag
Bald wird die Ferag AG an ihrem Standort in Hinwil den Bereich Intralogistik konzentrieren - zu Lasten der Tochtergesellschaft.
Archivfoto: Nicolas Zonvi

Die Hinwiler Ferag AG hat einen Stellenabbau bei ihrer Tochtergesellschaft Denipro AG in Weinfelden TG bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um einen Lagerlogistiklieferanten, zu dessen Kunden unter anderem Nestlé und Coop gehören. Der Abbau erfolgt im Rahmen einer Verlagerung und Konzentration der Produktion nach Hinwil. Begründet wird dieser Schritt mit der «Nutzung von Synergieeffekten in allen Bereichen der Wertschöpfungskette», wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Verlagerung für mehr Wachstum

Zum Portfolio der Denipro gehören Automatisierungslösungen für intralogistische Prozesse. Nach erfolgreichem Markteintritt sei nun der «Ausbau der Kernkompetenzen und Anpassungen der Strukturen» erforderlich, um ein Wachstum am Markt zu erzielen. Die Bündelung der Kräfte bedinge nun eine teilweise Verlagerung von Arbeitsplätzen in Hinwil.

Umgekehrt behalte Denipro in Weinfelden seine Kernkompetenz in der Herstellung und Zulieferung von Massenteilen in grossen Serien für alle Systeme der Holding.

 

«Die Geschäftsleitung muss vor Ort in Hinwil genau prüfen, wie man die Verlagerung auch innerhalb der Ferag konkret bewerkstelligt»

Christoph Vollenweider, Mediensprecher ad interim Ferag AG

 

Wie und in welchem Umfang Produktions-Arbeitsplätze von Weinfelden zur Muttergesellschaft nach Hinwil verlagert werden sollen, ist derzeit nicht bekannt.

Christoph Vollenweider, der interimistisch als Mediensprecher der Ferag AG fungiert, spricht von einer «rollenden Planung». Ihm zufolge handelt es sich dabei um einen längeren Prozess. «Die Geschäftsleitung muss vor Ort in Hinwil genau prüfen, wie man die Verlagerung auch innerhalb der Ferag konkret bewerkstelligt», sagt er gegenüber dem ZO/AvU.

Entwarnung für Hinwil

Welche Auswirkungen die Verlagerung auf die Produktion in Hinwil und die dortigen Arbeitsplätze hat, kann Vollenweider deshalb nicht abschätzen. Dass es im Zuge der Verlagerung auch zu einem Stellenabbau in Hinwil kommt – das stimme gar nicht: «Mir gegenüber hat bisher niemand von einem Stellenabbau in Hinwil gesprochen.»

Es dürfte wohl das Gegenteil der Fall sein: Der Personalbestand in Hinwil werde eher steigen, wenn dort künftig die Intralogistiksysteme der Denipro AG produziert und weiterentwickelt würden.

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