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Gemeindewahlen 2022

Zweikampf ums Russiker Gemeindepräsidium

Am 27. März wird es in Russikon zu Duellen um das Gemeinde- sowie das Schulpräsidium kommen. Generell hat Russikon wenig Probleme, neue Kandidierende für ihre Behörden zu finden. Einzig bei der Kirchenpflege hapert es.

Mittwoch, 23. März 2022, 19:03 Uhr Gemeindewahlen 2022

Der seit 2014 amtierende Gemeindepräsident und Ressortvorsteher Finanzen und Liegenschaften, Hans Aeschlimann (SVP), tritt für keine weitere Legislaturperiode an und räumt seien Sitz. Um das Präsidium duellieren sich am 27. März Alfred Borcard vom Politischen Gemeindeforum Russikon (PRG) und Philip Hirsiger (parteilos). Während Hirsiger als bisheriges Mitglied des Gemeinderats (seit 2014) und zuständiger Tiefbauvorsteher bereits Erfahrungen in der Praxis vorweisen kann, will der Unternehmer Borcard erstmals Fuss in der Gemeindepolitik fassen.

Im Gemeinderat kommt es ebenfalls zu Kampfwahlen. Insgesamt kandidieren acht Personen um sechs Sitze, wobei sich mit Raphael Alder (FDP), Rolf Hartmann (parteilos), Philip Hirsiger (parteilos) und Barbara Schmid (SVP) vier Kandidaten für eine erneute Legislaturperiode zur Verfügung stellen. Neben dem ebenfalls für das Gemeindepräsidium kandidierende Bocard stellen sich mit Stefan Fehr (SVP), Nathalie Furrer (FDP) und Johann Jäckle (Grüne) drei weitere Kandidaten erstmals zur Wahl.

Umkämpfte Schulpflege

Auch in der Schulbehörde wird es zu einer Rochade kommen. Einzig Pascale Bräuer (parteilos) und der bisherige Präsident David Goldschmid (SVP) möchten sich für je einen der fünf Sitze wiederwählen lassen. Die weiteren sechs Kandidaten Michèle Balmer (parteilos), Marica Cvetic (FDP), Lilian Huber (Grüne), Regula Kernen (SVP), Severine Lutz (FDP) und Peter Minder (FDP) treten allesamt erstmals an.

Schulpräsident David Goldschmid, der eine weitere Amtszeit in Angriff nehmen will, erhält von der Grünen Huber Konkurrenz. Der Wahlsieger wird automatisch den siebten Sitz im Gemeinderat einnehmen.

Drei Neue, zwei Bisherige

In der fünf Mitglieder zählenden Rechnungsprüfungskommission (RPK) stellt sich das bisherige Mitglied Stefan Mathys (PGR) neu zur Wahl für das Präsidium, wobei er für die Besetzung dieses Amtes ohne Konkurrenz ist. Ansonsten stellt sich für die RPK nur René Hildenbrand (FDP) nochmals zur Verfügung. Adrian Kurath (FDP), Laura Loelinger (SVP) und Claudia Staub (SVP) sind allesamt neue Kandidierende.

Kandidatenmangel für Kirchenpflege

«Leider konnten wir bis anhin nicht genügend Kandidaten für die reformierte Kirchenpflege finden», erklärte der Russiker Gemeindeschreiber Marc Syfrig erst kürzlich. Es geht um sieben Sitze, die in diesem Gremium zu besetzen wären. Für diese liessen sich bisher nur fünf Kandidierende finden. Von den Bisherigen tritt einzig Evelin Brunken (parteilos) wieder an. Die neuen und ebenfalls allesamt parteilosen Kandidaten Miriam Lämmle, Marie Furrer, Christine Stupf und Richard Mink verfügen noch über keine Erfahrungen in diesem Amt. Auch für das Präsidium konnte die Gemeinde keinen Kandidaten präsentieren.  

Ohne nur eine Veränderung wird einzig die bürgerlich-liberal geprägte Gesellschaftskommission mit ihren vier bisherigen Mitgliedern bleiben. Beat Dönni (SVP), Harald Sieder (SVP), Aradhna Sethi (FDP) und Adrian Krauer (parteilos) treten ohne Konkurrenz noch einmal für eine weitere Legislatur an. (lda)

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