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Sulzer-Chef sieht Erhöhung der frei handelbaren Aktien positiv

Winterthurer Industriekonzern

Sulzer-Chef sieht Erhöhung der frei handelbaren Aktien positiv

Der Industriekonzern Sulzer hat das im April in einer Notfallübung von Renova übernommene Aktienpaket am Markt platzieren können. Dadurch hat sich der frei handelbare Teil der Aktien (Free Float) auf 51 Prozent erhöht. «Dass wir wieder einen Free Float von über 50 Prozent haben, ist positiv», sagte dazu Sulzer-CEO Greg Poux-Guillaume in einem Gespräch mit AWP.

Agentur
sda
Mittwoch, 19. September 2018, 10:26 Uhr Winterthurer Industriekonzern

Die Aktie sei wegen des unter 50 Prozent gefallenen Free Floats aus verschiedenen Indizes gestrichen worden, fügte er an. Nun habe sich die Unsicherheit für die Investoren wieder verringert. Poux-Guillaume sieht deshalb für die Aktie «Raum für eine Erholung».

Dass der Verkaufspreis von 112 Franken je Aktie angesichts der Niveaus des Titels von 120 Franken und mehr in den vergangenen Wochen tief sei, liess er nicht gelten. Ein gewisser Discount sei bei der Platzierung eines derart grossen Aktienpakets von 5 Millionen Stück üblich. Dies entspricht rund 14 Prozent der ausstehenden Aktien.

Barbestand von Sulzer bleibt stabil

Am Barbestand von Sulzer ändert sich durch die Transaktion wenig. Zwar hat Sulzer durch den Verkauf der 5 Millionen Aktien zu 112 Franken insgesamt rund 560 Millionen Franken eingenommen. Dieses Geld muss nun Sulzer aber zum grossen Teil an Renova überweisen, da die Aktien bisher noch nicht bezahlt wurden. Es besteht deshalb keine Aussicht auf eine Sonderdividende oder akquisitorische Abenteuer.

Poux-Guillaume zeigt sich insgesamt erfreut über den Abschluss der Transaktion. «Ursprünglich hatten wir noch mit Kosten von bis zu 10 Millionen Franken gerechnet, nun resultiert ein Kapitalgewinn von 15 Millionen Franken. Das ist doch positiv», so der Sulzer-Chef.

Momentum im dritten Quartal bleibt stark

Weiter äusserte sich auch zum Geschäftsgang. «Das kommerzielle Momentum im dritten Quartal ist weiterhin stark, Sulzer entwickelt sich gut», sagte er. An den Prognosen für das Gesamtjahr 2018 hält er deshalb fest. Demnach rechnet er mit einem Umsatzwachstum im Bereich von 6 bis 8 Prozent sowie mit einer Zunahme der Bestellungen im Bereich von 7 bis 10 Prozent. Für die operative Marge auf Stufe EBITA wurde ein Wert von 9,5 Prozent prognostiziert.

Die Spannungen wegen der geopolitischen Handelsstreitigkeiten sieht er weiterhin gelassen. «Dies macht zwar unser Leben etwas komplizierter, mit unseren weltweit verteilten Produktionsstandorten können wir aber jonglieren.»

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