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Ticker | Gemeindewahlen 2022

Das war der Wahlsonntag im Bezirk Uster

Die SVP fliegt aus dem Ustermer Stadtrat, die SP hält Einzug in Dübendorf: Der Wahlsonntag im Bezirk Uster zum Nachlesen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 27. März 2022, 16:50 Uhr Ticker | Gemeindewahlen 2022
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Ticker

21.10 Uhr - SVP mit Sitzverlust in Volketswil

In Volketswil verpasste der kantonal etablierte Politiker Benjamin Fischer (SVP), der seit kurzem Nationalrat ist, einen Sitz im Gemeinderat. Genauso wie sein Parteikollege und bisherige Gemeinderat Christian Knechtle. Mit Thomas Brauch hat die Partei immerhin noch einen Sitz. Freuen darüber darf sich die GLP, die mit Ioana Mattle einen zweiten Sitz ergattern konnte. Präsidieren wird das Gremium weiterhin Jean-Philippe Pinto (Die Mitte). Der Volketswiler Gemeinderat wird sich wie folgt zusammensetzen.

Gemeinderat Volketswil

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Pinto Jean-Philippe (bisher) Die Mitte gewählt 2091
North Daniel (bisher) FDP gewählt 1865
Ayar Karin (bisher) FDP gewählt 1825
De Vita-Läubli Michael (bisher) GLP gewählt 1653
Egloff Marcel (neu) FDP gewählt 1644
Brauch Thomas (neu) SVP gewählt 1429
Mattle Ioana (neu) GLP gewählt 1361
Knechtle Christian (bisher) SVP überzählig 1296
Fischer Benjamin (neu) SVP überzählig 1292

Auch in der Schulpflege gab es zu viele Kandidaten für die Anzahl Sitze. Claudio Ferrarini und Jean-Claude Carreira (beide SVP) scheiden überzählig aus.

Gemeinderat Volketswil

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Fehr Raffaela (bisher) FDP gewählt 1725
Wegmann Sabine (bisher) parteilos gewählt 1669
Roca-Boelsterli Maja (bisher) parteilos gewählt 1587
Krismer Yves (bisher) FDP gewählt 1533
Halbheer Mike (neu) Die Mitte gewählt 1416
Lüthi Matthias (neu) parteilos gewählt 1374
Hostettler Sabina (neu) SVP gewählt 1362
Gakidis Dimitrios (neu) FDP gewählt 1332
Banti Raphael (bisher) SVP gewählt 1291
Ferrarini Claudio (neu) SVP überzählig 1139
Carreira Jean-Claude (neu) SVP überzählig 1058

Die weiteren Ergebnisse der Gemeinde im Überblick >>

20.50 Uhr - Gemeindepräsident in Maur abgewählt

In Maur wurde der amtierende Gemeindepräsident Roland Humm (SVP) nach 24 Jahren im Gemeinderat als überzählig in den Rat gewählt. Er verpasste einen Sitz um rund 225 Stimmen. Neu setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen.

Gemeinderat Maur

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Keller Yves (bisher) FDP gewählt 1728
Rechsteiner Urs (bisher) Die Mitte gewählt 1542
Lenzlinger Alexander (neu) FDP gewählt 1418
Gerwig Catherine (bisher) SVP gewählt 1358
Bodmer-Furrer Claudia (neu) Die Mitte gewählt 1349
Hügli Thomas (neu) GLP gewählt 1271
Raif Lothar (neu) FDP überzählig 1054
Humm Roland (bisher) SVP überzählig 1047
Wohlgemuth Rafael (neu) SVP nicht gewählt 704

Die Entscheidung ums Gemeindepräsidium wird am 15. Mai fallen, da kein Kandidat das absolute Mehr erreicht hat.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht >>

20.30 Uhr: SP schafft Sprung in den Dübendorfer Stadtrat

Jetzt ist es definitiv: Die SP holt sich mit Ivo Hasler erstmals seit 24 Jahren wieder einen Sitz im Stadtrat. Der Gewinn der SP ist gleich dem Verlust des zweiten Sitzes der SVP in der Dübendorfer Exekutive. Hingegen die FDP darf sich freuen. Die Partei schafft es, den Sitz des abtretenden Jürgen Besmer mit Adrian Ineichen zu verteidigen. Das beste Ergebnis erzielte wie schon 2018 Martin Bäumle (GLP/GEU) mit 2324 Stimmen.

Stadtrat Dübendorf

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Bäumle Martin (bisher) GLP/GEU gewählt 2324
Müller Dominic (bisher) Die Mitte gewählt 2177
Ingold André (bisher) SVP gewählt 2075
Ineichen Adrian (Adi) (neu) FDP gewählt 2010
Schmid Hanspeter (bisher) Die Mitte gewählt 2002
Hasler Ivo (neu) SP gewählt 1927
Griesser Daniel (neu) SVP nicht gewählt 1195
Zöbeli Rolf (neu) Aufrecht Dübendorf nicht gewählt 522
Jetzer Patrick (neu) Aufrecht Dübendorf nicht gewählt 448

Die SVP muss auch im Parlament Verluste einstecken. Die wählerstärkste Partei in Dübendorf verliert zwei Sitze. Die Mitte verliert einen Sitz. Die FDP erfreut sich einem zusätzlichen Sitz, genauso wie Aufrecht Dübendorf. Die GLP/GEU erhält sogar zwei Sitze mehr. Die neue Sitzverteilung in Dübendorf:

Neue Sitzverteilung in Dübendorf.

 

20.05 Uhr - Ergebnisse aus Uster liegen vor

Nun ist es definitiv: Die SVP ist nicht mehr Teil des Ustermer Stadtrats. Auch in der Primarschulpflege ist die Partei nicht mehr vertreten. 

Uster Sadtrat steht fest

 

Im Kampf um das Stadtpräsidium unterliegt Denis Perisic (JFU) der amtierenden Stadtpräsidentin um mehr als 2500 Stimmen.

Ustermer Stadtpräsidentin steht fest.

Im Stadtparlament verliert die SP zwei Sitze an die Grünliberalen.

Uster Sitzverteilung Stadtparlament

20 Uhr - Greifensee hat gewählt

In Greifensee wurden unter anderem der Gemeinderat und die Oberstufenschulpflege neu gewählt.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Graf Schläppi Franziska (bisher) Aktion G gewählt 941
Keller Monika (bisher) FDP gewählt 917
Honegger Thomas (bisher) Grüne gewählt 875
Rodrigues Barbara (neu) Aktion G gewählt 861
Jakob Andreas (bisher) FDP gewählt 822
Karl Stefan (neu) Die Mitte gewählt 804
Sonderegger Ueli (neu) GLP überzählig 674

Ergebnisse der Oberstufenschulpflege

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Schmid Ueli (bisher) Die Mitte gewählt 1365
Krauss Heike (bisher) FDP gewählt 1227
Schoch Patrick (bisher) Aktion G gewählt 1177
Altenburger Thomas (neu) parteilos gewählt 1141
Lienhard Angela (bisher) Aktion G gewählt 1125
Wipf-Ferstl Sabine (neu) Aktion G überzählig 867

19.30 - Zwei Überzählige in Egg

In Egg kam es zu diversen Kampfwahlen, ein Linksrutsch war aber nicht zu erwarten. Die Ergebnisse bestätigen dies nun: Der Gemeinderat bleibt bürgerlich-liberal. Die Schulpflege setzt sich aus den Bisherigen Claudia Nyffenegger (FDP) und Urs Rehhorn (parteilos) zusammen.

Ergebnisse zu den Gemeinderatswahlen 

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Bolliger Tobias V. (bisher) FDP gewählt 1164
Baumgartner-Huber Bettina (bisher) FDP gewählt 1112
Domeisen Christoph (bisher) GLP gewählt 996
Künzler Oliver (neu) FDP gewählt 908
Bächler Leslie (neu) Die Mitte gewählt 902
Ramsauer Kusi (bisher) SVP gewählt 846
Oesch Sergio (neu) proEgg überzählig 733
Infortuna Tobias (neu) SVP überzählig 693

Ergebnisse zur Schulpflege 

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Nyffenegger Claudia (bisher) FDP gewählt 1011
Rehhorn Urs (bisher) parteilos gewählt 951
Dascenzo-Müller Corinne (neu) Die Mitte gewählt 846
Wolff Andrea (neu) Die Mitte gewählt 792
Guntern Kilian (neu) GLP gewählt 771
Scherer Andreas (neu) FDP überzählig 609
Morgenthaler Mario (neu) parteilos nicht gewählt 557

19.10 Uhr - Schwerzenbacher Ergebnisse liegen vor

Der Schwerzenbacher Gemeinderat ist gewählt. Der neukandidierende Fritz Grob (parteilos) schied als Überzähliger aus. 

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Borra-Wegmann Esther (bisher) parteilos gewählt 611
Hermann Martin (neu) FDP gewählt 567
Schüpbach Beat (bisher) parteilos gewählt 559
Haltinner Reto (bisher) Die Mitte gewählt 556
Hofmann-Meyer Rahel (bisher) FDP gewählt 478
Schmutz Ivar (neu) GLP gewählt 464
Dasen Christiane (neu) GLP gewählt 445
Grob Fritz (neu) parteilos überzählig 441

18.50 Uhr - Stimmen aus Uster

Das sagt Denis Perisic über seine Niederlage im Kampf um das Stadtpräsidium und voraussichtliche Nichtwahl in den Stadtrat.

Die Grüne Karin Fehr-Thoma freut sich derweil über den dritten Rang in den Zwischenresultaten.

18.45 Uhr - Kampf um Fällander Kirchenpräsidium ist entschieden

In Fällanden hat der neue parteilose Thomas Schaad den bisherigen Präsidenten der evangelisch-reformierten Kirche erfolgreich verdrängt.

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Schaad Thomas (neu) parteilos gewählt 366
Thomann Huldrych (bisher) SVP nicht gewählt 97

18 Uhr - Patricia Bernet dürfte wieder gewählt werden

Die bisherige Schulpräsidentin Patricia Bernet (SP) liegt gemäss aktuellem Zwischenstand weit vor Mitstreiter Dominik Suter (EDU).

Frau Bernet, was sagen Sie zum aktuellen Zwischenresultat, sind Sie erleichtert oder haben Sie das Gefühl, dass sich daran noch etwas ändert?
Patricia Bernet: Was mich betrifft, bin ich sehr erleichtert. Es ist schön zu sehen, dass ich einen deutlichen Vorsprung habe momentan, obwohl sich das noch verändern kann. Aber vom Verhältnis wird es wohl etwa so bleiben. Das ist eine grosse Genugtuung.

Haben Sie je daran gezweifelt, die Wiederwahl zu schaffen?
Das ist schwierig zu sagen. Nicht wirklich, weil die EDU eine kleine Partei ist, bin ich davon ausgegangen, dass es reicht. Aber wissen tut man es halt trotzdem erst am Wahltag, deshalb war eine gewisse Unsicherheit trotzdem da.

Im Stadtrat sieht es gut aus für die SP – anders im Gemeinderat. Was sagen Sie dazu?
Das bedaure ich natürlich sehr. Gerade auch, weil wir in den Exekutivbehörden gut gewählt worden sind, hätte es mich ausserordentlich gefreut, wenn sich das auch in der Legislative gespiegelt hätte. Schade.

Wie erklären Sie sich das?
Was man bisher sieht, ist, dass GLP und Grüne Sitze gewonnen haben. Ich gehe davon aus, dass dies zu Lasten der SP geschehen ist. Was sehr bedauerlich ist, weil die SP sehr grün ist und die grünen Anliegen auch unterstützt und auch Vorstösse in diesem Bereich macht. Wenn es also wirklich um die grünen Themen geht, wäre es deshalb besser, es wäre bei den bürgerlichen Parteien runtergegangen. (ahu)

17.50 Uhr - Unverändertes Zwischenergebnis in Uster

Auch das vierte Zwischenresultat für den Ustermer Stadtrat zeigt eine unveränderte Rangordnung auf.

Bei der Primarschulpflege hat derzeit Patricia Bernet (SP) die meisten Stimmen. Auf sie folgen Richard Schmid (Grüne), Nathalie Boss (FDP), Ruth Ebinger (SP), Andreas Jossi (GLP) und Roger Kleinert (parteilos).

17.40 Uhr - SP verliert in Fällanden einen Gemeinderatssitz

In Fällanden wurde der bisherige SP-Gemeinderat Bruno Loher aus der Exekutive rausgewählt. Seinen Sitz übernimmt neu Heiz Rüegsegger (Die Mitte), der mehr Stimmen erreichte. 

Die Ergebnisse des Gemeinderates

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Diener Tobias (bisher) FDP gewählt 1080
Bürki Thomas (bisher) parteilos gewählt 923
Maurer Ruedi (bisher) parteilos gewählt 923
Rossmann Christian (bisher) FDP gewählt 889
Ernst Maja (bisher) GLP gewählt 855
Niederöst Rita (bisher) SP gewählt 851
Rüegsegger Heinz (neu) Die Mitte gewählt 718
Steinmann Hans (neu) parteilos überzählig 672
Loher Bruno (bisher) SP überzählig 640

Die Ergebnisse des Schulpräsidiums 

Bei der Kampfwahl ums Fällander Schulpräsidium hat Ulrich Hohl das Rennen gemacht.

Kandidat Partei Wahl-Status Stimmen
Hohl Ulrich (Ueli) (neu) FDP gewählt 610
Rüdt-Sturzenegger Sylvia (neu) parteilos nicht gewählt 484

17.10 Uhr - Roland Humm aus Maurmer Gemeinderat abgewählt

Nach 24 Jahren im Gemeinderat: Maur wählt Präsident Roland Humm (SVP) ab. 

Update folgt

 

16.25 - Drittes Zwischenergebnis um Ustermer Stadtrat bleibt unverändert

Im dritten Zwischenergebnis um den Ustermer Stadtrat bleibt die Rangordnung unverändert: Barbara Thalmann (SP) führt das Rennen gefolgt von Stefan Feldmann (SP) und Karin Fehr-Thoma (Grüne). Auch Beatrice Caviezel (GLP) darf sich als Einzige der Neukandidierenden weiterhin freuen. 

Auch um ihre Position als Stadtpräsidentin muss Thalmann noch immer nicht bangen: Sie liegt stimmenmässig weit vor Mitstreiter Denis Perisic (jFDP). Dasselbe gilt für Schulpräsidentin Patricia Bernet (SP), die ihren Konkurrenten Dominik Suter (EDU) gemäss diesem Zwischenstand weit hinter sich lässt.

16.15 - Barbara Thalmann zeigt sich nervös

Die bisherige Stadtpräsidentin Barbara Thalmann führt gemäss aktuellem Zwischenstand das Rennen um den Stadtrat und dessen Präsidium.

Frau Thalmann, haben Sie den Champagner schon geöffnet?
Barbara Thalmann: Nein, ich bin schon genug nervös.

Warum nervös? War das Resultat nicht klar für Sie?
Vermutlich schon, aber an einem Wahlsonntag ist man einfach immer nervös.

Aber Sie rechneten schon mit der Wiederwahl?
Doch, schon, es wäre gelogen, wenn ich Nein sagen würde. Aber die Nervosität ist trotzdem da.

Es sieht so aus, als wäre die SP die grosse Verliererin im Gemeinderat, was sagen Sie als SP-lerin dazu?
Ich finde es natürlich schade, aber es war etwas zu erwarten von den Trends, die sich auch in anderen Städten abzeichneten. Im Stadtrat sieht es für die SP aber nicht schlecht aus.

Woran liegt es, was denken Sie?
Ich weiss es wirklich auch nicht. Dieser Gap zwischen Exekutive und Legislative ist für mich unerklärlich und auch ein Widerspruch.(ahu)

16.10 - Hans Denzler rechnet mit SVP ab

Die «Züriost»-Reporterin Annette Saloma hat den Ustermer Stadtratskandidaten Hans Denzler (SVP) vor Ort zum Zwischenergebnis befragt, gemäss welchem er stimmenmässig hinter seiner Mitstreiterin Beatrice Caviezel (GLP) liegt. Diese Rangordnung könnte bedeuten, dass die SVP einen Sitz verliert und die Partei für die nächsten vier Jahre nicht im Stadtrat vertreten sein wird.

Herr Denzler, so wie es aussieht, schaffen Sie den Sprung nicht in den Stadtrat, wie enttäuscht sind Sie?
Hans Denzler: Da ist eine gewisse Realität dahinter, das muss man ganz klar sehen. Ich wusste, dass es einen harten Kampf zwischen der GLP und der SVP geben wird, wobei die GLP ganz klar als Partei profitiert hat, während die SVP die Stimmungslage nicht hat. Ich glaube, es ist wirklich langsam die Aufgabe der SVP, auf nationaler und kantonaler Ebene anders zu arbeiten. Die aktuelle Arbeitsweise wird uns immer mehr zum Verhängnis und wenn die Spitze der SVP das nicht langsam einsieht, wird uns dies weiter so begleiten.

Was genau meinen Sie?
Die SVP muss die reellen Problemstellungen der heutigen Zeit sehen. Da geht vieles verloren. Es wird einfach viel herausgepaukt und das geht mir gegen den Strich. Wir müssen verkehrstechnisch, umweltpolitisch sehen, was momentan die Problemstellungen sind und diese bearbeiten und nicht einfach reinschreien. Wir müssen die Themen bearbeiten, aufnehmen, Lösungen bringen, sachlich bleiben – und das ist genau das, was die GLP macht. Es ist kein Sprung ganz links. Es ist ganz klar, die grünen Themen wollen bearbeitet werden. Es ist eigentlich verrückt – die Stimmen, die an die GLP gingen, die hätten wir behalten können, wenn wir vor 10-15 Jahren eine andere Politik betrieben hätten. Davon bin ich immer mehr überzeugt. Da habe ich langsam wirklich meine Mühe.

War es nicht auch strategisch ungeschickt, zwei SVP Kandidaten ins Rennen zu schicken?
Kann sein, will ich aber so nicht sagen, dass das matchentscheidend war. Aber es ist so, es war taktisch vielleicht nicht der schlauste Schachzug. Zwei Kandidaten in der momentanen Stimmungslage der SVP – da bin ich auch nicht glücklich. Hätten wir ein Hoch in unserer Partei, wäre es anders, dann kann man viel wagen.(ahu)

15.50 - Enttäuschung bei Hans Denzler (SVP)

Während bei Konkurrentin Beatrice Caviezel die Hoffnung auf einen Sitz im Stadtrat gross ist, zeigt sich Hans Denzler (SVP) über die aktuellen Zwischenresultate zum Ustermer Stadtrat ernüchtert. Er gibt sich kritisch: «Ich bin überzeugt, dass nicht ich als Person verloren habe, sondern die Partei.» Die SVP müsse endlich konstruktive Politik mit den Themen machen, die die Bevölkerung beschäftigen.

15.45 - Beatrice Caviezel freut sich über möglichen Sitz im Stadtrat

Bei Beatrice Caviezel (GLP) ist die Freude derzeit gross: Gemäss aktuellem Zwischenstand ist die bisherige Ustermer Gemeinderätin eine Anwärterin auf einen Sitz im Stadtrat. Stimmenmässig liegt sie aktuell vor Mitstreiter Hans Denzler (SVP) und hätte sich somit einen Platz im Stadtrat erkämpft. Sie sei aber auch etwas nervös über den weiteren Verlauf der Wahlergebnisse, sagt sie im Stadthaus.

Frau Caviezel, haben Sie den Champagner schon geöffnet?
Beatrice Caviezel: Geöffnet noch nicht, aber definitiv schon kaltgestellt.

So wie es aussieht, werden Sie neue Stadträtin.
Ich finde es Wahnsinn. Es ist unglaublich, ich bin total happy im Moment und total überwältigt und langsam beruhigen sich meine Nerven. Ich war die letzten Tage so nervös und hoffte, dass ich den Sitz mache und die Richtung sieht gut aus.

Wie erklären Sie sich, dass Sie der SVP einen Sitz wegschnappen konnten?
Ich glaube, wir sind von vielen wählbar. Wir sind in der Mitte verankert. Ich weiss noch nicht, woher die Stimmen kommen, aber ich gehe davon aus, dass ich von links und rechts Stimmen holen konnte und das freut mich natürlich. Und das ist vielleicht für eine SVP, die klar rechts steht, eindeutig schwieriger. (ahu)

15 Uhr - SP und SVP Uster verzeichnen die meisten unveränderten Listen

Auch wenn es bezüglich Stadtrat gemäss zweiten Zwischenergebnissen derzeit nicht besonders gut aussieht für die SVP, hat die Partei immerhin 846 unverändert eingelegte Listen für den Gemeinderat zu verzeichnen und setzt sich somit auf Platz zwei hinter die SP mit 898 unveränderten Listen. Deutlich dahinter liegen auf dem zweiten und dritten Rang die GLP (540) und die FDP (506). 

14.45 - Zweite Zwischenergebnisse aus Uster noch immer ohne SVP

Die Stadt Uster hat die zweiten Zwischenergebnisse veröffentlicht. Aktuell führt Barbara Thalmann (SP) das Rennen mit 914 Stimmen. Nach ihr kommen Stefan Feldmann (SP), Karin Fehr-Thoma (Grüne), Cla Famos (FDP), Petra Bättig (FDP), und Beatrice Caviezel (GLP). Letztere hat derzeit 697 Stimmen – für den SVP Kandidaten würde es mit aktuell 611 Stimmen nicht für einen Sitz im Stadtrat reichen.

Beim Stadtratspräsidium sowie beim Schulpräsidium prognostiziert das aktuelle Zwischenresultat keine Veränderung: Die aktuelle Stadtpräsidentin Barbara Thalmann und die Bildungsvorsteherin Patricia Bernet (SP) liegen deutlich vor ihren jeweiligen Konkurrenten.

13.40 - Erste Zwischenresultate zeigen: Die Linken haben in Uster die Nase vorne

Die Stadt Uster gab kurz nach Mittag die ersten Zwischenresultate bekannt. Unter den Stadtratskandidierenden sind derzeit drei linke, bisherige Stadträte zuvorderst im Rennen: Stefan Feldmann (SP), Karin Fehr-Thoma (Grüne) und Barbara Thalmann (SP) haben bislang die meisten Stimmen erlangt. Darauf folgen die beiden bisherigen FDP-Stadträte Petra Bättig und Cla Famos.

Ihnen auf den Fersen sind Beatrice Caviezel (GLP) und Hans Denzler (SVP), die mit einer Wahl vom Gemeinderat in den Stadtrat wechseln könnten. Schafft Caviezel diesen Sprung, könnte das bedeuten, dass die SVP den Sitz des abtretenden Stadtrats Jean-François Rossier an die GLP verliert und die SVP somit die nächsten vier Jahre nicht mehr im Stadtrat vertreten wäre.

Bei der Kampfwahl ums Stadtratspräsidium hat Barbara Thalmann derzeit mit 175 Stimmen einen deutlichen Vorsprung gegenüber ihrem Mitstreiter Denis Perisic (jFDP), der bislang 27 Stimmen für sich gewinnen konnte.

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