×

Vernunft statt Promillegrenze auf den Pisten

Kommentar zum Alkoholkonsum

Vernunft statt Promillegrenze auf den Pisten

Klartext von Redaktor Fabian Senn über den Konsum von Alkohol während dem Ski- und Snowboardfahren.

Fabian
Senn
Freitag, 12. Januar 2018, 13:20 Uhr Kommentar zum Alkoholkonsum
Redaktor Fabian Senn schreibt über den Alkoholkonsum beim Ski- oder Snowboardfahren. (Symbolbild: Seraina Boner)

Viel Pulverschnee und ein wolkenloser Himmel – die Verhältnisse in den Schweizer Wintersportorten könnten nicht besser sein. Die Stimmung ist super. Vor dem Bergrestaurant dröhnen die Bässe. Bier wird getrunken, Schnäpse werden gekippt. Gejohle ist zu hören. Dann geht es wieder ab auf die Piste. Plötzlich winken zwei uniformierte Polizisten eine Gruppe von Wintersportlern zu sich. Alkoholkontrolle. 

Ist ein solches Szenario auf den Schweizer Pisten denkbar? Ähnlich der Promillegrenze für Bootsführer auf unseren Gewässern, die seit 2014 gilt? Die Empörung darüber liess nicht lange auf sich warten. 

Eine solche Massnahme in den Bergen einzuführen, dürfte schwierig werden. Ein Alkoholverbot wäre zwar einfach zu realisieren. Dafür müsste allerdings ein entsprechendes Gesetz geschaffen werden – der Widerstand dagegen wäre wohl zu gross. 

Zeit herauszufinden, mit wem Sie im Après-Ski landen werden.

Zum Persönlichkeitsquiz >>

Fest steht: Es ist verantwortungslos, wie sich manche Ski- und Snowboardfahrer auf der Abfahrt benehmen. Sie fahren zu schnell und unkontrolliert, auch ohne Alkohol. Wenn man die Piste mit Tausenden anderen teilen muss, kann das böse enden. 

Zwar dürfen die Bergbahnen in extremen Fällen Betrunkenen das Abo entziehen. Und wer angetrunken einen Unfall verursacht, muss mit Schadenersatz und Strafe rechnen. Doch das hält die wenigsten davon ab, den Tag beim Après-Ski ausgiebig ausklingen zu lassen. 

Anstelle einer Promillegrenze oder eines Verbots bleibt also nur der Appell an die Vernunft: Wer Ski oder Snowboard fährt, sollte sich mit dem Alkoholkonsum zurückhalten. Nach dem dritten Kafi Luz fährt man besser mit der Gondel ins Tal. Das ist sicherer – und erst noch gemütlicher. 

Kommentar schreiben

Kommentar senden