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Alle Spiele der 2. Liga

Volketswil steigt ab

Wer ist der beste Oberländer Fussballklub? Hier sind die aktuellsten Matchberichte aus der regionalen Zweitliga.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 19. Juni 2022, 19:40 Uhr Alle Spiele der 2. Liga
Alles ist vorbei: Basil Frefel und der FC Volketswil können den Abstieg nicht verhindern.
Archivfoto: Christian Merz

Ticker

19. Juni: Volketswil verpasst das kleine Wunder

Es hätte einiges zusammenkommen müssen, damit der FC Volketswil die Klasse doch noch hätte halten können. Er hätte gegen Diessenhofen gewinnen müssen, Töss in Uster nicht punkten dürfen und Kilchberg-Rüschlikon beim FC Meilen, dem abgeschlagenen Tabellenletzten der anderen Zweitliga-Gruppe, Federn lassen oder viele Strafpunkte sammeln müssen.

Strafpunkte entscheiden

Tatsächlich entledigte sich Volketswil seiner Aufgabe gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Diessenhofen mühelos und siegte hoch 5:1, und auch die Ustermer spielten im Sinne Volketswils. Weil der direkte Konkurrent der anderen Gruppe aber knapp 2:1 siegte und sich nichts für die Fairplay-Wertung Relevantes zuschulden kommen liess, endete das Wochenende, an dem der FCV sein 50-jähriges Bestehen feierte, denkbar bitter. Mit immerhin 30 Punkten steigt der FC Volketswil als Viertletzter nämlich lediglich aufgrund der leicht höheren Anzahl Strafpunkte nur ein Jahr nach seinem Aufstieg wieder in die dritte Liga ab.

«Nicht gescheitert»

«Mehr Pech geht fast nicht», sagte Sebastian Marda, für den der Abstieg selbstredend enttäuschend ist, «weil wir unbedingt oben bleiben wollten». Als Scheitern sieht er das Verdikt aber nicht. Er habe im vergangenen Sommer nach dem grossen Umbruch eine Mannschaft übernommen, die kein Zweitliga-Potenzial gehabt habe, sagte der Volketswiler Trainer. «Unter diesen Voraussetzungen haben wir viel herausgeholt.»

Volketswil - Diessenhofen 5:1 (2:0). – Tore: 34. Perez 1:0. 44. Dzeljilji 2:0. 58. Dzeljilji 3:0. 61. Perez 4:0. 67. Velijaj 5:0. 70. Scheiwiler 5:1.

19. Juni: Rüti siegt klar

Der FC Rüti bezwang zum Abschluss der Saison den drittplatzierten FC Veltheim deutlich 5:2. Für den rekonvaleszenten Vize-Captain Tobias Küng war es dabei zwar lediglich noch «um die goldene Ananas» gegangen. Doch war der Erfolg für den FCR auch eine Bestätigung ihrer zuletzt gezeigten Leistungen. Nachdem die Rütner nach ihrem Abstieg auch eine Liga tiefer in der Hinrunde etwelche Mühe bekundet hatten, vermochten sie sich nämlich deutlich zu steigern und sich als dritterfolgreichste Mannschaft in der Rückrunde immerhin noch auf den sechsten Schlussrang vorzuarbeiten.

Rüti - Veltheim 5:2 (3:1). – Tore: 21. Saethre 1:0. 30. 1:1. 35. T. Syla 2:1. 39. Osmani 3:1. 50. E. Syla 4:1. 52. 4:2. 86. Aberia 5:2. 

19. Juni: Dübendorf unterliegt Schaffhausen

Luca Ferricchio durfte nach der 0:1-Niederlage gegen die Reserven des FC Schaffhausen noch ein letztes Mal in dieser Saison das wiederholen, was er schon öfters betont hatte: «Wir sind einfach zu wenig durchschlagskräftig im letzten Drittel», sagte der FCD-Trainer. Diese Erkenntnis gilt insbesondere für die sehr durchzogene Rückrunde, in der die Dübendorfer lediglich 15 Zähler ergatterten. Weil die Glattaler in der Vorrunde zu überzeugen wussten und zur Winterpause sogar noch mitten im Rennen um den Aufstieg lagen, beenden sie die Spielzeit dennoch auf dem ansprechenden vierten Platz.

Dübendorf - Schaffhausen 2 0:1 (0:0). – Tor: 65. Kuljici 0:1.

19. Juni: Ein Unentschieden zum Abschluss für Gossau

Zwar hätte der FC Gossau laut Andreas Häsler die letzte Partie gegen Phönix Seen für sich entscheiden müssen, weil er nach der Pause das klar bessere Team gewesen sei und Chancen zuhauf ausgelassen habe. Der späte Ausgleich zum 2:2 und die insgesamt ansprechende Spielzeit liessen den FCG-Coach dennoch ein erfreuliches Fazit ziehen: «Ein guter Abschluss einer guten Saison», sagte Häsler. «Hätten wir heute gewonnen, würde ich sogar von einer Supersaison sprechen.». Dann nämlich wäre seine Mannschaft nicht «nur» im fünften, sondern sogar im dritten Schlussrang gelandet.

Gossau - Phönix Seen 2:2 (1:1). – Tore: 16. Limata 1:0. 30. 1:1. 87. 1:2. 90. Niffeler.

19. Juni: Greifensee bezwingt Brüttisellen-Dietlikon hoch

Der FC Greifensee feierte gegen Brüttisellen-Dietlikon einen klaren 6:2-Erfolg. Es war aus seiner Sicht ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison, in der es den Greifenseern nur selten gelang, in den knappen Partien das Glück auf ihre Seite zu zwingen, und die sie auf dem enttäuschenden 10. Platz beenden. Für die Brüttiseller, deren Abstieg schon seit Längerem feststeht, passte die abschliessende Kanterniederlage zur verkorksten Saison. Diese konnten sie nach einer inferioren Hinrunde auch mit ansprechenden Resultaten nach der Winterpause nicht mehr retten.

Greifensee - Brüttisellen-Dietlikon 6:2 (2:0). – Tore: 10. Burkart 1:0. 28. Ley 2:0. 46. Burkart 3:0. 48. Perreira 3:1. 68. Burkart 4:1. 72. Burkart 5:1. 75. Meckes 5:2. 80. Eberhardt 6:2.

12. Juni: Dübendorf bezwingt Wiesendangen

Abgesehen von der Startphase und den Schlussminuten, in denen der sichergeglaubte Sieg noch einmal in Gefahr geriet, zeigte der FC Dübendorf gegen Wiesendangen eine gute Darbietung und siegte 3:2. Luca Ferricchio vermochte den Zeitpunkt der Leistungssteigerung genau festzumachen: «Nach der Trinkpause war der Tank gefüllt und wir begannen, Fussball zu spielen», sagte der FCD-Trainer.

FCD beginnt schwach

Die Dübendorfer erwischten einen schwachen Start und gerieten nach einem Eckball schon früh im Rückstand. Nachdem die Gäste bei einem Pfostentreffer gar dem zweiten Tor nahe gekommen waren, fand der FCD aber besser ins Spiel und erzielte den Ausgleich, indem Delil Ferati ein Steilzuspiel von Ali Hoti verwertete. Danach hatte Dübendorf bei einer umstrittenen Offside-Entscheidung und einem nicht gegebenen Penalty erst zweimal Pech, kurz vor der Pause bei einem weiteren gegnerischen Pfostenschuss aber noch einmal Glück.

Am Ende noch gezittert

In der zweiten Hälfte war das Heimteam die spielbestimmende Mannschaft. Dem eingewechselten Marko Marjanovic gelang nach einer Stunde nach einem Hoti-Zuspiel der Führungstreffer und zehn Minuten vor Schluss machte Ivan Sisic den Sack vermeintlich zu, als er einen Freistoss Feratis zum 3:1 ablenkte. Diesen Vorsprung schien der FCD sicher ins Trockene zu bringen – bis er die Hoffnungen der Wiesendanger mit einem Ballverlust in der Nachspielzeit, der umgehend bestraft wurde, noch einmal nährte. Am Ende konnten sich die Dübendorfer bei Göktug Toprak bedanken, dass ihnen der Sieg nicht noch entglitt; der FCD-Goalie parierte einen letzten Versuch der Gäste nämlich gekonnt.

Dübendorf - Wiesendangen 3:2 (1:1). – Tore: 9. 0:1. 27. Ferati 1:1. 62. Marijanovic 2:1. 80. Sisic 3:1. 92. 3:2.

12. Juni: Rüti gewinnt Offensiv-Spektakel gegen Brüttisellen

Der FC Rüti siegte in einer Partie, in der niemand so richtig Lust aufs Verteidigen verspürte, gegen Brüttisellen-Dietlikon auswärts hoch 8:4. «Das war ein Match, dessen Besuch sich gelohnt hätte», sagte FCB-Coach Stipe Kelava zum spektakulären Torfestival an die Adresse der Daheimgebliebenen. «Eine Kehraus-Partie, in der es augenscheinlich um nichts mehr ging», nannte es Rütis rekonvaleszenter Vize-Captain Tobias Küng.

Auf los geht’s los

Die Rütner wussten schon vor der Partie, dass sie definitiv nicht mehr absteigen können und spielten entsprechend befreit auf. João Mira Do Rosario und Edison Syla trafen schon in der Startviertelstunde je einmal. Danach liessen es die Rütner jedoch ruhiger angehen, so dass die bereits als Absteiger feststehenden und ebenso angriffslustig gestimmten Brüttiseller dank João Pereira und eines Penaltys von Gianluca Merlo ausglichen. Taulant Syla brachte die Gäste aber noch vor der Pause mit einem sehenswerten Volleyschuss erneut in Führung.

Osmani macht das Dutzend voll

Im zweiten Abschnitt dauerte es nur wenige Minuten, bis Dario Krebs der neuerliche Ausgleich glückte. Auf das 3:4, das Edison Syla per Penalty markierte, wusste das Heimteam, das zuvor zwei aufgelegte Gelegenheiten zur erstmaligen Führung vergeben hatte, jedoch keine Antwort mehr. Silvan Widmer und Taulant Syla sorgten mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung und Edison Syla setzte mit seinem dritten persönlichen Tor, das er erneut vom Elfmeterpunkt aus erzielte, noch einen drauf. Und nachdem Pereira für den FCB noch einmal verkürzt hatte, machte Harbin Osmani in der Nachspielzeit mit dem Tor zum 4:8 das Dutzend voll.

Brüttisellen-Dietlikon - Rüti 4:8 (2:3). – Tore: 9. Mira Do Rosario 0:1. 15. E. Syla 0:2. 30. Pereira 1:2. 37. Merlo (Foulpenalty) 2:2. 39. T. Syla 2:3. 53. Krebs 3:3. 63. E. Syla (Foulpenalty) 3:4. 70. Widmer 3:5. 71. T. Syla 3:6. 77. E. Syla (Foulpenalty) 3:7. 84. Pereira 4:7. 93. Osmani 4:8.

12. Juni: Gossau gewinnt knapp

Der FC Gossau zeigte in Diessenhofen vor allem nach der Pause eine mässige Leistung. Diese reichte aber, um die als Absteiger feststehenden Thurgauer 1:0 zu besiegen. «Wir mussten beissen und kämpfen, aber der Erfolg ist nicht unverdient, befand Assistenztrainer Alessio Pedrotti.

Ouattara trifft im Nachschuss

Die Diessenhofer wussten schon vor der Partie, dass sie ihr letztes Zweitliga-Heimspiel für längere Zeit bestreiten würden. Dennoch waren sie zu Beginn die etwas aktivere Mannschaft. Die erste vielversprechende Gelegenheit erspielten sich dennoch die Gossauer, die allmählich besser in die Partie fanden; Peter Niffeler verfehlte allerdings das Tor. Die Gäste kontrollierten in der Folge das Geschehen und bekamen nach einer Intervention an Daniel Meier einen Penalty zugesprochen. Der gefoulte Spieler scheiterte zwar am gegnerischen Goalie, doch Youssouf Ouattara reagierte am schnellsten und traf im Nachschuss zum 1:0 für den FCG.

Nach der Pause bekundeten die Oberländer zwar sichtbar Mühe, das Spiel an sich zu reissen und brachten kaum mehr Offensivaktionen zustande. Weil sie gegen das insgesamt harmlose Heimteam wenigstens in der Defensive konzentriert zu Werke gingen und nicht allzu viel zuliessen, brachten sie den knappen Erfolg dennoch relativ sicher über die Runden.

Diessenhofen - Gossau 0:1 (0:1). – Tor: 33.Ouattara 0:1.

11. Juni: Uster siegt souverän

Dem FC Uster fehlt noch ein Sieg zum Aufstieg in die interregionale Zweitliga. Die zweitletzte Hürde auf dem Weg dahin hat er mit Bravour überwunden. Die Ustermer besiegten Phönix Seen auswärts dank einer durchwegs konzentrierten Leistung nämlich mühelos und deutlich 4:0. Oder wie Teammanager Kevin Plattner es formulierte: «Wir haben das Ganze sehr erwachsen heruntergespielt und nichts anbrennen lassen.»

Uster startet dominant

Eklatant war die Überlegenheit der Ustermer besonders in der ersten Hälfte des Startabschnitts. Schon in der vierten Minute hätte Nico Civelli nach einer Flanke von Florentino Da Silva den ersten Treffer erzielen können, doch schoss er stattdessen den gegnerischen Goalie ab. Genauer zielte Blazenko Klaric wenig später, als er ein Zuspiel von Denis Dzepo zum 1:0 verwandelte. Wiederum nur einige Minuten später klärte ein Seemer einen Schuss von Captain Lukas Rüegg auf der Linie und kurz darauf scheiterte Altin Ramabaja am gegnerischen Keeper. Nach einem weiteren der vielen Angriffe über die rechte Seite erhöhte Uster das Skore dank Dominik Cennerazzo, der einen Pass von Klaric verwertete, dann aber doch. In der Folge liess es der FCU ruhiger angehen, ohne dabei jemals in Bedrängnis zu geraten.

Sieg nie in Gefahr

Auch nach der Pause hatten die Ustermer alles unter Kontrolle. Hatten sie zwei gute Gelegenheiten erst noch verstreichen lassen, gelang Civelli nach einem Steilzuspiel von Gabriel Selmanaj das dritte Tor. Und nachdem dazwischen das äusserst harmlose Heimteam seinen ersten und bis zuletzt einzigen Schuss in Richtung gegnerisches Gehäuse abgegeben hatte, reüssierte auch noch Edeljoker Ruben Suarez. Am Ende hätte der Erfolg des Leaders gar noch höher ausfallen können; doch liess die Deutlichkeit des Verdikts auch so keine Fragen offen.

Phönix Seen - Uster 0:4 (0:2). – Tore: 6. Klaric 0:1. 20. Cennerazzo 0:2. 60. Civelli 0:3. 79. Suarez 0:4.

11. Juni: Volketswil ohne Chance

Es sieht gar nicht gut aus für den FC Volketswil. Nicht nur standen die Oberländer gegen die Schaffhauser Reserven auswärts auf verlorenem Posten und verloren gleich mit 1:7. Sie mussten auch zur Kenntnis nehmen, dass Töss, der direkte Gegner im Kampf um einen Platz über dem Strich, gegen Greifensee gewann und nun drei Punkte voranliegt. Noch schlimmer: Nach dem Sieg von Kilchberg-Rüschlikon in der anderen Zürcher Zweitliga-Gruppe ist davon auszugehen, dass selbst der viertletzte Platz zum Klassenerhalt nicht reichen würde, um der Verbannung in die dritte Liga zu entrinnen. Ein Sieg in der abschliessenden Partie gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Diessenhofen ist für Volketswil nun Pflicht und dürfte dennoch zu wenig sein für den Klassenerhalt. «Das ist eine bittere Pille», sagte FCV-Trainer Sebastian Marda, der sich nicht die Mühe machte, seine Niedergeschlagenheit verbergen zu wollen.

Volketswil nur kurz auf Augenhöhe

Das Fazit zum Spiel in Schaffhausen hatte Marda schnell gezogen. «Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war zu gross heute.» Schon die Startphase verschliefen die Volketswiler und das Heimteam lag nach einem Chip über die Abwehr hinweg schon nach wenigen Minuten in Führung. Danach waren die Gäste ihrem Gegner zwar eine Weile lang halbwegs ebenbürtig und erspielten sich ebenfalls einige Gelegenheiten. Einem Torerfolg wirklich nahe kamen sie aber nicht. Stattdessen mussten sie nach einem Zögern der Innenverteidigung den zweiten und gleich darauf auch noch den dritten Gegentreffer hinnehmen.

Nach der Pause inferior

Zwar vermochte Volketswil noch vor der Pause zu verkürzen, als Florentin Perez einen an Rafael Cellana verschuldeten Foulpenalty verwertete. Doch den Auftakt zu einer wundersamen Wende signalisierte dies nicht. Im Gegenteil: Im zweiten Abschnitt waren die Gäste noch weit überforderter als zuvor und kassierten bis zuletzt vier weitere Tore.

Schaffhausen 2 - Volketswil 7:1 (3:1). – Tore: 5. Zuliji 1:0. 37. Gashi 2:0. 44. Zuliji 3:0. 45. Perez (Foulpenalty) 3:1. 58. Sadik 4:1. 60. Suliji 5:1. 72. Alves 6:1. 75. Petrovic 7:1.

11. Juni: Greifensee zu harmlos

Der FC Greifensee muss auch eine Runde vor Schluss noch immer (leicht) um den Klassenerhalt zittern. Er fand auswärts gegen Töss nie so richtig ins Spiel und verlor 2:4. «Der Gegner hat das Glück auf seine Seite gezwungen und sich den Sieg damit verdient», sagte Elia Jenni. Beim Wort «Glück» dachte der FCG-Captain wohl insbesondere an die beiden fulminanten Distanzschüsse, mit denen die Winterthurer die Partie entscheidend zu ihren Gunsten beeinflussten.

FCG kommt oft zu spät

Greifensee bekundete zu Beginn sowohl in der Offensive als auch in der Defensive Mühe. Vorne wurden viele lange Bälle ins Nichts geschlagen und hinten kam man oft einen Schritt zu spät. Das Heimteam zeigte derweil einige gelungene Ballstafetten, war aber nicht mit einer von diesen, sondern mit einem Geschoss aus 25 Metern Entfernung ein erstes Mal erfolgreich. Severin Burkart hätte kurz darauf ausgleichen können, doch traf er solo das Tor nicht, nachdem er einen zu kurz geratenen Rückpass abgefangen hatte. Stattdessen musste der FCG nach einem Ballverlust und anschliessendem Konter das 0:2 hinnehmen. In der Folge hatten die Gäste ihre beste Phase und konnten verkürzen, als Patrick Schmid mit einem scharfen Zuspiel in die Mitte ein gegnerisches Eigentor provozierte. Wenig später hätte derselbe Spieler gar ausgleichen können, Sein Schuss landete jedoch knapp neben dem Tor.

Und noch ein Sonntagsschuss

Nach der Pause gedachte der FCG an seine unmittelbar zuvor gezeigte Leistung anzuknüpfen. Die Tössemer lähmten die Greifenseer Unternehmenslust aber sogleich mit einem weiteren Prachtstreffer aus grösserer Entfernung. In der Folge kam kaum noch Spielfluss auf. Der FCG war wohl mehrheitlich in Ballbesitz, vermochte daraus gegen das clever verteidigende Heimteam aber kein Kapital zu schlagen. Spätestens nach dem 4:1 für Töss, das nach einer Flanke fiel, bei der sich FCG-Keeper Nino Pintarelli verschätzte, war die Partie entschieden. Die Greifenseer gaben sich dennoch nicht auf und zeigten eine ansprechende Schlussphase. Noah Seiferts Tor zum 2:4 fiel allerdings erst in der Nachspielzeit und damit definitiv zu spät, um die Niederlage noch abwenden zu können.

Töss - Greifensee 4:2 (2:1). – Tore: 12. Petronijevic 1:0. 21. Yildiz 2:0. 36. Eigentor Braun 2:1. 50. Dobler 3:1. 80. 4:1. Dobler 92. Seifert 4:2.

4. Juni: Volketswil siegt deutlich

Der FC Volketswil hat im Kampf gegen den Abstieg ein deutliches Lebenszeichen ausgesendet. Er besiegte Wiesendangen dank einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause 4:2 und hält sich weiterhin knapp über dem Strich. Entsprechend gross war «nach den schwierigen Wochen mit sehr viel Negativität» die Freude bei Sebastian Marda. «Dank einer willensstarken Leistung haben wir den Bann gebrochen», frohlockte VolketswilsTrainer.

Frühe Führung

Die Volketswiler begannen zwar behäbig und hatten in den Startminuten nicht viel zu bestellen. Schon ihre erste Offensivaktion endete aber mit dem Führungstor, als Rafael Cellana einen Gegenstoss erfolgreich abschloss. Wiesendangen blieb aber das gefährlichere Team und machte Volketswil das Leben mit cleveren Positionswechseln schwer. Nachdem FCV-Goalie Ernst Salzmann eine erste hochkarätige Chance noch hatte vereiteln können, liess er einen mässig platzierten Schuss etwas unglücklich abprallen und konnte den Ausgleich der Gäste nicht mehr verhindern. Trotz leichter Überlegenheit der Wiesendanger blieb es bis zur Pause beim 1:1.

Volketswil dreht auf    

Nach einer laut Marda «deftigen Ansprache» kam das Heimteam deutlich geladener aus der Kabine. Es erhöhte den Druck und wurde umgehend dafür belohnt, als Zifer Ajdari auf der linken Seite durchbrach und regelwidrig gestoppt wurde; Florin Perez verwandelte den Penalty souverän. Und nur wenig später sorgte der FCV für ein spielerisches Highlight: Ajdari befreite sich in der eigenen Hälfte mithilfe einer Drehung und fand als Relais Perez. Dieser lancierte seinen schnellen Kollegen sofort steil, der zog los und bediente mit einem herrlichen Aussenristpass Luca Mercurio, der in die nahe Ecke zum 3:1 einschoss. Als Cellana wenig später einen weiteren, diesmal an Perez verschuldeten Foulpenalty verwandelte, war die Partie vorentschieden. Den Gästen gelang zehn Minuten vor Schluss zwar noch das zweite Tor, doch verteidigten die Volketswiler ihren Vorsprung trotz sichtlich zunehmender Müdigkeit bis zum Ende ohne grössere Probleme.

Volketswil - Wiesendangen 4:2 (1:1). – Tore: 8. Cellana 1:0. 24. 1:1. 48. Perez (Foulpenalty) 2:1. 55. Mercurio 3:1. 64. Cellana (Foulpenalty) 4:1. 82. 4:2.

4. Juni: Rüti ist Abstiegssorgen los

Die schwierige Saison des FC Rüti scheint doch noch ein versöhnliches Ende zu nehmen. Im Duell der beiden Interregio-Absteiger gegen Bassersdorf siegte er dank einer weiteren gelungenen Darbietung knapp 2:1 und sicherte sich damit mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auch den Klassenerhalt. «Dass wir den Turnaround geschafft haben, ist der Tatsache zu verdanken, dass wir Charakter gezeigt haben und als kämpferische Einheit aufgetreten sind», freute sich Tobias Küng, der derzeit verletzte Vize-Captain. Dank dieser Eigenschaften und der wieder gefundenen Torgefährlichkeit liegt Rüti als immerhin drittbeste Rückrunden-Mannschaft nun sechs Punkte über dem Strich und kann die letzten beiden Partien etwas ruhiger angehen.

Rüti legt früh vor

Beinahe hätten die Rütner einen denkbar schlechten Start in die Partie erwischt. Ähnlich wie unter der Woche gegen Töss kamen sie nämlich nur knapp um einen ganz frühen Rückstand herum. Diesmal war es allerdings nicht die Latte, die das erste Gegentor verhinderte, sondern Goalie Ognjen Jovanovic mit einer starken Parade. Und genau wie zuletzt trafen dafür die Rütner kurz darauf ein erstes Mal, als Edison Syla Jens Saethre bediente und dieser zum 1:0 einschoss. Danach hatten die Oberländer geringfügige Feldvorteile, sich nach einer halben Stunde auch im Resultat niederschlugen, als Edison Syla ein Zuspiel Harbin Osmanis in die Schnittstelle verwertete. Die Bassersdorfer liessen sich allerdings nicht unterkriegen und schafften noch vor der Pause das Anschlusstor.

Rüti verteidigt den Vorsprung      

In der zweiten Hälfte hatten die im Rückstand liegenden Gäste wenig überraschend leicht mehr vom Spiel, zu vielversprechenden Chancen kamen aber beide Teams nicht. Edsion Syla vergab eine, sein Bruder Taulant Syla traf nur die Latte und auf der anderen Seite rettete nach einem Schuss aus kurzer Distanz erneut Jovanovic mit einem Reflex. Und nachdem Saethre und der eingewechselte Paulo Alves den wohl vorentscheidenden dritten Treffer vergeben hatten, war Bassersdorf bei einem Lattenschuss dem Ausgleich noch einmal nahe. Doch schliesslich brachten die Rütner den knappen, aufgrund der grösseren Anzahl Torchancen aber beileibe nicht unverdienten Erfolg einigermassen sicher über die Runden.

Rüti - Bassersdorf 2:1 (2:1). – Tore: 4. Saethre 1:0. 30. E. Syla 2:0. 43. 2:1.

4. Juni: Gossau leistet Schützenhilfe

Euphorisch fiel das Resümee von Andreas Häsler nicht gerade aus. «Typisch Gossau», sagte der FCG-Trainer nach dem 2:0-Erfolg gegen die favorisierten Reserven des FC Schaffhausen. «Gegen solche Gegner gewinnen wir, aber gegen andere, die wir bezwingen müssten, tun wir es nicht.» Etwas grösser als bei Häsler dürfte die Freude indes beim FC Uster gewesen sein, der dem Aufstieg dank der Gossauer Schützenhilfe wieder nähergekommen ist. «Zwei Kisten Bier als Dankeschön reichen mir dafür aber nicht», flachste der Gossauer Coach und bewies damit, dass er sehr wohl Gefallen gefunden hatte an der Leistung seiner Mannschaft.

Munteres Hin und Her

Dazu hatte er auch allen Grund, denn der FCG zeigte eine durchwegs gute Partie. Oswaldo Van Dunem, einer von mehreren ganz jungen Spielern, die von Beginn weg aufliefen, bot sich schon in der zweiten Minute eine vielversprechende Chance, doch traf er bei seiner Direktabnahme den Ball nicht wunschgemäss. Und wenig später schoss Jonas Müller aus guter Position über das Ziel. Dann aber hatten die Oberländer Glück, als ein Schaffhauser alleine auf das Tor losziehen konnte, den Ball allerdings nur an den Pfosten setzte. In der Folge entwickelte sich ein munteres, hart umkämpftes Spiel, in dem beide Teams zu weiteren Chancen kamen. Auf der einen Seite rettete FCG-Goalie Marc Fankhauser zweimal gekonnt und auf der anderen Seite vergab Youssouf Ouattara per Kopf eine grosse Möglichkeit.

Gossau nutzt den Raum     

Ähnlich ausgeglichen verlief die zweite Hälfte, in der die Chancen indes nicht mehr allzu zahlreich waren. Oliver Meyer hatte eine für Gossau und die Gäste bekundeten noch einmal Pech bei einem Lattenschuss aus der Distanz. Die Entscheidung zugunsten Gossau fiel in der Schlussphase, als die zum Siegen verdammten Gäste mit immer offenerem Visier anrannten und den Gossauern Räume boten, die diese zu nutzen wussten. Erst traf Jonas Müller via Latte und Rücken des Gäste-Keepers zum 1:0 und danach machte Mario Limata in der Nachspielzeit den Deckel drauf.

Gossau - Schaffhausen 2 2:0 (0:0). – Tore: 84. Müller 1:0. 92. Limata 2:0.

4. Juni: Dübendorf unterliegt knapp

In einem ausgeglichenen Spiel auf technisch ansprechendem Niveau unterlag der FC Dübendorf Veltheim knapp 0:1. Beim Boxen wäre die erste Hälfte nach Punkten an den Gegner gegangen, die zweite jedoch an seine Mannschaft, fand FCD-Coach Luca Ferricchio. «Deshalb wäre ein Unentschieden aus meiner Sicht das gerechtere Resultat gewesen.» Weil die Dübendorfer in der Abwehr aber einmal zu oft unaufmerksam waren, wurde nichts aus dem Punktgewinn.

Dübendorf benötigt Anlaufzeit

Die Dübendorfer brauchten eine Weile, bis sie in die Partie fanden. In der Startviertelstunde jedenfalls war Veltheim das bessere Team, das auch die besseren Möglichkeiten hatte. Mindestens eine davon hätten die Gäste verwerten müssen, doch schoss einer von ihnen aus idealer Position über das Ziel. Der FCD stand in der Abwehr insgesamt zwar sicher, bekundete aber Mühe im Spiel nach vorne, weil die Offensivkräfte dabei oft alleine gelassen wurden. Ausser einer Chance nach einer knappen halben Stunde, die Marko Marjanovic vergab, brachte das Heimteam nicht allzu viel zustande. Die Winterthurer hingegen kamen dem ersten Tor kurz vor der Pause noch einmal nahe, als sie mit einem Kopfball scheiterten.

FCD einmal unaufmerksam          

Im zweiten Abschnitt agierte der FCD nach den Einwechslungen von Ali Hoti und Ricardo Da Silva spürbar offensiver. Er schlug ein höheres Tempo an, übernahm das Spieldiktat und erspielte sich Torgelegenheiten, die Marjanovic und Delil Ferati aber vergaben. Und weil die Dübendorfer Verteidigung bei einem Gegenangriff einmal zu wenig konsequent zur Sache ging, stand es eine knappe Viertelstunde vor Schluss plötzlich 0:1. Ferati hätte dem FCD anschliessend wenigstens noch ein Remis bescheren können, doch traf er nach einer Flanke von Daniel Angliker aus fünf Metern statt ins Netz den Kopf des gegnerischen Goalies.

Dübendorf - Veltheim 0:1 (0:0). – Tor: 78. Cecchini 0:1.

4. Juni: Greifensee erwacht zu spät

Der FC Greifensee hat es verpasst, sich den Ligaerhalt vorzeitig zu sichern. Er kam nach einem Dreitore-Rückstand zur Pause einem Unentschieden zwar noch nahe, musste sich am Ende Phönix Seen aber 3:4 geschlagen geben. «Wir haben die erste Hälfte definitiv verschlafen», sagte FCG-Captain Elia Jenni. «So darfst du dich nachher natürlich nicht ärgern, wenn es nicht mehr zu einem Punktgewinn reicht.»

Kaltschnäuzige Gäste

Die Greifenseer waren von Beginn weg um einen gepflegten Spielaufbau und flache Zuspiele bemüht. Dies gelang ihnen zwar ganz ordentlich, doch fehlte in ihren Aktionen der Zug aufs Tor. Ganz anders die Gäste aus Winterthur, die schnell umschalteten und aufgrund der mangelnden Abstimmung in der Greifenseer Defensive immer wieder gefährliche Schnittstellenpässe anbringen konnten. Und weil sie sich auch noch als kaltblütig erwiesen, trafen sie auf diese Weise in der ersten Viertelstunde gleich zweimal ins Schwarze. Das Heimteam kam in der Offensive auch danach kaum zur Geltung, schaffte nach einem Freistoss und einem spektakulären Seitfallrückzieher von Patrick Ley aber dennoch den Anschluss zum 1:2. Der FCG schien die Partie nun besser unter Kontrolle zu haben, doch täuschte dies. Nach einer eigenen Ecke sowie einem Ballverlust im Mittelfeld musste er sich bis zur Pause nämlich noch zwei weitere Male von den schnellen Gäste-Angreifern düpieren lassen.

Vergebliche Aufholjagd     

Im zweiten Abschnitt war alles anders. Greifensee ging ruhig und entschlossen zu Werke, während bei den Winterthurern die Lust am Spielen nicht mehr allzu gross war. Levin Brunner glückte denn auch bald das zweite Tor für den FCG und auch danach lief die Partie nur noch in eine Richtung. Es dauerte indes bis eine Viertelstunde vor Schluss, ehe der eingewechselte Oliver Rinderknecht aus spitzem Winkel zum 3:4 verkürzte. In der Schlussphase fehlten den Greifenseern jedoch Kraft und Mittel, um die längst nur noch verteidigenden Gäste unter Druck zu setzen und auch noch Ausgleich zu erzwingen.

Greifensee - Phönix Seen 3:4 (1:4). – Tore: 10. 0:1. 15. 0:2. 28. Ley 1:2. 34. 1:3. 40. 1:4. 53. Brunner 2:4. 75. Rinderknecht 3:4.

4. Juni: Uster trifft das Tor nicht

Der FC Uster spielte Diessenhofen zwar geradezu an die Wand und erarbeitete sich Gelegenheiten zuhauf. Der Leader schaffte es aber nicht, auch nur eine einzige davon zu verwerten und musste sich gegen den Tabellenvorletzten mit einem 0:0 bescheiden. Etienne Scholz mochte nicht nach Ausreden suchen. Dass sie sich derart viele Möglichkeiten erspiele, spreche zwar für seine Mannschaft. «Aber dass wir kein Tor geschossen haben, ist kein Pech, sondern Unvermögen», sagte der FCU-Trainer. Weil Verfolger Schaffhausen 2 anschliessend dem FC Gossau unterlag, blieb der Ausrutscher für den Leader aber ohne Folgen. Zwei Runden vor Schluss liegen die Ustermer nun gar wieder mit einem Punkt Vorsprung an der Spitze.

FCU vergibt Chancen en masse

Die Dominanz der Ustermer gegen die wie gewohnt tapfer verteidigenden Diessenhofer war von Beginn weg eklatant und die Torgelegenheiten zahlreich. Bereits in der zweiten Minute hätte sich der FCU die Aufgabe mit einem frühen Tor deutlich leichter machen können, doch verfehlte Blazenko Klaric per Kopf das Ziel. Wenig später hätte der erste Treffer nicht nur fallen können, sondern müssen. Can Bozkir zog jedoch den Schuss aus spitzem Winkel einem Pass auf den vor dem leeren Tor wartenden Ruben Pinnelli vor. Nachdem Klaric den Ball gleich zweimal nicht am gegnerischen Goalie vorbeigebracht hatte, glich sich das Geschehen zwar kurzzeitig aus. Dann aber vergaben Patrick Schlatter aus der Distanz und Bozkir weitere gute Chancen für Uster. Und unmittelbar vor der Pause verpasste abermals Bozkir aus bester Position das Ziel.

Uster sündigt weiter    

Auch in der zweiten Hälfte blieb die Überlegenheit Usters ähnlich drückend wie die nachmittäglichen Temperaturen. Klaric sündigte aber weitere drei Male, Gabriel Selmanaj war ebenfalls mehrmals kein Erfolg beschieden und auch der eingewechselte Ruben Suarez fand seinen Meister zweimal im Gäste-Keeper Christian Keller, dem mit Abstand besten Mann auf dem Platz. «Jeder meiner Angreifer hätte heute mindestens zwei Tore erzielen müssen», fasste Scholz das Festival der vergebenen Möglichkeiten zusammen. Zum Schluss mussten die Ustermer, die ihre Abwehr zuletzt ziemlich entblössten, gar noch froh sein, das Feld nicht als Verlierer zu verlassen. Erst trafen die Diessenhofer nämlich nur die Torumrandung und danach rettete FCU-Torhüter David Sugar mit seiner Intervention wenigstens den einen Zähler.

Uster - Diessenhofen 0:0.

4. Juni: Brüttisellen verliert und steigt ab

Was sich nach der komplett missratenen Vorrunde längst abgezeichnet hat, steht nun auch offiziell fest: Der FC Brüttisellen-Dietlikon steigt ab. Das Schlusslicht verlor gegen Töss nach einer Zweitore-Führung noch 2:3 und muss vier Jahre nach seinem Aufstieg den Gang zurück in die dritte Liga antreten. Zu schockieren vermochze diese Vollzugsmeldung Stipe Kelava selbstredend nicht mehr. «Doch die Art und Weise, wie es heute passiert ist, tut schon weh», sagte der Brüttiseller Co-Trainer. Ein weiteres Mal sei seine Mannschaft einem Gegner fussballerisch und taktisch ebenbürtig überlegen gewesen und hätte schon zur Halbzeit vorentscheidend führen müssen. «Doch wir haben es geschafft, einen Toten zum Leben zu erwecken.»

Brüttisellen legt vor

Die Brüttiseller starteten mitnichten wie ein abgeschlagener Tabellenletzter und waren zunächst klar besser als die ebenfalls abstiegsgefährdeten Tössemer. Sie agierten ruhig und fanden wiederholt Wege, um sich dem gegnerischen Pressing zu entziehen und die Gäste unter Druck zu setzen. Nach einer knappen halben Stunde schlugen sich die Vorteile auch im Resultat nieder, als Joel Evangelisti einen Angriff erfolgreich zum 1:0 abschloss. Und nur wenig später erhöhte der FCB gar; João Pereira verwandelte einen Penalty, nachdem er selbst einen zu kurz geratenen Rückpass erlaufen hatte und im Strafraum gefoult worden war. Derselbe Spieler hätte unmittelbar darauf auch gleich den womöglich vorentscheidenden Treffer markieren können, doch zielte er alleine vor dem gegnerischen Tor zu ungenau.

Eigentor leitet Wende ein

Stattdessen verkürzte auf der anderen Seite Töss fast aus dem Nichts, als Captain Arbin Adili eine Flanke unglücklich ins eigene Tor ablenkte. Dies war der Anfang vom Ende für die Brüttiseller, denn nach der Pause kamen die Winterthurer besser ins Spiel und nach einer Ecke auch bald zum Ausgleich. Zwar boten sich Pereira und später Marco Rosa Möglichkeiten zur erneuten Führung für das Heimteam. Entschlossener und vor allem cleverer war im zweiten Abschnitt aber der FC Töss, so dass es nicht überraschte, dass ihm kurz vor Schluss auch noch das für ihn eminent wichtige 2:3 glückte.

Brüttisellen-Dietlikon - Töss 2:3 (2:1). – Tore: 28. Evangelisti 1:0. 38. Pereira (Foulpenalty) 2:0. 44. Adili (Eigentor) 2:1. 54. Yildiz 2:2. 85. Nuhiji 2:3.

1. Juni: Rüti deklassiert Töss

Aufatmen beim FC Rüti: Der Oberländer Zweitligist setzte sich gegen Töss dank lange nicht gesehener Effizienz allzu deutlich 6:1 durch und entledigte sich damit der ärgsten Abstiegssorgen. Noch sei nichts entschieden, mahnte Lars Grimm zwar. «Doch das war sicher ein Meilenstein auf dem Weg zum Ligaerhalt», sagte der Assistenztrainer der Rütner, die drei Runden vor Schluss nun sechs Punkte über dem Strich liegen.

Rüti nützt seine Chancen

Im Duell mit den noch tiefer im Abstiegsstrudel steckenden Tössemern erwischten der FCR einen Auftakt nach Mass. Zwar trat er keinesfalls dominant auf und bekundete schon in der ersten Minute Glück, als Töss nur die Latte traf. Doch im Gegensatz zu den Winterthurern, die in der Starthalbstunde noch weitere Male an Rütis Keeper Stefan Calendo oder an sich selbst scheiterten, nützten die Gäste ihre Möglichkeiten kaltblütig aus und waren in kurzer Zeit gleich dreimal erfolgreich. Zuerst verwertete Jens Saethre Osmani ein Zuspiel von Deni Ochchaev, das wohl als Schuss gedacht gewesen war. Später traf Edison Syla nach einem Pass von Jens Saethre und gleich darauf erhöhte derselbe Spieler nach Vorarbeit seines Bruders Taulant Syla auf 3:0. Danach liess der FCR im Gefühl des vermeintlich sicheren Vorsprungs allerdings merklich nach, so dass Töss bald verkürzen konnte. Und kurz vor der Pause hätten sich die Rütner nicht beklagen dürfen, wäre ein Handspenalty gegen sie verhängt worden. «Wäre da das Anschlusstor gefallen, wäre es ein heisses Spiel geworden», war sich Grimm der Bedeutung des ausbleibenden Pfiffs bewusst.

Doppelschlag entscheidet endgültig

Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Die Bemühungen der Tössemer verliefen nun aber mehrheitlich im Sand. Zielstrebiger und effizienter war weiterhin der FCR, der nach einer Stunde zwei weitere schnelle Tore durch Osmani und Taulant Syla nachlegte. Damit war die Entscheidung gefallen, denn das Heimteam ging zwar in der Folge noch rustikaler zu Werke als zuvor schon, die Lust am Spielen schien ihm aber allmählich abhanden zu kommen. So fiel es den Rütnern nicht schwer, das komfortable Polster zu verteidigen. Fast mit dem Schlusspfiff gelang Edison Syla gar noch sein dritter persönlicher Treffer zum Endstand von 6:1.

Töss - Rüti 1:6 (1:3). – Tore: 5. Saethre 0:1. 18. E. Syla 0:2. 20. E. Syla 0:3. 30. Yildiz 1:3. 59. Osmani 1:4. 61. T- Syla 1:5. 90. E. Syla 1:6.

29. Mai: Brüttisellen holt einen Punkt

Der FC Brüttisellen-Dietlikon hat es nicht geschafft, mit einem Sieg auswärts gegen Phönix Seen nach dem letzten Strohhalm zu greifen. Der abgeschlagene Tabellenletzte kämpfte sich zwar nach einem Zweitore-Rückstand zur Pause zurück und sicherte sich noch ein 2:2. Um dem Abstieg noch entgehen zu können, ist dieses Resultat aber zu wenig. Victor Dionisio, der durchblicken liess, dass er nach dieser Saison als Trainer nicht weitermachen wird, freute sich dennoch: «Wir haben heute und in der gesamten Rückrunde bewiesen, dass wir ausser mit Schaffhausen mit jedem Gegner mithalten können. Wir gehören ins Mittelfeld der Liga.»

Brüttisellen in Geberlaune

Mitnichten zweitligawürdig war aus Sicht der Brüttiseller allerdings der Auftakt der Partie in Winterthur. Der FCB, der in der Abwehr in gezwungenermassen in veränderter Formation antrat, patzte schon nach wenigen Minuten ein erstes Mal im Spielaufbau und ermöglichte Phönix mit einem fatalen Rückpass das 1:0. Und nur wenig später leistete sich Brüttisellen einen weiteren Fehler, den das kaltblütige Heimteam wiederum ausnutzte. Selbst waren die Gäste zwar um einen gepflegten Spielaufbau bemüht; dieser endete aber zumeist kurz nach der Mittellinie und führte zu keinerlei Torgelegenheiten.

Almeida trifft zweimal

Nach der Pause verstärkten die Brüttiseller gegen die pomadig werdenden Seemer, die sich offenbar in falscher Sicherheit wiegten, den Druck. Als nach einer Ecke ein Kopfball den Arm eines Phönix-Verteidigers traf, kamen sie denn auch zu einem Penalty, den João Almeida zum 1:2 verwandelte. Und nur zwei Minuten später war derselbe Spieler zur Stelle, als ein gegnerischer Verteidiger einen Rückpass spielte, der in seiner Inferiorität demjenigen vor dem ersten Treffer in nichts nachstand – 2:2. Der Rest war laut Phönix-Captain Volkan Aydin «Fussball auf Dritt- oder gar Viertliga-Niveau» bar weiterer nennenswerter Vorkommnisse.

Phönix Seen - Brüttisellen-Dietlikon 2:2 (2:0). – Tore: 10. Gjukaj 1:0. 19. Von Arx 2:0. 65. Almeida (Handspenalty) 2:1. 67. Almeida 2:2.

29. Mai: Greifensee siegt nach Startschwierigkeiten souverän

Nach fünf aufeinanderfolgenden Partien ohne Vollerfolg hat es endlich wieder einmal geklappt für den FC Greifensee. Der FCG bekundete in Diessenhofen zwar Mühe, ins Spiel zu finden. Als er aber erst einmal in Führung lag, erfüllte er die traditionell unangenehme sonntagmorgendliche Aufgabe im Thurgau mit Bravour und gewann klar 3:0. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Strich haben sich die Greifenseer wohl auch aller Abstiegssorgen entledigt.

FCG nutzt die ersten beiden Chancen

Ob es an der ungewöhnlich frühen Anspielzeit lag, dass die Greifenseer zunächst etwas neben den Schuhen standen? Jedenfalls war das Heimteam zu Beginn die klar bessere Mannschaft und erspielte sich auch Chancen, um das Skore zu eröffnen. Nur seiner Inkonsequenz im Abschluss und FCG-Goalie Paulo Da Costa war es zu verdanken, dass Greifensee die Startviertelstunde unbeschadet überstand. Danach blieb Diessenhofen zwar häufiger in Ballbesitz, doch kamen die Greifenseer allmählich besser auf. Und der FCG hatte gleich bei seinem ersten vielversprechenden Angriff Glück: Nach einem gegnerischen Ballverlust initiierte er einen schnellen Gegenstoss, der damit endete, dass ein Diessenhofer einen Querpass ins eigene Tor bugsierte. Nur wenig später erhöhte Tobias Niklaus wiederum nach einem gekonnt vorgetragenen Konter und einem Doppelpass mit Burkart gar auf 2:0.

Nicht mehr in Bedrängnis geraten

Nach der Pause waren die Thurgauer bemüht, ins Spiel zurückzufinden. Die Greifenseer verteidigten sich jedoch geschickt und gestanden dem Gegner kaum noch Chancen zu. Dafür blieben sie mit ihren Gegenstössen gefährlich. Einer von diesen lancierten sie über die linke Seite und Patrick Schmid, der Burkart bediente, welcher den Ball via Pfosten ins Tor schlenzte. Damit war der Widerstand des Tabellenvorletzten gebrochen, sodass es den Gästen ein Leichtes war, den lange erdauerten Sieg einzufahren.

Diessenhofen - Greifensee 0:3 (0:2). – Tore: 21. Eigentor Diessenhofen 0:1. 29. Niklaus 0:2. 63. Burkart 0:3.

28. Mai: Volketswil verliert deutlich

Der FC Volketswil war auswärts gegen Veltheim weit davon entfernt, seine Lage im Kampf gegen den Abstieg zu verbessern. In der ersten Hälfte vermochte er gegen die drittplatzierten Winterthurer zwar noch so gut dagegenzuhalten, dass es torlos in die Pause ging. Danach aber hatten die Volketswiler nichts mehr zu bestellen und unterlagen deutlich 1:4. «Moralisch muss jetzt etwas gehen», fordert Trainer Sebastian Marda. «Wir müssen endlich den Finger raus- und den Abstiegskampf annehmen.»

Volketswil anfangs ebenbürtig

Dem FCV gelang es zunächst, die Partie ausgeglichen zu gestalten, und er erspielte sich auch einige (Halb-)Chancen. Cédric Nef etwa gab schon früh einen Schuss ab und Rafael Cellana verpasste einmal nach einer Ecke das Ziel per Kopf nur knapp und schoss später nach einem Dribbling zu schwach. Gefährlicher waren indes die Veltheimer, die wiederholt über ihre Flügel attackierten und dann Abnehmer in der Mitte suchten. Aber entweder waren die Volketswiler Verteidiger oder Torhüter Thierry Ursprung aufmerksam genug, um den erfolgreichen Torschuss zu verhindern, oder das Heimteam vergab die Gelegenheit gleich selbst.

Gegenwehr erlahmt

Nach einer knappen Stunde war es um die nachlassenden Volketswiler aber geschehen. Ein Verteidiger unterlief eine der vielen gegnerischen Flanken, sodass ein am zweiten Pfosten wartender Veltheimer keine Mühe hatte, das erste Tor zu erzielen. Und nur eine Minute später stand es nach einer ganzen Reihe von Fehlern in der FCV-Abwehr bereits 0:2. Zu einer Reaktion waren die Gäste nicht imstande; bis zuletzt mussten sie gar zwei weitere Treffer hinnehmen. Dass Volketswil kurz vor Schluss auch noch ein Tor gelang – Cellana markierte es per Foulpenalty –, verkam zur Randnotiz.

Veltheim - Volketswil 4:1 (0:0). – Tore: 58. Michienzi 1:0. 59. Cecchini 2:0. 69. Surlici 3:0. 77. Michienzi 4:0. 86. Cellana (Foulpenalty) 4:1.

28. Mai: Gossau gibt Zweitore-Vorsprung preis und verliert

Für Andreas Häsler war schnell klar, woran es gelegen hatte. «Hätten wir während unserer Druckperiode das dritte Tor erzielt, hätten wir sie geknackt», sagt der Trainer des FC Gossau. So aber büsste seine Mannschaft den schönen Zweitore-Vorsprung bald ein und unterlag dem über weite Strecken stark spielenden FC Wiesendangen auswärts schliesslich 2:4.

Gossau verpasst frühe Vorentscheidung

Die Gossauer mussten in den Startminuten laut Häsler «brutal unten durch» und hatten – etwa bei einem gegnerischen Pfostenschuss – Glück, nicht früh in Rückstand zu geraten. Dann aber erwachten sie und gingen bei erster Gelegenheit selbst in Führung, als Jari Fankhauser nach einer Balleroberung loszog und kaltblütig vollendete. Wenig später traf derselbe Spieler gleich noch einmal, indem er einen Corner in voller Absicht direkt verwandelte. Auch danach blieben die Oberländer am Drücker, sie verpassten es in dieser Phase aber, ihre Führung womöglich vorentscheidend auszubauen. Alleine Alessio Perot hätte zweimal treffen können, doch vergab er ebenso wie Jonas Müller per Kopf. Die Strafe für das Auslassen der Chancen folgte auf dem Fuss: Nach einem Prellball zweier Verteidiger stand ein Wiesendanger alleine vor dem Tor und verkürzte. Und noch vor der Pause glich das Heimteam nach einem kapitalen Ballverlust der Gossauer aus.

Wiesendangen nach der Pause besser

Im zweiten Abschnitt fand der FCG nicht mehr in die Partie zurück. Die schnellen Wiesendanger Angreifer, die bis dahin bei den Gossauer Verteidigern gut aufgehoben gewesen waren, sorgten bald nach der Pause für die erstmalige Führung des Heimteams. Fankhauser bot sich zwar noch einmal die Gelegenheit zum Ausgleich, doch brachte er einen Querpass nicht im Tor unter. In der Folge aber hatte Wiesendangen das Spiel unter Kontrolle und spätestens nach dem dritten persönlichen Treffer von Tobias Meli zum 4:2 gab es für den FCG nichts mehr zu holen.

Wiesendangen - Gossau 4:2 (2:2). – Tore: 15. J. Fankhauser 0:1. 21. J. Fankhauser 0:2. 36. Meli 1:2. 43. Meli 2:2. 53. Huber 3:2. 72. Meli 4:2.

28. Mai: Dübendorf gewinnt auf Umwegen

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht: Nachdem der FC Dübendorf in Bassersdorf endlich in Führung gegangen war, verpasste er es mehrfach, diese vorentscheidend auszubauen und kassierte drei Minuten vor Schluss prompt den Ausgleich. «Ich wollte gehen und war mit den Gedanken schon am Wurststand», sagte Luca Ferricchio, Der FCD-Trainer, der bereits zuvor ob der vergebenen Chancen der Verzweiflung nahe war, tat es aber nicht und sah, wie seine Schützlinge dank zweier Treffer in der Schlussphase doch noch 3:1 gewannen.

FCD verpasst Führung

Die Dübendorfer diktierten die Partie gegen das ersatzgeschwächte Heimteam von Beginn weg. Mit dem häufigen Ballbesitz wussten sie zunächst aber wenig anzufangen, weil sie zu unpräzise agierten und der berühmte letzte Pass fehlte. Gelegenheiten, in Führung zu gehen, boten sich dem FCD gegen die harmlosen Bassersdorfer, die den Ball oft nur weit nach vorne schlugen, aber dennoch. Marko Marjanovic reüssierte aber ebenso wenig wie Delil Ferati, der gleich zweimal zu mittig abschloss.

Dübendorf kann noch einmal reagieren

Nach der Pause erhöhten die Gäste den Druck. Und nachdem Marjanovic gleich drei weitere dicke Möglichkeiten ausgelassen hatte – einmal scheiterte er solo vor dem gegnerischen Keeper – gingen sie endlich auch in Führung. Der eingewechselte Avni Shahinaj traf zu dieser, indem er einen Eckball von Eldin Omerovic per Kopf verwertete. Der FCD hatte auch danach alles im Griff, sah sich aber trotz weiterer Gelegenheiten für Marjanovic und Angliker ausserstande, seinen Vorsprung auszubauen. Es kam, wie es kommen musste: Nach einem Ballverlust von Omerovic im Mittelfeld und einer abgelenkten Flanke stand es kurz vor dem Abpfiff urplötzlich 1:1. Ausgerechnet Marjanovic, der laut Ferricchio «heute sechs Tore hätte schiessen müssen», traf in den Schlussminuten aber doch noch zweimal und bewahrte seinen Trainer womöglich vor einem Nervenzusammenbruch.

Bassersdorf - Dübendorf 1:3 (0:0). – Tore: 67. Shahinaj 0:1. 87. 1:1. 89. Marjanovic 1:2. 92. Marjanovic 1:3.

28. Mai: Uster unterliegt Schaffhausen klar

Der FC Uster hat es verpasst, im Aufstiegsrennen für eine Vorentscheidung zu sorgen. Er verlor das direkte Duell gegen Verfolger Schaffhausen 2 deutlich 1:4 und liegt drei Runden vor Schluss nur noch aufgrund der geringeren Anzahl Strafpunkte an der Tabellenspitze. «Komplett niedergeschlagen» sei man deswegen nicht, sagte Usters Teammanager Kevin Plattner. «Denn wir wissen, dass wir es noch immer in den eigenen Füssen haben.» Überdies widerspiegle das klare Ergebnis nicht, dass die Leistung der Ustermer gegen die Schaffhauser Reserven durchaus gestimmt habe.

Uster reagiert auf Rückstand

Was bei den Ustermern wieder einmal nicht stimmte, war hingegen der Start in die Partie. Nachdem die Abwehr nicht konsequent genug zu Werke gegangen war, lagen sie nämlich schon nach vier Minuten im Rückstand. Der FCU vermochte jedoch zu reagieren und kam dem Ausgleich zweimal nahe, als erst ein Tor von Blazenko Klaric zum Verblüffen der Ustermer aberkannt wurde und danach Florentin Da Silva aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss. Spätestens ab der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts übernahmen die Gäste das Spieldiktat endgültig und wurden für ihre Bemühungen auch belohnt, als Denis Dzepo eine Flanke von Gabriel Selmanaj per Kopf zum 1:1 verwandelte. Klaric hätte Uster noch vor der Pause gar in Führung bringen können, doch scheiterte er alleine vor dem gegnerischen Torhüter.

Doppelschlag entscheidet

Auch nach dem Seitenwechsel schien Uster die Mannschaft zu sein, der man den zweiten Treffer eher zutraute; Patrick Schlatter etwa vergab eine gute Gelegenheit. Nach einer Stunde und einem Fehler im Stellungsspiel lagen die Ustermer jedoch unvermutet wieder im Rückstand. Und nur wenig später liess sich FCG-Keeper André Schmid, nachdem er bei einem Pass in die Tiefe zu zögerlich agiert hatte, von einem Lob düpieren. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Ustermer nicht mehr und nach dem 4:1, einem herrlichen Schuss aus grosser Entfernung, gab es keine Zweifel mehr am Erfolg der jungen Schaffhauser.

Schaffhausen 2 - Uster 4:1 (1:1). – Tore: 5. 1:0. 38. Dzepo 1:1. 62. 1:1. 65. 3:1. 74. 4:1.

22. Mai: Rüti bezwingt Dübendorf klar

Der FC Rüti hat sich im Strichkampf etwas Luft verschafft. Die Oberländer bezwangen den FC Dübendorf auch dank eines lupenreinen Hattricks von Edison Syla ebenso verdient wie deutlich 4:1. «Wenn wir so wie heute unser Spiel machen, sollte mit dieser Mannschaft eigentlich nichts anbrennen», gab sich Rütis Captain Tobias Küng danach hinsichtlich Ligaerhalt optimistisch. Nicht zum ersten Mal hart ins Gericht mit seinen Schützlingen ging derweil Luca Ferricchio: «Nach der Pause waren wir zwar mit den Körpern auf dem Platz, aber mit dem Geist waren wir irgendwo anders», sagte der FCD-Trainer zum pittoyablen Auftritt seines Teams im zweiten Abschnitt.

Dübendorf kann reagieren

In der ersten Hälfte war die Partie noch ziemlich ausgeglichen gewesen. Die Rütner starteten zwar mit leichten Vorteilen, die erste grosse Gelegenheit erarbeiteten sich aber die Dübendorfer. Ivan Sisic vergab die Chance, die sich ihm bot, nachdem Rütis Keeper Stefano Calendo den Abschluss von Marko Marjanovic noch hatte entschärfen können, aber eher kläglich. Zielsicherer war auf der anderen Seite kurz darauf Flavio Milano, der einen sehenswerten Angriff mit dem 1:0 für Rüti abschloss. Wenig später hätte Edison Syla die Führung ausbauen können, doch fiel sein Schuss aus der Drehung zu harmlos aus. Danach kamen die Gäste etwas besser in Fahrt und glichen noch vor der Pause aus, als Ricardo Da Silva nach einem Pfostenschuss von Marjanovic zur Stelle war.

Hattrick von Edison Syla

Nach dem Seitenwechsel ging bei den Dübendorfern aus unerfindlichen Gründen rein gar nichts mehr. Schon nach wenigen Minuten konnte Edison Syla nach einem Steilzuspiel seines Bruders Taulant Syla alleine auf FCD-Goalie Labinot Bytyci losstürmen und überlupfte diesen gekonnt. Und wiederum nur kurz darauf doppelte derselbe Spieler mit einem Schlenzer zum 3:1 nach. Diesen Vorsprung zu verteidigen, war für die Rütner gegen die indisponierten Gäste danach ein Leichtes – zumal der offenbar polysportive Dübendorfer Dominic Lima auch noch die Sportarten verwechselte und nach einem Boxschlag in den Bauch von Taulant Syla mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Kurz vor Schluss vollendete Edison Syla mit dem Treffer zum 4:1 gar noch seinen Hattrick.

Rüti - Dübendorf 4:1 (1:1). – Tore: 20. Milano 1:0. 39. Da Silva 1:1. 48. E. Syla 2:1. 56. E. Syla 3:1. 89. E. Syla 4:1.

22. Mai: Ein willkommenes Unentschieden für Gossau

Es gebe Spiele gegen starke Gegner, in denen man einen Punkt gerne nehme, sagte Gossaus Trainer Andreas Häsler. Genau so eine Partie war diejenige seines Teams gegen Veltheim. Die Winterthurer führten die feinere Klinge und erspielten sich vor allem vor der Pause mehr vielversprechende Gelegenheiten als die Oberländer – aber am Ende mussten sie sich trotzdem mit einem 2:2 zufrieden geben.

Gossau führt früh

Der FCG fand sich in der Begegnung zwischen den beiden Strafpunktekönigen der Zweitliga-Gruppe 2 zu Beginn bestens zurecht. Schon seine erste Möglichkeit vermochte er zur Führung zu nutzen, als Alessio Perot einen gechippten Pass von Jonas Müller per Kopf verwertete. Danach ging bei den Gossauern aber nicht mehr viel. Die Gäste übernahmen das Spieldiktat und kamen nach einem gegnerischen Ballverlust folgerichtig und bald zum Ausgleich. Und nach einem verlorenen Kopfballduell lagen die Gossauer nach einer guten halben Stunde gar im Hintertreffen. Wenigstens erhöhte sich der Rückstand trotz spielerischer Überlegenheit der Veltheimer bis zur Pause nicht.

Veltheim näher am Sieg

Im zweiten Abschnitt dauerte es nicht lange, bis das Heimteam dank eines Tores von Roman Gachnang ausglich. In der Folge schienen die Akteure der Hitze allmählich Tribut zu zollen; jedenfalls nahmen beide Teams ordentlich Tempo aus dem Spiel. Der FCG hatte zwar noch eine Chance durch Perot, der zu überhastet abschloss. Mehr vom Spiel hatten aber weiterhin die Veltheimer, die wiederholt gefährlich vor dem Gossauer Tor auftauchten. Wenige Minuten vor Schluss hätten die Winterthurer nach einem schlimmen Ballverlust eigentlich treffen müssen, doch schoss ein Veltheimer alleine vor FCG-Keeper Marc Fankhauser am Ziel vorbei. Auf der anderen Seite wäre Youssouf Ouattara in der Nachspielzeit beinahe noch der Lucky Punch geglückt. Doch das wäre für Gossau des Guten etwas gar viel gewesen.                                               

Gossau - Veltheim 2:2 (1:2). – Tore: 9. Perot 1:0. 21. Surlici 1:1. 32. Surlici 1:2. 49. Gachnang 2:2.

22. Mai: Erster Heimsieg für Brüttisellen

Im elften Anlauf hat es endlich geklappt: Der FC Brüttisellen-Dietlikon hat ein Heimspiel gewonnen! Im Duell der beiden Letztplatzierten, das der Affiche punkto Qualität durchaus entsprach, setzte sich das Schlusslicht gegen Diessenhofen 2:1 durch. Während die Lage für die Thurgauer damit noch düsterer geworden ist, haben die abgeschlagenen Brüttiseller den sicher scheinenden Abstieg um mindestens eine Woche herausschieben können.

Senn sagt Danke

Die Zuschauer in Brüttisellen sahen von Beginn weg kaum Erbauliches. Die Gäste zeigten sich wohl ein wenig aktiver und waren häufiger in Besitz des Balles, allzu viel anzufangen wussten sie mit diesem aber nicht. 25 Minuten lang war die Partie ein Geplänkel, das sich vorwiegend im Mittelfeld abwickelte. Bis der Diessenhofer Goalie einen Querpass spielte, von dem sich sein Mitspieler nicht angesprochen fühlte. FCB-Angreifer Roman Senn war wach genug, um das Zuspiel abzufangen, und schob zum 1:0 ins verlassene Tor ein. Die Führung verlieh den Brüttisellern allerdings keine Sicherheit. Sie agierten zögerlich und mussten froh sein, dass sich die Gäste trotz mehrheitlichem Ballbesitz als harmlos erwiesen.

FCB in Überzahl wenig souverän

Auch nach der Pause tat Diessenhofen mehr fürs Spiel und der FCB verlegte sich auf das Kontern. Und nachdem die Thurgauer durch eine gelb-rote Karte dezimiert worden waren, war er mit einem solchen Gegenstoss, den João Pereira abschloss, auch erfolgreich. Danach verpasste es der FCB aber, in Überzahl die Führung souverän zu verteidigen, und musste nach einem Missverständnis zwischen Goalie Yanick Hirzel und Gianluca Merlo den Anschlusstreffer hinnehmen. Auch danach agierte das Heimteam wenig stilsicher und vergab zudem in den Schlussminuten gleich mehrmals das siegsichernde dritte Tor. Dennoch brachte Brüttisellen den ersten Heimsieg vor eigenem Anhang am Ende einigermassen mühelos ins Trockene.

Brüttisellen-Dietikon - Diessenhofen 2:1 (1:0). – Tore: 25. Senn 1:0. 65. Pereira 2:0. 70. Merlo (Eigentor) 2:1.  

21. Mai: Uster lässt Federn

Der FC Uster musste sich zuhause gegen den FC Wiesendangen mit einem 3:3 bescheiden. Zwar zeigte er vor allem in der ersten Hälfte eine ansprechende Leistung und liess seine Qualitäten zumindest sporadisch aufblitzen. «Dass wir aber gleich drei Gegentore auf teils ärgerliche Art und Weise erhalten, das geht gar nicht», ereiferte sich Kevin Plattner. Die Stimmung des Teammanagers dürfte sich jedoch aufgehellt haben, als er das Resultat aus Greifensee erfuhr. Weil Verfolger Schaffhausen seine dortige Partie ebenfalls nicht gewann, vermochte Leader Uster seinen Dreipunkte-Vorsprung vor der Direkt-Begegnung am nächsten Samstag nämlich trotz des Punkteverlusts zu halten.

FCU dreht Rückstand

Der FCU musste nach einer Aktion, bei der sich die gesamte Abwehr nicht mit Ruhm bekleckerte, schon früh einem Rückstand hinterherlaufen. Danach war das Heimteam zwar bemüht, agierte aber zunächst zu zaghaft. Dies änderte sich in der zweiten Hälfte des Startabschnitts. Erst vergab Denis Dzepo eine grosse Chance und danach glichen die Ustermer aus, als Altin Ramabaja einen Handspenalty verwertete. Und derselbe Spieler doppelte sogleich nach, indem er ein Zuspiel gekonnt verarbeitete und den gegnerischen Keeper mit einem Lupfer düpierte.

Ustermer Slapstick

Danach hätten wiederum Dzepo und Ruben Pinnelli die Führung ausbauen können, doch reüssierten sie nicht. Stattdessen kassierte Uster auf kuriose Art und Weise das 2:2: Verteidiger Remo Schläpfer überlupfte mit seinem als Rückgabe gedachten Kopfball den herauseilenden Torhüter André Schmid, worauf ein gegnerischer Stürmer nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Beinahe hätte Ramabaja dieses Missgeschick umgehend wieder ausbügelt, doch schoss er neben das Tor und musste in der Pause angeschlagen vom Feld.

Später Ausgleich

In der zweiten Hälfte drückten die Ustermer auf die neuerliche Führung, waren allerdings nicht zwingend genug. In der Folge liess der Tabellenführer etwas nach, wovon die Gäste zu profitieren wussten. Nachdem sie erst noch eine dicke Möglichkeit hatten liegen lassen, trafen sie nach einem Eckball zum 2:3. Eine Reaktion der Ustermer folgte zunächst nicht. Dann aber rafften sie sich noch einmal auf und schafften dank Ruben Suarez, der eine Vorlage von Florentino Da Silva verwandelte, doch noch den Ausgleich. Am Ende hätte Dzepo gar noch den Siegestreffer markieren können. Doch der an diesem Tag unglücklich agierende Angreifer verpasste auch diese Chance und schoss über das Ziel.

Uster - Wiesendangen 3:3 (2:2). – Tore: 10. Fresneda 0:1. 28. Ramabaja (Handspenalty) 1:1. 33. Ramabaja 2:1. 44. Misteli 2:2. 71. Osta 2:3. 85. Suarez 3:3.

21. Mai: Greifensee punktet nach Zweitore-Rückstand

Der FC Greifensee ergatterte sich in einem attraktiven Duell gegen die Reserven des FC Schaffhausen einen Zähler. Er liess sich beim 2:2 gegen den Tabellenzweiten auch von einem Zweitore-Rückstand nicht beirren und stand dem Sieg am Ende gar näher. Wenig verwunderlich, dass Captain Elia Jenni danach den «kämpferischen Einsatz» seiner Mannschaft als entscheidenden Faktor für den wichtigen Punktgewinn im Bemühen um den Ligaerhalt ausmachte.

Frühe Führung verpasst

Die Greifenseer fanden zügig den Tritt und hätten schon früh in Führung gehen können. Nach einem abgewehrten Schuss von Patrick Schmid vermochte Severin Burkart den Abpraller jedoch nicht zu verwerten. In der Folge versuchte der FCG wiederholt, über die Seiten in Tornähe vorzudringen, war damit aber nur selten gefährlich. Dafür verteidigte er sich gegen die spielstarken Schaffhauser derart geschickt, dass diese sich nur mit langen Bällen zu helfen wussten. Allerdings war das Heimteam zuweilen vom gegnerischen Tempo überfordert, was in einige Fouls mündete. Prompt führte einer der daraus resultierenden Freistösse nach einer halben Stunde zum 0:1, als die Greifenseer zwar zunächst klären konnten, die Gäste aber im Nachschuss erfolgreich waren. Das Heimteam erholte sich von diesem Rückschlag nicht so schnell und vermochte keine Reaktion zu zeigen.

Greifensee zeigt Moral

Nach der Pause fand der FCG zwar wieder besser ins Spiel, doch musste er wiederum nach einem Freistoss, den die Schaffhauser diesmal direkt verwandelten, den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Das Heimteam liess sich jedoch nicht von seinem Weg abbringen und erspielte sich gleich mehrere Möglichkeiten. Es bedurfte allerdings eines Foulpenaltys, den Burkart verwertete, damit Greifensee verkürzen konnte. Und nachdem Levin Brunner erst noch eine vielversprechende Chance vergeben hatte, schaffte der FCG wenige Minuten vor Schluss auch noch den Ausgleich; Schmid erzielte ihn per Abstauber nach einem Abschluss Brunners. In der Schlussphase trafen beide Mannschaften noch je einmal die Torumrandung und zuletzt vergab der eingewechselte Tobias Niklaus für Greifensee den Matchball, als er das Tor aus bester Position verfehlte.

Greifensee - Schaffhausen 2 2:2 (0:1). – Tore: 29. 0:1. 61. 0:2. 72. Burkart (Foulpenalty) 1:2. 85. Schmid 2:2.

21. Mai: Volketswil holt einen Zähler

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Nach zwei deutlichen Niederlagen in Folge hat sich der FC Volketswil im Kampf gegen den Abstieg beim 1:1 gegen Bassersdorf wenigstens einen Punkt ergattert. Obwohl sich die Lage der Volketswiler damit nicht entscheidend verbessert hat, war es für Sebastian Marda ein gewonnener Zähler. «Es war wichtig, nicht wieder zu verlieren, denn es ist zuletzt etwas unruhig geworden», sagte der FCV-Coach.

Volketswil startet überlegen

Die Volketswiler waren in der Startphase die aktivere Mannschaft und erspielten sich mehrere Gelegenheiten, um ihre Nerven früh zu beruhigen. Nach einem Corner etwa verfehlte der aufgerückte Verteidiger Oliver Läubli per Kopf das Ziel ebenso wie kurz darauf Florin Perez. Kaum fanden die Bassersdorfer besser ins Spiel, lag der FCV nach einer Unachtsamkeit in der Abwehr unvermutet im Hintertreffen. Es dauerte eine Weile, bis sich das Heimteam von diesem Rückschlag erholte. Es tat sich schwer und wusste sich häufig nur mit Fouls zu helfen. Dann aber berappelte sich der FCV wieder und nachdem Perez den Ausgleich aus spitzem Winkel erst noch vergeben hatte, war er nach einem Foul an Captain Cédric Nef per Penalty erfolgreich.   

Konsequenz fehlt

Der zweite Abschnitt war zu grossen Teilen ein Abnützungskampf im Mittelfeld. Aufsehenerregendes ereignete sich kaum. Die Volketswiler machten nicht den Eindruck, als suchten sie das zweite Tor mit der letzten Vehemenz und verlegten sich in erster Linie auf das Verwalten des Resultats, was ihnen auch weitgehend mühelos gelang. Erst gegen Ende verstärkten sie ihre Bemühungen noch einmal. Zu einem weiteren Treffer führten diese aber nicht.

Volketswil - Bassersdorf 1:1 (1:1). – 18. Maggio 0:1. 36. Perez (Foulpenalty) 1:1.

15. Mai: Brüttisellen ohne jede Chance

Auch wenn er in dieser Saison meistens verlor, war der FC Brüttisellen-Dietlikon seinen Gegnern nur selten deutlich unterlegen. Gegen die Reserven des FC Schaffhausen war das bereits zum zweiten Mal ganz anders. Der abgeschlagene Tabellenletzte stand auswärts wie schon im Hinspiel auf verlorenem Posten und verlor diskussionslos 0:7. «Wir waren harmlos und chancenlos», resümierte Co-Trainer Stipe Kelava ohne Umschweife.

FVB früh geschlagen

Lange konnten die Brüttiseller auf dem Kunstrasen nicht auf einen allfälligen Punktgewinn schielen. Nach einem Fehler im Aufbau lag das Schlusslicht, das auch noch auf einige Akteure hatte verzichten müssen, schon nach fünf Minuten im Hintertreffen. Danach schlugen sich die Gäste gegen die in allen Belangen überlegenen Schaffhauser eine Weile lang respektabel, bis sie kurz vor der Pause einen Doppelschlag hinnehmen mussten und endgültig auf die Verliererstrasse gerieten.

Abstieg fast besiegelt

Nach der Pause hielt der FCB wieder einige Zeit dagegen, ehe er noch einmal innert kurzer Zeit zwei Tore kassierte. Und bis zuletzt mussten die Brüttiseller, die sich abgesehen von einem wegen Offsides aberkannten Treffers während der gesamten Partie nicht eine einzige vielversprechende Torszene erpielten, noch zwei weitere Gegentreffer zum letztlich überdeutlichen 0:7 einstecken. Mit einer weiteren Niederlage in der kommenden Partie könnte der Abstieg der Brüttiseller bereits besiegelt sein.

Schaffhausen 2 - Brüttisellen-Dietlikon 7:0 (3:0). – Tore: 5. 1:0. 34. 2:0. 40. 3:0. 60. 4:0. 63. 5:0. 71. 6:0. 82. 7:0.

15. Mai: Dübendorf ringt Volketswil nieder

Der FC Dübendorf musste sich im Derby gegen Volketswil zwar lange gedulden, bis er die Weichen auf Sieg stellen konnte. Erst eine Viertelstunde vor Schluss gelang ihm das wegweisende zweite Tor. «Aufgrund der zweiten Hälfte, in der wir mehr und grössere Chancen hatten, ist der Erfolg aber sicher verdient», befand FCD-Coach Luca Ferricchio. Nicht ganz einverstanden war damit Sebastian Marda. «Wenn wir unsere Chancen vor und nach der Pause genützt hätten, hätte es anders ausgesehen», sagte der Trainer der Volketswiler.

FCD vergibt Penalty

Es dauerte einige Minuten, ehe das Nachbarschaftsduell Fahrt aufnahm. Die erste Gelegenheit für den FCD war dann aber gleich eine denkbar günstige, nämlich ein Penalty. FCV-Goalie Thierry Ursprung vermochte den scharf, aber unplatziert getretenen Elfmeter von Daniel Angliker aber zu entschärfen. Nachdem der FCD-Captain kurz darauf den gegnerischen Keeper noch einmal geprüft hatte, traten auch die Gäste erstmals offensiv in Erscheinung; Adriano Pergolis verpasste das Ziel aber deutlich. Dafür verhinderte der Volketswiler Innenverteidiger wenig später einen Rückstand seiner Mannschaft, indem er einen Lob von Marko Marjanovic noch vor der Linie klärte.

Volketswil reagiert zügig

Dübendorf blieb jedoch am Drücker. Einen satten Schuss von Sisic, dem eine sehenswerte Kombination vorangegangen war, vermochte Ursprung mit etwas Mühe zwar noch in den Corner zu lenken. Bei diesem stieg Luca Pergolis dann aber am höchsten und traf zum 1:0 für das Heimteam. Die Führung währte aber nur nicht lange, da die Gäste umgehend einen Penalty zugesprochen erhielten, den Florin Perez souverän verwertete. Kurz vor der Halbzeit hätte der Torschütze sein Team gar in Führung schiessen können, ja müssen. Alleine vor dem Tor stehen, fiel sein Schuss aber zu kraftlos aus.

FCD sucht und findet die Entscheidung

Nach der Pause gehörten die ersten halbbatzigen Möglichkeiten zwar den Volketswilern. Danach aber bekam das Heimteam immer mehr Oberwasser. Angliker scheiterte aber weitere zwei Male und der Lupfer von Eldin Omerovic flog über das Tor. Richtig platziert war dafür der Schlenzer von Marjanovic, der in der 75. Minute von der Strafraumgrenze aus direkt ins Lattenkreuz traf. «Zeigt noch einmal Charakter», rief Marda seinen Spielern beim Wiederanspiel zu. Doch diese waren platt und in der nachmittäglichen Hitze zu einer Reaktion nicht mehr fähig, so dass die Dübendorfer nichts mehr anbrennen liessen. Kurz vor Schluss beseitigte Delil Ferati nach Zuspiel von Luca Pergolis, der den Ball zuvor mit einem Tackling aus dem Lehrbuch erobert hatte, mit dem dritten Treffer die letzten Zweifel am verdienten Erfolg für Dübendorf.

Dübendorf - Volketswil 3:1 (1:1). – 33. L. Pergolis 1:0. 37. Perez (Foulpenalty) 1:1. 75. Marjanovic 2:1. Tore: 86. Ferati 3:1.

14. Mai: Uster siegt nach Zweitore-Rückstand

Der FC Uster vermag gemessen an seinen Möglichkeiten zwar nach wie vor nur phasenweise zu überzeugen. Doch er findet derzeit fast immer einen Weg, die Partien zu seinen Gunsten zu entscheiden. In Veltheim liess sich der Leader weder von einem frühen Zweitore-Rückstand noch von einem späten Ausgleich beirren und siegte 4:3. Es sei keines der besten Spiele Usters gewesen, befand Teammanager Kevin Plattner. «Doch wir sind ruhig geblieben und haben die drei Punkte wieder geholt.»

Doppelschlag von Nebel

Das Heimteam präsentierte sich von Anfang an verblüffend zurückhaltend. Es liess die Ustermer gewähren und störte deren Kreise erst tief in der eigenen Platzhälfte. Weil die FCU-Abwehr einen weiten Ball unterlief, lagen die Veltheimer aber dennoch früh in Front. Die Gäste konnten sich auch danach beinahe unbehelligt den Ball zu spielen, wussten mit diesem aber nicht allzu viel anzufangen. Es brauchte ein zweites Gegentor, das nach einer knappen halben Stunde nach einem Ballverlust im Aufbau fiel, damit die Ustermer den Druck erhöhten. Und tatsächlich schafften sie dank Captain Moritz Nebel, der gleich zweimal nach einem Corner erfolgreich, noch vor der Pause den Ausgleich.

Sieg erzwungen

Im zweiten Abschnitt zeigte sich zunächst ein unverändertes Bild. Die Ustermer kontrollierten die Partie und gingen ein erstes Mal in Führung, als Blazenko Klaric nach einem Solo in die entfernte Ecke traf. Danach zeigten sich die Winterthurer endlich etwas angriffsfreudiger, allerdings ohne dabei allzu viel Gefahr zu erzeugen. Bis zur 82. Minute, als sie mit einem Schlenzer zum 3:3 ausglichen. Der FCU zeigte sich wenig schockiert, legte noch einmal eine Schippe drauf und kam dank Altin Ramabaja wenig später zum vierten Treffer. Der Ustermer Topscorer war zur Stelle, nachdem Veltheims Keeper einen Kopfball von Sad Arcadi in mirakulöser Manier noch hatte parieren können. Danach geriet der Erfolg der Ustermer nicht mehr in Gefahr. Dominik Cennerazzo hätte das Skore in der Schlussminute gar noch erhöhen können, doch scheiterte er mit seinem Penalty am gegnerischen Torhüter.

Veltheim - Uster 3:4 (2:2). – Tore: 6. Michienzi 1:0. 29. Ciccone 2:0. 36. Nebel 2:1. 39. Nebel 2:2. 57. Klaric 2:3. 82. Brütsch 3:3. 87. Ramabaja 3:4.

14. Mai: Ein Punkt für Gossau

Der FC Gossau zeigte sich auswärts gegen Bassersdorf nach zuletzt enttäuschenden Auftritten wieder von einer besseren Seite und eroberte beim 1:1 immerhin einen Punkt. Dieser war wohlverdient, denn die Gossauer hatten die grössere Zahl an Torgelegenheiten als der Gegner. Da dieser allerdings einen Penalty verschoss und zuletzt beinahe noch den Siegtreffer erzielt hätte, konnten die Oberländer am Ende mit dem einen Zähler gut leben.

Gossau sündigt im Abschluss

Die Gossauer fanden schnell in die Partie und kamen bald zu ersten Möglichkeiten. Nachdem erst Daniel Meier zunächst mit einem Weitschuss nicht erfolgreich gewesen war, scheiterte kurz darauf Peter Niffeler freistehend am gegnerischen Goalie. Und wiederum nur Minuten später schoss derselbe Spieler neben das Tor. Effizienter war das Heimteam, das sein Glück immer wieder in langen Bällen suchte, damit aber kaum für Gefahr sorgte. Weil die FCG-Abwehr bei einem Freistoss nicht aufmerksam genug war, war es nämlich gleich mit seinem Abschlussversuch erfolgreich. Youssouf Ouattara hätte kurz vor dem Pausenpfiff bereits ausgleichen können, doch traf er mit seinem Kopfball nicht ins Ziel.

Notbremse verhindert Schlimmeres

Nach dem Seitenwechsel dauerte es allerdings nicht lange, bis die Gossauer das Skore egalisierten. Nachdem erneut Niffeler eine nächste Möglichkeit vergeben hatte, traf Meier nach einem Corner aus der Distanz via Pfosten zum 1:1. Dieses hatte auch nach dem streng gepfiffenen Foulpenalty nach einer Intervention des Gossauers Jonas Müller Bestand; FCG-Keeper Marc Fankhauser parierte diesen nämlich. Und nachdem der an diesem Tag unglücklich agierende Niffeler eine weitere Chance ausgelassen hatte, tat sich in der Nachspielzeit auch der Bruder des Torhüters als Retter hervor – allerdings auf eine ganz andere Art: Als gleich zwei Bassersdorfer alleine Richtung Tor stürmten, stoppte Jari Fankhauser den ballführenden Gegenspieler unsanft. Für die Notbremse kassierte er zwar Rot, seinem Team sicherte er damit aber das Unentschieden.

Bassersdorf - Gossau 1:1 (1:0). – Tore: 39. 1:0. 53. Meier 1:1.

14. Mai: Rückschlag für Rüti

Nach zuletzt zwei aufeinanderfolgenden deutlichen Siegen musste der FC Rüti gegen Phönix Seen eine empfindliche Niederlage einstecken. Er unterlag den Winterthurern auswärts deutlich 1:4 und verpasste es, sich im Kampf gegen den zweiten Abstieg en suite etwas Luft zu verschaffen.

Entschlossenheit fehlt

Die Oberländer starteten zwar ansprechend in die Partie und hatten mehr vom Spiel. In Abwesenheit des gesperrten Taulant Syla und mit einem Edison Syla, der nach einer Rippenprellung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, war die fehlende Durchschlagskraft bei den Rütnern aber nicht zu übersehen. Oder wie es Trainer Ursal Yasar formulierte: «In den Zonen eins und zwei war unser Spiel lange Zeit in Ordnung, jedoch haben wir es zu selten geschafft, in Zone drei vorzudringen.» Und kamen die Rütner doch einmal vor das gegnerische Tor, so agierten sie im Abschluss zu zögerlich oder zogen einen letzten Pass dem Schuss vor. Weil die Gäste überdies auch in der Defensive nicht vor Fehlern gefeit waren und sich im Aufbauspiel einen fatalen Ballverlust erlaubten, lagen sie nach einer halben Stunde gar in Rückstand.

Rütis Widerstand früh gebrochen

Nach der Pause waren die Rütner zwar um den Ausgleich bemüht und kamen diesem einige Male auch nahe. Reüssieren taten sie allerdings nicht. Und nachdem das Heimteam auf 2:0 erhöht hatte, war ihre Moral geknickt und der Widerstand bereits weitgehend gebrochen. Das dritte und vierte Gegentor liessen denn auch nicht lange auf sich warten. Paulo Alves sorgte mit seinem Tor wenige Minuten vor Schluss wenigstens dafür, dass die Rütner nicht gänzlich leer ausgingen. Am klaren Verdikt änderte dies aber gar nichts.

Phönix Seen - Rüti 4:1 (1:0). – Tore: 30. Inglin 1:0. 58. Petrovic 2:0. 62. Bolli 3:0. 76. Gjukaj 4:0. 84. Alves 4:1.

14. Mai: Greifensee punktet wieder

Nach zuletzt drei Niederlagen hat der FC Greifensee beim 1:1 in Wiesendangen endlich wieder einen Punkt ergattert. Diese Tatsache war denn auch für Elia Jenni die bedeutsamste. «Es war wichtig, die Negativ-Spirale zu stoppen», sagte der Greifenseer Captain, der vor allem von der defensiven Leistung seines Teams angetan war.

Überraschende Führung

Die Wiesendanger waren indes von Beginn weg die etwas bessere und aktivere Mannschaft. Sie rotierten munter und fanden immer wieder einen Weg zwischen die Linien. Weil die FCG-Verteidigung aber konzentriert zu Werke ging und Präsenz zeigte, ergaben sich daraus dennoch nur vereinzelt Torgelegenheiten. Wirklich gefährlich wurde es nur nach Standards, etwa nach einer halben Stunde, als es nach einer Ecke des ganzen Könnens von FCG-Keeper Paulo Da Costa bedurfte, um einen Kopfball zu entschärfen. Greifensee zeigte derweil auch im Spiel nach vorne gute Ansätze, wobei Sturmspitze Severin Burkart dort meistens auf sich alleine gestellt war. Dies hinderte die Greifenseer jedoch nicht daran, kurz vor der Pause das dem Spielverlauf nicht unbedingt entsprechende 0:1 zu erzielen. Patrick Schmid erzielte es nach einem Flügellauf mit einem Schuss in die lange Ecke, nachdem er von Marco Preghenella bedient worden war.

Greifensee wehrt sich wacker

Das Heimteam war auch in der zweiten Hälfte lauffreudiger und häufiger in Ballbesitz, ohne grosse Chancen zu kreieren. Erfolgreich war Wiesendangen dafür mit einem Schuss aus der Distanz, der den Ausgleich bedeutete. Danach wurde es für die Greifenseer, die sich weiterhin tapfer wehrten, deren Kräfte aber allmählich nachliessen, nur noch einmal gefährlich. Da Costa parierte jedoch und sicherte dem FCG den ersten Zähler seit Langem.

Wiesendangen - Greifensee 1:1 (0:1). – Tore: 40. Schmid 0:1. 64. Nobs 1:1.

8. Mai: Rüti zittert gegen Volketswil nur kurz

Der FC Rüti zeigte sich gegen Volketswil gegenüber den jüngsten Auftritten vor allem in der ersten Hälfte deutlich verbessert. Er musste die Gäste nach einem Dreitore-Vorsprung zwar noch einmal herankommen lassen, blieb aber ruhig und gewann das wichtige Duell zweier direkter Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg am Ende deutlich 5:2. Während Rütis Verteidiger Tobias Küng hernach von einem «dominanten Auftritt» seiner Mannschaft sprach, bemängelte Sebastian Marda vor allem die lange Zeit ungenügende Abwehrleistung seiner Schützlinge. «In der ersten Halbzeit waren wir defensiv nicht auf dem Platz», sagte der FCV-Coach.

Rüti klar überlegen

Die Rütner wollten vom berühmten Abtasten nichts wissen und gingen schon nach 25 Sekunden in Führung, als Edison Syla nach einem Steilzuspiel alleine auf weiter Flur die Nerven behielt. Cédric Nef bot sich kurze Zeit später nach einem Foul im Strafraum die Gelegenheit zum Ausgleich, doch scheiterte er, nachdem der Penalty hatte wiederholt werden müssen, auch im zweiten Versuch an Rüti-Goalie Stefano Calendo. Diese Aktion dürfte das Heimteam zusätzlich beflügelt haben; jedenfalls erspielte es sich – meist nach schnellen Gegenstössen – weitere Chancen. Edison Syla nutzte eine von diesen zum 2:0. Und kurz vor der Pause war auch sein Bruder Taulant Syla erfolgreich.

Volketswil gibt nicht auf

In der zweiten Halbzeit glich sich das Geschehen aus. Die Rütner liessen im Gefühl der sicheren Führung etwas nach, was die zum Handeln gezwungenen Gäste zu nutzen wussten. Adriano Pergolis traf nach einem Angriff über die linke Seite im Nachschuss zum 1:3 und dem eingewechselten Florentin Perez gelang nach einem Prellball mit einem Schuss aus 20 Metern ins verlassene Tor gar der Anschlusstreffer. Die Rütner, die schon zuvor jederzeit für ein weiteres Tor gut schienen, liessen sich darob allerdings nicht verunsichern und erzielten dank Taulant Syla und Deni Ochchaev bis zuletzt noch zwei Treffer zum letztlich klaren 5:2-Erfolg.

Rüti - Volketswil 5:2 (3:0). - Tore: 1. E. Syla 1:0. 20. E. Syla 2:0. 44. T. Syla 3:0. 62. Pergolis 3:1. 73. Perez 3:2. 80. T. Syla 4:2. 92. Ochchaev 5:2.

8. Mai: Brüttisellen verliert unglücklich

Der FC Brüttisellen-Dietlikon musste gegen Wiesendangen eine weitere bittere Pille schlucken. Der designierte Absteiger hielt trotz früher Dezimierung wacker dagegen, vermochte die Partie vorübergehend sogar zu wenden und unterlag am Ende doch knapp und in letzter Minute 2:3. Das Spiel sei ein Spiegelbild der gesamten Saison, fand Stipe Kelava. «Wir halten gut mit und verlieren am Ende aufgrund von Eigenfehlern oder anderen Dingen, die gegen uns laufen, doch», sagte der Brüttiseller Co-Trainer.

Brüttisellen früh in Unterzahl

In der Tat war es ein individueller Fehler, die das Unterfangen des Heimteams schon früh erschwerte. Ein FCB-Verteidiger traf den Ball nicht, worauf ein Gegenspieler nur noch seinen Kollegen zu bedienen brauchte, der das 0:1 erzielte. Noch schwieriger wurde es für die Brüttiseller nach 20 Minuten, als Joel Evangelisti nach einem zwar groben, aber mit einer direkten roten Karte doch streng geahndeten Foul des Feldes verwiesen wurde. Wenig überraschend, dass der FCB danach seltener in Ballbesitz war als die Gäste. Er kämpfte aber beherzt und musste den Wiesendangern kaum gefährliche Möglichkeiten zugestehen.

FCB im Pech

Nach der Pause wurde der FCB auch offensiv mutiger und wurde dafür belohnt, als João Pereira nach einem Lattenschuss den Abpraller zum Ausgleich verwertete. Auch danach gelang es dem Heimteam, das Geschehen offen zu gestalten und nach einem Corner traf Marvin Meckes per Kopf gar zum 2:1. Die Führung währte allerdings äusserst kurz, da gleich danach die Brüttiseller einen Ball nicht aus der Gefahrenzone zu befördern vermochten, was die Gäste zum Ausgleich nützten. Dennoch hätte Brüttisellen als Sieger vom Platz gehen können – wenn Mattia Würsch das leere Tor nicht verfehlt und Pereira nach einer Intervention im Strafraum einen Penalty zugesprochen bekommen hätte. Stattdessen traf Wiesendangen, während Pereira noch am Boden lag, nach einem Konter ein drittes Mal und besiegelte Brüttisellens 13. Saisonniederlage.

Brüttisellen-Dietlikon - Wiesendangen 2:3 (0:1). – Tore: 13. 0:1. 55. Pereira 1:1. 74. Meckes 2:1. 76. 2:2. 89. 2:3.

8. Mai: Dübendorf siegt in Gossau hoch

Damit war nicht zu rechnen gewesen: Der FC Dübendorf, der zuletzt viermal verloren und unter Ladehemmungen gröberen Ausmasses gelitten hatte, bezwang den in der Rückrunde bisher so überzeugenden FC Gossau auswärts gleich 5:1. FCD-Trainer Luca Ferricchio freute sich nicht nur über die wiedergewonnene Effizienz, sondern auch darüber, «dass wir als Mannschaft diesmal eine richtige Einheit waren». Für Andreas Häsler lag der Hauptgrund für das unerwartete Fiasko derweil vor allem im Auftritt seiner Mannschaft. «Wir haben gespielt wie blinde Hühner und haben uns mit unzähligen Eigenfehlern selbst geschlagen», sagte der Gossau-Coach.

Schon zur Pause vorentschieden           

In den Startminuten war noch nicht abzusehen gewesen, dass die Partie derart deutlich zugunsten der Gäste enden würde. Die Gossauer starteten nämlich ansprechend und kamen als Erste zu einer Gelegenheit, als Domenico Carnuccio nur das Aussennetz traf. Dann aber spielte Gossaus Keeper Noël Morgenthaler FCD-Angreifer Damian Gajic einen Ball direkt in die Füsse. Dieser bediente Eldin Omerovic und der traf mit einem Chip zum 0:1. Und nur wenige Minuten später stellten sich zwei Gossauer Verteidiger derart ungeschickt an, dass der Ball nach einer Flanke erneut bei Gajic landete, der das zweite Tor erzielte. Das geschockte Heimteam brachte in der Folge gar nichts mehr zustande, was die Dübendorfer nach einer guten halben Stunde zum 0:3 nutzten. Dass der Ball vor der Flanke von Daniel Angliker, die Marko Marjanovic per Kopf verwertete, wohl das Seitenaus überschritten hatte, passte zur unglücklichen Darbietung der Gossauer.

Gossau zu keiner Reaktion fähig

Zu Beginn des zweiten Abschnitts war der FCG zwar noch einmal bemüht und erarbeitete sich eine Kopfballchance. Danach aber spürte man, dass er an diesem Tag nicht die Energie für eine Aufholjagd, wie er sie jüngst etwa gegen Uster gezeigt hatte, würde aufbringen können. Zumal sich die Dübendorfer in der Defensive als solide erwiesen und überhaupt nichts anbrennen liessen. Eine Viertelstunde vor Schluss erhöhte Ali Hoti das Skore gar, indem er einen an Angliker verschuldeten Foulpenalty verwertete, und nach einem schnellen Gegenstoss traf Ricardo Da Silva zum 0:5. Jari Fankhauser sorgte in der Nachspielzeit mit seinem Ehrentor wenigstens dafür, dass die Gossauer an diesem für sie gebrauchten Nachmittag nicht gänzlich leer ausgingen.

Gossau - Dübendorf 1:5 (0:3). - Tore: 12. Omerovic 0:1. 16. Gajic 0:2. 34. Marjanovic 0:3. 74. Hoti (Foulpenalty) 0:4. 86. Da Silva 0:5. 92. Fankhauser 1:5

7. Mai: Uster siegt nach anfänglichen Mühen

Der FC Uster hält weiterhin Kurs Richtung Aufstieg. Der Tabellenführer tat sich gegen Bassersdorf zwar eine Stunde lang schwer, setzte sich dann aber doch noch sicher 4:1 durch und verteidigte damit seinen 3-Punkte-Vorsprung vor den Reserven des FC Schaffhausen.

Nur kurze Freude

In der ersten halben Stunde waren sich die beiden Mannschaften ebenbürtig, was zur Folge hatte, dass sich nicht allzu viel Aufregendes ereignete. Die Ustermer kamen ein einziges Mal in die Nähe des gegnerischen Tores, als Gabriel Selmanaj aus spitzem Winkel zum Abschluss kam, und die Gäste verpassten die Führung bei einem abgelenkten Freistoss nur knapp. Dann aber drehte der FCU auf. Erst traf Altin Ramabaja den Ball per Fallrückzieher nicht wie gewünscht, gleich darauf prallte ein Schuss nur an die Torumrandung und wiederum nur kurze Zeit später fiel der Führungstreffer für Uster dann doch, als Can Bozkir aus der Distanz erfolgreich war. Die Freude darüber liess die Ustermer allerdings kurz die Konzentration vermissen und ermöglichte Bassersdorf gleich im nächsten Gegenangriff den Ausgleich.

Am Ende ungefährdet

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Ustermer von Glück reden, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Ein Bassersdorfer brachte es nämlich fertig, den Ball freistehend aus nächster Nähe über das Tor zu setzen. Für die Ustermer schien das ein Weckruf gewesen zu sein, denn danach gewannen sie allmählich die Oberhand. Spätestens nach dem 2:1, das Ramabaja nach einer Stunde per Weitschuss erzielte, hatten sie alles im Griff und es war nurmehr eine Frage der Zeit, bis der dritte Treffer fallen würde. Wiederum Ramabaja erzielte diesen dann fünf Minuten vor Schluss mit einem Heber und Florentino Da Silva setzte in der Nachspielzeit gar noch eins drauf.

Uster - Bassersdorf 4:1 (1:1), - Tore: 34. Bozkir 1:0. 35. Manca 1:1. 60. Ramabaja 2:1. 85. Ramabaja 3:1. 92. Da Silva 4:1.

7. Mai: Deftige Heimpleite für Greifensee

Der FC Greifensee muss sich in der Tabelle mehr und mehr nach unten orientieren. Das deutliche 1:5 gegen Veltheim war nämlich bereits die dritte Niederlage in Folge. Was ihm dabei neben der verblüffenden Effizienz der Gäste zum Verhängnis wurde, lag für Elia Jenni auf der Hand: «Wir haben die Anfangsphasen beider Halbzeiten verpennt», sagte der FCG-Captain, dessen Team in den betreffenden beiden Phasen nicht weniger als vier der fünf Gegentreffer kassierte.

FCG verpasst den Ausgleich

Schon in der ersten Hälfte fanden die Greifenseer den Tritt nur schwer. Nach einem Doppelpass und einem Zuspiel in die Tiefe, bei dem die FCG-Verteidiger nur Zuschauer waren, erzielten die Winterthurer nach wenigen Minuten das erste Tor. Und nach einem weiteren Pass hinter die Abwehr stand es kurz darauf bereits 0:2. Dann aber berappelte sich das Heimteam und Veltheim wusste sich oft nur mit Fouls zu helfen, die in Freistössen mündeten. Einen davon verwandelte Simon Schaich direkt zum Anschlusstor. Danach hatte Greifensee seine beste Phase, verpasste aber mehrfach den Ausgleich. Erst parierte der gegnerische Keeper einen Kopfball von Jenni gekonnt, danach schoss Severin Burkart aus guter Position über das Ziel und schliesslich traf auch Patrick Schmid das Tor nur knapp nicht.

Greifensee zweimal unaufmerksam

Die ausgelassenen Gelegenheiten rächten sich nach der Pause umgehend. Gleich zweimal profitierten Veltheimer Angreifer von der Unentschlossenheit in der FCG-Abwehr und erhöhten auf 4:1. Die Greifenseer glaubten nach den beiden weiteren Rückschlägen verständlicherweise nicht mehr wirklich an eine Wende, demonstrierten aber immerhin, dass sie es eigentlich können, und zeigten einige schön anzusehende Kombinationen. Zum Torerfolg führten diese allerdings nicht. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit musste der FCG nach einem Foul von Torhüter Paulo Da Costa per Penalty gar noch das fünfte Gegentor hinnehmen.

Greifensee - Veltheim 1:5 (1:2), - Tore: 8. Duske 0:1. 12. Michienzi 0:2. 23. Schaich 1:2. 48. Huwiler 1:3. 54. Duske 1:4. 91. Surliki (Penalty) 1:5.

1. Mai: Wichtiger Sieg für Rüti

Der FC Rüti hat in Diessenhofen in einer lange Zeit ausgeglichenen Partie einen am Ende deutlichen 4:1-Sieg gefeiert. Es war ein äusserst wichtiger Erfolg für die vom zweiten Abstieg in Folge bedrohten Rütner, dank dem sie den bezwungenen Gegner in der Tabelle überholten und auf den drittletzten Platz vorstiessen. «Das Team hat offensichtlich realisiert, worum es geht, und wieder leidenschaftlicher gekämpft als zuletzt», sagte Assistenztrainer Lars Grimm.

Rüti verspielt Führung

Der bei den Auswärts-Mannschaften nicht eben beliebte sonntagmorgendliche Ausflug in den Thurgau hatte für die Rütner schon verheissungsvoll begonnen. Jens Saethre war nach einem Steilzuspiel von Edison Syla nämlich schon nach einer Viertelstunde erfolgreich. Danach aber fand Diessenhofen immer besser ins Spiel, war die aktivere Mannschaft und kam noch vor der Pause verdientermassen zum Ausgleich.

Entscheidung erst in der Schlussphase

Nach einer Stunde hätten sich die Gäste das Leben etwas leichter machen können, wenn sie den an Edison Syla verschuldeten Penalty verwandelt hätten. Doch Harbin Osmani scheiterte. Immerhin konnte Rüti nach der gelb-roten Karte, die der Diessenhofer Abwehrspieler für das Foul kassiert hatte, in Überzahl agieren. Dies verhalf dem FCR zwar dazu, die Partie zu kontrollieren, gefährlicher waren erstaunlicherweise aber vorerst die Diessenhofer. Gleich dreimal musste Rüti-Goalie Stefano Calendo jeweils nach Standards entscheidend eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. Dann nutzten die Oberländer ihre nummerische Überlegenheit aber doch noch und Edison Syla spitzelte den Ball am gegnerischen Torhüter vorbei zum 1:2. Damit war der Widerstand des Heimteams nurmehr bescheiden, so dass Deni Ochchaev und erneut Edison Syla in den Schlussminuten zwei weitere Male trafen und das Verdikt am Ende etwas gar deutlich zugunsten Rütis ausfiel.

Diessenhofen - Rüti 1:4 (1:1). – Tore: 16. Saethre 0:1. 35. 1:1. 79. E. Syla 1:2. 89. Ochchaev 1:3. 91. E. Syla 1:4.

30. April: Uster bezwingt Dübendorf klar

Spitzenreiter Uster bezwang Dübendorf im Derby 5:2 und wahrte damit seinen Dreipunkte-Vorsprung in der Tabelle. Der FCD kam zwar nach einem Dreitore-Rückstand zur Pause noch einmal heran, musste sich am Ende aber doch deutlich geschlagen geben. «Im zweiten Abschnitt war das zuweilen etwas lasch, aber insgesamt haben wir gar keine schlechte Leistung abgeliefert», sagte Usters Teammanager Kevin Plattner. Luca Ferricchio hingegen hatte nach der vierten Niederlage in Serie wieder einmal zu hadern. «Mir fehlt momentan ein Leader, jemand, der den Karren aus dem Dreck zieht, wenn es nicht läuft», sagte der FCD-Trainer.

Uster dominant

Dübendorf zeigte zum wiederholten Mal eine Hälfte zum Vergessen und brachte lange Zeit kaum etwas zustande. FCU-Captain Lukas Rüegg brachte sein Team schon nach wenigen Minuten in Führung, als er nach einer Ecke ungedeckt zum Abschluss kam. Die Ustermer blieben auch in der Folge am Drücker und erspielten sich mehrere Chancen, die sie aber allesamt vergaben. Bis Altin Ramabaja nach einer guten halben Stunde und einem Sololauf über die linke Seite erhöhte. Kurz vor der Pause hätte Damian Gajic verkürzen müssen, er scheiterte aber aus bester Position an FCU-Goalie André Schmid. Stattdessen gelang Denis Dzepo nach einem gekonnt gespielten Gegenstoss über mehrere Stationen kurz darauf gar das 3:0

Dübendorf schafft den Anschluss

Nach dem Seitenwechsel blieben die Ustermer zwar spielbestimmend, waren aber kaum noch zwingend. Und plötzlich war der Vorsprung auf zwei Tore geschmolzen, nachdem Marko Marjanovic von ausserhalb des Strafraums herrlich ins Lattenkreuz getroffen hatte. Es war der erste Treffer für die Dübendorfer nach sieben torlosen Halbzeiten. Als Ali Hoti mit einem direkt verwandelten Freistoss eine Viertelstunde vor Schluss das zweite Tor für die Gäste gelang, durften diese gar plötzlich doch noch auf einen Punktgewinn schielen. Diese Hoffnung verflog jedoch allzu schnell. Nur vier Minuten später nämlich erhöhte Can Bozkir das Skore wieder und kurz vor dem Abpfiff setzte derselbe Spieler auch den Schlusspunkt zum 5:2 für Uster.

Uster - Dübendorf 5:2 (3:0). – Tore: 5. Rüegg 1:0. 35. Ramabaja 2:0. 45. Dzepo 3:0. 61. Marjanovic 3:1. 75. Hoti 3:2. 79. Bozkir 4:2. 90. Bozkir 5:2.

30. April: Volketswil lässt Gossau das Nachsehen

Eigentlich sei es doch ein typisches Unentschieden-Spiel gewesen, fand Gossau-Trainer Andreas Häsler nach der ersten Niederlage seiner Mannschaft in der Rückrunde. «Nur haben wir es blöderweise verloren». Eine der wenigen Unsicherheiten in der gegnerischen Defensive nutzten die Volketswiler nämlich zum einzigen Tor und gewannen knapp 1:0. «Wir haben sehr gut verteidigt, deshalb ist unser Sieg sicher nicht geklaut», resümierte derweil FCV-Coach Sebastian Marda, dessen Team nach einer bescheidenen Hinrunde bereits den vierten Sieg im neuen Jahr landete.

Volketswil gefährlicher

Das Heimteam startete besser und war trotz heftigen Gegenwinds häufiger im gegnerischen Strafraum anzutreffen. Polat Günes etwa vergab schon in der Anfangsphase eine Chance. Ansonsten waren die Volketswiler vor allem mit schnellen Gegenstössen gefährlich. Prompt fiel denn auch das einzige Tor nach einem solchen: Der von Benard Mustafa lancierte Captain Cédric Nef setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente Luca Mercurio, der nur noch einzuschieben brauchte.

Gossau zu harmlos

Im zweiten Abschnitt waren die Gossauer zwar bemüht, doch eine wundersame Wende wie vier Tage zuvor in Greifensee glückte ihnen nicht mehr. Es fehlte ihnen an Entschlossenheit und nach der Englischen Woche auch an Kräften, um vielversprechende Gelegenheiten zu kreieren. Potenziell gefährlich wurde es nur nach den zahlreichen Standardsituationen. Aber die soliden und solidarisch kämpfenden Volketswiler, die ihrerseits offensiv kaum noch in Erscheinung traten, waren auch mit diesen nur selten in Verlegenheit zu bringen und brachten den knappen Erfolg relativ sicher über die Zeit.

Volketswil - Gossau 1:0 (1:0). – Tor: 41. Mercurio 1:0.

30. April: Greifensee unterliegt Basserdorf auf ärgerliche Weise

Der FC Greifensee hat die zweite bittere Niederlage innert vier Tagen hinnehmen müssen. In Bassersdorf war der FCG zwar nicht dominant wie am Dienstag gegen Gossau, doch agierte er stets auf Augenhöhe, hatte die besseren Möglichkeiten und vergab zudem einen Penalty. Dennoch verlor er knapp 0:1.

Jenni verschiesst Penalty

Die zwei Mannschaften stellten in der von Beginn weg ausgeglichenen Partie die Räume zu und machten einander die Spielauslösung schwer. Deshalb und auch weil das tiefe Terrain nichts Gepflegteres zuliess, setzten beide vorwiegend auf hohe Bälle. Die Bassersdorfer versuchten es meist mit Angriffen über die Seiten, flankten aber zu ungenau und zeigten zu wenig Präsenz in der Mitte. Gefährlicher waren die Gäste, die wiederholt Nadelstiche setzten und hätten in Führung gehen müssen, als sie nach einem Foul an Tobias Niklaus einen Penalty zugesprochen bekamen, Captain Elia Jenni setzte diesen aber an den Pfosten. Später hätte auch Severin Burkart mindestens einmal treffen können, als er alleine vor dem Tor vergab.

Goalie-Fehler entscheidet

Nach der Pause war indes der FCB dasjenige Team, das einem Treffer etwas näher kann. Besonders mit stehenden Bällen sorgte es für Unruhe in der Abwehr der Greifenseer. Diese tauchten nicht mehr häufig vor dem gegnerischen Tor auf; eine aussichtsreiche Möglichkeit hatte einzig Niklaus, dessen Schuss aber noch geblockt wurde. Ja länger die Partie dauerte, desto wahrscheinlicher schien ein torloses Unentschieden, zumal die Kräfte bei beiden Mannschaften schwanden. Doch zehn Minuten vor Schluss missglückte FCG-Keeper Chris Müller, der schon gegen Gossau bei beiden Gegentoren keine allzu glückliche Figur gemacht hatte, ein Abschlag. Dieser landete direkt in den Füssen eines Gegenspielers, der diese Offerte nicht ausschlug und zum 1:0 für Bassersdorf einschoss. Und bei diesem Resultat blieb es trotz finaler Bemühungen der Greifenseer auch.

Bassersdorf - Greifensee 1:0 (0:0). – Tor: 81. Asani 1:0.

30. April: Dritter Saisonsieg für Brüttisellen

Der Tabellenletzte Brüttisellen-Dietlikon zeigte in Veltheim eine solide Vorstellung und siegte knapp 2:1. «Wir sind ein komisches Team», sagte Co-Trainer Stipe Kelava. «In den Spielen gegen ebenfalls abstiegsgefährdete Mannschaften können wir mit dem Druck nicht umgehen. Aber gegen andere klappt es». Mit neun Punkten Rückstand auf einen Platz über dem Strich sieht es dennoch immer noch düster aus für den FCB. Doch zumindest darf er weiter auf den Ligaerhalt hoffen.

Brüttisellen trifft früh

Die Brüttiseller starteten wunschgemäss in die insgesamt sehr ausgeglichene Partie in Veltheim. Ricardo Dionisio wurde schon nach wenigen Minuten steil lanciert und traf im zweiten Versuch zum 1:0. Es war das erste Tor des Sohnes von Cheftrainer Victor Dionisio für Brüttisellen. Das Heimteam reagierte erst nach einer halben Stunde und hätte bis zur Pause gut und gerne zum Ausgleich kommen können. Die Winterthurer verpassten das Ziel aber gleich zweimal aus guter Position und ein anderes Mal vermochte ein Brüttiseller einen Schuss aus kurzer Entfernung noch derart abzufälschen, dass der Ball nur an die Latte prallte.

Ohne grosses Zittern

Im zweiten Abschnitt dauerte es nicht lange, bis Roman Senn an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt wurde. Dies dürfte zwar eher innerhalb des Strafraums geschehen sein, doch der Schiedsrichter entschied auf Freistoss. Mauro Gallani scherte sich nicht darum und zirkelte diesen direkt ins Tor. Weil beim nächsten gegnerischen Angriff ein FCB-Aussenverteidiger wegrutschte und der Veltheimer Flügel ungestört flanken konnte, war das Zweitore-Polster allerdings sogleich wieder dahin. Den konzentriert verteidigenden Gästen reichte gegen die formschwachen Winterthurer aber auch ein Tor Vorsprung, um den dritten Saisonsieg einzufahren.

Veltheim - Brüttisellen-Dietlikon 1:2 (0:1). – Tore: 5. Dionisio 0:1. 55. Gallano 0:2. 56. Miraglia 1:2.

26. April: Gossau bezwingt Greifensee dank zweier später Tore

Darauf hatte kaum etwas hingedeutet. Zu sicher stand die Deensive der in Führung liegenden Greifenseer, zu harmlos präsentierten sich die müden Gossauer nur zwei Tage nach ihrer letzten Partie. Doch dann sollte sich das ziemlich Einzige, was Gossau an diesem Abend zu bieten hatte, nämlich der nie erlahmende Kampfgeist, doch noch ausbezahlen. Fünf Minuten vor Schluss traf Mario Limata aus der Distanz zum Ausgleich und nur kurz darauf erzielte der gleiche Spieler aus spitzem Winkel gar das 2:1 und damit das Siegtor für Gossau. «Es ist mir ein Rätsel, warum der Gegner uns noch einmal hat aufkommen lassen», sagte der verblüffte Gossau-Trainer Andreas Häsler nach der unverhofften späten Wende, «wir waren ja platt». Auch Elia Jenni konnte sich das Geschehene nicht erklären. «Wir waren zu faul oder wollten es zu schön machen», mutmasste der Greifenseer Captain.

Greifensee gefährlicher

Besser gestartet waren zwar die Gossauer, die ganz zu Beginn wacher schienen und ihre Gegner früh störten. Nach zehn Minuten war aus Sicht der Gäste die Herrlichkeit, die auf das Resultat keinerlei Einfluss hatte, aber bereits vorbei, und Greifensee kam zu ersten Möglichkeiten. Severin Burkart mit einem Scherenschlag und der steil lancierte Levin Brunner scheiterten noch, doch dann verwertete Tobias Niklaus eine präzise Flanke von Tim Krieg per Kopf zum 1:0. In der Folge versuchte Gossau zwar weiterhin, das Spiel zu machen, und war mindestens so oft in Ballbesitz wie die Greifenseer. Dennoch kamen diese dem zweiten Treffer weit näher als die Gäste ihrem ersten. Etwa nach einem gegnerischen Fehler in der Spieleröffnung, als Gäste-Torhüter Marc Fankhauser einen Schuss Brunners nur mit Mühe um den Pfosten lenken konnte. Oder bei einem Weitschuss von Nino Fikic. Besonders aber, als Fankhauser den aus abseitsverdächtiger Position gestarteten, alleine auf ihn zustürmenden Burkart noch abdrängen konnte und nach der folgenden Ecke ein Gossauer einen Kopfball vor der Linie rettete.

Gossau findet lange keinen Weg

Nach der Pause waren die Gossauer zunächst die aktivere Mannschaft. Mit den zahlreichen Cornern, welche die Gäste in dieser Phase treten konnten, war den kopfballstarken Greifenseer Verteidigern aber nicht beizukommen. Auch danach fand Gossau lange Zeit keinen Weg, das stabil wirkende Heimteam in Verlegenheit zu bringen. Die Greifenseer ihrerseits verpassten es mehrmals, einen Gegenstoss konsequent zu Ende zu spielen. Burkart und Brunner schafften es ebenso wenig wie Nino Fikic, das zweite Tor zu schiessen, das gegen die müden Gossauer wohl die Vorentscheidung bedeutet hätte. Dies sollte sich wider Erwarten noch rächen.

Greifensee - Gossau 1:2 (1:0). – Tore: 10. Niklaus 1:0. 85. Limata 1:1. 87. Limata 1:2.

24. April: Rüti unterliegt Gossau

Die Sorgenfalten der Anhänger des FC Rüti dürften wieder tiefer werden. Der Kanterniederlage in Schaffhausen liessen die Oberländer gegen Gossau nämlich eine weitere enttäuschende Leistung folgen und verloren 0:1. «Irgendwie ist der Wurm drin», sagte Assistenz-Trainer Lars Grimm, der von seinem Team wieder mehr Leidenschaft und Kampf fordert. Andreas Häsler hatte derweil gut lachen. «Knappe Derby-Siege sind die schönsten Siege», frohlockte der FCG-Coach.

Rüti vergibt Penalty

Zu Beginn waren die Rütner noch die deutlich bessere Mannschaft gewesen. Nach einem Foul von Alessio Perot konnte Edison Syla bereits nach wenigen Minuten zu einem Penalty antreten. Doch der eigentlich beste Torschütze der Rütner scheiterte mit einem kläglichen Versuch an FCG-Goalie Marc Fankhauser. Auch danach blieb das Heimteam spielbestimmend, allerdings ohne dass sich dies im Resultat niedergeschlagen hätte. Äusserst effizient waren dafür die Gossauer: Kaum waren sie in der Partie angekommen, erspielten sie sich die erste Chance und nutzten diese sogleich; Peter Niffeler verwertete einen Abpraller nach einem von FCR-Keeper Stefano Calendo stark parierten Schuss von Mario Limata. Der Torschütze hätte kurz darauf nachdoppeln können, beging aber ein Hands, und später hatte das Heimteam Glück, dass ein hartes Einsteigen nicht als Notbremse taxiert wurde.

Gossau verteidigt überwiegend souverän

Von einer Reaktion der Rütner auf den Rückstand war auch nach der Pause lange nichts zu sehen. Die Gossauer verteidigten souverän, taten aber nicht mehr allzu viel für die Offensive und verpassten es, ihre Gegenstossmöglichkeiten entschlossen zu Ende zu spielen. Dies hätte sich rächen können, als das Heimteam eine Viertelstunde vor Schluss doch noch einmal aufkam. Taulant Syla und Jean Saethre trafen jedoch nicht ins Ziel. Und als Flavio Milano mit einer gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde, hatte der FCG wieder leichteres Spiel und brachte den knappen Sieg ins Trockene.

Rüti - Gossau 0:1 (0:1). – Tor: 32. Niffeler 0:1.

24. April: Brüttisellens Abstieg rückt näher

Das kleine Hoch von Brüttisellen-Dietlikon scheint bereits wieder vorbei zu sein. Nach drei Spielen ohne Niederlage zum Rückrundenbeginn musste das Schlusslicht gegen Bassersdorf zum zweiten Mal innert drei Tagen als Verlierer vom Platz. «Wir waren insgesamt einfach zu harmlos», sagte Co-Trainer Stipe Kelava nach der 0:2-Niederlage gegen den Interregio-Absteiger. Weil diese Feststellung nicht nur für diese Partie Gültigkeit hat und der Rückstand auf einen Platz über dem Strich neu zehn Punkte beträgt, rückt der Ligaerhalt für die Brüttiseller in immer weitere Ferne.

Brüttisellen hält mit

Das Heimteam vermochte mit den Bassersdorfern zunächst zwar gut mitzuhalten, geriet aber allmählich mehr in Bedrängnis. Mitten in einer Druckphase der Gäste, die vor allem mit stehenden Bällen gefährlich waren, hätte der FCB in Führung gehen können. Joel Evangelisti konnte den Gegenstoss allerdings nicht erfolgreich abschliessen. Der erste Treffer fiel dafür wenig später auf der anderen Seite, als Bassersdorf einen Freistoss direkt verwandelte.

Zu selten gefährlich

Nach der Pause ging Brüttisellen etwas entschlossener zu Werke und kam dem Ausgleich nahe, als João Pereira mit einem Schlenzer das Ziel nur knapp verfehlte. Dann geschah eine Zeit lang gar nichts mehr, bis die Gäste wieder gefährlich wurden. Erst verstolperte ein Bassersdorfer Angreifer alleine vor dem Tor den Ball und gleich danach musste Brüttisellens Keeper Yanick Hirzel in extremis parieren. Nachdem das Heimteam den anschliessenden Corner nur ungenügend klären konnte, fiel das entscheidende Tor für Bassersdorf dann aber doch.

Brüttisellen-Dietlikon - Bassersdorf 0:2 (0:1). – Tore: 20. 0:1. 76. 0:2.

23. April: Uster bezwingt müde Volketswiler

«Mindestens gewonnen», lautete das mässig euphorische Fazit von Usters Teammanager Kevin Plattner nach dem 3:2-Erfolg seiner Mannschaft gegen Volketswil. Allzu überzeugend war der Leader nämlich wieder einmal nicht aufgetreten, zum Sieg gegen einen harmlosen Gegner reichte es aber trotzdem. Auch weil dieser in seinem zweiten Spiel innert zweier Tage nicht gerade vor Elan sprühte. «Ich kann nicht verstehen, dass der Verband darauf beharrte, die Partie gegen Brüttisellen am Donnerstag nachzutragen», ereiferte sich Sebastian Marda. Unter diesen Umständen habe sein Team «gegen einen qualitativ besseren Gegner» eine starke Partie gezeigt, so der FCV-Coach.

Volketswiler Blitzstart

Eine reelle Chance hatten die Volketswiler gegen den Tabellenführer dennoch nicht. Zwar gingen sie schon nach 20 Sekunden in Führung, als Luca Mercurio eine sehemswerte Kombination kaltblütig abschloss. Danach aber waren die Ustermer durchgehend spielbestimmend und weit häufiger in Ballbesitz als der Gegner. Es dauerte aber immerhin 25 Minuten, bis Blazenko Klaric mit einem satten Schuss der Ausgleich glückte.

Uster zuletzt ungefährdet

Nach der Pause das gleiche Bild: Uster blieb am Drücker und erspielte sich einige Torgelegenheiten, war aber nicht wirklich zwingend. Für einen zweiten Treffer reichten die Bemühungen dann aber doch. Denis Dzepo, der kurz zuvor nur den Pfosten getroffen hatte, erzielte ihn nach gekonnter Vorarbeit von Florentino Da Silva. An eine Reaktion der platten Gäste war nicht mehr zu denken, trotzdem wurde es in den Schlussminuten noch einmal turbulent. Erst schloss Ruben Suarez einen Konter mit dem dritten Ustermer Tor ab. Dann flog sein Teamkollege Gabriel Selmanaj nach seiner zweiten gelben Karte innert kürzester Zeit vom Platz und schliesslich verwandelte der Volketswiler Florin Perez einen Foulpenalty zum 2:3. Das alles änderte aber nichts mehr am Verdikt – einem knappen, aber verdienten Erfolg für Uster.

Uster - Volketswil 3:2 (1:1). – Tore: 1. Mercurio 0:1. 25. Klaric 1:1. 69. Dzepo 2:1. 94. Suarez 3:1. 96. Perez 3:2.

23. April: Greifensee schlägt Dübendorf dank zwei frühen Toren

Der FC Greifensee feierte gegen Dübendorf einen letztlich ungefährdeten 2:0-Erfolg. Wegweisend waren dabei zwei frühe Tore, auf welche die Dübendorfer trotz mehrerer guter Gelegenheiten keine Antwort mehr wussten. «Wir tun uns schwer mit dem Toreschiessen», musste FCD-Trainer Luca Ferricchio feststellen. Eine Erkenntnis, die beim Blick auf die Ergebnisliste auch dem Laien nicht verborgen bleibt. Der FCD hat nämlich seit dem 5:0-Schützenfest gegen Phönix schon drei Spiele in Folge nicht ins Schwarze getroffen und auch sämtliche drei Partien verloren.

Idealer Auftakt für Greifensee

Wer unter Ladehemmungen leidet, sollte wenigstens hinten dichthalten. Genau dies taten die Gäste in Greifensee in der Anfangsphase aber nicht. Levin Brunner narrte schon nach wenigen Minuten die halbe FCD-Abwehr und schoss zum 1:0 ein. Und nach einem schnellen Gegenstoss, den Severin Burkart erfolgreich abschloss, lag der FCG schon mit zwei Toren in Front. Anders als in den vergangenen Partien vermochten die Dübendorfer zwar zu reagieren, gefährlich wurden sie dabei vorerst aber nicht. Sie mussten gar froh sein, dass Patrick Schmid nach einer feinen Einzelleistung nur den Pfosten traf. Erst kurz vor der Pause bedurfte es erstmals einer starken Parade von FCG-Keeper Paulo Da Costa, um ein Gegentor zu verhindern.

Dübendorf verpasst das Anschlusstor

Nach der Pause hatten die Dübendorfer ihre stärkste Phase und kamen dem ersten Treffer mehrmals nahe. Etwa, als Da Costa einen Schuss von Eldin Omerovic mirakulös mit dem Fuss abwehrte oder als der eingewechselte Damian Gajic alleine vor dem Tor den Ball vertändelte. Auf der Gegenseite verpasste Brunner die Vorentscheidung, weil er mit einem Foulpenalty an FCD-Goalie Labinot Bytyci scheiterte. Da nach diesem potenziellen Wendepunkt aber nicht noch einmal ein Ruck durch die Dübendorfer Mannschaft ging, brauchte das Heimteam bis zuletzt nicht mehr um den Sieg zu zittern.  

Greifensee - Dübendorf 2:0 (2:0). – Tore: 5. Brunner 1:0. 19. Burkart 2:0.

21. April: Dübendorf unterliegt auch Töss

Weitere Enttäuschung für den FC Dübendorf: Nachdem er zuletzt bereits gegen Schlusslicht Brüttisellen den Kürzeren gezogen hatte, unterlag er nun auch beim Zweitletzten Töss 0:2. Luca Ferricchio war denn auch ziemlich bedient. «Wir können einfach nicht reagieren», sagte der Dübendorfer Trainer, der bei seinen Schützlingen ein mentales Problem geortet hat. «Kaum sind wir im Rückstand, ist es vorbei.»

Dübendorf ohne Ideen

Dabei hatten die Dübendorfer gar nicht schlecht begonnen. Bei einem abgelenkten Freistoss von Ali Hoti etwa bedurfte es einer Glanzparade des gegnerischen Torhüters, um das Tor zu verhindern. Nach einer halben Stunde waren es aber die Tössemer, die in Führung gingen, als bei den Gästen bei einer Flanke die Zuordnung nicht stimmte. In der Folge war der FCD zwar bemüht, aber auch nach der Hereinnahme eines zweiten Stürmers erschreckend harm- und ideenlos. Und weil sich auch seine Abwehr nicht als stabil genug erwies und sich bei einem Freistoss ein weiteres Mal düpieren liess, lösten sich eine Viertelstunde vor Schluss sogar die Hoffnungen auf einen Lucky Punch in Luft auf.

Töss - Dübendorf 2:0 (1:0). – Tore: 30. 1:0. 75. 2:0.

21. April: Volketswil überrennt Brüttisellen

Der FC Volketswil gewann gegen Brüttisellen-Dietlikon auswärts klar und deutlich 5:2. Nachdem er bei Halbzeit noch zurückgelegen hatte, steigerte er sich nach der Pause merklich und liess dem Tabellenletzten keine Chance mehr. «Ein Riesen-Derby», freute sich Sebastian Marda und lobte sich zumindest indirekt gleich selber: «Die Einwechslungen haben die Wende gebracht», so der Volketswil-Coach, dessen Team sich dank dem dritten Sieg im vierten Rückrundenspiel über den Strich hievte. Die Brüttiseller ihrerseits verpassten mit der Niederlage wohl eine ihrer letzten Chancen, sich dem rettenden Ufer zumindest wieder auf Sichtweite zu nähern. Bis zum ersten Gegentor waren wir stabil wie zuletzt, danach war die Luft aber irgendwie draussen», sagte Co-Trainer Stipe Kelava.

Brüttisellen früh in Front

In der Tat war es richtig gut losgegangen für das Heimteam. Bereits nach wenigen Minuten wurde Mauro Gallani im Strafraum gefoult und João Pereira bezwang FCV-Keeper Thierry Ursprung, der nach überstandener Verletzung sein erstes Spiel in der Rückrunde bestritt, beim darauf folgenden Penalty sicher. Die Reaktion der Volketswiler liess zwar nicht lange auf sich warten, doch sündigte Luca Mercurio gleich zweimal im Abschluss. Nach einem gefährlichen Distanzschuss des Heimteams passierte dann aber lange Zeit gar nichts mehr. Erst kurz vor der Pause kamen die etwas aktiveren Gäste noch einmal in die Nähe des Ausgleichs, als Zifer Ajdari Keeper Yanick Hirzel zu einer Flugeinlage zwang.

Tore im Minutentakt

Dafür ging es im zweiten Abschnitt umso turbulenter zu und her. Erst traf Bernard Mustafa zum 1:1 und nur eine Minute später behielt der steil lancierte Mercurio alleine vor dem gegnerischen Torhüter die Nerven und brachte Volketswil ein erstes Mal in Führung. Und nachdem erneut João Pereira kurz darauf einen Handspenalty zum Ausgleich verwandelt hatte, dauerte es wiederum nur wenige Minuten, bis die Gäste wieder in Front lagen; Jony Barbosa hatte ins eigene Tor getroffen. Nun wackelten die Brüttiseller bedenklich. Die Volketswiler erkannten dies, suchten die Entscheidung mit Vehemenz und fanden sie auch. Zuerst war Arbi Velijaj nach einem Freistoss erfolgreich und wenig später beseitigte Ibrahim Ibrahim Dzeljilji mit dem 5:2 sämtliche Zweifel am Ausgang der Partie.

Brüttisellen-Dietlikon - Volketswil 2:5 (1:0). – Tore: 6. Pereira (Foulpenalty) 1:0. 55. Mustafa 1:1. 56. Mercurio 1:2. 62. Pereira (Handspenalty) 2:2. 67. Eigentor Barbosa 2:3. 73. Velijaj 2:4. 79. Dzeljilji 2:5.

10. April: Brüttisellen siegt in Dübendorf

Der FC Brüttisellen-Dietlikon hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Nach zwei Unentschieden feierte das Tabellenschlusslicht im Derby in Dübendorf gar einen überraschenden 1:0-Erfolg und schöpft wieder Hoffnung. «Wenn es uns weiterhin gelingt, die Zahl der Eigenfehler tief zu halten, dann ist der Verbleib in der Liga in jedem Fall noch möglich», sagte Co-Trainer Stipe Kelava nach dem erst zweiten Saisonsieg seiner Mannschaft. Geradezu niedergeschlagen war hingegen der Coach der Dübendorfer, die ihre erste Heimniederlage hinnehmen mussten. «Der Gegner hat ein einziges Mal auf das Tor geschossen. So ein Spiel darfst du nie und nimmer verlieren», so Luca Ferricchio.

Langes Abtasten

Allzu viel passierte zunächst nicht auf dem Dübendorfer Zelgli. Die beiden Teams agierten auf Augenhöhe und liessen kaum gegnerische Offensiv-Aktionen zu. Erst nach einer halben Stunde erhöhte das favorisierte Heimteam die Pace und erspielte sich gleich mehrere Chancen. Zu nutzen wusste es diese allerdings nicht. Einmal stand Dino Brembilla bei seinem erfolgreichen Torschuss im Offside und kurz darauf setzte Damian Gajic den Ball nach einer präzisen Hereingabe von Luca Pergolis neben das Tor. Effizienter waren die Brüttiseller, die ausgerechnet in dieser Dübendorfer Druckphase bei erster Gelegenheit in Führung gingen, als João Pereira nach einer Balleroberung im Mittelfeld steil geschickt wurde und alleine vor dem Tor reüssierte.  

Dübendorf nicht zwingend

Im zweiten Abschnitt liessen die Brüttiseller zwar noch mehr Vorsicht walten, kamen bei einem Lattenschuss von Delil Ferati dennoch nur knapp um den Ausgleich herum. Danach blieb der FCD zwar spielbestimmend, agierte aber zu ungeduldig und traf zu oft falsche Entscheidungen, als dass er die Gäste in arge Nöte hätte bringen können. In den Schlussminuten liessen die Brüttiseller überhaupt nichts mehr anbrennen und «verteidigten den Erfolg heim», wie es Trainer Kelava treffend ausdrückte.

Dübendorf - Brüttisellen-Dietlikon 0:1 (0:1). – Tor: 38. Pereira 0:1.  

10. April: Gossau beweist Moral und punktet gegen Uster

Nachdem der FC Gossau zuletzt gegen die beiden Tabellenletzten jeweils einen Zweitore-Vorsprung vergeben hatte, drehte er den Spiess gegen den Leader um. Gegen Uster lag er nämlich nach idealem Start und späterem Einbruch mit zwei Toren zurück, sicherte sich in letzter Minute aber doch noch ein 3:3. «Wir haben Riesenmoral bewiesen» freute sich FCG-Coach Häsler, auch wenn er sich die zwischenzeitliche Baisse seiner Mannschaft nicht erklären konnte. Anders war die Laune selbstredend im FCU. «Wir hätten eigentlich genug Klasse, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden, haben den Gegner aber wieder ins Spiel gelassen», haderte FCU-Akteur Robin Steinmetz.

Frühe Führung für Gossau

Die Gossauer starteten perfekt und erhielten nach einem Abwehrfehler der Ustermer schon sehr früh einen Penalty zugesprochen, den Fabio De Nunzio verwandelte. Wenig später hätte Daniel Meier gar nachdoppeln können, doch reüssierte er ebenso wenig wie später Roman Gachnang per Kopf. Besser machte es nach einer guten Viertelstunde auf der Gegenseite mit demselben Körperteil Moritz Nebel, der nach einem Corner ausglich. Danach passte beim Heimteam plötzlich überhaupt nichts mehr zusammen und es musste froh sein, dass es bis zur Halbzeit nur noch ein weiteres Gegentor durch Blazenko Klaric hinnehmen musste, der auch noch die Latte traf.

Uster zu wenig clever

Nachdem Gachnang schon unmittelbar vor der Pause eine Chance zum Ausgleich vergeben hatte, fanden die Gossauer allmählich den Tritt wieder. Dennoch erhöhte erneut Klaric nach einem verunglückten Abwehrversuch auf 3:1 für die Gäste, die nun auf dem Weg zu einem sicheren Sieg schienen. Mario Limata nährte die Hoffnungen Gossaus auf einen Punktgewinn indes wieder, als er auf Pass von Peter Niffeler eine Viertelstunde vor Schluss verkürzte. In der Folge boten sich dem FCU wiederholt Kontergelegenheiten und er kam zu Überzahlsituationen, mit denen er aber nichts anzufangen wusste. Prompt sollte sich diese fehlende Cleverness rächten und der FCG kurz vor Schluss für seinen nicht erlahmenden Kampfgeist belohnt werden: Nachdem die Ustermer nur ungenügend hatten klären können, traf der eingewechselte Riley Christen von der Strafraumgrenze aus zum finalen 3:3.

Gossau  Uster 3:3 (1:2). – Tore: 3. De Nunzio (Foulpenalty) 1:0. 17. Nebel 1:1. 29. Klaric 1:2. 56. Klaric 1:3. 74. Limata 2:3. 90. Christen 3:3.

9. April: Greifensee schlägt harmlose Volketswiler

Nachdem der abstiegsgefährdete FC Volketswil mit zwei Erfolgen in die Rückrunde gestartet war, agierte er im Derby gegen Greifensee zu harm- und ideenlos und verlor 0:2. Sebastian Marda haderte hernach mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, war sich aber bewusst, dass seine Mannschaft für den Dämpfer in erster Linie selbst verantwortlich war. «Denn wir haben in der Offensive zu wenig zustandegebracht», sagte der FCV-Trainer.

Kaum Torszenen

Die Greifenseer zeigten sich gegenüber ihrem jüngsten, inferioren Auftritt in Uster deutlich verbessert. Sie waren präsent und zwangen den Gegner zu langen Bällen, nach denen sie nur selten in Verlegenheit gerieten. Selbst gelang ihnen im Angriffsspiel jedoch auch nicht allzu viel. Die zahlreichen Distanzschüsse waren überdies zu ungenau und die Standards zu wenig konsequent ausgeführt. Und als der Ball nach einer halben Stunde doch einmal im Netz landete, wurde das Tor nicht gegeben, da der Ball zuvor bereits im Aus gewesen sein soll.

Unholz trifft zweimal per Kopf

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Greifenseer den Druck etwas und zwangen das Heimteam wiederholt zu Fehlern. In ihrem Bestreben nach Kombinationsfussball waren sie allerdings mässig erfolgreich, so dass es nicht verwunderte, dass der erste Treffer nach einem stehenden Ball fiel; Verteidiger Pascal Unholz erzielte ihn nach einer Ecke per Kopf. Danach waren die Volketswiler gegen den nun vorsichtiger agierenden FCG wohl häufiger am Ball, viel anzufangen wussten sie damit aber nicht. Im Gegenteil: Dank Unholz, der erneut per Kopf nach einem umstrittenen Freistoss traf, bauten die Gäste ihre Führung gar aus. In der Folge zogen sich diese aber gänzlich zurück und mussten noch einige heikle Situationen überstehen, bevor sie sich zum ersten Mal im neuen Jahr über Punktezuwachs freuen durften. Richtig hektisch wurde es kurz vor Schluss, als Doppeltorschütze Unholz Dario Schuler im Strafraum rüde von den Beinen holte. Einen Penalty hatte dies verblüffenderweise nicht zur Folge; Schuler hingegen schied verletzt aus und dürfte bis zum Saisonende ausfallen.

Volketswil - Greifensee 0:2 (0:0). – Tore: 56. Unholz 0:1. 81. Unholz 0:2.

9. April: Rüti chancenlos

Nach zwei Siegen zum Rückrundenauftakt und einer unglücklichen Niederlage gegen Uster in der Vorwoche stand der FC Rüti gegen einen anderen Aufstiegsaspiranten auf verlorenem Posten. Und beim deutlichen 1:6 auswärts gegen die Reserven des FC Schaffhausen war offenbar nicht nur der spielstarke Gegner eine Nummer zu gross für die Rütner. «Unser Pressing hat auf dem riesigen Platz überhaupt nicht funktioniert, die Abstände zwischen unseren Spielern haben nicht gestimmt», sagte Rütis Assistenz-Trainer Lars Grimm.

Nach 20 Minuten vorentschieden

Überhaupt klappte bei den Oberländern fast eine Hälfte lang kaum etwas. Sie fanden den Tritt nicht und gerieten gegen die dominanten Schaffhauser schon nach wenigen Minuten in Rückstand. Nach einem Fehlpass, den das Heimteam rigoros nutzte, und einem fulminanten Schuss stand es nach 20 Minuten aus Rütner Sicht bereits 0:3. Und wären die Schaffhauser danach nicht etwas nachlässig geworden, hätte das Verdikt noch ernüchtender ausfallen können. Selbst einem Erfolgserlebnis nahe kamen die Rütner erst kurz vor der Pause, als Jens Saethre eine Hereingabe knapp verpasste.

Nur kurze Hoffnung

Im zweiten Abschnitt vermochten die Gäste gegen die nun etwas gemächlicher zu Werke gehenden jungen Schaffhauser besser mitzuhalten. Nach dem Anschlusstreffer, den Edison Syla nach gut einer Stunde erzielte, keimte bei ihnen sogar wieder etwas Hoffnung auf. Doch ein weiteres Fehlzuspiel, das am Ursprung des vierten Gegentors stand, machte diese bald zunichte. Danach glaubten die Rütner nicht mehr an eine Wende und mussten bis zuletzt noch zwei weitere Treffer einstecken.

Schaffhausen 2 - Rüti 6:1 (3:0). – Tore: 12. Sadik 1:0. 15. Rrustemi 2:0. 22. Zulji. 3:0. 63. E. Syla 3:1. 68. Ferizi 4:1. 85. Gashi 5:1. 93. Gashi 6:1.

3. April: Uster mit erfolgreicher Aufholjagd gegen Rüti

Der FC Uster bewies in Rüti Moral und siegte nach einem Zweitore-Rückstand zur Pause dank zweier später Treffer 3:2. Einen wesentlichen Anteil an der Wende hatte dabei der eingewechselte Denis Dzepo, der an sämtlichen Ustermer Treffern beteiligt war. «Wir haben trotz einer in der ersten Hälfte bescheidenen Leistung nie aufgegeben», freute sich FCU-Captain Robin Steinmetz über den Erfolg, dank dem der Leader seinen Vorsprung in der Tabelle auf drei Punkte ausbaute. Die Rütner dagegen mussten nach zwei Erfolgen erstmals in der Rückrunde eine Niederlage hinnehmen. Und zwar eine aus ihrer Sicht ärgerliche. «Wir hätten schon zur Pause vorentscheidend führen müssen und sind dann für das Auslassen unserer Chancen bestraft worden», haderte Assistenz-Trainer Lars Grimm.

Rüti legt vor

In der ersten Hälfte deutete vieles darauf hin, dass Rüti seine kleine Serie würde fortsetzen können. Nachdem Harbin Osmani das Heimteam schon mit dem ersten gefährlichen Vorstoss in Führung gebracht hatte, blieb Rüti die Mannschaft, die etwas zielgerichteter zu Werke ging und seine Führung hätte ausbauen können, als Jens Saethre alleine vor dem gegnerischen Tor auftauchte, aber scheiterte. Zwar erspielten sich auch die Ustermer einige gute Gelegenheiten, etwa durch Ruben Pinnelli, der dem Ausgleich gleich zweimal nahe kam. Gefährlicher blieb aber weiterhin der FCR, dem dann auch verdientermassen das zweite Tor glückte. Edison Syla erzielte es mit einem Beinschuss. Derselbe Spieler hätte noch vor der Pause das Skore erhöhen können, doch reüssierte er diesmal alleine auf weiter Flur nicht.

Aberkanntes Tor als Knackpunkt

Im zweiten Abschnitt traten die Gäste weit überzeugender auf und schöpften sogleich wieder Hoffnung, als dem eben erst ins Spiel eingetretene Dzepo der Anschlusstreffer gelang. Dennoch wären die Rütner kaum als Verlierer vom Platz gegangen, hätte der Schiedsrichter vor dem erfolgreich abgeschlossenen Sololauf von Osmani nicht ein Hands gesehen, von dem selbst die Ustermer nichts mitgekriegt hatten. «Da haben wir Glück gehabt», bekannte Usters Steinmetz. Der FCR wirkte in der Folge ob des umstrittenen Entscheids leicht demoralisiert und Uster bekam immer mehr Oberwasser. Prompt staubte der ebenfalls erst zur Pause eingewechselte Can Bozkir zehn Minuten vor Spielende nach einem Versuch von Dzepo zum Ausgleich ab. Und kurz vor Schluss traf abermals Dzepo mit einem fulminanten Schuss aus der Drehung, der via Pfosten und Rütis Keeper Stefano Calendo den Weg ins Tor fand, zum 3:2 für Uster.

Rüti - Uster 2:3 (2:0). – Tore: 7. Osmani 1:0. 40. E. Syla 2:0. 48. Dzepo 2:1. 82. Bozkir 2:2. 88. Dzepo 2:3.

29. März: Rüti siegt auch in Wiesendangen

Der FC Rüti kommt langsam, aber sicher in Fahrt. Nachdem der Absteiger auch eine Ligatiefer  in der Vorrunde arg enttäuscht hatte, blieb er nun auch in der zweiten Partie im neuen Jahr siegreich und gewann in Wiesendangen 2:0. Die Rütner verbreiteten dabei in der Offensive zwar nicht eben Angst und Schrecken, konnten sich aber auf eine solide Abwehr und einen starken Torhüter verlassen. Und sie zeigten sich laufbereit und zweikampfstark. «Wir sind wieder ein richtiges Team, in dem jeder für den anderen fightet», durfte Assistenztrainer Lars Grimm jedenfalls zufrieden feststellen.

Zunächst wenig Erbauliches

In der ersten Hälfte war Aufsehenerregendes rar. Die Oberländer waren zwar etwas häufiger am Ball und gingen ein Quäntchen aggressiver zur Sache als der Gegner. Allzu viele Offensivaktionen brachten sie in Abwesenheit der Brüder Taulant und Edison Syla allerdings nicht zuwege. Einzig bei Standards geriet das Heimteam, das im Spiel nach vorne ähnlich harmlos blieb, zuweilen in leichte Verlegenheit.

Osmani verwandelt, Calendo hält

Nach dem torlosen Startabschnitt dauerte es dafür nach der Pause nicht lange, bis der Ball erstmals im Netz zappelte. Harbin Osmani war im Strafraum gefoult worden und verwandelte den darauf folgenden Penalty gleich selbst zum 1:0 für Rüti. Diese Führung verteidigten die Gäste in der weiterhin ausgeglichenen, an Höhepunkten aber armen Begegnung souverän, bis sich Rütis Captain Tobias Küng ein Foul leistete, das ebenfalls mit einem Strafstoss geahndet wurde. FCR-Keeper Stefano Calendo parierte diesen aber ebenso wie später zwei weitere Chancen der Wiesendanger. Und schliesslich gelang Jens Saethre kurz vor Schluss nach einem Patzer des gegnerischen Torhüters das entscheidende zweite Tor.

Wiesendangen - Rüti 0:2 (0:0). – Tore: 49. Osmani (Penalty) 0:1. 87. Saethre 0:2.

27. März: Dübendorf siegt hoch

Der FC Dübendorf hat auf den Fehlstart in die Rückrunde eine starke Reaktion gezeigt und Phönix Seen klar und deutlich 5:0 bezwungen. Nach der Pause habe sein Team die Konzentration zwar nicht mehr ganz aufrechterhalten können, bemängelte der Coach Luca Ferricchio. Weil der FCD in der ersten Hälfte aber überzeugte und nach dieser bereits mit vier Toren im Vorsprung lag, änderte dies weder am Verdikt noch an der guten Laune des gestrengen Trainers etwas. «Wir haben heute vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatte», resümierte Ferricchio schliesslich zufrieden.

Auf los geht’s los

Dass es für die Dübendorfer nicht nur meteorologisch ein heiterer Nachmittag werden könnte, zeichnete sich früh ab. Schon nach 35 Sekunden stand Eldin Omerovic nach einem Prellball vor dem Tor und reüssierte. Und nachdem die Seemer bei ihrer einzigen Möglichkeit im ersten Abschnitt nur die Latte getroffen hatten, erhöhte Damian Gajic bald auf 2:0. Danach machte das Heimteam nicht etwa den Fehler, sich auf dem scheinbar beruhigenden Polster auszuruhen, sondern es blieb aufsässig und suchte das nächste Tor. Dieses folgte nach einer halben Stunde denn auch, als Ricardo Da Silva von der Seite her kommend den Torhüter düpierte und zum 3:0 einschob. Und noch vor der Pause war die Partie nach einem weiteren Treffer von Dino Brembilla vorentschieden.

Sieg nie in Gefahr

Nach der Pause liessen die Dübendorfer zwar etwas nach und es bedurfte früh des Eingreifens ihres Torhüters Labinot Bytyci, um ein erstes Gegentor abzuwenden. In der Folge erwies sich der FCD in der Defensive aber bis zuletzt als stabil, so dass die Gäste aus Winterthur kaum mehr zu Gelegenheiten kamen. Bei seinen Kontern hingegen agierte das Heimteam zu ungenau. Immerhin einmal traf es aber doch noch ins Schwarze, als Ivan Sisic eine gekonnte Kombination mit dem 5:0 abschloss.

Dübendorf - Phönix Seen 5:0 (4:0). – Tore: 1. Omerovic 1:0. 6. Gajic 2:0. 28. Da Silva 3:0. 41. Brembilla 4:0. 79. Sisic 5:0.   

27. März: Gossau verspielt schon wieder einen Sieg

Keiner war so richtig zufrieden nach der Partie zwischen Gossau und Brüttisellen-Dietlikon. Brüttisellens Co-Trainer Stipe Kelava nicht, weil sein Team beim 2:2 zwar zum zweiten Mal in Folge ungeschlagen blieb, das Unentschieden dem abgeschlagenen Schlusslicht aber nur wenig weiterhilft. Und FCG-Coach Andreas Häsler schon gar nicht, weil «die Partie bei Halbzeit längst zu unseren Gunsten hätte entschieden sein müssen», seine Mannschaft stattdessen aber wie schon in der Vorwoche einen Zweitore-Vorsprung verspielte. «Ich kann wirklich nicht verstehen, wie wir diesen Match gegen einen derart bescheidenen Gegner noch aus der Hand geben können», ereiferte sich Häsler.

Gossau dominiert nach Belieben

In der Tat war die Gossauer Dominanz zunächst gross gewesen. Riley Christen traf nach einem Fehler der Gäste im Aufbau schon nach wenigen Minuten zum 1:0. Wenig später hätte Daniel Meier erhöhen können, er scheiterte aber solo genauso wie kurz darauf nach einer Flanke von Roman Gachnang. Mario Limata, der kurz zuvor nur den Pfosten getroffen hatte, erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoss von der Seite dann zwar doch den zweiten Treffer. Danach schalteten die Oberländer aber einen Gang zurück und suchten das nächste Tor gegen die bis dahin gänzlich harmlosen Gästen nicht mit letzter Entschlossenheit.

Brüttisellen zeigt Moral

Dies rächte sich im zweiten Abschnitt schon nach wenigen Sekunden. Marco Weiss nämlich brachte den FCB mit einem satten, aber haltbaren Schuss von der Strafraumgrenze wieder zurück ins Spiel. Und nachdem Gossau zwei weitere vielversprechende Gelegenheiten vergeben hatte, gelang Jony Barbosa per direkt verwandeltem Freistoss gar der Ausgleich. Am Ende hätten beide Teams noch einmal treffen können, doch verfehlte der Gossauer Peter Niffeler aus wenigen Metern das leere Tor und landete der Schuss des eingewechselten Brüttisellers Joel Evangelisti nur am Pfosten.

Gossau - Brüttisellen-Dietlikon 2:2 (2:0). – Tore: 8. Christen 1:0. 20. Limata 2:0. 46. Weiss 2:1. 65. Barbosa 2:2.

26. März: Uster deklassiert Greifensee

So ruhig sei es nach einem Spiel in der Kabine lange nicht gewesen, berichtete Greifensee-Captain Elia Jenni. Den Greifenseern war es wohl selbst ein Rätsel, warum sie im Derby gegen Uster auswärts deutlich 0:5 verloren und dabei derart wenig Gegenwehr geboten hatten. Und auch den Ustermern blieb der nicht allzu heftige Widerstand nicht verborgen, wie das Résumé von Robin Steinmetz verdeutlicht: «Wir fanden mehr Räume vor als zuletzt gegen Brüttisellen und haben diese genutzt», so der FCU-Captain.

FCG nutzt erste Chance nicht

Ganz zu Beginn hatte noch nichts auf ein einseitiges Derby hingedeutet. Die erste Torgelegenheit des Spiels hatten nämlich die Gäste, als Patrick Ley im Anschluss an einen Corner das Ziel per Kopf knapp verpasste. Danach aber bekundete der FCG wiederholt Mühe, die Zuspiel der entschlossener agierenden Ustermer in die Schnittstellen zu unterbinden. Nachdem er seine erste Chance noch vergeben hatten, ging der FCU dann auch schon in der 12. Minute in Führung, als Florentino Da Silva nach einer hübschen Kombination per Schlenzer erfolgreich war. Wenig später hätte der Torschütze gleich nachdoppeln können, doch scheiterte er ebenso wie wenig später Ruben Suarez an FCG-Keeper Timmy Ley.

Am Ende ein Schützenfest

Nachdem in der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts nurmehr wenig Aufregendes passiert war, dauerte es nach der Pause nicht lange, bis das Heimteam dank Suarez seinen Vorsprung erhöhte; nicht nur in dieser Situation war ein Greifenseer Abwehrspieler von der Geschwindigkeit eines Ustermer Angreifers überfordert. Jenni hatte danach die Möglichkeit, Greifensee noch einmal in die Partie zurückzubringen, doch verfehlte er das Tor mit seinem Schuss aus 16 Metern. Als der stark aufspielende Blazenko Klaric nach einer Stunde mit einem satten Schuss zum 3:0 traf, erlahmte die Gegenwehr der Gäste endgültig. So waren bis zuletzt auch noch der eingewechselte Ruben Pinnelli aus der Distanz sowie Finn Knecht erfolgreich.

Uster - Greifensee 5:0 (1:0). – Tore: 12. Da Silva 1:0. 49. Suarez 2:0.61. Klaric 3:0. 74. Pinnelli 4:0. 87. Knecht 5:0.

26. März: Volketswil siegt deutlich

Der FC Volketswil hat seinen erfolgreichen Start in die Rückrunde bestätigt und auch seine zweite Partie gewonnen. Gegen Töss blieben die Oberländer zudem erneut ohne Gegentreffer und gewannen nach drei Treffern schon vor der Pause klar 3:0. «So kann’s weitergehen!», frohlockte denn auch FCV-Trainer Sebastian Marda, der besonders von der defensiven Kompaktheit seiner Mannschaft angetan war.

Pergolis trifft doppelt

Ganz zu Beginn bekundeten die Volketswiler leichte Mühe mit den weiten Bällen der Gäste. In grössere Verlegenheit gerieten sie dennoch nicht. Auf der anderen Seite blieb der FCV in der Offensive selbst harmlos. Bis Cédric Nef einen Freistoss treten konnte, den Adriano Pergolis mit dem Schienbein zum 1:0 ins Tor bugsierte. Wenig später hätte die Führung allerdings schon wieder dahin sein können, Doch Torhüter Ernst Salzmann machte seinen Fehler in Form einer unglücklichen Intervention im Strafraum wieder gut und parierte den darauf folgenden Penalty. Und von da an lief es endgültig für die Volketswiler, welche die Partie noch vor der Pause mit zwei weiteren Treffern endgültig in die gewünschten Bahnen lenkten. Erst war erneut Pergolis – wiederum nach einem Nef-Freistoss – per Kopf erfolgreich und in der Nachspielzeit traf Raffael Cellana zum vorentscheidenden 3:0.

FCV verteidigt souverän

Die zweite Hälfte war mehrheitlich ein Anrennen der Tössemer, die ihr Glück weiterhin zumeist mit langen Bällen versuchten. Gefährlich waren sie damit aber kaum, denn so wenig clever sich die Volketswiler bei ihren vereinzelten Kontern zeigten, so konzentriert und entschlossen gingen sie in der Defensive zu Werke. Und drangen die Winterthurer doch einmal in den gegnerischen Strafraum vor, so agierten sie dort zu umständlich und wenig kaltblütig.

Volketswil - Töss 3:0 (3:0). – Tore: 21. A. Pergolis 1:0. 44. A. Pergolis. 46. Cellana 3:0.

20. März: Rüti bezwingt Greifensee

Der FC Rüti behielt in einer ausgeglichenen, wenig spektakulären Partie zum Rückrundenauftakt gegen Greifensee das bessere Ende für sich und gewann 2:1. Zwar war nach der enttäuschenden Vorrunde längst nicht alles wieder gut bei den Rütnern. Der frische Wind und die neue Motivation nach dem Trainerwechsel zu Ursal Yasar seien aber auch in dieser Partie deutlich zu spüren gewesen, fand Rütis Assistenz-Coach Lars Grimm. «Ein wenig bitter» schmeckte die knappe Niederlage derweil dem Greifenseer Captain Elia Jenni, der aber bekannte, dass Rütis Erfolg «nicht gestohlen» sei.

Wenig gefährliche Szenen

In der ersten halben Stunde passierte nicht allzu viel Aufsehenerregendes. Die Greifenseer brachten in der Offensive kaum etwas zustande, weil sie zu wenig präzise agierten und nicht selten mit Missverständnissen und Ballverlusten auffielen. Dafür sorgten sie mit cleverem Verteidigen dafür, dass die Rütner ihr Heil zumeist in langen Bällen suchen mussten. Dies tat das Heimteam indes nicht ungeschickt, auch wenn die grossen Chancen auf sich warten liessen. Nach einer halben Stunde und einem weiteren Missverständnis bei den Greifenseern ging es aber schnell: Taulant Syla passte zu Jens Saethre und dieser traf unter den Beinen von FCG-Keeper Timmy Ley hindurch zum 1:0. Derselbe Spieler hätte kurz vor der Pause das Skore gar erhöhen können, doch schoss er alleine vor dem gegnerischen Tor über das Ziel.

Am Ende fehlte die Kraft

Im zwiten Abschnitt liess die Intensität allmählich und die Partie verkam zum Geduldsspiel. Die Rütner konzentrierten sich überwiegend auf das Verwalten ihres knappen Vorsprungs, während die Greifenseer keine Lösungen fanden und dem Ausgleich nur nahe kamen, als Tobias Niklaus in aussichtsreicher Position den Ball verstolperte. Stattdessen liefen sie eine Viertelstunde vor Ende in einen gegnerischen Konter, den Harbin Osmani zum 2:0 verwertete. Zwar nährte Niklaus wenig später mit seinem Anschlusstor die Hoffnungen der Greifenseer auf einen Punktgewinn noch einmal und die Rütner liessen diese weiterleben, indem sie nach Gegenstössen gleich zweimal den siegsichernden dritten Treffer vergaben. Ins Gewicht fiel dies aber nicht mehr. Denn um doch noch ein Remis zu erzwingen und ihrem neuen Trainer Raffaele Grillone eine wenigstens halbwegs geglückte Premiere zu bescheren, fehlte den Gästen am Ende schlicht die Energie.

Rüti - Greifensee 2:1 (1:0). – Tore: 27. Saethre 1:0. 75. Osmani 2:0. 85. Niklaus 2:1.

20. März: Brüttisellen ringt Uster Unentschieden ab

Der Brüttisellen-Dietlikon zeigte sich gegenüber der Hinrunde deutlich verbessert und trotzte dem Aufstiegsaspiranten Uster beim 1:1 überraschend einen Punkt ab. Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht verdiente sich das Unentschieden mit grossem Kampfgeist und zuletzt auch mit dem nötigen Quäntchen Glück. «Absolut gerecht» fand die FCB-Coach Stipe Kevala, während Usters Captain Robin Steinmetz vor allem mit der fehlenden Kaltblütigkeit im Abschluss haderte.

Erstaunlich ausgeglichen

Davon, dass die beiden Kontrahenten in der Tabelle nicht weniger als 24 Punkte trennen, war lange Zeit kaum etwas zu sehen. Die Partie war von Beginn weg ausgeglichen und zunächst ereignisarm. Bis Marvin Meckes eine Freistoss-Flanke von Nicolas Segreto ins Tor verlängerte und das Heimteam plötzlich 1:0 führte. So wenig der Führungstreffer sich abgezeichnet hatte, so zufällig fiel auch der Ausgleich nur wenige Minuten später. Und mit Steinmetz war erneut ein Verteidiger per Kopf nach einem Freistoss erfolgreich.  

FCB erst zuletzt in Nöten

Nach der Pause häuften sich mit zunehmender Spieldauer sowohl die Fehler als auch die Aktionen in Strafraumnähe. Die vielversprechendste Gelegenheit für den FCB hatte der eingewechselte Joel Evangelisti, der aber den Ball nicht wunschgemäss traf, so dass FCU-Keeper André Schmid parieren konnte. In der Schlussphase kamen indes die favorisierten Ustermer dem Sieg deutlich näher. Sie zeigten sich aber vor dem Tor zu wenig konsequent. Erst wurde ein Schuss von den Brüttisellern noch vor der Linie geklärt, nachdem Ruben Suarez an FCB-Goalie Yanick Hirzel gescheitert war. Wenig später verpasste Blazenko Klaric mit einem scharfen Schuss das Ziel nur knapp und in der 90. Minute war noch einmal Hirzel zur Stelle und sicherte dem Tabellenletzten gegen den trotz des verpassten Sieges neuen Leader den erst fünften Punkt in dieser Saison.

Brüttisellen-Dietlikon - Uster 1:1 (1:1). – Tore: 22. Meckes 1:0. 33. Steinmetz 1:1.

20. März: Schwache Dübendorfer verlieren klar

Der FC Dübendorf ist denkbar schlecht in die Rückrunde gestartet. Er enttäuschte in Diessenhofen mindestens eine Stunde lang auf der ganzen Linie und unterlag diskussionslos 2:4. Luca Ferricchio liess kein gutes Haar an der Leistung seiner Mannschaft: «Lethargisch und emotionslos» habe sie agiert und «zu wenig Persönlichkeit, zu wenig Wille und zu wenig Überzeugung auf den Platz gebracht», urteilte der FCD-Coach.

Dübendorf nicht wach

Die Diessenhofer agierten wie gewohnt mit simplen Mitteln und spielten vorwiegend lange Bälle auf ihre Spitzen. Dies reichte gegen die schwachen Dübendorfer in der ersten Hälfte jedoch bei Weitem aus. Zumal sich das Heimteam als sehr effizient erwies und zwei seiner drei Möglichkeiten nutzte. Nach gut 20 Minuten reagierten die Thurgauer nach einem Volleyschuss an den Pfosten schneller als die FCD-Verteidiger und wenig später waren sie nach einem Ballverlust der Dübendorfer mit einem schnellen Gegenstoss erfolgreich. Beide Male verhielten sich die Gäste naiv und unaufmerksam. Erst nach dem zweiten Gegentreffer fand der FCD allmählich den Tritt, sorgte aber mit seinen Aktionen vorerst kaum für Gefahr.

Nur ein kurzer Hoffnungsschimmer

Unmittelbar nach der Pause folgte der nächste Nackenschlag für den FCD, und zwar in Form des dritten Gegentors, das er nach missglückter Befreiung im Anschluss an eine Ecke kassierte. Delil Ferati traf zwar nach einer Stunde erstmals für die Gäste ins Schwarze, doch bei diesen allenfalls aufkeimende Hoffnungen wurden sogleich wieder geknickt, als Diessenhofen allzu einfach zum 4:1 kam. Luca Pergolis verkürzte bald darauf immerhin noch einmal und Marko Marjanovic wäre in der Schlussphase beinahe noch der dritte FCD-Treffer geglückt. Letztlich wog die engehandelte Hypothek aber zu schwer und der FCD bleib zurecht ohne Punkte.

Diessenhofen - Dübendorf 4:2 (2:0). – Tore: 18. Meier 1:0. 25. Meier 2:0. 48. Waldvogel 3:0. 61. Ferati 3:1. 63. Bodenmann 4:1. 66. L. Pergolis 4:2.  

19. März: Volketswil feiert wichtigen Sieg

Dem FC Volketswil scheint die lange Winterpause gut bekommen zu sein. Der Aufsteiger, der zum Schluss der Hinrunde arg geschwächelt hatte, erwies sich auswärts gegen Phönix Seen als stabiler als zuletzt und landete einen 2:0-Erfolg. «Der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, ist gross», bekannte FCV-Trainer Sebastian Marda denn auch nach dem Sieg, dank dem die Volketswiler wenigstens für eine Nacht über den Strich kletterten.

Vorentscheidender Doppelschlag

Die Partie in Seen verlief zunächst wenig spektakulär. Die beiden Teams liessen einander kaum Entfaltungsmöglichkeiten, so dass vielversprechende Gelegenheiten selten waren. Der Volketswiler Luca Mercurio hatte eine davon, als er nach knapp zehn Minuten mit seinem Chip das Tor um einen guten Meter verpasste. Das Heimteam seinerseits versuchte sein Glück vor allem mit Weitschüssen, konnte mit diesen den reaktivierten FCV-Keeper Luca Loretz nicht in Verlegenheit bringen. Dafür patzte sein Gegenüber im Tor der Winterthurer, als er eine Freistossflanke fallen liess und dem von den A-Junioren ins Fanionteam gestossenen Florin Perez den Treffer zum 1:0 für die Volketswiler ermöglichte. Und noch vor der Pause doppelten die Gäste, die sich die Führung mit der etwas grösseren Laufbereitschaft verdienten, dank eines Tors von Adriano Pergolis nach.

FCV wehrt sich erfolgreich

Im zweiten Abschnitt vermochten die Gäste die Partie nicht mehr zu kontrollieren. Die Seemer verstärkten angesichts des Rückstands logischerweise ihre Bemühungen und Volketswil versuchte dagegenzuhalten. Angeführt vom tadellosen Abwehrchef Dario Schuler gelang dies zumeist gut, auch wenn die Partie zunehmend hitziger wurde, was sich auch in vielen Fouls und umstrittenen Szenen auch im Strafraum zeigte, die aber nie zu einem Penalty führten. Wirklich gefährlich wurde es für die Volketswiler indes bis zuletzt nur zweimal: als ein Phönix-Akteur aus kurzer Distanz das Tor verfehlte und als Loretz einen Freistoss stark parierte.

Phönix Seen - Volketswil 0:2 (0:2). – Tore: 38. Perez 0:1. 41. A. Pergolis 0:2.

19. März: Gossau vergibt Zweitore-Vorsprung

Der FC Gossau musste sich zum Rückrundenauftakt beim Vorletzten Töss mit einem 2:2 zufrieden geben. Obwohl die Oberländer zur Halbzeit noch mit zwei Toren in Front gelegen hatten, konnte Andreas Häsler mit dem Ausgang der Partie gut leben. «Das Resultat ist okay für mich», sagte der FCG-Coach, der davon ausgeht, dass die Winterthurer, die schon vor der Winterpause klar aufsteigende Tendenz zeigten, «noch kräftig punkten werden».

Gossau hat alles im Griff

Den Gossauern war zu Beginn nicht anzumerken, dass sie arg ersatzgeschwächt in die Partie hatten steigen müssen. Sie starteten druckvoll und wären für ihre Bemühungen beinahe schon früh belohnt worden, als Roman Gachnang aus wenigen Metern über das Tor schoss. Auch in der Folge blieb der FCG die aktivere Mannschaft. Weitere klare Chancen erspielte er sich zunächst aber nicht mehr und beim einzigen vielversprechenden Vorstoss des Heimteams hatte er Glück, dass eine Intervention von Alessio Perot im eigenen Strafraum nicht als penaltywürdig taxiert wurde. Ihre beiden nächsten Möglichkeiten nutzten die Gossauer jedoch resolut: Erst zeigte sich Gachnang nach einer halben Stunde kaltblütiger als zuvor und verwertete die Vorlage von Jonas Müller diesmal zum 0:1. Und kurz vor der Pause traf der Passgeber nach einem Freistoss per Kopf auch noch selbst ins Tor.

FCG gibt Spiel aus der Hand

Zwar waren die Gäste auch in der zweiten Hälfte gewillt, ihren scheinbar beruhigenden Vorsprung nicht einfach zu verwalten, sondern den dritten Treffer anzustreben. Doch glücken tat ihnen das nicht. Die Tössemer fanden immer besser ins Spiel und kamen nach einer Ecke denn auch prompt bald zum Anschlusstor. Müller hätte gleich darauf den alten Abstand wieder herstellen können, vertändelte den Ball aber in aussichtsreicher Position. Stattdessen verwandelte das Heimteam eine Viertelstunde vor Schluss einen umstrittenen Foulpenalty und läutete eine turbulente Schlussphase ein. In dieser flog nach einer Rudelbildung zwar noch je ein Spieler vom Platz; Treffer fielen aber trotz Chancen auf beiden Seiten keine mehr.

Töss - Gossau 2:2 (0:2). – Tore: 30. Gachnang 0:1. 44. Müller 0:2. 62. 1:2. 76. 2:2.

17. November: Greifensee verliert bei Dernière von Lakic

Der FC Greifensee hat es verpasst, eine ansprechende Hinrunde mit einem positiven Ergebnis zu beenden und seinem abtretenden Trainer Drazenko Lakic einen erfolgreichen Abschied zu bescheren. Er vermochte gegen den auf einem Abstiegsplatz liegenden FC Töss einen frühen Zweitore-Rückstand trotz mehr Spielanteilen nicht mehr wettzumachen und verlor 2:3. «Es hätt' nicht sollen sein», sagte Drazenko Lakic, der aus familiären Gründen zurücktritt und die Mannschaft auf dem siebten Platz liegend seinem noch zu bestimmenden Nachfolger übergibt. Am positiven Fazit hielt er dennoch fest: «Wir haben eine tolle Vorrunde gespielt mit einer tollen Truppe, der ich viel Glück wünsche», so Lakic.

Greifensee früh in Rücklage

Dass es für Lakic keinen erfreulichen Abschied geben würde, hatte sich schon früh abgezeichnet. Greifensee übernahm zwar sogleich das Kommando und Severin Burkart drosch schon nach zwei Minuten einen Freistoss aus über 20 Metern Entfernung an die Latte. Die Gäste zeigten sich aber unbeeindruckt und waren nur wenig später gleich auf Anhieb erfolgreich, nachdem ein Greifenseer Abwehrspieler eine Hereingabe von rechts nur ungenügend hatte klären können. Noch vor Ablauf einer Viertelstunde trafen die Winterthurer gar ein zweites Mal, als der beim Herauslaufen zögernde FCG-Goalie Timmy Ley überlobt wurde. Danach war der FCG bis zur Pause zwar die spielbestimmende Mannschaft, doch ein Erfolgserlebnis war ihm nicht vergönnt. Dem Torerfolg am nächsten kam das Heimteam nach einer guten halben Stunde, als erst Nino Fikic mit seinem Kopfball am gegnerischen Keeper scheiterte und dann Maurin Frehner den Nachschuss übers Tor jagte.  

Vergebliche Aufholjagd

In der zweiten Hälfte blieben die Greifenseer aktiv und waren zu keinem Zeitpunkt das schwächere Team. Die Tössemer waren mit ihren Vorstössen aber weiterhin ebenso gefährlich wie der FCG und markierten rund zehn Minuten vor Schluss nach einem gekonnt zu Ende gespielten Konter das 0:3. Greifensee dachte zwar nicht daran, aufzustecken und kam in der hektischen Schlussphase dank Treffern von Dario Hanhart und Patrick Ley, die jeweils Abpraller verwerteten, noch einmal heran. Doch mehr lag an diesem Abend für das Heimteam nicht drin. Schlimmer noch: Der FCG verlor nicht nur die Partie, sondern auch seinen Spieler Robin Momoh, der nach einem üblen Foul der zuweilen rustikal zu Werke gehenden Gäste mit einem Beinbruch ausschied.

Greifensee - Töss 2:3 (0:2). – Tore: 7. Pedrosa 0:1. 14. Calla 0:2. 79. 0:3. 82. Hanhart 1:3. 90. P. Ley 2:3.

14. November: Ein Punkt für Dübendorf

Der FC Dübendorf hat seine erfreuliche Hinrunde mit einem 1:1 bei den Reserven des FC Schaffhausen beendet. Er demonstrierte dabei ein weiteres Mal, zu welcher Einheit er in dieser Saison gewachsen ist und machte in einer Partie auf hohem Niveau einen Rückstand wett. Restlos zufrieden war Luca Ferricchio mit dem Ergebnis dennoch nicht. «Ein leichter bitterer Nachgeschmack bleibt», sagte der FCD-Coach, dessen Schützlinge im März die Rückrunde auf dem dritten Platz liegend in Angriff nehmen werden. Er dachte dabei an die beste Phase seiner Mannschaft nach der Pause, die torlos blieb, an den Fehler beim Gegentreffer und an die gute Chance zum Lucky Punch kurz vor Schluss.

FCD mit leichten Vorteilen

Die Dübendorfer fanden schnell Zugriff zum Spiel, waren häufiger im Ballbesitz als die jungen Schaffhauser und kamen zuerst zu Möglichkeiten. Delil Ferati zeigte sich in Tornähe aber zweimal ebenso zu zögerlich wie Daniel Angliker, der an der Strafraumgrenze den Moment zur Schussabgabe verpasste und einen Haken zu viel schlug. Das Heimteam lauerte auf Ballverluste der Dübendorfer und lancierte jeweils schnelle Gegenstösse über die Flügel, die aber nie in allzu brenzligen Situationen mündeten. Nachdem Ferati den gegnerischen Goalie ein erstes Mal ernsthaft geprüft hatte, hatte der FCD allerdings Glück, dass ein Tor der Schaffhauser wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde.

Marjanovic trifft und vergibt

Nach der Pause legten die Gäste einen Zacken zu und tauchten öfter in Tornähe auf; zwingend waren sie dabei aber nicht. Stattdessen liessen sie die Schaffhauser bei deren erstem Angriff im zweiten Abschnitt zu lange gewähren, was zum 0:1 führte. Der FCD bewies aber Moral und glich beinahe umgehend aus, als Marko Marjanovic nach gekonnter Vorarbeit von Eldin Omerovic und Ferati erfolgreich war. Die vielversprechendste Möglichkeit in der Schlussphase, in der die Partie auf beide Seiten hätte kippen können, hatte abermals Marjanovic. Diesmal traf der FCD-Stürmer den Ball aber nicht richtig, so dass es beim insgesamt gerechten Unentschieden blieb.

Schaffhausen 2 - Dübendorf 1:1 (0:0). – Tore: 63. 1:0. 71. Marjanovic 1:1.

14. November: Brüttisellen wehrt sich gegen Greifensee vergeblich

Der FC Greifensee überzeugte auswärts gegen Brüttisellen-Dietlikon nur in der ersten Hälfte, nach der er mit zwei Toren voran lag. Obwohl Brüttisellen gleich nach der Pause verkürzen konnte und die Partie lange Zeit offenhielt, geriet der FCG aber nicht allzu arg ins Zittern und gewann nach einem weiteren Treffer in der Nachspielzeit 3:1. «Die zweite Halbzeit war sicher weit weg von souverän, doch Brüttisellen hat es kaum je geschafft, aus dem Spiel heraus Gefahr zu erzeugen», sagte der rekonvaleszente FCG-Captain Elia Jenni. «Die Partie war ein Spiegelbild der gesamten Hinrunde», befand derweil Stipe Kelava, der Co-Trainer der Brüttiseller, die mit nur vier Punkten aus 13 Spielen auf dem letzten Platz überwintern.

Greifensee überlegen

Die Greifenseer starteten ansprechend in die Partie und brachten die Brüttiseller Abwehr wiederholt mit langen Bällen auf ihre schnellen Flügel in Verlegenheit. Wie bei einem ersten Abschluss von Severin Burkart fehlte den Aktionen zunächst aber die Genauigkeit. Umso präziser war dann allerdings der nicht allzu scharfe Schuss von Alec Brändli zum 0:1 für die Gäste. Während die Brüttiseller sich auch danach einzig auf ihren Stürmer Andris Rosa verliessen, der nach weiten Zuspielen vereinzelt für Wirbel sorgte, zeigte der FCG zuweilen auch Ballstafetten und kam zu weiteren Gelegenheiten. Einem Treffer von Pascal Unholz wurde aber wegen eines Schubsers die Anerkennung verwehrt und Burkarts Schuss lenkte Yanick Hirzel an die Latte. Nicht auf der Höhe war der FCB-Keeper indes bei einem Freistoss in der 40. Minute, den Levin Brunner direkt verwandelte.

Spannend bis zuletzt

Der erst 17-jährige Leandro Maione machte es mit einem fulminanten Schuss nach der Pause sogleich wieder spannend. Die Greifenseer zogen sich zurück und überliessen das Spieldiktat dem Heimteam, das damit aber nicht allzu viel anzufangen wusste und sich lediglich einige Halbchancen erspielte. Die beste Möglichkeit hatte gar der FCG, als ein Ball von Burkart eine Viertelstunde vor Schluss an den Pfosten prallte. In der Nachspielzeit reüssierte Burkart nach zwei Schüssen an die Torumrandung dann doch noch und traf zum 3:1 für die Greifenseer, die am Mittwoch im Nachtragsspiel gegen Töss noch einmal im Einsatz stehen. Für Drazenko Lakic wird es die letzte Partie mit Greifensee überhaupt sein. Der FCG-Trainer hat nämlich nach zwei Jahren im Verein aus familiären Gründen seinen Rücktritt per Ende der Vorrunde bekannt gegeben.

Brüttisellen-Dietlikon - Greifensee 1:3 (0:2). – Tore: 16. Brändli 0:1. 40. Brunner 0:2. 47. Maione 1:2. 91. Burkart 1:3.

14. November: Volketswil verliert auch in Diessenhofen

Der FC Volketswil hat seine Baisse auch im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres nicht überwinden können. Er brachte in der Auswärtspartie gegen Tabellennachbar Diessenhofen in der Offensive kaum etwas zustande, leistete sich in der Abwehr aber zwei dicke Patzer und verlor deshalb 0:2. «Wir gehen auf den Felgen, die Pause kommt für uns drei Wochen zu spät», sagte FCV-Trainer Sebastian Marda, der mit seiner Mannschaft auf einem Abstiegsplatz überwintert.

Erste Chance für Volketswil

Die Volketswiler benötigten einige Minuten, um mit der körperbetonten Spielweise der Thurgauer zurechtzukommen, erarbeiteten sich aber als erstes Team eine Torgelegenheit. Luca Mercurio traf nach einem Freistoss allerdings nur das Aussennetz. Besser machten es kurz darauf die Diessenhofer, die bei ihrem Treffer zum 1:0 von der Mutter aller Abwehrfehler profitierten: einem Querpass, der es einem Stürmer erlaubt dazwischenzugehen. Mit der Führung im Rücken blieb das Heimteam aktiver. Es spielte meist lange Bälle auf die Flügel, konnte die nun aufmerksame Abwehr der Volketswiler, die ihrerseits bis zur Pause offensiv überhaupt nicht mehr in Erscheinung traten, aber kaum je in grössere Verlegenheit bringen.

«Eigentlich ein 0:0-Spiel»

Im zweiten Abschnitt wirkten die Gäste nach einer taktischen Umstellung präsenter und in den Zweikämpfen entschlossener. Dazu imstande, sich einmal mit mehreren Pässen in die Nähe des gegnerischen Tors zu spielen, waren die Oberländer aber nicht, zu häufig ging der Ball verloren. Und weil sich auch Diessenhofen mit zielstrebigem Kombinationsspiel schwertat, entwickelte sich «eine Begegnung, die eigentlich ein 0:0-Spiel gewesen wäre», wie Marda fand. Weil seine Mannschaft in der Abwehr gepatzt hatte und dies rund zehn Minuten vor Schluss gleich noch einmal tat, wurde daraus am Ende aber ein 0:2.

Diessenhofen – Volketswil 2:0 (1:0). – Tore: 15. Züst 1:0. 77. Waldvogel 2:0.

13. November: Uster nur zu Beginn mit Mühe

Der FC Uster tat sich in seinem letzten Hinrundenspiel in Töss zu Beginn zwar schwer und geriet sogleich in Rückstand. Dann aber erholte er sich und gewann noch standesgemäss 5:2. «Das war sicher nicht unser bestes Spiel», befand Robin Steinmetz. «Aber nachdem wir den Rank gefunden hatten, hatten wir die Partie mehr oder weniger unter Kontrolle», sagte der Captain der Ustermer, die als Zweitplatzierte mit einem Punkt Rückstand auf Leader Veltheim in die lange Winterpause gehen.

Uster sogleich in Rücklage

Das Spiel gegen den auf einem Abstiegsplatz liegenden FC Töss begann für die offensichtlich nicht ganz wachen Ustermer mit einem Paukenschlag. Es dauerte nämlich keine Minute, bis der FCU nach einem langen Ball und Abstimmungsproblemen in der Abwehr im Hintertreffen lag. Wenig später hätte es beinahe noch düsterer ausgesehen für die Gäste, die ihrerseits ebenfalls schon in der Anfangsphase zweimal gefährlich auf das gegnerische Tor schossen; diesmal traf Töss aber nur den Pfosten. Nach den wilden Startminuten kamen die Ustermer mit der teils äusserst offensiven Grundausrichtung des Heimteams immer besser zurecht und ausgerechnet dem Ur-Tössemer Sedat Nuhiji gelang mit einem sehenswerten Schlenzer der Ausgleich. Noch vor der Pause ging der FCU gar in Führung, als Finn Knecht eine Steilvorlage von Theo Osterwalder verwertete.

Sieg nicht mehr in Gefahr

Nach dem Seitenwechsel brachte Denis Dzepo sein Team bald definitiv auf die Siegerstrasse und Dominik Cennerazzo setzte später noch eins drauf. Zwar war Töss zehn Minuten vor Schluss auch noch einmal erfolgreich, doch geriet der Sieg der Ustermer nicht mehr in Gefahr. Weil diese sich gegen die zuletzt komplett offenstehenden Tössemer bei ihren Gegenstössen reichlich ungeschickt anstellten, liess die endgültige Entscheidung allerdings bis zum letzten Moment der Nachspielzeit auf sich warten. Dann erst traf Florentino Da Silva zum 5:2 für Uster.

Töss - Uster 2:5 (1:2). – Tore: 1. Yildiz 1:0. 16. Nuhiji 1:1. 34. Knecht 1:2. 56. Dzepo 1:3. 70. Cennerazzo 1:4. 78. Yildiz 2:4. 93. Da Silva 2:5.   

13. November: Gossau punktet bei Phönix

In einer Partie mit vielen Auf und Abs sicherte sich der FC Gossau zum Abschluss der Vorrunde auswärts gegen Phönix Seen einen Punkt. Nachdem die Oberländer in der ersten Hälfte einen Rückstand gedreht hatten, verspielten sie nach der Pause ihren Vorsprung und gerieten selbst wieder ins Hintertreffen, bevor ihnen noch einmal der Ausgleich gelang. «Angesichts unserer zahlreichen Chancen in der ersten Halbzeit hätten wir sicher mehr rausholen können», sagte FCG-Coach Andreas Häsler, der «aufgrund dessen, dass der Gegner zuletzt näher am Sieg stand als wir», mit dem Unentschieden dennoch leben konnte.

Ereignisreicher Auftakt

Die Gossauer fanden sofort ins Spiel und hätten schon ganz früh einen Penalty zugesprochen bekommen können, als Alessio Perot im gegnerischen Strafraum hart angegangen wurde. Der Schiedsrichter entschied aber anders und wenig später traf Daniel Meier, der den Seemer Keeper bereits umspielt hatte, nur das Aussennetz. Dafür war das Heimteam bei erster Gelegenheit erfolgreich, nachdem ein Einsteigen von Youssouf Ouattara als penaltywürdig taxiert worden war. Die Gossauer reagierten aber umgehend und nachdem Perot zunächst noch den Ausgleich vergeben hatte, zeigte diesmal der Schiedsrichter nach einer Intervention am Gossauer Angreifer auf den Punkt, und Yves Kündig traf per Penalty zum 1:1. Kurz darauf verwandelte Roman Gachnang eine Flanke zum 2:1 für Gossau und wiederum Gachnang sowie Perot hätten die Führung gar noch ausbauen können.

Kuriose Offside-Geschichte

In der Pause geschah Bemerkenswertes: Der Schiedsrichter musste mit einer Zerrung passen, worauf der Linienrichter seinen Part übernahm und den Gossauern beschieden wurde, dass auf ihrer Abwehrseite fortan kein Offside mehr gepfiffen würde – auf der anderen aber sehr wohl. «Das habe ich noch nie erlebt», sagte Häsler verblüfft, «ich weiss gar nicht, ob das regelkonform war.» Die Gossauer schienen jedenfalls ziemlich irritiert ob der ungewohnten Ausgangslage und mussten den Winterthurern zwei weitere Tore zugestehen. Fabio De Nunzio glich mit einem direkt verwandelten Freistoss aber postwendend aus und die hektische Schlussphase überstand der FCG auch dank seines Torhüters Patrick Ege, der einmal mit dem Fuss rettete, unbeschadet.

Phönix Seen - Gossau 3:3 (1:2). – Tore: 7. Dauti (Foulpenalty) 1:0. 18. Kündig (Foulpenalty) 1:1. 21. Gachnang 1:2. 56. Surlici (Foulpenalty) 2:2. 65. Surlici 3:2. 69. De Nunzio 3:3.

13. November: Rüti gegen den Leader chancenlos

Der FC Rüti hat seine gänzlich verunglückte Hinrunde so beendet, wie es zu dieser passt: mit einer Niederlage. Gegen Tabellenführer Veltheim sahen die wieder mit mehreren Junioren angetretenen Rütner lange Zeit kein Land. Danach fanden sie zwar etwas besser in die Partie, doch erwiesen sie sich in der Offensive selbst gegen einen dezimierten Gegner zum wiederholten Mal als zu wenig durchschlagskräftig, um einem Punktgewinn nahe zu kommen. «Da gibt es gar nichts zu beschönigen», sagte Rütis Trainer Shaip Krasniqi. «Die waren uns in der ersten Hälfte total überlegen,»

Veltheim zu gut

Der verblüffend starke Aufsteiger zeigte von Beginn weg eindrücklich, dass er nicht zufällig Leader ist. Er drängte die Rütner zurück und liess den Ball auf dem Kunstrasen in einem Tempo zirkulieren, mit dem die Rütner schlicht überfordert waren. Diese hielten zwar dagegen, so gut es ging, doch reichte dies nicht, um nicht schon nach einer guten Viertelstunde 0:2 im Hintertreffen zu liegen. Erst hatte die Abwehr bei einer Ecke einen Gegenspieler am zweiten Pfosten vergessen und danach leistete sich der junge Mathis Caduff einen schweren Abspielfehler. Auch danach blieben die Veltheimer spielbestimmend, doch die Rütner verteidigten wacker und konnten so den Rückstand immerhin in Grenzen halten. Selbst kamen sie allerdings nur nach Standards in die Nähe des gegnerischen Strafraums, etwa als Dennis Aberia eine Flanke von Drilon Gashi nur knapp neben den Pfosten setzte.

Auch in Überzahl zu harmlos

Nach der Pause durften die Gäste nach einer gelb-roten Karte gegen Veltheim in Überzahl agieren. Sie nutzten diese zwar, um die Partie zu kontrollieren und einige sehenswerte Spielzüge zu zeigen. Richtig gefährlich wurden sie dabei aber kein einziges Mal. Im Gegenteil: Die besseren Möglichkeiten hatten bis zuletzt die Winterthurer, die FCR-Keeper Ognjen Jovanovic einmal zu einer Parade zwangen und ein anderes Mal nur die Latte trafen.

Veltheim - Rüti 2:0 (2:0). – Tore: 7. 1:0. 17. 2:0.

10. November: Uster dreht Partie gegen Schaffhausen

Die Entlassung von Trainer Ursal Yasar hat sich für den FC Uster fürs Erste positiv ausgewirkt. In der Nachtragspartie gegen die Reserven des FC Schaffhausen holten die Ustermer einen Rückstand auf und errangen dank zweier Tore in der Schlussphase noch einen 3:1-Erfolg. «Es hat uns offensichtlich gutgetan, dass wir für einmal nicht als Favorit ins Spiel gehen mussten», sagte FCU-Captain Robin Steinmetz, der neben der solidarischen Mannschaftsleistung vor allem die gelungenen Darbietungen der ganz jungen Spieler Fabian Schuppisser, Niko Civelli und Theo Osterwalder hervorhob.

Schaffhausen legt vor

Zunächst war allerdings von befreitem Aufspielen noch nicht viel zu sehen gewesen. Die sowohl spielerisch als auch läuferisch starken Schaffhauser bestimmten das Spiel und liessen den Ustermern oft das Nachsehen. Das 0:1 nach einer Viertelstunde nach einem Durchbruch am Flügel war nichts als die logische Konsequenz. Auch danach blieben die Gäste am Drücker und es bedurfte einer Glanzparade des erst 17-jährigen Torhüters Schuppisser, damit der FCU nicht höher in Rückstand geriet. Dann aber erwachte Uster und erspielte sich ebenfalls einige Torgelegenheiten. Ein möglicher Penalty wurde aber nicht gepfiffen und Steinmetz verpasste das Ziel per Kopf ebenso wie Denis Dzepo mit dem Fuss. Kurz vor der Pause musste allerdings noch einmal Schuppisser retten.

Ustermer Schlussspurt

Im zweiten Abschnitt waren es plötzlich die Ustermer, die der Partie vor allem dank schnellem Umschalten den Stempel aufdrückten. Folge der merklichen Leistungssteigerung war der Ausgleich zwanzig Minuten vor Schluss, den der eingewechselte Can Bozkir erzielte, der nach langer Verletzungspause und trotz fehlenden Trainings erstmals wieder im Kader stand. Die Schaffhauser blieben jedoch gefährlich und zwangen Schuppisser noch einmal zu einer spektakulären Parade. Das Heimteam gab sich mit dem Unentschieden ebenfalls nicht zufrieden und wurde für seine Angriffslust in der Schlussphase belohnt: Finn Knecht, der Minuten zuvor noch alleine vor dem gegnerischen Keeper gescheitert war, verwertete eine Hereingabe von der linken Seite zum 2:1. Und ganz am Ende der äusserst hektischen Nachspielzeit beseitigte Altin Ramabaja mit seinem bereits achten Saisontor die letzten Zweifel am Sieg der Ustermer, die dank diesem Erfolg bis auf einen Punkt zu Leader Veltheim aufschlossen.

Uster - Schaffhausen 2 3:1 (0:1). – Tore: 15. Vukasinovic 0:1. 69. Bozkir 1:1. 82. Knecht 2:1. 90. Ramabaja 3:1.

7. November: Nullnummer zwischen Rüti und Brüttisellen

Rüti und Brüttisellen-Dietlikon demonstrierten auch in der Direktbegegnung eindrücklich, warum sie in der Tabelle derart weit unten stehen. Der von Verletzungssorgen geplagte Interregio-Absteiger und das Tabellenschlusslicht lieferten sich ein Duell auf bescheidenem Zweitliga-Niveau und schenkten sich in punkto Harmlosigkeit nichts. Einem Erfolgserlebnis am nächsten kamen bei einem Pfostenschuss die Gäste, deren Co-Trainer denn auch trotz des seltenen Punktgewinns nur von einem «halbwegs positiven Resultat» sprach. «Heute wäre definitiv mehr dringelegen», so Stipe Kelava. Ganz anderer Meinung war Shaip Krasniqi: «Da hat er wohl ein anderes Spiel gesehen», kommentierte der Coach der Rütner.

Auf beiden Seiten kaum Chancen

Einig waren sich die beiden Übungsleiter einzig in der Bewertung des sich in einem besorgniserregenden Zustand befindlichen Terrains in Rüti, das auch nicht eben zu einer höheren Qualität der Partie beitrug. Und weil beide Teams im Angriff kaum etwas zustandebrachten, sich aber zumindest in der Defensive nur wenige Fehler erlaubten, war auch der Unterhaltungswert überschaubar und die Torszenen rar. Die von Verletzungssorgen geplagten Rütner schossen dreimal halbwegs gefährlich auf das gegnerische Tor, die Brüttiseller noch weniger. Dafür hatten sie die beste Gelegenheit, als Marvin Meckes eine Viertelstunde vor Schluss nur den Pfosten traf.

Punkt hilft keinem

Die unvermeidbare Folge aus all dem war ein torloses Unentschieden, das freilich niemandem hilft. Nicht dem Tabellenletzten FC Brüttisellen, der immerhin im zwölften Saisonspiel zum zweiten Mal nicht verlor, nachdem er gegen Bassersdorf, den anderen Interregio-Absteiger, den bis dato einzigen Sieg errungen hatte. Und auch nicht den Rütnern, die in Strichnähe in die Winterpause taumeln und sich nach der Rückkehr der Verletzten in der Rückrunde sehnen. «Dann wird man einen ganz anderen FC Rüti sehen», verspricht Trainer Krasniqi schon einmal.

Rüti - Brüttisellen-Dietlikon 0:0.

7. November: Dübendorf kehrt zum Siegen zurück

Der FC Dübendorf hat nach seiner ersten Saisonniederlage in der Vorwoche bei erster Gelegenheit zum Siegen zurückgefunden. Er bezwang den eine ähnlich gute Vorrunde spielenden FC Wiesendangen auswärts 2:1 und setzte sich damit in der Spitzengruppe fest. «Die Reaktion meiner Mannschaft auf den Rückschlag hat mir gefallen, Wille und Bereitschaft haben wieder gestimmt», sagte FCD-Trainer Luca Ferricchio.

FCD engagiert, aber nicht zwingend

Die Dübendorfer zeigten sich von Beginn weg aufsässig, zweikampfstark und solidarisch. Sie hielten den Ball zumeist in ihren Reihen und versuchten auch spielerisch Akzente zu setzen. Allzu gefährlich vermochten sie dennoch nicht in den gegnerischen Strafraum vorzudringen. Ali Hoti etwa zog einem Schuss aus aussichtsreicher Position einen Pass vor und auch Daniel Anglikers Zuspiel in Tornähe fand keinen Abnehmer. Die wie üblich vorwiegend mit langen Bällen operierenden Wiesendanger hatten bis zur Pause lediglich eine Möglichkeit. Bei dieser verpassten sie den Führungstreffer allerdings nur knapp, prallte der Ball doch an den Pfosten. Die Torumrandung traf später auch Hoti, als er einen Corner direkt an die Latte setzte.

Dübendorf lässt wenig zu

Nach der Pause standen die Wiesendanger etwas höher, was den Gästen indes nur kurzzeitig Mühe bereitete. Danach fanden sie die Lösung in Zuspielen in die Tiefe und genau ein solches führte auch zum 1:0 für den FCD. Angliker erzielte es, indem er einen Chip hinter die Abwehr von Ali Sipar in bester Stürmer-Manier verwertete. In der Folge wurden die Dübendorfer vom Heimteam zwar in die eigene Hälfte zurückgedrängt, brenzlige Situationen hatten sie aber kaum zu überstehen. Schliesslich glückte den Dübendorfern in der Nachspielzeit der erlösende zweite Treffer, für den Dino Brembilla nach einem schnellen Konter verantwortlich war. Das Anschlusstor für Wiesendangen war nur noch ein kleiner Wermutstropfen.

Wiesendangen - Dübendorf 1:2 (0:0). – Tore: 58. Angliker 0:1. 92. Brembilla 0:2. 94. 1:2.

7. November: Gossau siegt klar und deutlich

Der FC Gossau überzeugte im letzten Heimspiel der Vorrunde gegen Diessenhofen mit erfrischendem Offensiv-Fussball und feierte einen diskussionslosen 5:0-Erfolg. Andreas Häsler war mit seinen Schützlingen denn auch vollauf zufrieden: «Abgesehen von einer kurzen Phase vor und nach der Pause war das eine souveräne Leistung von uns», sagte der FCG-Trainer.

FCG erst im Pech, dann im Glück

Die favorisierten Gossauer liessen zunächst keine Zweifel darüber aufkommen, dass sie als Sieger vom Platz zu gehen gedachten. Sie fanden schnell in die Partie und spielten sich schon früh Möglichkeiten heraus. Und nach einer knappen Viertelstunde waren sie auch schon ein erstes Mal erfolgreich, als Peter Niffeler eine Flanke von Jonas Müller per Kopf verwertete. Auch danach blieb der FCG am Drücker, doch verpasste er es, seine Führung auszubauen. Dem zweiten Tor am nächsten kam Roman Gachnang, dessen Schuss an die Latte prallte. In den Minuten vor der Pause liessen die Oberländer etwas nach und musste ihrerseits das Glück in Anspruch nehmen, als die Gäste bei ihrer einzigen gefährlichen Aktion bis dahin ebenfalls nur die Latte trafen.  

Ouattara trifft zweimal per Kopf

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel hatten die Thurgauer den Ausgleich erneut auf dem Fuss, doch FCG-Torhüter Marc Fankhauser rettete gleich zweimal spektakulär. In der Folge kehrte das Heimteam zu alter Stärke zurück und sorgte mit zwei Toren innert zehn Minuten für die Vorentscheidung; beide Mal traf Youssouf Ouattara nach einem Eckball per Kopf ins Schwarze. In der Folge hatte der FCG leichtes Spiel mit dem sich allmählich dem Schicksal ergebenden Gegner und erzielte bis zuletzt zwei weitere Tore. Erst verwandelte wieder Niffeler eine Hereingabe des eingewechselten Fabio De Nunzio und wenig später gelang Domenico Carnuccio der fünfte und letzte Treffer zum komfortablen 5:0-Sieg.

Gossau - Diessenhofen 5:0 (1:0). – Tore: 15. Niffeler 1:0. 53. Ouattara 2:0. 63. Ouattara 3:0. 73. Niffeler 4:0. 78. Carnuccio 5:0.

6. November: Uster verspielt Zweitore-Vorsprung und verliert

Der FC Uster musste im Kampf um die Tabellenspitze gegen Phoenix Seen eine ganz bittere Pille schlucken. Die Ustermer liessen nach einer 4:2-Führung Laufarbeit und Konzentration vermissen und verloren nach drei Gegentoren in der Schlussphase noch 4:5. Für Trainer Ursal Yasar hatte die dritte Niederlage im elften Spiel Konsequenzen: Er wurde unmittelbar nach dem Spiel entlassen.

Fulminanter Auftakt

Dass es eine äusserst torreiche Partie werden könnte, zeichnete sich schon in den ersten Minuten ab. In diesen fielen nämlich gleich drei Treffer. Zuerst verwertete Denis Dzepo eine scharfe Hereingabe von Altin Ramabaja und brachte den Favoriten in Führung. Dann aber schlugen die Seemer nach gegnerischen Abwehrfehlern gleich doppelt zurück. Erst waren sie erfolgreich, nachdem die Ustermer nach einer Ecke nicht hatten klären können, und nur wenig später profitierten sie von einem Fehler von FCU-Goalie André Schmid, der einen bereits gefangenen Ball wieder fallen liess. Nach dem fulminanten Auftakt beruhigte sich die Partie allerdings merklich und die Torszenen wurden rar. Die Ustermer kontrollierten zwar das Geschehen und waren weit häufiger am Ball als der Gegner, klare Abschlussmöglichkeiten erspielten sie sich aber bis zur Pause keine mehr.

Entscheidung in der 95. Minute

Dies änderte sich nach der Pause und Ramabaja nutzte gleich die erste Chance zum Ausgleich, als er aus spitzem Winkel ins Ziel traf. Danach hatte das Heimteam die Partie vollends im Griff und gewannen seine Aktionen an Überzeugung. Zwei Tore von Ruben Suarez und Dzepo waren die logische Folge davon und schienen die Ustermer auf die Siegerstrasse zu bringen. Auf dieser wähnte sich offenbar auch der FCU, denn er ging hernach nicht mehr mit derselben Konsequenz zur Sache und liess die Gäste in die Partie zurückkehren. Ohne dass die Winterthurer allzu viel dafür hätten tun müssen, schossen sie selbst zwei weitere Tore. Und tief in der Nachspielzeit, als Uster den Sieg doch noch erzwingen wollte, gelang ihnen nach einem schnellen Konter gar noch das 4:5.

Uster - Phönix Seen 4:5 (1:2). – Tore: 2. Dzepo 1:0. 4. Dauti 1:1. 6. Wagner 1:2. 47. Ramabaja 2:2. 63. Suarez 3:2. 70. Dzepo 4:2. 79. Inglin 4:3. 85. Galasso 4:4. 95. Surlici 4:5.

6. November: Volketswil kassiert nächste Pleite

Der FC Volketswil hatte den Reserven des FC Schaffhausen nicht genug entgegenzusetzen und verlor deutlich 0:4. «Dabei hatten wie mehr Torchancen als zuletzt», sagte FCV-Coach Sebastian Marda, dessen Mannschaft sich nicht derart dominieren lassen musste, wie das Resultat glauben macht. Am Ende stand aber dennoch die dritte klare Niederlage in Folge für den Aufsteiger.

FCV verpasst die Führung

Volketswil hielt mit dem Favoriten zunächst gut mit und hätte nach einem gekonnten Pass in die Schnittstelle gar in Führung gehen können; Gabriel Deuber scheiterte jedoch am Schaffhauser Torwart. Die Gäste hingegen nutzten gleich ihre erste halbbatzige Gelegenheit und trafen mit einem prächtigen Schuss aus über 25 Metern Entfernung zum 0:1. Nachdem die Volketswiler später bei einem gegnerischen Pfostenschuss das Glück hatten beanspruchen müssen, fanden sie wieder besser ins Spiel und zeigten sich zweikampfstärker. Weitere Möglichkeiten vermochten sie sich bis zur Pause aber nicht herauszuspielen. Auch die Schaffhauser, die eher abwartend agierten, aber immer wieder schnell über die Flügel vorstiessen, wurden bis dahin kaum mehr gefährlich.

Volketswil wird müde

In der zweiten Hälfte dauerte es indes nicht lange, bis sich das Heimteam nach einem eigenen Eckball auskontern liess und das zweite Gegentor hinnehmen musste. Nach einer Stunde verhinderte FCV-Keeper Thierry Ursprung mit einer tollen Parade die vorzeitige Entscheidung und liess sein Team weiter hoffen. Dieses steckte denn auch nicht auf und erspielte sich einige, allerdings wenig zwingende Gelegenheiten, um in die Partie zurückzukehren. Die Volketswiler liessen diese aber aus und wurden gegen Ende sichtbar müde, was die cleveren Schaffhauser in der Schlussphase zu zwei weiteren Treffern nutzten. Zuletzt bot sich den Volketswilern gleich viermal die Chance, wenigstens ein Ehrentor zu erzielen. Doch selbst dieses wollte ihnen an diesem Abend nicht gelingen.

Volketswil - Schaffhausen 2 0:4 (0:1). – Tore: 17. Sadik 0:1. 53. Vukasinovic 0:2. 83. Alves 0:3. 86. Fejzuli 0:4.

31. Oktober: Gossau unterliegt trotz hartem Kampf

Der FC Gossau vermochte den spiel- und formstarken Reserven des FC Schaffhausen auswärts zwar über weite Strecken Paroli zu bieten, verlor aber dennoch knapp 2:3. «Schade, angesichts des verschossenen Penaltys und der vergebenen Grosschance in der Schlussminute wäre ein Punktgewinn sicher nicht unverdient gewesen», bedauerte FCG-Trainer Andreas Häsler, der aber eingestand, dass der Gegner «insgesamt die feinere Klinge geführt» habe.

Gossau verteidigt kompakt

Im Wissen um die spielerischen Qualitäten der Schaffhauser liessen die Gossauer ihren Gegner bewusst die Partie diktieren und konzentrierten sich auf die defensiven Aufgaben. Dies gelang dem FCG zunächst sehr gut. Nach einem seiner sporadischen Konter hatte er gar die erste Gelegenheit des Spiels; Roman Gachnang traf aber nach einem Zuspiel von Peter Niffeler den Ball nicht richtig. In der Folge sorgte das Heimteam vor allem mit schnellen Pässen in die Tiefe immer wieder für Unruhe bei den Gossauern, welche die Ordnung aber kaum je verloren und weiterhin solidarisch verteidigten. Und als die Gäste gegen Ende der ersten Hälfte wieder einmal in der Offensive in Erscheinung traten, wurden sie sogleich dafür belohnt, als Gachnang nach einer Ecke erfolgreich war. Kurz vor der Pause war die Führung im Anschluss an einen gegnerischen Corner aber bereits wieder dahin.

Späten Ausgleich verpasst

Im zweiten Abschnitt dauerte es nicht lange, bis Schaffhausen nach einem Fehler der Gossauer in der Vorwärtsbewegung ein zweites Mal reüssierte. Und als das Heimteam nach einem weiteren gelungenen Vorstoss seinen Vorsprung auf 3:1 ausbaute, schienen den Oberländern die Felle davonzuschwimmen. Der FCG wurde nun aber zwangsläufig angriffsfreudiger und hätte nach einem Foul an Niffeler im Strafraum verkürzen können; Perparim Gashi verschoss jedoch den darauf folgenden Penalty. Zehn Minuten vor Schluss wurde die Partie dank des Anschlusstors von Niffeler dann doch noch einmal spannend. Weil Oswaldo Van Dunem in der Schlussminute nach einer Ecke aus kurzer Distanz nur die Beine des Schaffhauser Torhüters traf, blieb es aber bei der knappen Niederlage für Gossau.

Schaffhausen 2 - Gossau 3:2 (1:1). – Tore: 41. Gachnang 0:1. 44. 1:1. 50. 2:1. 58. 3:1. 81. Niffeler 3:2.  

31. Oktober: Uster kehrt die Partie spät

Der FC Uster hat sich nach seiner Corona-bedingten Spielpause mit einem 3:1-Erfolg in Diessenhofen zurückgemeldet. Der Sieg in einem besonders vor der Pause schwachen Spiel war allerdings ein hart erkämpfter, die Wende glückte den Ustermern nach einem frühen Rückstand erst in den letzten zehn Minuten.

«Eine der schwächsten Halbzeiten»

Die Morgen-Partie auf dem schwer bespielbaren Terrain bot lange Zeit wenig Erkleckliches. «Das war wohl eine der schlechtesten Halbzeiten im Zweitliga-Fussball überhaupt», sagte FCU-Captain Robin Steinmetz gar. Uster hatte zwar schon nach wenigen Minuten die Gelegenheit zur Führung, als ein gegnerischer Verteidiger gerade noch auf der Linie klären konnte. Danach aber leisteten sich die Ustermer Fehlpass über Fehlpass und waren von einem Treffer weit entfernt. Das Heimteam drosch die Bälle derweil einfach nach vorne und schoss ein einziges Mal aufs Tor. Blöderweise für Uster wurde dieser eigentlich harmlose Schuss aus über 20 Metern nach einer Viertelstunde aber unglücklich abgelenkt und fand den Weg ins Ziel.

«Sieg eingewechselt»

Nach der Pause übernahmen die Gäste zwar allmählich das Kommando. Bis auf einen fulminanten Freistoss von Denis Dzepo ans Lattenkrauz und weitere Versuche aus der Distanz schaute dabei allerdings nichts heraus. Gefährlicher wurde der FCU erst mit den Hereinnahmen von Sedat Nuhiji und Ruben Suarez, die dann auch wesentlichen Anteil an der späten Wende hatten. Erst leitete Nuhiji mit einem klugen Seitenwechsel den Ausgleich durch Florentino Da Silva ein und nur zwei Minuten später tankte sich Dzepo durch den gegnerischen Strafraum und bediente Suarez, der zum 2:1 für Uster traf. Und nachdem die Gäste kurz darauf nur knapp um das zweite Gegentor herumgekommen waren, gelang Ramabaja nach einem Zuspiel des eben erst eingewechselten Oscar Barreiro der siegsichernde dritte Treffer.

Diessenhofen - Uster 1:3 (1:0). – Tore: 14. 1:0. 80. Da Silva 1:1. 82. Suarez 1:2. 86. Ramabaja 1:3.

31. Oktober: Rüti verliert Duell der Absteiger

Der FC Rüti findet nicht aus dem Tief. Im Duell der beiden im bisherigen Saisonverlauf so enttäuschenden Interregio-Absteiger zog er den Kürzeren und verlor 1:3. Verantwortlich dafür waren eine schwache Darbietung in der ersten sowie mangelnde Durchschlagskraft in der zweiten Hälfte, in der die Rütner selbst in Überzahl nur wenig Zwingendes zustande brachten.

Viel zu fehlerhaft

In der ersten halben Stunde waren die Bassersdorfer die klar bessere Mannschaft. Sie drückten der Partie den Stempel auf und liessen die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Zudem machten sich diese das Leben mit Fehlpässen en masse zusätzlich schwer. Ein solcher führte denn auch zum Gegenstoss, der in eine Ecke mündete, den Bassersdorf zur Führung nutzte. Nachdem eine Reaktion zunächst ausgeblieben war, glichen die Rütner die Partie bei erster Gelegenheit zwar aus, als Flavio Milano ein Steilzuspiel von Harbin Osmani verwertete. Die Freude währte aber allzu kurz; nur zwei Minuten später lag Rüti nach einem weiteren Fehler nämlich erneut im Hintertreffen.

Rütner finden keinen Weg

Nach der Pause bestimmten die Gäste das Geschehen je länger je mehr und erspielten sich wiederholt Tormöglichkeiten. Die besten davon vergaben der eingewechselte Blend Shabani nach einem Pass von Osmani und Benjamin Karalic, der nach einem Zuspiel Milanos das Ziel verfehlte. Rund zwanzig Minuten vor Schluss wurde das Heimteam durch eine gelb-rote Karte dezimiert. Das bedeutete allerdings nicht, dass sich die Chancen für Rüti danach häuften, da sich diese weitgehend hilflos zeigten und es mit dem letzten Pass nicht klappen wollte. Stattdessen musste der gebeutelte FCR in der Nachspielzeit gegen die inzwischen nur noch zu neunt agierenden Bassersdorfer gar noch das 1:3 hinnehmen.

Bassersdorf - Rüti 3:1 (2:1). – Tore: 13. 1:0. 33. Milano 1:1. 35. 2:1. 90. 3:1.

30. Oktober: Dübendorf kassiert erste Niederlage

In der elften Saisonpartie hat es auch den FC Dübendorf erwischt. Nach sechs Siegen und vier Unentschieden musste er erstmals eine Niederlage hinnehmen. Und zwar eine empfindliche: Gleich 2:5 unterlagen die Dübendorfer auswärts dem starken Aufsteiger Veltheim. Als gruselig empfand Luca Ferricchio dabei vor allem die Minuten nach der Pause: «Da sind wir rumgeirrt wie Halloween-Gespenster», sagte der FCD-Trainer.

Dübendorf einfallslos

Die Dübendorfer begannen ansprechend und hatten wie meistens zuletzt deutlich mehr Ballbesitz als ihr Widersacher. Nur anzufangen wussten sie damit nicht allzu viel. Es fehlten Kreativität und Durchschlagskraft, um in den gegnerischen Strafraum vorzudringen und die Winterthurer in Verlegenheit zu bringen. So waren zwei Distanzschüsse von Delil Ferati, die der Veltheimer Keeper parierte, die einzigen Möglichkeiten für den FCD in der gesamten ersten Hälfte. Das Heimteam lauerte derweil auf Gegenstösse und ein solcher stand denn auch am Ursprung des ersten Treffers nach einer halben Stunde: Die Dübendorfer liessen sich nach einer eigenen Ecke überrumpeln, der Konter führte zu einem Corner für Veltheim und dieser wiederum zum erfolgreichen Kopfball. Und weil die Gäste kurz vor der Pause in der Abwehr noch einmal zu naiv agierten, mussten sie gar mit einer Zweitore-Hypothek in die Kabine.

Vergebliches Aufbäumen

Im zweiten Abschnitt, in dem der FCD nach zwei Wechseln offensiver zur Sache zu gehen gedachte, wurde es nicht besser. Im Gegenteil: Bleon Iseni verschuldete mit seinem ungestümen Einsteigen sogleich einen Penalty, den die Winterthurer zum dritten Tor nutzten. Und nur zwei Minuten später war die Dübendorfer Abwehr bei einem schnellen Veltheimer Vorstoss über die Seite ein weiteres Mal nicht auf der Höhe – 0:4. Immerhin bäumte sich Dübendorf danach gegen den seinerseits etwas nachlassenden SCV noch einmal auf und Ali Hoti mit einem direkt verwandelten Freistoss sowie Marko Marjanovic per Kopf konnten verkürzen. Nachdem Loris Kqiku per Kopf sogar beinahe das Anschlusstor gelungen wäre, profitierte das Heimteam aber endlich von dem sich ihm in der Schlussphase im Überfluss bietenden Raum und machte mit dem 5:2 den Sack zu.

Veltheim - Dübendorf 5:2 (2:0). – Tore: 31. Miraglia 1:0. 45. Cecchini 2:0. 53. Ciccone (Foulpenalty) 3:0. 55. Duske 4:0. 74. Hoti 4:1. 83. Marjanovic 4:2. 87. Cecchini 5:2.

30. Oktober: Greifensee siegt in umkämpftem Spiel

Der FC Greifensee landete bei Phönix Seen in einer umstrittenen Partie einen knappen 1:0-Erfolg. «Unser Sieg ist nicht gestohlen, aber dieses Spiel hätte sicher auf beide Seiten kippen können», kommentierte der rekonvaleszente FCG-Captain Elia Jenni.

Chancen auf beiden Seiten

Die beiden bis dahin punktgleichen Teams lieferten sich einen ausgeglichenen Schlagabtausch, der die Tabellensituation exakt widerspiegelte. Zu Beginn allerdings waren die Winterthurer spielbestimmend. Sie nutzten die Lücken in den Reihen der Greifenseer und zeigten zuweilen sehenswerte Ballstafetten. Die erste Möglichkeit hatten dennoch die Gäste, als Severin Burkart aus der Drehung das Tor nur knapp verfehlte. Noch hochkarätiger war indes die Gelegenheit, welche die Winterthurer kurz danach vergaben, als einer der ihren nach einem feinen Solo nur den Pfosten traf. In der Folge fand der FCG immer besser ins Spiel und war vor allem dank seiner gefährlichen Standards nahe am ersten Treffer. Gleich zweimal kamen Greifenseer ungehindert zum Kopfball, allerdings ohne zu reüssieren. Phönix trat offensiv zwar nur noch mit Schüssen aus der Ferne in Erscheinung, wäre mit einem solchen kurz vor der Pause ohne die starke Parade von FCG-Keeper Timmy Ley aber beinahe erfolgreich gewesen.

Burkart gelingt Lucky-Punch

Im zweiten Durchgang änderte sich nichts an der Ausgeglichenheit der beiden Mannschaften und es wurde immer deutlicher, dass dem ersten Treffer eine vorentscheidende Bedeutung zukommen würde. Und dieser glückte dem FCG, als Burkart eine weite Diagonal-Flanke von Patrick Ley per Kopf zum 1:0 verwandelte. Danach unternahmen die Winterthurer zwar alles, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Kompaktheit der Greifenseer, die ihrerseits bei ihren Gegenstössen durch Ungenauigkeit mehrmals die vorzeitige Entscheidung verpassten, und eine nicht allzu ausgeprägte Abschlussstärke bei Phönix verhinderten diesen bis zuletzt.

Phönix Seen - Greifensee 0:1 (0:0). – Tor: 55. Burkart 0:1.

30. Oktober: Volketswil verliert hoch

Für den FC Volketswil wird die Lage allmählich ungemütlich. In Wiesendangen war die Partie für den Tabellen-Drittletzten eigentlich schon zur Pause verloren, nachdem er nach ansprechendem Start gleich drei Treffer hatte hinnehmen müssen. Am Ende resultierte eine deutliche 1:4-Niederlage.

Schon zur Pause geschlagen

Die Volketswiler starteten ganz ordentlich und waren in den ersten Minuten gar häufiger am Ball als das favorisierte Heimteam. Schon bei der ersten Aktion der Wiesendanger leistete sich der sonst so zuverlässige FCV-Goalie Thierry Ursprung aber einen Fehler, als er einen harmlosen Schuss nur zur Seite lenkte und dem Heimteam das 1:0 ermöglichte. In der Folge verlief die Partie ausgeglichen, bis sich Volketswil nach einer eigenen Möglichkeit, die Jeroen Meyer vergab, auskontern liess und den zweiten Gegentreffer kassierte. Der FCV steckte nicht auf und hätte wenig später beinahe ein erstes Mal getroffen, doch Samuel Naceur verpasste nach einem gekonnten Steilzuspiel das Ziel mit seinem Schuss knapp. Stattdessen sorgten die Wiesendanger noch vor der Pause für die Vorentscheidung, als sie die Gäste bei einem Einwurf überraschten und der stark spielende Xeno Fresneda zum 3:0 einschoss.

Hoffnung währt nur ganz kurz

Zur Pause wechselte Volketswils Coach Sebastian Marda gleich dreimal. Allzu viel bewirkte dies zunächst indes nicht. In der 69. Minute jedoch verwertete Cédric Nef eine Flanke per Kopf zum 1:3 und liess die Gäste noch einmal auf ein positives Resultat hoffen. Dieser Gedanke verkam allerdings nur zwei Minuten später bereits zur Illusion, da sich der FCV im Spielaufbau einen Ballverlust erlaubte. Das äusserst effiziente Heimteam nutzte nämlich auch diesen Fehler resolut aus und entschied mit dem vierten Treffer die Partie endgültig zu seinen Gunsten.

Wiesendangen - Volketswil 4:1 (3:0). – Tore: 9. Misteli 1:0. 24. Misteli 2:0. 45. Fresneda 3:0. 69. Nef 3:1. 71. Meli 4:1.

30. Oktober: Brüttisellen verliert weiter

«Und wöchentlich grüsst das Murmeltier», sagte FCB-Assistenztrainer Stipe Kelava nach der Partie in Töss nicht frei von Selbstironie. Auch gegen den ähnlich abgeschlagenen Zweitletzten verlor Brüttisellen-Dietlikon nämlich 1:2 – es war die zehnte Niederlage im elften Saisonspiel für das Schlusslicht. «Es reicht leider nicht im Moment, diese Pille müssen wir schlucken», so Kelava, für den allerdings besonders aufgrund der Leistung in der zweiten Hälfte ein Unentschieden das gerechtere Resultat gewesen wäre.

Doppelschlag leitet Niederlage ein

Die Tössemer, die zuletzt den FC Rüti düpiert und ihren ersten Saisonsieg gefeiert hatten, waren zunächst besser im Spiel. Möglichkeiten erarbeiteten sie sich gegen die konzentriert verteidigenden Brüttiseller in der ersten halben Stunde aber ähnlich wenige wie die Gäste, die nur selten in der Nähe des gegnerischen Tores auftauchten. Als sich den Winterthurern die Gelegenheiten boten, nutzten sie diese aber sogleich aus und waren in kurzer Zeit gleich zweimal erfolgreich. Erst erzielten sie nach einem Fehler der Brüttiseller im Spielaufbau das 1:0 und nur vier Minuten später doppelten sie nach einer Irritation in der FCB-Defensive nach. Brüttisellen reagierte und hätte zwar noch vor der Pause beinahe verkürzt, doch traf Marvin Meckes nur den Pfosten.

FCB wehrt sich umsonst

Im zweiten Abschnitt mangelte es den Brüttisellern beileibe nicht am Willen. Sie waren häufig am Ball, rackerten und waren bemüht. Aber gefährlich waren sie nur selten. Eine gute Aktion zwanzig Minuten vor Schluss und das Tor von Lucca Krebs reichten allerdings, um die Hoffnung auf einen Punktgewinn zu nähren. Und weil das Heimteam seine immer zahlreicher werdenden Gegenstösse nicht zu nutzen wussten, blieb es auch spannend bis zum Schluss. Doch am Ende erwies sich Brüttisellen wie zumeist in dieser Saison schlicht als zu harmlos.

Töss – Brüttisellen-Dietlikon 2:1 (2:0). – Tore: 28. Pedrosa 1:0. 32. Yildiz 2:0. 71. L. Krebs 2:1.

24. Oktober: Dübendorf siegt souverän

Der FC Dübendorf überzeugt weiter. Gegen Bassersdorf legte er den Grundstein zum ungefährdeten 3:1-Erfolg mit einer starken ersten Hälfte, in der sämtliche Treffer fielen. Diese freute auch seinen Trainer: «Bis zur Pause waren wir richtig gut, da haben wir den Gegner dominiert», sagte Luca Ferricchio. Im zweiten Abschnitt mussten die Dübendorfer das Spieldiktat zwar abgeben. Doch waren sie solid genug, um den Gegner nur sporadisch in Tornähe kommen zu lassen.

Da Silvas Torpremiere

Die weiterhin ungeschlagenen Dübendorfer begannen in ihrem bereits letzten Heimspiel vor der Winterpause munter, waren aber bei ihren Offensiv-Aktionen zunächst zu unpräzise. Anders nach einer Viertelstunde, als Delil Ferati von Ali Hoti angespielt und im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Der Schiedsrichter sah zwar von einem Penaltypfiff ab, doch Ricardo Da Silva schnappte sich den Ball und schoss sein erstes Tor für das Dübendorfer Fanionteam überhaupt. Gleich darauf brachte sich der FCD mit einem Ballverlust aber sogleich wieder um die Früchte seiner Arbeit und kassierte den Ausgleich. Das Heimteam liess sich allerdings keineswegs entmutigen und verschaffte sich bis zur Pause einen komfortablen Zweitore-Vorsprung. Erst war Ferati mit einem satten Schuss erfolgreich und nur Sekunden nach dem Anspiel überrumpelten die Dübendorfer ihren Gegner und Avni Shahinaj traf zum 3:1.

Dübendorf muss nicht zittern

Im zweiten Abschnitt suchte Dübendorf sogleich das wohl vorentscheidende vierte Tor. Dieses wollte aber nicht gelingen und die Bassersdorfer wurden allmählich mutiger. Prompt musste sich der FCD oft in die eigene Platzhälfte zurückdrängen lassen, er verteidigte aber geschickt und liess nur wenige gegnerische Aktionen zu. Dennoch hätte der neue Leader zehn Minuten vor Ende noch einmal in Bedrängnis geraten können. Verteidiger Loris Kqiku rettete aber für seinen bereits geschlagenen Goalie auf der Linie und ersparte seiner Mannschaft damit eine womöglich heisse Schlussphase.

 Dübendorf - Bassersdorf 3:1 (3:1). – Tore: 16. Da Silva 1:0. 19. 1:1. 30. Ferati 2:1. 31. Shahinaj 3:1.

24. Oktober: Rüti blamiert sich gegen den Letzten

Nichts geht mehr beim FC Rüti. Selbst das zwischenzeitliche Aufholen eines 1:3-Rückstands brachte ihn gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten Töss nicht zurück in die Spur. Stattdessen kassierten die Oberländer zwei weitere Treffer und verloren 3:5. «Wir waren zu passiv und haben uns mit zu vielen Eigenfehlern selbst geschlagen», sagte Shaip Krasniqi. Dass die Rütner aufgrund zahlreicher Verletzungen stark ersatzgeschwächt hatten antreten müssen und gerade einmal zwei Feldspieler auf der Bank gesessen hatten, vergass Rütis Trainer nicht zu erwähnen. «Aber Jammern bringt nichts», weiss Krasniqi selbst.

 Junge Rütner zu fehlerhaft

 Selbst in dieser Formation hätte man dem Interregio-Absteiger zutrauen dürfen, dass er dem bisher inferior spielenden Aufsteiger mit spielerischen Mitteln beikommen kann. Doch dem war nur selten so. Die Partie begann für die Rütner schon denkbar schlecht, als ein Rückpass von Deni Ochchaev, einem der eingesetzten Junioren, zu kurz geriet. FCR-Torhüter Ognjen Jovanovic konnte sich nurmehr mit einem Foul behelfen und die Gäste verwandelten den darauf folgenden Penalty zum 0:1. Wenig später deuteten die Rütner ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial einmal an und Edison Syla erzielte nach einem Zuspiel von Benjamin Karalic den Ausgleich. Nur Minuten später stand es nach einem Ballverlust im Spielaufbau und einer Unkonzentriertheit beim Versuch, das Offside aufzuheben, aber bereits 1:3.  

Nur ein kurzes Strohfeuer

Die Reaktion des Heimteams folgte nach der Pause. Zuerst verwandelte Karalic einen Freistoss direkt und danach traf der eingewechselte Domenik Gjykaj, der am Morgen noch mit den A-Junioren über 90 Minuten im Einsatz gestanden hatte, zum 3:3. Weil der FCR in der Folge seine Offensiv-Qualitäten nicht mehr aufblitzen liess und in der Abwehr verwundbar blieb, gelang die Wende jedoch nicht. Stattdessen trafen die Tössemer bis zuletzt noch zweimal und durften sich über die Vervierfachung ihrer bisherigen Punkteausbeute freuen.

Rüti - Töss 3:5 (1:3). – Tore: 8. Foulpenalty 0:1. 17. E. Syla 1:1. 19. 1:2. 30. 1:3. 52. Karalic 2:3. 64. Gjykaj 3:3. 71. 3:4. 81. 3:5.

24. Oktober: Gossau siegt dank Steigerung nach der Pause

Wie schon im letzten Heimspiel gegen Bassersdorf vor zwei Wochen zeigte der FC Gossau im Duell gegen Wiesendangen zwei unterschiedliche Gesichter. Während er im ersten Durchgang blass blieb und zur Pause im Hintertreffen lag, zeigte er im zweiten Abschnitt seine Schokoladenseite und gewann dank dreier Tore innert zwölf Minuten noch 3:2. «Da Spiele üblicherweise erst in der zweiten Halbzeit entschieden werden, nehme ich die Wiederholung der Ereignisse gerne so hin», kommentierte FCG-Trainer Andreas Häsler.

Häslers Plan, gegen die schnellen gegnerischen Flügel zunächst auf den Seiten dichtzumachen, ging nicht auf. Die Gossauer waren nicht präsent, verloren die Mehrzahl der Zweikämpfe und mussten das Spieldiktat den aggressiv gestimmten Gästen überlassen. Zurecht gingen diese nach einem schnellen Pass in die Tiefe und Zuspiel zur Mitte denn auch in Führung. Die einzige Gelegenheit zum Ausgleich für den ansonsten wenig einfallsreichen FCG hatte Peter Niffeler nach einem Eckball; er wusste sie jedoch nicht zu nutzen.

FCG wie verwandelt

Nach der Pause und einer Umstellung des Systems – es sollte nun vor allem das Zentrum in den Griff gekriegt werden – präsentierten sich die Gossauer wie verwandelt und spielten zielstrebig nach vorn. Um zum Ausgleich zu kommen, den Tiago Alves per Kopf markierte, brauchten sie indes einen Corner. Das 2:1 von Mario Limata hingegen war schön herauskombiniert: Dani Meier bediente mit einem Steilzuspiel Niffeler, dieser wurde im Strafraum gefoult und Mario Limata verwandelte den Penalty. Und nur drei Minuten später war Niffeler nach einem weiteren sehenswerten Angriff selbst erfolgreich. Weil dieser aber später das sichere vierte Tor verpasste und Youssouf Ouattara einen Elfmeter verschuldete, den die Gäste verwerteten, kam das Heimteam noch einmal ins Zittern. Der eingewechselte Oswaldo Van Dunem hätte diesem in der Schlussphase gleich zweimal ein Ende setzen können, als er jeweils alleine auf den gegnerischen Torwart zustürmte, aber vergab. Zum Glück für Gossau blieben diese Versäumnisse jedoch unbestraft.

Gossau - Wiesendangen 3:2 (0:1). – Tore: 18. Fresneda 0:1. 58. 1:1. 67. Limata (Foulpenalty) 2:1. 70. Niffeler 3:1. 86. Oehninger (Foulpenalty) 3:2.

24. Oktober: Brüttisellen verliert und ist Tabellenletzter

Nichts Neues beim FC Brüttisellen-Dietlikon: Er blieb auch beim 2:4 gegen Phönix Seen ohne Punkte und ist nach dem ersten Sieg von Töss nun gar Tabellenschlusslicht. «Es ist immer das gleiche Lied: Einmal mehr waren wir nahe dran und haben dann in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht», kommentierte Co-Trainer Stipe Kelava die neunte Niederlage seiner Mannschaft im zehnten Spiel ernüchtert.

Die Brüttiseller starteten ansprechend in die Partie gegen die in dieser Saison auch nicht eben überzeugenden Winterthurer und waren mehrheitlich in Ballbesitz. Gefährlich waren sie dabei aber ebenso wenig wie der Gegner. Dies änderte sich nach einer halben Stunde, als Lucca Krebs mit einem Schuss aus der Distanz erfolgreich war und zum 1:0 traf. Noch vor der Pause war die Führung aber bereits wieder verspielt: Nach einer Tändelei in der Brüttiseller Hintermannschaft spritzte ein gegnerischer Stürmer dazwischen und wurde von FCB-Goalie Salangan Theivendran regelwidrig gestoppt – Penalty, 1:1.

Doppelschlag entscheidet

Die zweite Hälfte verlief zunächst ausgeglichen. Während ein Brüttiseller an der Seitenlinie gepflegt wurde, stellten sich seine Teamkollegen dann aber innert kürzester Zeit gleich zweimal ungeschickt an und mussten einen Doppelschlag hinnehmen. Das Heimteam steckte zwar nicht auf und konnte dank Robin Senn eine Viertelstunde vor Schluss verkürzen. Eine weitere Unkonzentriertheit der Brüttiseller ermöglichte den Gästen allerdings einen Konter, den diese nutzten und die Partie mit dem vierten Tor entschieden.

Brüttisellen-Dietlikon - Phönix Seen 2:4 (1:1). – Tore: 30. L. Krebs 1:0. 45. Aydin (Foulpenalty) 1:1. 55. Dauti 1:2. 57. Graf 1:3. 73. Senn 2:3. 79. Surlici 2:4.

23. Oktober: Greifensee siegt nach Pausen-Rückstand hoch

Der FC Greifensee gewann gegen Diessenhofen in einer Partie mit zwei gänzlich unterschiedlichen Halbzeiten deutlich 5:1. Zur Pause noch im Rückstand liegend, steigerte er sich in ähnlichem Masse, wie die Gäste abbauten, und traf gleich fünf Mal ins Schwarze. Elia Jenni zeigte sich mitfühlend: «Bitter für sie, nach dieser ersten Hälfte noch so zu verlieren», sagte der FCG-Captain. «Aber Diessenhofen hat nach der Pause einfach zu wenig gemacht, um sich ein besseres Ergebnis zu verdienen.»

Vorteile für die Gäste

Die erste Halbzeit zwischen den beiden Tabellennachbarn verlief, was die Chancen betrifft, ausgeglichen. Spielerisch führten die Thurgauer indes die feinere Klinge. Zu mehr als einer Chance, bei welcher der Diessenhofer Stürmer das Tor knapp verfehlte, führte dies in der Anfangsphase zwar nicht. Aber nach einer halben Stunde, als sie dank schnellem Umschalten von einem Ballverlust der Greifenseer im Spielaufbau profitierten, gingen die Gäste doch in Führung. Das Heimteam, das bis dahin fast ausschliesslich mit langen Bällen operiert und allenfalls mit Schüssen aus der Distanz für etwas Gefahr gesorgt hatte, schien den Weckruf gehört zu haben und verstärkte seine Bemühungen. Severin Burkart und Tobias Niklaus machten aber gegen einen verbliebenen Diessenhofer Verteidiger zu wenig aus der Situation und der bei einer gegnerischen Rückgabe schnell reagierende Niklaus chippte kurz vor der Pause einen Ball neben das Tor.

Diessenhofen zeigt Auflösungserscheinungen

In zweiten Durchgang agierte das Heimteam energischer als zuvor und schnürte die plötzlich indisponierten Gäste von Beginn weg in deren Hälfte ein. Beim Ausgleich, den Nini Fikic erzielte, benötigte der FCG zwar noch die Mithilfe des gegnerischen Keepers, der einen Flankenball fallen liess. Danach aber schafften es die Greifenseer ganz alleine, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Erst traf Pascal Unholz nach einer Ecke und dann war Alec Brändli mit einem gekonnten Schlenzer aus einiger Entfernung erfolgreich. Spätestens da war es um die Gegenwehr der Gäste endgültig geschehen. Burkart nach einem Solo und Nino Fikic mit seinem zweiten Tor sorgten in den Schlussminuten gar noch für einen Greifenseer Kantersieg.

Greifensee - Diessenhofen 5:1 (0:1). – Tore: 31. 0:1. 52. N. Fikic 1:1. 59. Unholz 2:1. 70. Brändli 3:1. 81. Burkart 4:1. 90. N. Fikic 5:1.

23. Oktober: Harmloser FC Volketswil bleibt ohne Punkte

Der FC Volketswil kommt kaum mehr vom Fleck. Im Aufsteiger-Duell mit Veltheim hatten die Volketswiler nie eine reelle Siegchance und verloren diskussionslos 1:3. «Der Gegner war besser», kommentierte FCV-Trainer Sebastian Marda lapidar. Sein Team, das nach ansprechendem Saisonstart seit mittlerweile vier Spielen auf einen Vollerfolg wartet, habe es einfach nicht geschafft, offensiver zu spielen. «Aber mir fehlen aufgrund von Verletzungen auch Alternativen», so Marda.  

Schon früh in Bedrängnis

 Die Veltheimer, die mit dem Sieg vorübergehend die Tabellenführung übernahmen, starteten furios und trafen schon nach zwei Minuten nur die Lattenunterkante. Sie blieben auch danach dominant und kamen in der Anfangsphase dem ersten Treffer noch einmal nahe; Thierry Ursprung konnte den Versuch aber vereiteln. Bei einem satten Distanzschuss in den Winkel nach knapp 20 Minuten war jedoch auch der Volketswiler Goalie machtlos. Und just als das Heimteam allmählich ins Spiel zu finden schien, kam es noch schlimmer: Eine Intervention Ursprungs wertete der Schiedsrichter als Foul und nach dem darauf folgenden Penalty stand es 0:2. Beinahe aus dem Nichts konnte Volketswil aber noch vor der Pause verkürzen, als Gabriel Deuber einen sehenswerten Spielzug per Aussenrist abschloss.

 Zu wenig Durchschlagskraft

Noch glänzender herauskombiniert war indes der dritte Treffer der Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts. Mit einem Pass war die Abwehr der Volketswiler ausgehebelt und nach einem weiteren punktgenauen Zuspiel brauchte der Veltheimer Stürmer nur noch ins leere Tor einzuschieben. Zwar kam der FCV dem erneuten Anschlusstor unmittelbar darauf nahe und versuchte in der Folge alles, um in die Partie zurückzukehren. Im Angriff ging ihm gegen die abgeklärten und sich auf das Verwalten des Resultats beschränkenden Winterthurer die Durchschlagskraft aber ab.

Volketswil - Veltheim 1:3 (1:2). – Tore: 18. Martin 0:1. 37. Ciccone (Foulpenalty) 0:2. 40. Deuber 1:2. 51. Schiess 1:3.

23. Oktober: Uster - Schaffhausen 2 wegen Corona-Fall verschoben

Die Zweitliga-Spitzenpartie zwischen dem FC Uster und den Reserven des FC Schaffhausen wurde aufgrund eines Corona-Falls und mehreren Verdachtsfällen im Kader der Ustermer verschoben.

Der FC Uster hat eine turbulente Woche hinter sich: Laut Sportchef Roland Leemann hatte ein Spieler die Mannschaft am Dienstagabend davon in Kenntnis gesetzt, dass er positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurde. Im Laufe der Woche zeigten sieben weitere Spieler die einschlägigen Symptome und blieben dem Training fern, so dass an reguläre Übungseinheiten nicht zu denken war.  Obwohl die vorgenommenen Tests bisher allesamt negativ ausfielen, einigte man sich mit dem Verband und dem FC Schaffhausen auf eine Verschiebung der Partie.

Ein Ersatztermin steht bereits fest: Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem Leader nach Verlustpunkten und den nur einen Punkt zurückliegenden, zuletzt immer stärker werdenden Schaffhausern wird am Mittwoch, 10. November, um 20:15 Uhr auf dem Ustermer Buchholz nachgeholt.

17. Oktober: Dübendorf stoppt Rüti

Der FC Dübendorf feierte gegen Rüti einen knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg. Damit bewahrte er nicht nur seine Ungeschlagenheit, sondern kehrte nach vier Unentschieden auch zum Siegen zurück und ist nun punktgleich mit Leader Uster. «Wir hätten uns das Zittern auch ersparen können», sagte Luca Ferricchio zwar, einmal mehr die Chancenauswertung bemängelnd. 

Gleichzeitig freute sich der FCD-Coach über die Leistungssteigerung seiner Schützlinge in der zweiten Hälfte, in der diese kaum mehr gegnerische Offensivaktionen zuliessen. Wie ebendies passieren konnte, war Shaip Krasniqi ein Rätsel. «Wir sind einfach zu tief gestanden, ich weiss auch nicht, warum», sagte der Trainer des Interregio-Absteigers, der nach schwachem Saisonstart zuletzt dreimal gewonnen hatte.

Rüti vergibt Penalty

In der ersten halben Stunde war Rüti noch die gefährlichere Mannschaft gewesen. Während die Dübendorfer zwar mehr am Ball waren, aber behäbig agierten und oft quer spielten, kamen die Gäste zu guten Gelegenheiten. Die zweitbeste davon vergab Flavio Milano, dessen Abschluss aus kurzer Distanz FCD-Torwart Labinot Bytyci stark parierte. Noch näher an einem Treffer war Edison Syla, der von Ali Sipar im Strafraum gefoult worden war und einen Penalty treten konnte. Er tat dies aber auf pomadige Art und Weise und scheiterte mit seinem schwachen Schuss ebenfalls an Bytyci.

Tor zählt nicht

Der FCD verstand den Elfmeter offenbar als Weckruf. Jedenfalls zog er das Tempo allmählich an und gewannen seine Aktionen an Überzeugung. Noch vor der Pause wäre das Heimteam dafür fast belohnt worden. Dem Treffer von Orhan Cavgin wurde jedoch die Anerkennung verweigert, da Marko Marjanovic bei seinem Kopfball-Versuch den Ball zwar nicht berührt, nach Ansicht des Schiedsrichters dabei aber Rütis Keeper Ognjen Jovanovic irritiert hatte. 

Rüti zu harmlos

Weit geschickter stellte sich Marjanovic zehn Minuten nach der Pause an. Nach einer Flanke von Cavgin umspielte er  Jovanovic und schob aus spitzem Winkel zum 1:0 ein.  In der Folge begingen die Dübendorfer nicht den hinlänglich bekannten Fehler, sich angesichts einer Führung zurückzuziehen. Sie betrieben ein hohes Pressing und  erspielten sich weitere Möglichkeiten, die Ali Hoti, Marjanovic und der eingewechselte Dukagjin Kameri aber allesamt vergaben. Weil die Dübendorfer bis zuletzt solide verteidigten und sich Rüti rat- und harmlos zeigte, hatten diese Versäumnisse für einmal aber keine Folgen.

Dübendorf - Rüti 1:0 (0:0). – Tor: 55. Marjanovic 1:0.

17. Oktober: Brüttisellen verliert weiter

Der FC Brüttisellen-Dietlikon kommt einfach nicht in die Gänge. Selbst gegen Diessenhofen, einen Gegner, der ebenfalls nicht überzeugend in die Saison gestartet war, vermochte der FCB sein mickriges Punktekonto nicht zu äufnen und verlor 1:3. «Wir verteilen zu viele Geschenke und diejenigen der Gegner schlagen wir aus», sagte Co-Trainer Stipe Kelava nach der achten Niederlage seines Teams im neunten Spiel. «Aber das ist halt Schule.»

Führung verpasst

Dabei waren die Brüttiseller gar nicht schlecht gestartet. Zwar hatten die Thurgauer mehr vom Spiel, ausser einigen Schüssen aus der Distanz brachten sie gegen den konzentriert zu Werke gehenden FCB aber wenig Erbauliches zustande. Die besseren Gelegenheiten hatten die Brüttiseller, die es vor allem in der Schlussphase der ersten Hälfte verpassten, die Partie in eine für sie günstige Richtung zu lenken. Erst verweigerte der Schiedsrichter einem Treffer von Enis Murati nach Intervention seines Assistenten aber die Anerkennung, und unmittelbar vor der Pause schoss Murati alleine vor dem gegnerischen Goalie neben das Tor.

FCB in Geberlaune

Für das Versäumte wurden die Brüttiseller alsbald bestraft, als sie sich in der Vorwärtsbewegung einen Ballverlust leisteten, den Diessenhofen sogleich zum 1:0 nutzte. Wenig später patzte auch der ansonsten solide Ersatztorhüter Salangan Theivendran, als er einen mittig geschlagenen Freistoss passieren liess. Für die endgültige Entscheidung sorgte das Heimteam eine Viertelstunde vor Schluss mit dem Treffer zum 3:0, dem ein ähnlicher Brüttiseller Fehler vorausging wie dem ersten Tor. Kevin Dias konnte kurz darauf zwar verkürzen, doch an dem aus Sicht der Gäste ernüchternden Verdikt änderte dies rein gar nichts mehr.

Diessenhofen - Brüttisellen-Dietlikon 3:1 (0:0). – Tore: 55. 1:0. 64. 2:0. 75. 3:0. 80. Dias 3:1.

16. Oktober: Volketswil punktet im letzten Moment

Der FC Volketswil zeigte in Bassersdorf fussballerisch zwar wenig, was einen Punktgewinn rechtfertigt hätte. Er verdiente sich das 2:2-Unentschieden aber mit bis zuletzt nicht erlahmender Kampfbereitschaft und einem deshalb nicht zufälligen späten Ausgleich. «Heute haben wir sicher das Maximum herausgeholt», kommentierte FCV-Coach Sebastian Marda die Leistung seiner Schützlinge lakonisch.

Ursprung rettet dreimal

Das Duell zwischen dem Absteiger und dem Aufsteiger war von Beginn weg fast ausschliesslich von Zweikämpfen geprägt. Spielerische Höhepunkte waren rar, was auch dem weichen Terrain geschuldet war. Umso häufiger waren dafür Tormöglichkeiten. Die erste vielversprechende davon hatten die Volketswiler, Luca Mercurio traf jedoch nur die Latte. Danach musste FCV-Keeper Thierry Ursprung gleich dreimal sein ganzes Können aufbieten, um das erste Gegentor zu verhindern. Bei einem Schuss aus relativ kurzer Distanz war dann aber auch er machtlos.

Volketswil beweist Moral

Auch im zweiten Abschnitt hatte das Gezeigte laut Marda «nicht viel mit Fussball zu tun». Die Volketswiler kamen dank Luca Mercurio, der nach einer Ecke aus dem Getümmel heraus traf, dennoch nach rund einer Stunde zum Ausgleich. Nach einem munteren, aber unansehnlichen Hin und Her mit Vorteilen für das Heimteam erhöhte dieses nach einem Dreifach-Wechsel den Druck und ging zehn Minuten vor Schluss erneut in Führung. Die Gäste steckten jedoch nicht auf und schafften noch einmal den Ausgleich; Arbi Velijaj erzielte ihn in der 89. Minute per Penalty, nachdem er selbst im Strafraum gefoult worden war. 

Bassersdorf - Volketswil 2:2 (1:0). – Tore: 35. Asani 1:0. 58. Mercurio 1:1. 80. Nützi 2:1. 89. Velijaj (Foulpenalty) 2:2.

 

16. Oktober: Uster auf verlorenem Posten

Weil der FC Uster in Wiesendangen eine bescheidene Leistung zeigte und ihm überdies auch noch das Spielglück fehlte, verlor er klar und deutlich 2:5. Damit liegt der Tabellenführer nur noch einen Zähler vor seinem Bezwinger.

Uster führt zweimal

Schon die Startphase der Partie zwischen den beiden Spitzenteams verlief aus Sicht der Ustermer denkbar ungünstig. Erst reihten sie gegen die tief stehenden Wiesendanger Fehlpass an Fehlpass und bereits nach wenigen Minuten schied ihr Aussenverteidiger Sedat Nuhiji verletzt aus, was eine frühe taktische Umstellung notwenig machte. Dennoch war es der FCU, der in dem zunächst ausgeglichenen Spiel zuerst erfolgreich war, als Denis Dzepo eine Hereingabe von Altin Ramabaja verwertete. Schon nach dem nächsten gegnerischen Angriff und einer unglücklichen Abwehr von Captain Robin Steinmetz war die Führung aber wieder dahin.  Ramabaja schoss die Gäste nach feinem Hackenpass von Finn Knecht zwar erneut in Front. Doch schon zur Pause hatte Wiesendangen die Partie gegen die defensiv für einmal verwundbar wirkenden Ustermer dank zwei weiterer Treffer gedreht. 

Umstrittener Foulpfiff entscheidet

In der zweiten Hälfte begegneten sich die beiden Mannschaften lange Zeit auf Augenhöhe. Bis der Schiedsrichter eine Intervention von Enit Sadiku im Strafraum als Foul taxierte und dafür nicht nur einen Penalty – den das Heimteam zum 4:2 verwandelte – verhängte, sondern den fehlbaren Spieler auch mit der gelb-roten Karte des Feldes verwies. Die Aufgabe, dezimiert einen Zweitore-Rückstand wettzumachen, entpuppte sich für die Ustermer als zu schweres Unterfangen. Zu unguter Letzt kassierten sie gar noch das fünfte Gegentor und verloren mit Blazenko Klaric einen weiteren Spieler durch Platzverweis.

Wiesendangen - Uster 5:2 (3:2). – Tore: 10. Dzepo 0:1. 11. Meli 1:1. 22. Ramabaja 1:2. 27. Oehninger 2:2. 36. Fresneda 3:2. 73. Oehninger (Foulpenalty) 4:2. 80. Misteli 5:2.

16. Oktober: Gossau verliert verdient

Der FC Gossau schnupperte in Veltheim nach einem Zweitore-Rückstand zwar noch an einem Punktgewinn. Am Ende verlor er aber doch 1:3. «Verdient», befand FCG-Coach Andreas Häsler. «Wenn der Gegner fussballerisch überlegen war, muss man eine Niederlage auch mal akzeptieren können.»

Veltheim überlegen

Tatsächlich waren die Winterthurer von Beginn weg die stärkere Mannschaft. Sie trafen schon nach wenigen Minuten die Latte und waren auch danach spielbestimmend. Die Gossauer waren zwar nicht tatenlos und erarbeiteten sich ebenfalls Gelegenheiten; Roman Gachnang etwa scheiterte aus seitlicher Position und Alessio Perots Schuss lenkte der gegnerische Keeper an den Pfosten. Gefährlicher war indes das Heimteam, dem noch vor der Pause im Anschluss an eine Ecke auch das Führungstor gelang. 

Gossau nahe am Ausgleich

Im zweiten Durchgang dauerte es nicht lange, bis die Veltheimer nach einem Vorstoss über ihren rechten Flügel, der einen stetigen Unruheherd darstellte, den Vorsprung erhöhten. Danach allerdings hatten die Gossauer ihre beste Phase. Erst vergab der nach einem Corner freistehende Youssouf Ouattara den Anschlusstreffer zwar noch. Perparim Gashi erzielte diesen aber wenig später, indem er einen an Perot verschuldeten Penalty verwandelte. In den folgenden Minuten kamen die Göste dem Ausgleich bei mehreren Standards nahe, doch wollte ihnen das zweite Tor nicht glücken. Stattdessen stellte Veltheim eine Viertelstunde vor Schluss – wiederum nach einem Eckball – mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Und damit war auch der Widerstand der Gossauer gebrochen. 

Veltheim - Gossau 3:1 (1:0). – Tore: 37. 1:0. 52. 2:0. 66. Gashi (Foulpenalty) 2:1. 75. 3:1.

16. Oktober: Greifensee ohne Chance

Vom 5:0 zum 0:5 binnen einer Woche: So überzeugend wie der FC Greifensee zuletzt Wiesendangen bezwungen hatte, so chancenlos war er diesmal auswärts gegen die Reserven des FC Schaffhausen. Die Unterlegenheit mag zwar nicht gar so krass gewesen sein, wie es das Resultat ausdrückt. «Ein Spiel zum Vergessen», wie FCG-Captain Elia Jenni das Geschehene kurz und knapp resümierte, war es aber allemal.

Schaffhausen dominant

Die spielstarken jungen Schaffhauser übernahmen von Beginn weg das Kommando und waren deutlich häufiger am Ball als die Greifenseer. Diese setzten zwar nur selten offensive Nadelstiche, verschoben aber kompakt genug, um das Skore trotz zahlreicher Strafraumszenen des Gegners immerhin eine halbe Stunde lang ausgeglichen halten zu können. Dann aber machte sich der Aufwand, den das Heimteam betrieb, bezahlt und Schaffhausen ging nach einem zielstrebigen Angriff verdient in Führung. 

Heimteam in Torlaune

Nach der Pause hielt der FCG zunächst etwas besser mit, konkrete Gelegenheiten vermochte er allerdings nicht herauszuspielen. Im Gegenteil: Weil die Gäste allmählich etwas offensiver agierten, boten sich den Schaffhausern mehr Räume, welche diese auch zu nutzen wussten. Erst erzielten sie nach einem schnellen Gegenstoss aus abseitsverdächtiger Position das zweite Tor und wenig später erhöhten sie auf 3:0. Darauf hatten die Gäste bis auf einige wenig gefährliche Schüsse aus der Distanz keine Antwort. Und weil zuletzt augenscheinlich auch die Kräfte etwas nachliessen, musste Greifensee bis zum Schlusspfiff gar noch zwei weitere Treffer hinnehmen. 

Schaffhausen 2 - Greifensee 5:0 (1:0). – Tore: 30. 1:0. 55. 2:0. 65. 3:0. 81. 4:0. 91. 5:0.

10. Oktober: Rüti siegt nach Torspektakel

Der FC Rüti überzeugte gegen Phönix Seen eine Stunde lang auf der ganzen Linie und feierte einen ungefährdeten 7:4-Erfolg. Dass der zwischenzeitliche, bemerkenswert hohe Siebentore-Vorsprung zuletzt noch merklich schrumpfte, vermochte die Laune von Shaip Krasniqi nur leicht zu trüben. «Das hätte natürlich nicht sein müssen», sagte der FCR-Trainer, der sich aber lieber an der zuvor gezeigten Leistung und am dritten aufeinanderfolgenden Sieg seiner Schützlinge erfreute.

Schützenfest auf der Schützenwiese

Die Rütner zeigten sich vom ersten Moment an bestens aufgelegt und hellwach. Sie verloren kaum einen Zweikampf, spielten zielstrebig nach vorne und gingen dank Harbin Osmani schon nach wenigen Minuten in Führung. Der FCR blieb auch in der Folge spielbestimmend und liess seinem Gegner keinerlei Raum zur Entfaltung. Und er war für einmal auch kaltschnäuzig: Nach einer guten Viertelstunde verwandelte Edison Syla einen Foulpenalty, der an ihm selbst verschuldet worden war, und wiederum nur kurze Zeit später erhöhte erneut Osmani auf 3:0. Auch danach dachten die Oberländer nicht daran nachzulassen und bauten den Vorsprung dank einer Direktabnahme von Küng und eines gekonnten Chips von Edison Syla noch vor der Pause weiter aus.

Die Zügel schleifen lassen

Im zweiten Durchgang ging es zunächst in ähnlichem Stil weiter und Flavio Milano traf gleich zweimal. Dann aber liess beim Heimteam die Konzentration deutlich nach. Die Gäste aus Winterthur wussten dies nutzen und verkürzten den Rückstand in der letzten halben Stunde gleich um vier Tore. Das war aus Sicht des Heimteams zwar ein Schönheitsfehler, an dessen überlegenem Sieg änderte sich freilich nichts.

Rüti - Phönix Seen 7:4 (5:0). – Tore: 4. Osmani 1:0. 17. E. Syla 2:0. 25. Osmani 3:0. 42. Küng 4:0. 43. E. Syla 5:0. 57. Milano 6:0. 59. Milano 7:0. 60. Aydin 7:1. 73. Foulpenalty von Arx 7:2. 80. La Rosa 7:3. 90. Graf 7:4.

10. Oktober: Brüttisellen wird vorgeführt

Der FC Brüttisellen-Dietlikon schlittert immer tiefer in die Krise. Bei der 1:7-Niederlage gegen die Reserven des FC Schaffhausen hatte er überhaupt nichts zu bestellen und kassierte im achten Meisterschaftsspiel die siebte Niederlage. Stipe Kelava mochte denn auch nichts beschönigen: «Das ist ein klares Verdikt, wir waren ohne jede Chance», so der Brüttiseller Co-Trainer.

Eigentor als Anfang vom Ende

Die ohne sechs Stammspieler angetretenen Brüttiseller waren den nur unwesentlich mit Akteuren aus der spielfreien ersten Mannschaft verstärkten Schaffhausern von Beginn weg unterlegen. Den Auftakt zu einem für das Heimteam schwarzen Nachmittag bildete ein unglückliches Eigentor per Kopf von Nicolas Segreto, wie es laut Kelava «ein Stürmer nicht besser hätte machen können». Wenig später stand es nach einem schnellen Angriff über die Seite bereits 0:2. Und kurz vor der Pause musste der FCB, der sich nur sporadisch aus der Umklammerung befreien konnte, auf dieselbe Weise das dritte Gegentor hinnehmen.

Weiter im selben Takt

Im zweiten Abschnitt fanden die Brüttiseller nur wenig besser in die Partie und schon nach wenigen Minuten lagen sie um vier Längen im Hintertreffen. Die Gäste gaben sich damit aber nicht zufrieden und trafen noch zwei weitere Male, bevor dem FCB zehn Minuten vor Schluss wenigstens das Ehrentor gelang; Arlind Rusiti erzielte es auf Vorarbeit von João Pereira. Den Schlusspunkt zum vernichtenden 1:7 setzten allerdings wieder die jungen Schaffhauser.

Brüttisellen - Schaffhausen 2 1:7 (0:3). – Tore: 15. Eigentor Segreto 0:1. 18. 0:2. 41. 0:3. 50. 0:4. 65. 0:5. 73. 0:6. 80. Rusiti 1:6. 86. 1:7.

10. Oktober: Gossau siegt nach schwachem Start deutlich

Bei Halbzeit lag der FC Gossau gegen Bassersdorf nach einer dürftigen Leistung im Hintertreffen. Danach aber zeigte er seine wohl beste Hälfte in dieser Saison und bezwang den Interregio-Absteiger noch diskussionslos 4:1. «Wie wir nach der Pause zurückgekommen sind und den Gegner immer mehr dominiert haben, war bemerkenswert», freute sich der Gossauer Coach Andreas Häsler.

Baisse nach starkem Beginn

Die Startphase war dem FCG ganz gut geglückt. Nachdem Jonas Müller gleich zweimal die Chance zur Führung ausgelassen hatte, fiel er aber in ein Loch und musste nach 20 Minuten prompt einen Gegentreffer hinnehmen. Bassersdorf war auch danach die bessere Mannschaft, vermochte aber bei den Oberländern, die immerhin wacker verteidigten, nicht für allzu viele Schreckmomente zu sorgen.

Gossau wie verwandelt

Nach der Pause zeigte der FCG – auch dank mehrerer Wechsel – ein anderes Gesicht. Vor allem der junge Jann Bieri brachte mit seiner Zweikampfstärke Schwung in die zuvor kaum mehr existente Offensive der Gossauer, die das Spiel nun urplötzlich bestimmten. Nachdem Alessio Perot per Kopf den Ausgleich erst noch vergeben hatte, holte dies Tiago Alves nach einem Eckball wenig später nach. Gossau wusste auf dem heimischen Kunstrasen nun auch spielerisch immer mehr zu gefallen – etwa beim Tor zum 2:1, das Perot nach sehenswerter Vorarbeit von Mario Limata und Müller erzielte. Derselbe Spieler hätte danach ein weiteres Mal treffen können, doch reüssierte er alleine vor dem gegnerischen Keeper nicht. Genau dies tat dann aber Youssouf Ouattara, der wiederum nach einem Corner das dritte Tor für das Heimteam markierte. Perparim Gashi krönte die starke Halbzeit der Gossauer in der Schlussminute gar noch mit dem 4:1, indem er einen an Michael Dörig verschuldeten Penalty verwertete.

Gossau - Bassersdorf 4:1 (0:1). – Tore: 20. 0:1. 55. Tiago Alves 1:1. 61. Perot 2:1. 78. Ouattara 3:1. 90. Gashi (Foulpenalty) 4:1.  

10. Oktober: Kein Sieger im Derby zwischen Volketswil und Dübendorf

Beinahe hätte es den FC Dübendorf im Derby auswärts gegen Volketswil zum ersten Mal in dieser Saison erwischt. Tief in der Nachspielzeit traf der längst nur noch zu zehnt spielende FCD aber doch noch zum 2:2 und wahrte damit mindestens seine Ungeschlagenheit. «Natürlich ist es am Ende ein gewonnener Zähler. Aber wir haben das Spiel selbst in Unterzahl bestimmt und diesen deshalb mehr als verdient», sagte Dübendorfs Trainer Luca Ferricchio nach dem vierten Unentschieden seines Teams in Folge. Daran, dass der späte Punktgewinn für die Dübendorfer in Anbetracht des Spielverlaufs aber keinesfalls gestohlen war, liess auch Sebastian Marda keinen Zweifel. «Auch wenn es natürlich weh tut, so kurz vor Schluss noch den Sieg hergeben zu müssen», so der FCV-Coach.

Marjanovic sündigt wieder

Die Dübendorfer hätten sich das Leben schon in der Anfangsphase wesentlich einfacher machen können, hätten sie wenigstens eine ihrer beiden grossen Gelegenheiten genutzt. Marko Marjanovic, dem schon seit einiger Zeit das Pech an den Schuhen klebt, vergab aber beide Male in aussichtsreichster Position. Ganz anders die defensiv agierenden und auf gegnerische Fehler lauernden Volketswiler, die gleich ihre erste Chance wahrnahmen: Luca Pergolis liess sich auf der Seite von Florin Perez übertölpeln und dieser bediente den in der Mitte wartenden Arbi Velijaj, der zum 1:0 einschoss. Die Gäste blieben auch danach überlegen, erspielten sich aber kaum mehr gute Möglichkeiten. Bis Delil Ferati kurz vor der Pause in den Volketswiler Strafraum eindrang, dort von den Beinen geholt wurde und Ali Hoti den darauf folgenden Penalty zum Ausgleich verwertete.

FCD gleicht in Unterzahl aus

Der Rückenwind, den das erste Tor den Dübendorfern verliehen hatte, flaute im zweiten Abschnitt schon nach wenigen Sekunden ab, als Joel Schilling mit der gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Kurz darauf sah es für den FCD noch düsterer aus. Geburtstagskind Jeroen Meyer umspielte nämlich FCD-Keeper Labinot Bytyci und traf aus spitzem Winkel gekonnt zur erneuten Führung für Volketswil. Diese verteidigte das trotz Überzahl weiterhin wenig angriffslustige Heimteam bis in die Schlussphase relativ mühelos. Dann aber intensivierte der nie aufsteckende FCD seine Bemühungen noch einmal und wurde dafür in der 94. Minute mit dem 2:2 von Ferati belohnt.

Volketswil - Dübendorf 2:2 (1:1). – Tore: 20. Velijaj 1:0. 40. Hoti (Foulpenalty) 1:1. 53. Meyer 2:1. 94. Ferati 2:2.  

9. Oktober: Greifensee gewinnt hoch

Der FC Greifensee hat den weit besser in die Saison gestarteten FC Wiesendangen klar und deutlich 5:0 bezwungen. Dabei bestach er nicht nur mit einer souveränen Abwehrleistung, sondern auch mit selten gezeigter Effizienz. «Dass wir den Tabellenzweiten schlagen, und das in dieser Höhe, zeigt wieder einmal, wie ausgeglichen die Liga ist», kommentierte FCG-Captain Elia Jenni.

Greifensee führt früh

Die Greifenseer waren zwar nicht so dominant, wie das Resultat glauben macht. Doch sie waren von Beginn weg präsent und lagen früh in Front, nachdem Verteidiger Yves Oehri nach einem Freistoss mit einem Seitfallrückzieher spektakulär getroffen hatte. Auch danach liess Greifensee kaum gegnerische Offensiv-Aktionen zu. Einzig einige Schüsse aus der Distanz, mit denen sie das Ziel jeweils deutlich verfehlten, brachten die Wiesendanger zustande. Das Heimteam führte spielerisch zwar ebenfalls nicht eben eine feine Klinge und suchte sein Glück genau wie der Gegner vor allem in langen Bällen, was einen mässig attraktiven Kick zur Folge hatte. Doch es blieb kaltschnäuzig und baute seinen Vorsprung nach einer halben Stunde aus – dank Maurin Frehner, der eine Flanke von Robin Momoh mit Kopf und Schulter ins Tor bugsierte.

FCG lässt nichts anbrennen

Als gebranntes Kind, das jüngst nach Zweitore-Führung noch unterlegen war, blieb der FCG auch nach der Pause konzentriert und legte sogleich nach, indem Patrick Ley erneut nach einem Standard erfolgreich war. Danach entwickelte sich zwar ein munteres Hin und Her, doch die Tore fielen bis zuletzt nur auf einer Seite. Der eingewechselte Tobias Niklaus traf nach einer Einzelleistung zum 4:0 und der ebenfalls erst später ins Spiel eingetretene Patrick Schmid setzte in der letzten Minute den Schlusspunkt hinter eine abgeklärte Greifenseer Darbietung.

Greifensee - Wiesendangen 5:0 (2:0). – Tore: 10. Oehri 1:0. 31. Frehner 2:0. 52. P. Ley 3:0. 75. Niklaus 90. Schmid 5:0.

9. Oktober: Uster zwingt Veltheim in die Knie

Der FC Uster vermochte gegen Veltheim spielerisch für einmal nur wenige Akzente zu setzen. Dank einer konzentrierten Leistung und grossem Willen gewann er dennoch knapp 2:1 und bleibt Leader der Zweitliga-Gruppe 2. «Genau solche Spiele musst du gewinnen, wenn du oben mitspielen willst», resümierte Captain Robin Steinmetz.

Uster tut sich schwer

In der ersten Hälfte zeigte der FCU nur selten, warum er an der Tabellenspitze steht. Er wirkte schwerfällig und leistete sich viele Fehler. Veltheim dagegen gelang es mit schnellem Umschalten und weiten Bällen immer wieder, die Ustermer Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Genau auf diese Weise gingen die Winterthurer schon nach zehn Minuten auch in Führung, als sich die Ustermer nach einem eigenen Eckball überrumpeln liessen. Obwohl der FCU im Angriff bis auf einige Einzelaktionen und Schüsse aus der Distanz auch danach nicht allzu viel zustande brachte, gelang ihm nach einer halben Stunde ebenfalls ein Tor; Patrick Schlatter traf alleine vor dem gegnerischen Keeper nach Vorarbeit von Abwehrchef Steinmetz zum eher schmeichelhaften Ausgleich.

Uster verwaltet geschickt

Im zweiten Abschnitt erwischten die Ustermer einen Start nach Mass. Schon nach wenigen Minuten verwertete Can Bozkir eine Flanke von Florentino Da Silva direkt zum 2:1. Danach bot sich Uster gegen die angesichts des Rückstands offener agierenden Gäste immer wieder Raum zur Entfaltung. Es gelang dem FCU aber nie, eine Aktion erfolgreich zu Ende zu bringen; entweder spielte er zu ungenau oder er scheiterte spätestens im Abschluss. Weil sich das Heimteam in der Defensive aber als kompakt erwies und kompromisslos verteidigte, geriet der Sieg bis zuletzt nur bei einer gegnerischen Grosschance noch einmal in ernsthafte Gefahr. Torhüter Leo Sturzenegger vermochte diese mit einer starken Intervention aber zu bannen.

Uster - Veltheim 2:1 (1:1). – Tore: 11. Schiess 0:1. 29. Schlatter 1:1. 50. Bozkir 2:1.

3. Oktober: Dübendorf verpasst den Sieg gegen Gossau

Der FC Dübendorf wahrte wohl auch in der siebten Partie seine Ungeschlagenheit, hat nach dem dritten Remis in Folge seine Leaderposition aber an Uster abgeben müssen. Gegen Gossau war der FCD zwar die klar bessere Mannschaft. Weil er aber mit seinen Chancen fahrlässig umging und in der Abwehr gleich zweimal patzte, reichte es ihm dennoch nur zu einem 2:2. Während der angesichts eines Unentschiedens verblüffend gut gelaunte Gossau-Trainer Andreas Häsler «den Punkt sehr, sehr gern» nahm, konnte Luca Ferricchio seine Enttäuschung über den verpassten Sieg denn auch nicht verbergen. «Unglaublich, was wir für Geschenke machen, es ist doch noch nicht Weihnachten!», ereiferte sich der FCD-Coach.

Dübendorf geht in Führung und patzt

Dübendorf zeigte sich von Beginn weg selbstbewusst und bestimmte die Partie gegen die passiven und zahnlosen Gossauer beinahe nach Belieben. Das Führungstor, das Daniel Angliker nach einem sehenswerten Angriff erzielte, war entsprechend verdient, auch wenn ihm womöglich ein Abseits vorangegangen war. Das Heimteam blieb zwar auch danach am Drücker, agierten aber im letzten Drittel jeweils zu ungenau. Als weit effizienter erwiesen sich dafür die Gäste, die bis dahin offensiv überhaupt nicht in Erscheinung getreten waren: Zwei FCD-Verteidiger interessierten sich bei einem Freistoss nicht für den langen Ball, weil sie glaubten, er würde ins Aus rollen. Daniel Meier erkämpfte sich den Ball aber noch vor der Linie und bediente Youssouf Ouattara, der zum 1:1 einschoss.

Gossau nimmt Geschenk an

Die Dübendorfer liessen sich jedoch wenig anmerken und nach der Pause dauerte es keine Minute, bis der gerade erst eingewechselte Marko Marjanovic eine Flanke von Angliker zur erneuten Führung verwertete. Derselbe Spieler hätte wenig später gleich nachdoppeln können, doch vertändelte er alleine vor Gossaus Keeper Marc Fankhauser. Für den FCD noch ärgerlicher war allerdings sein Versagen in der Defensive: Torhüter Labinot Bytyci spielte weit vor seinem Gehäuse unbedrängt einen ungenauen Pass auf Kollege Eldin Omerovic, der den Ball nicht zu kontrollieren vermochte. Der gedankenschnelle Meier war zur Stelle und traf aus 30 Metern ins verwaiste Tor. Danach blieb Dübendorf zwar das gefährlichere Team, doch haperte es weiterhin im Abschluss; Marjanovic etwa vergab eine weitere grosse Gelegenheit. Zuletzt waren die Gäste, die endlich etwas besser in die Partie gefunden hatten und in dieser Phase gleich mehrere Eckbälle treten konnten, gar näher am Sieg. «Aber das wäre dann definitiv nicht verdient gewesen», gestand FCG-Coach Häsler.

Dübendorf - Gossau 2:2 (1:1). – Tore:  25. Angliker 1:0. 38. Ouattara 1:1. 46. Marjanovic 2:1. 59. Meier 2:2.

2. Oktober: Rüti zeigt in Volketswil Moral

Der FC Rüti findet allmählich aus seiner Baisse. In Volketswil gewann der schwach in die Saison gestartete Interregio-Absteiger trotz Rückstands zur Pause 2:1 und landete seinen zweiten Sieg in Folge. «Dass wir Moral gezeigt und die Partie gedreht haben, freut mich am meisten», sagte der erleichterte FCR-Coach Shaip Krasniqi. Derweil beklagte Volketswils Trainer Sebastian Marda die verletzungsbedingten Ausfälle in seinem Team vor und während des Spiels und musste feststellen, dass seine Schützlinge «zum ersten Mal in dieser Saison nicht ins Spiel gefunden» hatten.

Volketswil zunächst wacher

Davon ausgenommen ist freilich die Anfangsphase, in der die Volketswiler die bessere Mannschaft waren und dank eines Treffers von Jeroen Meyer nach wenigen Minuten in Führung gingen. In der Folge boten sich dem Heimteam, das aufmerksamer wirkte als die Gäste und diesem oft einen Schritt voraus war, gleich mehrere Möglichkeiten, um das Skore auszubauen. Es scheiterte aber ebenso am gegnerischen Torwart wie die Rütner, die trotz ihrer Passivität zu zwei guten Gelegenheiten kamen. Erst vergab aber Edison Syla und kurz vor der Pause rettete FCV-Keeper Thierry Ursprung spektakulär gegen Flavio Milano.

Rüti kehrt die Partie

In der zweiten Hälfte standen die Rütner höher, agierten aggressiver und liessen die Volketswiler im Mittelfeld nicht mehr derart gewähren, wie es bis dahin getan hatten. Der Ausgleich nach knapp einer Stunde war denn auch nur folgerichtig; A-Junior Joao Mira erzielte ihn, indem er nach einem Schuss von Edison Syla den Abpraller verwertete. Das Heimteam hatte noch eine Gelegenheit zu einem zweiten Treffer, die FCR-Torwart Ognjen Jovanovic jedoch vereitelte. Danach aber übernahmen die Rütner endgültig das Szepter. Edi Syla traf zwar erst nur den Pfosten, doch als Drilon Gashi wenig später im Strafraum von den Beinen geholt wurde und Edison Syla den Penalty verwertete, war die erstmalige Führung für die Gäste Tatsache. In der Folge wollte der FCR nicht mehr allzu viel tun, und Volketswil konnte es nicht. Jedenfalls liessen die Rütner nichts mehr anbrennen und feierten im siebten Meisterschaftsspiel den zweiten Erfolg.

Volketswil - Rüti 1:2 (1:0). – Tore: 3. Meyer 1:0. 57. Mira 1:1. 67. E. Syla (Foulpenalty) 1:2.

2. Oktober: Uster siegt souverän

Der FC Uster zeigte sich gegen Bassersdorf mehrheitlich von seiner besten Seite und gewann dank einer insgesamt abgeklärten Leistung auswärts deutlich 3:0. Grosse Figur beim klaren 3:0-Erfolg war der eingewechselte Denis Dzepo, der alle drei Tore erzielte.

Anfängliches Offensiv-Spektakel

Der FCU startete gegen den Interregio-Absteiger wie die Feuerwehr und hätte nach wenigen Minuten mindestens mit einem Tor in Front liegen müssen. Erst traf aber Florentino Da Silva nur den Pfosten und danach scheiterten zwei Ustermer nacheinander alleine vor dem gegnerischen Tor. Weil auch die Bassersdorfer in der Offensive nicht untätig blieben, hätte sich dies beinahe umgehend gerächt und es bedurfte zweier gekonnter Paraden von Torhüter André Schmid, damit die Ustermer nicht ins Hintertreffen gerieten.

Eingewechselter Dzepo staubt zweimal ab

Danach flachte das Geschehene etwas ab und es kam zu einem langen Unterbruch, als ein Bassersdorfer einen Kollegen unglücklich umgrätschte und verletzte. Auch FCU-Akteur Blazenko Klaric musste mit einer Zerrung das Feld räumen. Trotzdem fanden die Gäste den Tritt wieder und lenkten die Partie noch vor der Pause in die gewünschten Bahnen. Erst traf zwar Da Silva traf nach einer Ecke zum zweiten Mal nur die Torumrandung. Doch danach gelang dem eben erst für Klaric eingewechselten Denis Dzepo gleich ein Doppelschlag: Erst staubte er nach einem Schuss von Da Silva ab und kurz darauf tat er dasselbe nach einem Abschluss von Dominik Cennerazzo.

Uster verwaltet abgeklärt

Angesichts des Zweitore-Vorsprungs liess es der FCU im zweiten Abschnitt etwas gemächlicher angehen. Dennoch hätte er das Skore beinahe weiter in Höhe geschraubt, als Enit Sadiku bei einem Freistoss nur die Latte traf. In der Folge hatten die Ustermer ihren Gegner gänzlich im Griff und liessen in der gesamten zweiten Halbzeit bis auf einen Schuss aus der Distanz nichts zu. Grosse Gelegenheiten erspielten sie sich selbst allerdings auch nicht mehr. Erst in der Nachspielzeit setzten die Ustermer noch einen drauf und Dzepo, der zuletzt nur zu Kurzeinsätzen gekommen war, vollendete seinen Hattrick zum 3:0.

Bassersdorf - Uster 0:3 (0:2). – Tore: 35. Dzepo 0:1. 38. Dzepo 0:2. 93. Dzepo 0:3.

2. Oktober: Greifensee unterliegt knapp

«Heute haben wir gesehen, wie ein Schiedsrichterentscheid aus einem torlosen Spiel ein 1:0 machen kann», sagte der Greifenseer Captain Elia Jenni nach der Niederlage in Veltheim nicht frei von Frust. Der FCG war in einer wenig ereignisreichen Partie sicher nicht die schlechtere Mannschaft gewesen und hätte sich ein Unentschieden verdient gehabt, unterlag aufgrund eines umstrittenen Penaltys aber 0:1.

Penalty sorgt für Diskussionen

Beide Teams bekundeten Mühe, ins Spiel zu finden und waren kaum in der Lage, Offensiv-Aktionen zu kreieren. Greifensee leistete sich zahlreiche Ballverluste und Ungenauigkeiten, während die Veltheimer ihr Glück überwiegend in langen Bällen suchten, mit denen sie genau so harmlos blieben wie ihr Gegner. Und dennoch gingen die Winterthurer nach 20 Minuten in Führung: FCG-Keeper Timmy Ley bugsierte bei einem Freistoss nämlich nicht nur den Ball weg, sondern traf auch noch einen Gegner. Dies ahndete der Schiedsrichter zum Unmut der Greifenseer mit einem Elfmeter, den das Heimteam zum 1:0 nutzte. Auch weil sie sich in der Folge etwas gar oft auf Diskussionen mit dem Referee einliessen, kamen die Gäste bis zur Pause nie in die Nähe des Ausgleichs.  

Wende gelingt nicht

Im zweiten Abschnitt war Greifensee spielbestimmend und erspielte sich die eine oder andere Gelegenheit. Jenni setzte einen Kopfball nach einer Flanke von Nino Fikic neben das Tor, der gleiche Spieler brachte später in aussichtsreicher Position den Ball nicht unter Kontrolle und Severin Burkarts Schuss aus der Drehung wurde noch abgelenkt. Die Winterthurer begnügten sich lange Zeit mit dem Verwalten ihres knappen Vorsprungs und kamen erst in der Schlussphase, als die Greifenseer noch offener agierten, zu Möglichkeiten. Fünf Minuten vor Ende der Partie etwa verpassten sie die vorzeitige Entscheidung, als sie nur die Latte trafen. Am Verdikt änderte dies jedoch nichts mehr.

Veltheim - Greifensee 1:0 (1:0). – Tor: 20. Foulpenalty 1:0.

2. Oktober: Brüttisellen auf verlorenem Posten

Der FC Brüttisellen-Dietlikon tritt weiter an Ort. In Wiesendangen musste er lange Zeit in Unterzahl agieren, blieb bei der 0:3-Niederlage ohne jegliche Chance und kassierte im siebten Spiel bereits die sechste Niederlage. «Im Moment kommt alles zusammen», sagt Stipe Kelava, der aber trotz der gegenwärtigen Pechsträhne zuversichtlich bleibt. «Hätten wir jedes Mal in Bestbesetzung antreten können, hätten wir nämlich einige Punkte mehr auf dem Konto», ist der Brüttiseller Co-Trainer überzeugt.

Früh in Unterzahl

Dass für die einmal mehr reichlich dezimierten Brüttiseller auch in Wiesendangen nichts zu holen sein würde, zeichnete sich früh ab. Zwar überstanden die Gäste die anfängliche gegnerische Druckphase schadlos, doch just als sie allmählich ins Spiel fanden, brach es über sie herein. Captain Arbin Adili, der einen aus abseitsverdächtiger Position gestarteten Gegenspieler im Strafraum zurückgehalten hatte, wurde des Feldes verwiesen, und die Wiesendanger verwandelten den darauf folgenden Penalty zum 1:0. Danach kontrollierte das Heimteam das Geschehen vollends, erspielte sich dabei aber kaum zwingende Möglichkeiten. Bis kurz vor der Pause, als Wiesendangen nach einem Angriff über die Seite das Skore erhöhte.

FCB bleibt ohne Chance

Damit war die Vorentscheidung bereits gefallen. Die nummerisch unterlegenen Brüttiseller wehrten sich zwar nach Kräften und machten ihre Sache in der Defensive ordentlich. Nach vorne brachten sie aber nichts zustande, die vereinzelten Gegenstösse verliefen jeweils frühzeitig im Sand. Die Wiesendanger taten auf dem Weg zu ihrem fünften Saisonsieg auch nicht mehr allzu viel. Sie trafen noch den Pfosten, waren nach einer Stunde ein drittes Mal erfolgreich und stellten dann den Dienst mehr oder weniger ein, so dass es beim aus Sicht der Gäste noch einigermassen erträglichen Resultat von 0:3 blieb.

Wiesendangen - Brüttisellen-Dietlikon 3:0 (2:0). – Tore: 20. Foulpenalty 1:0. 43. 2:0. 62. 3:0.

26. September: Kein Sieger in hochstehendem Duell zwischen Dübendorf und Uster

Der FC Dübendorf bleibt auch nach dem sechsten Spiel ungeschlagen. In einem ereignisreichen Zweitligaspiel auf hohem Niveau erreichten die Dübendorfer im Spitzenkampf gegen Uster ein 3:3 und verteidigten ihre Tabellenführung erfolgreich. Dennoch war Luca Ferricchio nicht ganz glücklich mit dem Resultat: «Wenn du wenige Minuten vor Schluss einen Penalty an den Pfosten schiesst und selbst in Unterzahl noch die besseren Gelegenheiten hast als der Gegner, ist das ein bisschen schade», sagte der Trainer der Dübendorfer. Auf der anderen Seite trauerte Robin Steinmetz ebendieser verpassten Chance in nummerischer Überlegenheit nach. «Hätten wir da präziser gespielt, wäre noch mehr dringelegen», so der FCU-Captain, der mit dem Unentschieden aber gut leben konnte – schliesslich hatte sein Team gleich dreimal einen Rückstand wettgemacht.

Beide Teams sehr offensiv

Die beiden Erstplatzierten boten von Beginn weg ein Offensivspektakel, das höheren Ansprüchen genügte. Schon nach einer knappen Minute hatte Altin Ramabaja die erste Chance für Uster, doch vergab er in der gleichen Aktion gleich zweimal per Kopf. Danach übernahm das Heimteam das Szepter und Daniel Angliker verpasste das Führungstor nur knapp, als er die Latte traf. Dieses gelang wenig später dafür Ali Hoti, der wieder einmal ein feines Füsschen bewies und einen Freistoss direkt verwandelte. Die Ustermer reagierten allerdings umgehend und Blazenko Klaric war ebenfalls aus der Distanz erfolgreich. Noch vor der Pause lagen die Gäste indes wieder im Hintertreffen, nachdem Delil Ferati aus abseitsverdächtiger Position reüssiert hatte.

Dübendorf näher am Sieg

Auch im zweiten Abschnitt entwickelte sich zwischen den beiden spielfreudigen Teams ein offener Schlagabtausch. Ramabaja, der wohl ebenfalls im Offside gestanden haben dürfte, traf zum erneuten Ausgleich und Marko Marjanovic, der eine Angliker-Flanke verwandelte, verschaffte dem FCD zum dritten Mal eine vorteilhafte Ausgangslage. Auch diese verspielten die Dübendorfer aber, weil sie es den Ustermern für einmal zu einfach machten und Ramabaja gewähren liessen. Dieser bediente Ruben Suarez, der nur noch einzuschieben brauchte. Obwohl der eingewechselte Dübendorfer Avni Shahinaj nach einer dümmlichen Aktion mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde, war das Heimteam danach dem vierten Treffer näher. Eldin Omerovic setzte einen an Ferati verschuldeten Penalty jedoch an den Pfosten und Angliker vergab in den Schlussminuten gleich zweimal das mögliche 4:3.

Dübendorf - Uster 3:3 (2:1). – Tore: 17. Hoti 1:0. 23. Klaric 1:1. 40. Ferati 2:1. 50. Ramabaja 2:2. 55. Marjanovic 3:2. 71. Suarez 3:3.

26. September: Brüttisellen unterliegt Veltheim in letzter Sekunde

Brüttisellens Trainer Victor Dionisio brauchte ein Weilchen, um das Gesehene zu verkraften. Da waren seine zu einem grossen Teil blutjungen Schützlinge gegen Veltheim in der letzten Spielminute zum Ausgleich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde, und dann liefen sie Sekunden vor dem Ende der Nachspielzeit in einen Gegenstoss und verloren doch noch 2:3. Darüber hinaus waren drei weitere seiner Spieler aus seinem schon arg dezimierten Kader mit Verletzungen ausgeschieden. «Das habe ich noch nie erlebt, es ist mit der Mannschaft derzeit mehr ein Basteln als ein Arbeiten», so Dionisio.

Teams neutralisieren sich

Bevor es in der Schlussphase drunter und drüber gehen sollte, hatten die beiden Teams wenig Spektakel geboten. Besonders in der ersten Halbzeit passierte wenig bis gar nichts. Die Gäste aus Winterthur führten zwar spielerisch die feinere Klinge und waren weit öfter in Ballbesitz als die Brüttiseller, doch gefährlich in den gegnerischen Strafraum einzudringen vermochten sie ebenso wenig wie das defensiv eingestellte Heimteam.

Brüttisellen verschenkt einen Punkt

Nachdem auch nach der Pause eine Viertelstunde lang nichts Erwähnenswertes passiert war, lag der FCB plötzlich in Front; Captain Arbin Adili war nach einem Corner erfolgreich gewesen. Die Veltheimer vermochten darauf aber zu reagieren. Sie erhöhten den Druck und kamen nach einem Konter nicht nur zum Ausgleich, sondern wenig später nach einem ihrer zahlreichen Angriffe über die rechte Seite auch zum 1:2. Diesen verwalteten die Gäste gegen die nun wehrlosen Brüttiseller, die auch konditionell nicht auf der Höhe schienen, beinahe mühelos. Bis sich ein Gäste-Akteur im Strafraum zu einer Tätlichkeit hinreissen liess, vom Platz gestellt wurde und Gianluca Merlo den Ausgleich ermöglichte. Es wäre ein glücklich gewonnener Punkt gewesen. Doch statt diesen dankend anzunehmen, stürmten die Brüttiseller naiv ins Verderben und liessen sich unmittelbar vor dem Abpfiff auskontern.

Brüttisellen-Dietlikon - Veltheim 2:3 (0:0). – Tore: 60. Adili 1:0. 70. 1:1. 73. 1:2. 90. Merlo (Foulpenalty) 2:2. 93. 2:3.

26. September: Rüti bricht den Bann

Im sechsten Anlauf hat es endlich geklappt für den FC Rüti: Der Interregio-Absteiger bezwang Diessenhofen letztlich deutlich 3:0 und durfte sich über den ersten Saisonsieg freuen. Entsprechend gross war die Erleichterung bei Shaip Krasniqi. «Der Stein, der mir vom Herzen gefallen, ist in der Tat gross», sagte Rütis Coach nach dem «extrem wichtigen Sieg».

FCR früh in Front

Die Rütner zeigten sogleich, dass sie bestrebt waren, den ersten Erfolg einzufahren. Sie stiegen entschlossener in die Zweikämpfe als auch schon und schalteten jeweils schnell um. Und sie gingen noch vor Ablauf einer Viertelstunde in Führung, als Robin Hämmerli nach einem abgewehrten Schuss von Edison Syla abstaubte. Danach aber flachte die Partie ab und die Heimmannschaft brachte auf dem schwer zu bespielenden Terrain ausser einigen Schüssen aus der Distanz nicht mehr allzu viel zustande. Die beste Gelegenheit bis zur Pause hatten nach einem Freistoss gar die ansonsten eher harmlosen Gäste; FCR-Goalie Ognjen Jovanovic vereitelte diese aber.

Rüti dreht auf

Im zweiten Abschnitt verhielten sich die Rütner zunächst so lange abwartend, bis sie realisierten, dass von ihrem Gegner nicht allzu viel Gefahr ausgehen würde. Danach drückten sie stärker auf das Gas und erspielten sich auch endlich wieder Tormöglichkeiten. Es dauerte allerdings lange, bis Edison Syla mit einem satten Schuss der befreiende zweite Treffer gelang. In der Folge hätte der FCR seine Führung weiter ausbauen können, doch Edison Syla vergab ebenso eine Grosschance genauso wie Harbin Osmani, der einen Penalty an die Latte drosch und auch im Nachschuss scheiterte. Tief in der Nachspielzeit fiel das dritte Tor dann doch noch, nachdem wie schon zuvor Edison Syla im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Diesmal übernahm der Gefoulte die Verantwortung gleich selbst und traf zum finalen 3:0.

Rüti - Diessenhofen 3:0 (1:0). – Tore: 13. Hämmerli 1:0. 79. E. Syla 2:0. 95. E. Syla (Foulpenalty) 3:0.

26. September: Volketswil düpiert Gossau

Der FC Volketswil feierte in Gossau einen überraschenden 3:1-Erfolg. Der Aufsteiger fand zwar lange Zeit nicht ins Spiel und geriet bald in Rückstand. Die Gossauer verpassten es aber, die Partie vorzeitig in die gewünschten Bahnen zu lenken und liessen sich nach der Pause den Schneid abkaufen. «Die haben das gut gemacht, ihr Sieg ist nicht gestohlen», gestand denn auch FCG-Coach Andreas Häsler. Volketswils Trainer Sebastian Marda freute sich derweil über die Effizienz seines Teams und «das Quäntchen Glück, das uns zuletzt gefehlt hatte».

Gossau zunächst überlegen

Im ersten Abschnitt waren die Gossauer ohne Wenn und Aber das bessere Team. Die Volketswiler standen sehr tief und warteten darauf, was da kommen möge. Die Gossauer benötigten ebenfalls etwas Anlaufzeit, gingen nach einem schnellen Angriff und erfolgreichem Abschluss von Peter Niffeler bald in Führung. Danach blieb die Heimmannschaft zwar am Drücker, vermochte aber nicht nachzulegen, weil allen voran Jonas Müller im Abschluss sündigte. Erst schoss der Gossauer freistehend über das Tor und später verfehlte er wiederum in bester Position per Kopf das Ziel. Dies rächte sich noch vor der Pause, als Volketswil von einem Fehler von FCG-Keeper Marc Fankhauser, der den Ball fallen liess, profitierte und Cédric Nef zum 1:1 traf.

Volketswil clever

Der Ausgleich, der aus dem Nichts gefallen, war, schien die Gossauer nachhaltig zu irritieren. Jedenfalls konnten sie nach der Pause nie mehr an die zuvor gezeigte Leistung anknüpfen und rieben sich an den clever agierenden Gästen immer mehr auf. Oder um es mit den Worten Häslers zu sagen: «Die Volketswiler hatten uns da, wo sie uns haben wollten.» Es überraschte jedenfalls nicht, dass dem FCV nach einem schön vorgetragenen Gegenstoss das zweite Tor durch Luca Mercurio gelang. Eine Antwort darauf wusste Gossau nicht und wiederum Mercurio setzte in der vorletzten Minute noch den Schlusspunkt zum 1:3.

Gossau - Volketswil 1:3 (1:1). – Tore: 20. Niffeler 1:0. 45. Nef 1:1. 70. Mercurio 1:2. 89. Mercurio 1:3.

25. September: Greifensee verspielt Zweitorevorsprung

Der FC Greifensee hatte die Partie gegen Bassersdorf lange Zeit im Griff und lag nach der ersten Hälfte mit zwei Toren in Front. Weil sie danach jedoch nicht mehr mit derselben Entschlossenheit zu Werke gingen und sich zu viele Fehler leisteten, unterlagen die Greifenseer dem Interregio-Absteiger am Ende noch 4:5. «Brutal schade», sagte FCG-Captain Elia Jenni. «Aber wenn du in einer Halbzeit vier Tore kassierst, darfst du dich nicht beklagen, dann hast du es nicht verdient zu gewinnen.»

FCG lange souverän

Greifensee hatte von Beginn weg mehr vom Spiel und sorgte eher für Torgefahr als der Gegner. Daran änderte sich auch nichts, als die Bassersdorfer mit ihrer ersten Chance in Führung gingen, und es dauerte nicht lange, bis das Heimteam ebenfalls  erfolgreich war; Nino Fikic verwertete eine Flanke von Pascal Unholz per Kopf. Das Heimteam blieb am Drücker und traf bis zur Pause jeweils nach Standards noch zwei weitere Male ins Schwarze. Erst staubte David Strebel nach einer ungenügenden Abwehr des Gäste-Foalies ab und wenig später setzte Unholz per Kopf noch eins drauf.

Greifensee zu fehlerhaft

Auch nach der Pause deutete zunächst nichts auf eine Wende hin. Nachdem die Greifenseer dann aber den wohl vorentscheidenden vierten Treffer verpassten hatten, gingen sie nicht mehr mit der letzten Konsequenz zur Sache. Zudem schlichen sich immer mehr Unkonzentriertheiten in ihr Spiel ein, mit denen sie den bis dahin harmlosen Gegner förmlich zu Toren einluden. Und die Bassersdorfer zeigten sich äusserst kaltblütig: Innert kurzer Zeit holten sie nicht nur den Zweitore-Rückstand auf, sondern legten gleich ihrerseits zwei Tore vor und führten zehn Minuten vor Schluss plötzlich 5:3. Diesen Vorsprung verteidigten die Gäste mühelos. Zwar gelang dem Greifenseer Sasa Fikic noch der Anschlusstreffer – aber erst in der Nachspielzeit und damit zu spät, um noch an einen Punktgewinn denken zu können.

Greifensee - Bassersdorf 4:5 (3:1). – Tore: 10.  Duske 0:1. 17. N. Fikic 1:1. 22. Strebel 2:1. 34. Unholz 3:1. 59. Meier 3:2. 69. Asani 3:3. 76. Meier 3:4. 82. Manca 3:5. 92. S. Fikic 4:5.

21. September: Dübendorf - Greifensee 1:1

Der FC Dübendorf hat zwar zum ersten Mal in dieser Saison nicht die volle Punktzahl einfahren können. Die Mannschaft von Trainer Luca Ferricchio bleibt nach dem 1:1 gegen den FC Greifensee vom Dienstagabend aber weiterhin ungeschlagen und hat seine Tabellenführung verteidigt. Mit dem einen Punkt dürften die Glattaler allerdings nicht zufrieden gewesen sein, waren sie doch abgesehen von der Startphase die spielbestimmende Mannschaft. Die Greifenseer bestätigten nach zuletzt zwei Siegen derweil ihren Aufwärtstrend, wobei Captain Elia Jenni sagte: «Den Punkt nehmen wir gerne mit.»

Greifensee legte in Dübendorf einen hervorragenden Start hin. Die Gäste dominierten die ersten zehn Minuten und gingen früh in Führung. Nachdem FCD-Goalie Labinot Bytyci einen Abschluss von Patrick Ley nur abprallen lassen konnte, brachte Robin Momoh Greifensee in der fünften Minute in Führung. Die Greifenseer Herrlichkeit war indes bald vorbei. Plötzlich unterliefen den Gästen zahlreiche Fehler, viele Ungenauigkeiten prägten nun ihr Spiel.

Angliker nützt Fehler aus

Das Heimteam hingegen fand den Rhythmus und kam zu zahlreichen hochklassigen Chancen. Kurz nach der Pause gelang dem Tabellenführer dann der verdiente Ausgleich. Die Dübendorfer profitierten dabei von einem groben Fehler in der Defensive der Greifenseer. Daniel Angliker lief in einen missratenen Pass und schob in der 50. Minute zum 1:1 ein. 

Auch nach dem Ausgleich war Dübendorf die druckvollere Mannschaft. Der FCD erarbeitete sich aber bis auf eine Ausnahme keine guten Chancen mehr. Die Gäste setzten noch einige Nadelstiche, wirklich gefährlich aber waren auch sie letztlich nicht mehr. (zo)

21. September: Gossau - Rüti 2:1

In der Vorrunde so viele Punkte sammeln, um sich möglichst reichlich Luft nach hinten zu verschaffen. So lautete die Vorgabe von Gossau-Trainer Andreas Häsler vor Beginn der Meisterschaft. Und seine Mannschaft setzt sie perfekt um. In der fünften Zweitliga-Runde gelang dem FCG der vierte Sieg. Die Gossauer schlugen am Dienstagabend zuhause Interregio-Absteiger FC Rüti dank zwei Toren in der zweiten Halbzeit 2:1. 

Während Gossau nach seinem geglückten Saisonstart auf Platz 3 in der Tabelle liegt, findet Rüti den Tritt in der Meisterschaft einfach nicht. Drei Niederlagen und lediglich zwei Remis hat die personell arg dezimierte Mannschaft von Trainer Shaip Krasniqi auf dem Konto. Und die Sorgen von Krasniqi wurden in Gossau noch grösser. So musste er nach der ersten Hälfte die zwei wichtigen «Mittelfeldmotoren» Harbin Osmani und Robin Hämmerli wegen Verletzungen ersetzen, was einen Bruch im Rütner Auftritt zur Folge hatte.

Zwei Tore in neun Minuten

Vor der Pause hatte Rüti der Partie den Stempel aufgedrückt und hätte durchaus höher als nur 1:0 führen können. Osmani war für den einzigen Treffer vom Penaltypunkt aus zuständig. Nach der Pause aber verloren die Rütner den Faden. Die Gossauer hatten nun mehr vom Spiel. Und drehten die Begegnung.

Rund zwanzig Minuten vor dem Ende glich Perparim Gashi für das Heimteam aus, wobei er einen Penalty verwertete. Nur neun Minuten danach gelang Jonas Müller für den Gastgeber mit einem schönen Schuss ins kurze Eck das Siegtor. «Schade», trauerte Rüti-Trainer Krasniqi den verpassten Punkten nach. In Panik verfällt er nach dem verpatzten Saisonstart nicht, obwohl Rüti nach fünf Runden nun Vorletzter ist. «Da müssen wir jetzt gemeinsam durch.» (zo)

21. September: Volketswil - Uster 0:2

Der FC Uster hat nach seiner ersten Niederlage in der Meisterschaft und dem verlorenen Cup-Spiel zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen Zweitliga-Aufsteiger Volketswil, der über eine Halbzeit lang in Unterzahl agieren musste, vermochten die Ustermer zwar nur streckenweise zu überzeugen, eine starke Phase nach der Pause und ein spätes zweites Tor genügten ihnen am Dienstagabend aber, um relativ sicher 2:0 zu gewinnen.

Lange Zeit geschah im Volketswiler Griespark wenig Aufregendes. Die beiden Teams gingen zwar entschlossen zu Werke und wussten kämpferisch zu überzeugen, für Angst und Schrecken im gegnerischen Strafraum sorgten sie aber kaum. Zwar tauchten sowohl der FCU, der wenig überraschend öfter in Ballbesitz war, als auch das Heimteam, das sich nicht versteckte, mehrfach in Tornähe auf. Doch im Abschluss erwiesen sich beide Mannschaften zunächst als harmlos. Entscheidendes tat sich kurz vor der Pause aber doch noch: Volketswils Marco Vanni leistete sich da nämlich eine Tätlichkeit und wurde des Feldes verwiesen.

In Überzahl überlegen

Nummerisch überlegen, schalteten die favorisierten Ustermer im zweiten Abschnitt einen Gang höher und erspielten sich immer klarere Chancen. Altin Ramabaja scheiterte aber ebenso wie Florentino Luis Da Silva, der zweimal im starken FCV-Torhüter Ernst Salzmann seinen Meister fand. Nach einer knappen Stunde lagen die Gäste dann allerdings doch in Front, nachdem Can Bozkir einen sehenswerten Angriff mit einem Fallrückzieher abgeschlossen hatte. 

In der Folge hielt Uster den Druck aufrecht und suchte den zweiten Treffer. Die Entscheidung liess aber bis zur letzten Minute auf sich warten, als der enteilte Ramabaja mit einem satten Schuss zum 0:2 einschoss. (dh)

21. September: Bassersdorf - Brüttisellen-Dietlikon 0:1

Im fünften Anlauf hat es geklappt: Der FC Brüttisellen-Dietlikon punktete in Bassersdorf nicht nur erstmals, er holte sich gegen den Interregio-Absteiger auch gleich den ersten Sieg. Dass der knappe 1:0-Erfolg nicht wirklich zwingend gewesen war, störte Stipe Kelava selbstredend wenig: «Heute haben wir das Glück gehabt, das uns zuletzt gefehlt hat», sagte der Brüttiseller Co-Trainer.

Im ersten Abschnitt sahen die Brüttiseller gegen das technisch versierte Heimteam kaum Land. Schon nach wenigen Minuten mussten sie das Glück für sich in Anspruch nehmen, als der FCB nur den Pfosten traf. Danach gelang es den Gästen zwar nicht, selbst offensive Akzente zu setzen, doch immerhin vermochten sie die überlegenen Unterländer weitgehend vom eigenen Strafraum fernzuhalten. 

Nach der Pause brachte der FCB spielerisch zwar weiterhin kaum etwas zustande, mit vorbildlichem Engagement und Willensstärke kompensierte er seine Mängel aber. Und auf wundersame Weise und ohne sich eine Tormöglichkeit erspielt zu haben, erzielten die Brüttiseller gar einen Treffer: Andris Rosa setzte den ballführenden gegnerischen Keeper unter Druck, fing sein Zuspiel ab und schob zum 0:1 ein. Diesen Vorsprung verteidigten die Gäste bis zum Schluss. (dh)

12. September: Gossau gewinnt in Uster

Uster musste im vierten Saisonspiel zum ersten Mal als Verlierer vom Platz. Der Aufstiegsfavorit Nummer 1 unterlag dem clever agierenden FC Gossau trotz weit mehr Ballbesitz 2:3. Überschattet wurde die Partie kurz vor Schluss von einem üblen Zusammenstoss zweier Gossauer, bei dem sich Oswaldo Van Dunem verletzte und der einen langen Unterbruch zur Folge hatte. Danach waren die Gäste von der Rolle und verspielten beinahe noch einen Dreitore-Vorsprung. «Wenn es dumm läuft, kriegen wir noch den Ausgleich», sagte FCG-Trainer Andreas Häsler, der die bis dahin taktisch reife Darbietung seiner Mannschaft lobte. Diese hatte auch Robin Steinmetz gesehen. «Und überdies haben wir nicht unser gewohntes Rendement erreicht und bei den Gegentoren auch etwas Pech gehabt», so der FCU-Captain.  

Gossau taktisch geschickt

Die Gäste versuchten gar nicht erst, den spielerisch überlegenen Ustermern Paroli zu bieten. Sie zogen sich von Beginn weg zurück, überliessen dem Gegner das Spieldiktat und warteten geduldig, bis sich eine Chance zu einem Gegenstoss bot. Diese Taktik ging zunächst voll auf. Der FCU erspielte sich trotz optisch haushoher Überlegenheit nur eine nennenswerte Tormöglichkeit, die Finn Knecht vergab, und die Gossauer packten bei erster Gelegenheit zu, als Alessio Perot nach einem offsideverdächtigen Konter einen Querpass von Dani Meier zur Führung verwertete.

Turbulente Schlussphase

Nach der Pause agierte das Heimteam noch offensiver und erspielte sich eine hochkarätige Chance zum Ausgleich, die Denis Dzepo aber vergab. Dem FCG boten sich nun viele Räume, die er zu nutzen wusste. Erst erhöhte Perparim Gashi mittels einem bei einer unübersichtlichen Situation ausgesprochenen Penalty auf 2:0 und wenig später schoss Mario Limata den dritten Treffer. Damit schien die Partie gelaufen, bevor der erwähnte Zwischenfall noch einmal alles in Frage stellte. Den Anblick des am Boden liegenden Spielers und lange Warten auf den Krankenwagen schienen die Ustermer offensichtlich nämlich besser verarbeitet zu haben. Patrick Schlatter gelang gleich nach dem Unterbruch das Anschlusstor und Ruben Suarez verkürzte kurz vor Schluss weiter. Zu einem Punkt reichte es den Ustermern in der hektischen Schlussphase aber nicht mehr.

Uster - Gossau 2:3 (0:1). – Tore: 27. Perot 0:1. 64. Gashi (Penalty) 0:2. 70. Limata 0:3. 83. Schlatter 1:3. 88. Suarez 2:3.

12. September: Rüti weiterhin sieglos

Der FC Rüti hat seinen Abwärtstrend gestoppt. Nach zwei empfindlichen Niederlagen in Serie vermochte er zwar auch im vierten Saisonspiel selbst in Überzahl nicht den ersten Sieg zu landen. Gegen die Reserven des FC Schaffhausen erreichte der stark ersatzgeschwächte Absteiger aber immerhin ein 1:1. «Dafür, dass wir mit derart vielen Junioren antreten mussten, haben wir das sehr gut gemacht», fand Shaip Krasniqi. Zwar hätten durchaus auch drei Punkte dringelegen. «Aber heute war es vor allem wichtig, nicht wieder zu verlieren», sagt der Rütner Trainer.

Wieder frühes Gegentor

Auch die dritte Partie innert Wochenfrist begann für Rüti denkbar schlecht. Schon nach wenigen Minuten gingen die Schaffhauser nach einem schnellen Gegenstoss in Führung. Das Heimteam zeigte sich darob indes nicht geschockt, liess den Kopf nicht hängen und war fortan die aktivere Mannschaft. Bis auf einen Weitschuss, der über das Tor strich, schaute dabei aber kaum etwas heraus. Dafür vereinfachte sich Rütis Aufgabe kurz vor der Pause, als die Gäste nach einer Notbremse gegen den durchgebrochenen Robin Hämmerli einen Akteur durch Platzverweis verloren.

In Überzahl vorsichtig

Die Rütner kamen im zweiten Abschnitt denn auch sogleich zu mehr Chancen. Und nachdem Dennis Aberia aus kurzer Distanz erst noch gescheitert war, gelang Edon Sejdiu wenig später nach einem Seitenwechsel mit einem platzierten Schuss der Ausgleich. In der Folge suchten die Rütner, mit deren Selbstvertrauen es verständlicherweise nicht zum Besten bestellt ist, das zweite Tor aber nicht mit letzter Vehemenz. Sie dosierten das Risiko und vermieden es tunlichst, den dezimierten, auf Konter lauernden Gästen ins Messer zu laufen. Trotzdem hätte wiederum Aberia beinahe das zweite Tor für den FCR erzielt. Am Ende musste dieser jedoch froh sein, wenigstens den einen Punkt auf dem Konto verbuchen zu können. Wenige Minuten vor Schluss bedurfte es nach einem Freistoss nämlich nicht nur eine Parade von Rütis Torhüter Ognjen Jovanovic, sondern auch eines beherzten Eingreifens von Hämmerli, um das zweite Gegentor zu verhindern.

Rüti - Schaffhausen 2 1:1 (0:1). – Tore: 9. 1:0. 58. Sejdiu 1:1.

12. September: Dübendorf schlägt Brüttisellen knapp

Der FC Dübendorf siegte auswärts gegen Brüttisellen-Dietlikon dank eines frühen Tores knapp 1:0. Damit fanden gleich zwei Serien ihre Fortsetzung: Leader Dübendorf wahrte auch im vierten Saisonspiel seine weisse Weste und Brüttisellen blieb zum ebensovielten Mal ohne Zähler. Souverän war der Auftritt des Leaders jedoch nicht. «Wenn ich noch Haare hätte, wären mir heute einige ausgegangen», witzelte FCD-Coach Luca Ferricchio, dessen Schützlinge es verpasst hatten, den Sack frühzeitig zuzumachen. Ein Remis wäre verdient gewesen, fand derweil Stipe Kelava. Unterkriegen lassen wolle man sich deswegen aber nicht. «Einfach weitermachen», fordert Brüttisellens Co-Trainer.

Brüttisellen vergibt, Dübendorf trifft

Das Derby zwischen dem Punkte- und dem Verlustpunktelosen startete mit zwei für den weiteren Spielverlauf entscheidenden Szenen. Zunächst tauchte FCB-Stürmer Andris Rosa alleine vor Dübendorf-Keeper Labinot Bytyci auf, aber scheiterte an diesem. Und unmittelbar darauf lancierte Avni Shahinaj Daniel Angliker, der zum wiederholten Mal seine Goalgetter-Qualitäten bewies und zum 0:1 einschoss. In der Folge hatten die Dübendorfer die Partie weitgehend im Griff. Für Gefahr sorgten sie aber nur selten, weil sie ungenau agierten und der letzte Ball jeweils keinen Abnehmer fand.

Dübendorf zittert bis zuletzt

Im zweiten Abschnitt zeigten sich die Brüttiseller, die schon in den Minuten vor der Pause besser ins Spiel gefunden hatten, angriffsfreudiger und waren den Dübendorfern mehr als nur ebenbürtig. Der FCD brachte zwischenzeitlich kaum mehr etwas zustande; einzig Ali Hoti, der später angeschlagen ausschied, hätte den Vorsprung ausbauen können. Auf der anderen Seite war das Heimteam dem Ausgleich nach einer Stunde nahe, als Marvin Meckes nach einem Eckball per Kopf nur den Pfosten traf.

Danach boten sich den Dübendorfern gegen den nun immer offener stehenden Gastgeber gleich mehrere Gelegenheiten zum vorentscheidenden zweiten Treffer. Marko Marjanovic scheiterte jedoch zweimal eher kläglich und auch Joel Schilling brachte den Ball nicht im gegnerischen Tor unter. So mussten die Gäste aufgrund ihrer Nachlässigkeit im Abschluss bis zuletzt bibbern – bestraft wurden sie von Brüttisellen dafür aber nicht.

Brüttisellen-Dietlikon - Dübendorf 0:1 (0:1). – Tor: 5. Angliker 0:1

11. September: Greifensee lässt Volketswil das Nachsehen

Der FC Greifensee bezwang in einer intensiven und emotionalen Partie den FC Volketswil knapp 2:1. Die Entscheidung brachte ein verwandelter Handspenalty 10 Minuten vor Schluss. «Definitiv verdienter als am Donnerstag gegen Gossau», kommentierte Siegtorschütze Elia Jenni den zweiten FCG-Erfolg innert zwei Tagen. Sebastian Marda bedauerte zwar, dass sein Team seine Torgelegenheiten nicht konsequent hatte nützen können, mochte sich aber nicht gross ärgern. «Es war trotzdem ein schönes Derby», sagte Volketswils Trainer.

Führung kurz vor der Pause

Die Greifenseer waren zwar von Beginn weg spielbestimmend und mehrheitlich in Ballbesitz, doch gefährlich waren sie nicht wirklich. Ganz im Gegensatz zu dem tief stehenden und auf Konter lauernden FCV, der nach gegnerischen Ballverlusten dem ersten Treffer zweimal nahe kam. FCG-Keeper Paulo Da Costa bewahrte seine Mannschaft aber mit zwei gekonnten Interventionen vor einem Rückstand. Danach wurde das Heimteam stärker und wäre seinerseits beinahe in Führung gegangen; der Volketswiler Torhüter Thierry Ursprung lenkte den Versuch von Pascal Unholz jedoch spektakulär an die Latte. Kurz vor der Pause war das Heimteam doch noch erfolgreich, als Robin Momoh einen Schuss von Severin Burkart ins Netz beförderte.

Hand-Elfmeter entscheidet

Nach der Pause hatte der FCG seine beste Phase. Er spielte gefällig und spätestens nach einer Stunde hätte Momoh das Skore erhöhen müssen, scheiterte aber aus kurzer Distanz. Stattdessen glichen die Gäste wenig später fast aus dem Nichts aus, als Cédric Nef mit einem Distanzschuss via Pfosten ins Tor traf. Nachdem derselbe Spieler gleich darauf gar den zweiten Treffer verpasst hatte, fiel die Entscheidung nach einem Hands im Strafraum aber auf der anderen Seite. Captain Jenni nämlich verwertete den Penalty zum 2:1 und eine heftige Reaktion der Volketswiler blieb aus.

Greifensee - Volketswil 2:1 (1:0). – Tore: 44. Momoh 1:0. 68. Nef 1:1. 81. Jenni (Handspenalty) 2:1.

9. September: Uster zerlegt den FC Rüti

Drittes Spiel, dritter Sieg: Aufstiegsfavorit FC Uster marschiert weiter. Die Ustermer zerlegten am Donnerstag zuhause Interregio-Absteiger Rüti gleich 8:2. Während die Ustermer mit ihrem starken Saisonstart ihre Ambitionen unterstrichen, war es für die Rütner nach dem 0:4 gegen Wiesendangen die zweite heftige Pleite in Serie.

Nach dem Spiel vom Wochenende hatte Rüti-Trainer Shaip Krasniqi moniert, ohne Laufbereitschaft und Einsatz gehe es auch in der 2. Liga nicht. Diesen Vorwurf mochte der Coach nach der Niederlage in Uster der Mannschaft nicht mehr machen. Am Engagement habe es dieses Mal nicht gelegen, so Krasniqi, der von einem deprimierenden Abend sprach. «Es ging für Uster zu einfach», ärgerte er sich. «Wir liessen ihnen schlicht zu viel Platz.»

Tore am Laufmeter

Die das Mittelfeld dominierenden Ustermer gingen bereits nach fünf Minuten in Führung. Den Gästen gelang durch Edison Syla zwar postwendend der Ausgleich. Und derselbe Spieler hätte kurz darauf gar erneut treffen können, als er alleine vor dem gegnerischen Goalie auftauchte. Doch Syla verzog – praktisch im Gegenzug ging Uster 2:1 in Führung.

Von da an lief es wie geschmiert für den Gastgeber. Nach einem Konter legte der FCU zum 3:1 vor, nach etwas mehr als einer halben Stunde und dem schönen Freistosstor zum 4:1 war die Partie entschieden. Gestillt hatte Uster den Torhunger aber erst nach dem 8:1. (zo)

Uster - Rüti 8:2 (5:1). – Tore: 5. Florentino 1:0. 8. E. Syla 1:1. 11. Bozkir 2:1. 28. Knecht 3:1. 33. Florentino 4:1. 44. Klaric 5:1. 50. Dzepo (Penalty) 6:1. 60. Grimm (Eigentor) 7:1. 78. Bozkir 8:1. 90. Rosario 8:2.

9. September: Dübendorf siegt zu wenig hoch

Der dritte Sieg im dritten Spiel für den FC Dübendorf war nie wirklich in Gefahr. Doch der Leader der Zweitliga-Gruppe 2 leistete sich beim 2:0-Erfolg gegen den punktelosen FC Töss den Luxus, viele Chancen ungenutzt zu lassen. «Wir haben uns im Vergleich zur letzten Partie spielerisch gesteigert und haben vor allem in der zweiten Hälfte so gespielt, wie ich mir das vorstelle», sagt FCD-Trainer Luca Ferricchio. «Aber wir hätten noch viel höher gewinnen müssen».

Chancen im Minutentakt

Zwar erspielten sich die Dübendorfer bereits in der 4. Minute eine erste Chance, insgesamt begannen sie aber nervös. Defensiv gefordert wurde der FCD aber nicht gross, mit Ausnahme eines Kopfballes nach einem Freistoss. Es dauerte jedoch bis zur 40. Minute, ehe Eldin Omerovic Dübendorf in Front brachte. Als kurz nach der Pause Delil Ferati auf 2:0 erhöhte, hätte das der Beginn eines Schützenfestes werden können. Die Dübendorfer griffen den Gegner hoch an, luchsten ihm früh in dessen Aufbauspiel den Ball ab und tauchten bisweilen fast im Minutentakt alleine vor dem Torhüter auf. Doch Effizienz war in dieser Partie keine Dübendorfer Spezialität. (fbo)

Dübendorf - Töss 2:0 (1:0) - Tore: 40. Omerovic 1:0. 50. Ferati 2:0.

9. September: Greifenseer Wende in der Schlussphase

Dank zwei Toren in den letzten sechs Minuten gewann der FC Greifensee das Zweitliga-Duell auswärts gegen Gossau 2:1. Greifensee-Captain Elia Jenni gab nach der späten Wende aber unumwunden zu: «Der Sieg war nicht verdient, aber wir nehmen ihn natürlich gerne. Das Spielglück war heute auf unserer Seite.»

Bis kurz vor Schluss sah es so aus, als ob den Gossauern das eine Tor von Peter Niffeler in der 24. Minute reichen würde, um den dritten Vollerfolg in der dritten Meisterschaftsrunde feiern zu können. In einer spielerisch auf mittelmässigem Niveau stehenden Zweitliga-Partie, in der beide Mannschaften häufig mit hohen Bällen operierten und kaum Ballstafetten zu sehen waren, begnügte sich das Heimteam mit dem Vorsprung im Rücken denn auch darauf, sein Glück in Kontern zu suchen. Wobei die Taktik der Gossauer beinahe aufgegangen wäre, hatten sie doch kurz vor dem Greifenseer Ausgleich eine grosse Chance, ihre Führung auf 2:0 auszubauen.

Gossau wird bestraft

Doch Gossau liess die Möglichkeit liegen, was sich letztlich rächte. Denn in der 84. Minute glückte Burkhart für die mittlerweile mit einer Dreier-Abwehr agierenden Gäste nach einem Freistoss der Ausgleich. Gossau warf in der hitzigen Schlussphase alles nach vorne. Und wurde dafür bestraft. Nach einer Standardsituation lenkte der Gossauer Verteidiger Ouattara den Ball ins eigene Tor – 1:2. (zo)

Gossau - Greifensee 1:2 (1:0). – Tore: 24. Niffeler 1:0. 84. Burkart 1:1. 90. Ouattara (Eigentor) 1:2.

9. September: Volketswil setzt sich gegen Brüttisellen spät durch

Im dritten Saisonspiel holte der FC Volketswil den zweiten Sieg. Nach dem 3:1 im Heimspiel gegen Brüttisellen-Dietlikon liegt der Aufsteiger in Tuchfühlung mit der Zweitliga-Spitze. Allerdings hatten die Volketswiler dabei auch das Glück auf ihrer Seite. Wie schon am letzten Sonntag, als sie dank einem späten Treffer beim FC Töss 1:0 siegten, fiel auch gestern Abend die Entscheidung erst in der Schlussphase. Cédric Nef brachte den FCV in der 86. Minute zum zweiten Mal in Führung, und in der Nachspielzeit erhöhte Jeroen Meyer nach zwei Prellbällen auf 3:1.

Volketswil-Trainer Sebastian Marda zeigte sich zufrieden und sprach von einer «fantastischen Mannschaftsleistung». Sein Team habe den Sieg nicht gestohlen, doch es habe dafür einen Steigerungslauf gebraucht.

Ursprungs Paraden

Denn zu Beginn waren die weiterhin punktelosen Brüttiseller am Drücker und erspielten sich auch die eine oder andere Chance. In Führung ging allerdings der FCV, der anfänglich nervös war, mit der Zeit aber den Tritt fand. Dario Schuler schoss nach einem Corner das 1:0 (55.), danach war Volketswil spielbestimmend, bis in der 79. Minute Joao Pereira für Brüttisellen per direkt versenktem Freistoss ausglich. Danach konnten sich die Volketswiler gleich mehrfach bei Torhüter Thierry Ursprung dafür bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Mit seinen Paraden ebnete er dem FCV den Weg zum späten Sieg. (fbo)

Volketswil - Brüttisellen-Dietlikon 3:1 (0:0). –  Tore: 55. Schuler 1:0. 79. Pereira 1:1. 86. Nef 2:1. 93. Meyer 3:1.

5. September: Desolater FC Rüti verliert hoch

So hatte sich der FC Rüti den Saisonstart eine Klasse tiefer kaum vorgestellt. Nach dem Unentschieden zum Auftakt unterlag der Absteiger im ersten Heimspiel Wiesendangen nach einem gänzlich verunglückten Auftritt deutlich 0:4. Dass die uninspirierte Leistung auch dem Trainer zu denken gab, liegt auf der Hand. «Man darf verlieren, aber das Mindeste ist, dass man Laufbereitschaft zeigt und kämpft», sagte der enttäuschte Shaip Krasniqi. «Ohne die richtige Einstellung geht es auch in dieser Liga nicht.»

Rüti lässt fast alles vermissen

Genau diese Mentalität zeigte seine Mannschaft gegen Wiesendangen aber nicht. Während die fussballerisch eher bescheidenen Gäste von Beginn weg präsent waren und entschlossen zu Werk gingen, agierten die Rütner phlegmatisch und schienen den Zweikämpfen geradezu aus dem Weg zu gehen. Das erste Gegentor nach nur einer Viertelstunde, dass per abgelenktem Schuss nach einem Corner fiel, war nur die logische Konsequenz daraus. Rütis zweifelsohne vorhandenen spielerischen Fähigkeiten genügten, um bei aller Zurückhaltung doch eine Chance zum Ausgleich zu kreieren; Harbin Osmani liess diese jedoch aus. Die Gäste hingegen nutzten auch ihre zweite Gelegenheit und erhöhten das Skore nach einem mustergültig vorgetragenen Konter auf 0:2. Kurz vor der Pause gesellte sich bei den Rütnern zum mangelnden Einsatz auch noch das Pech, als Lars Grimm nur den Pfosten traf.

Nichts wird besser

Obwohl sich das Heimteam in der Pause vorgenommen hatte, ganz anders aufzutreten als bis dahin, änderte sich kaum etwas. Nach wenigen Minuten gelang den Wiesendangern per Kopf der dritte Treffer und spätestens nach einer Stunde und dem 0:4 waren die Oberländer endgültig geschlagen. Auf ein Aufbäumen wartete man bis zuletzt vergeblich. «Auch in dieser Höhe verdient» sei die Niederlage, resümierte Krasniqi denn auch zurecht.  

Rüti - Wiesendangen 0:4 (0:2). – Tore: 15. 0:1. 28. 0:2. 51. 0:3. 62. 0:4.

5. September: Erster Erfolg für Aufsteiger Volketswil

Aufsteiger Volketswil genügte eine vielversprechende Gelegenheit kurz vor Schluss, um die ersten drei Punkte in der zweiten Liga einzufahren. «Ein Sieg der Moral», sei der knappe 1:0-Erfolg in Töss gewesen, sagte FCV-Coach Sebastian Marda, der zugab, dass «auch ein Unentschieden ein faires Resultat» gewesen wäre.

Volketswil harmlos

Die Volketswiler hatten gegen Töss zwar von Beginn weg reichlich Ballbesitz und waren den Winterthurern optisch zumindest ebenbürtig. In die Nähe des gegnerischen Strafraums spielten sie sich aber kaum je. Die Durchschlagskraft ging ihnen gänzlich ab und spätestens 30 Meter vor dem Tor fanden ihre Angriffsbemühungen ein Ende. Gefährlicher zeigte sich da schon das Heimteam, das immer wieder über die Seiten attackierte. Zu einem Torerfolg kam aber auch die Tössemer nicht, weil sie entweder das Ziel verfehlten oder Volketswils Torhüter Thierry Ursprung zur Stelle war und parierte.  

Joker sticht

Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf kaum etwas. Einziger Aufreger war ein Kopfball von FCV-Captain Cédric Nef, der vielleicht die Linie überschritten hatte, aber nicht als Tor gewertet wurde. Und dennoch waren es am Ende die Gäste, die jubeln durften. Ausgerechnet als die Winterthurer den Sieg noch vehementer als zuvor zu suchen schienen und in der Schlussphase den Druck erhöhten, gelang den Gästen nämlich der Lucky Punch. Der wenige Minuten zuvor eingewechselte Florin Perez tauchte nach einem Zuspiel von Dario Schuler alleine vor dem gegnerischen Tor auf, behielt die Nerven und schoss zum entscheidenden 1:0 für Volketswil ein.

Töss - Volketswil 0:1 (0:0). – Tore: 85. Perez 0:1.

5. September: Gossau schlägt Brüttisellen

Der FC Gossau hat auch sein zweites Saisonspiel erfolgreich gestaltet. Er bestimmte die Partie auswärts gegen Brüttisellen-Dietlikon über weite Strecken und hätte auch höher als 2:0 gewinnen können. «Wir sind nach den vielen Wechseln in der Sommerpause noch in der Findungsphase und leisten uns zu viele Fehler», bemängelte Brüttisellens Co-Trainer Stipe Kelava. «Absolut verdient» fand denn auch FCG-Coach Andreas Häsler das Verdikt, wobei er die bescheidene Chancenauswertung seiner Schützlinge ebenso monierte wie das Nachlassen in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte.

Brüttisellen vergibt Führung

Weit besser hatte Häsler das Geschehen zuvor gefallen. Spätestens nachdem Robin Senn nach einem der raren Brüttiseller Konter auf eher klägliche Weise die Führung für das Heimteam vergeben hatte und dieses kurz darauf Jony Junior Barbosa mit einer Ellbogenverletzung verlor, hatten die Gossauer die Partie im Griff. Sie übten reichlich Druck auf den Gegner aus und erspielten sich derart viele Gelegenheiten, dass die Begegnung auch frühzeitig hätte entschieden sein können. Weil aber etwa Fabio De Nunzio seinen Schuss verzog, Mario Limata das Tor verfehlte und Alessio Perot an Brüttisellens stark reagierendem Keeper Yanick Hirzel scheiterte, war dem nicht so. Ein Tor erzielten die Gossauer dann aber doch noch, als Jonas Müller im Anschluss an einen Corner zum 1:0 abstaubte.

Gossaus Nachlassen bleibt unbestraft

Im zweiten Abschnitt fielen die Gäste zunächst in ein kleines Loch und die Brüttiseller verstärkten ihre Angriffsbemühungen. Gefährlich wurden sie dabei aber kaum und bald ähnelte das Spiel wieder demjenigen vor der Pause: Gossau agierte, Brüttisellen reagierte. Weil der eingewechselte Peter Niffeler zwei Möglichkeiten für Gossau nicht zu nutzen wusste, liess die Siegsicherung aber auf sich warten. Erst Daniel Meier besiegelte mit einem sehenswerten Weitschuss die zweite Niederlage für den FCB, der in der Schlussphase durch Platzverweise noch um zwei Akteure dezimiert wurde.

Brüttisellen-Dietlikon - Gossau 0:2 (0:1). – Tore: 38. Müller 0:1. 81. Meier 0:2. 

4. September: Zweiter Sieg innert vier Tagen für Dübendorf

Der Auftakt in die neue Saison ist dem FC Dübendorf definitiv geglückt. In der vergangenen Spielzeit noch gern gesehener Gast und Punktelieferant auf fremdem Terrain, schlug der FCD diesmal auswärts gleich bei erster Gelegenheit zu und gewann gegen Phönix Seen 3:1. Nach dem Heimerfolg in der ersten Partie war dies der zweite Erfolg innert nur vier Tagen. «Das ist natürlich schön», sagte Trainer Luca Ferricchio, der sich besonders daran erfreute, dass seine Mannschaft als Einheit aufgetreten sei. «Aber spielerisch ist noch viel Luft nach oben.»

Mühsamer Beginn

Der Start in die Partie war für die Dübendorfer gleich wie der Platz in Seen: Er war ziemlich holperig. Erst als sie merkten, dass mit gepflegtem Spielaufbau kein Blumentopf zu gewinnen sein würde, und sie anfingen, ihr Glück in langen Bällen über die Seiten zu suchen, vermochten sie für Gefahr zu sorgen. Prompt war es dann ein ebensolcher Angriff, der ihnen den ersten Jubel bescherte: Eldin Omerovic bediente Marko Marjanovic und dieser schoss zum 0:1 ein. Die Führung währte allerdings nicht lange, weil die Gastgeber von Loris Kqiku ein Geschenk in Form eines verunglückten Rückpasses erhielten, das sie nicht ausschlugen. Der Schock beim FCD hielt sich aber in Grenzen und nur wenig später traf Daniel Angliker – wiederum lanciert von Omerovic – zur erneuten Führung. Ali Hoti hätte kurz vor der Pause gar erhöhen können, doch schoss er am Ziel vorbei.

Späte Erlösung

In der zweiten Hälfte gaben die Gäste das Heft aus der Hand und bekundeten vorab im Zentrum Schwierigkeiten. Weil der FCD zumindest solidarisch verteidigte und kämpferisch kaum Wünsche offen liess, erspielten sich die Winterthurer trotz Überlegenheit kaum vielversprechende Tormöglichkeiten. Einzig in der 70. Minute hatte Dübendorf Glück, als ein Schuss des Heimteams an die Latte prallte. In trockenen Tüchern war der zweite Erfolg im zweiten Match ür die Dübendorfer allerdings erst in der letzten Minute, als der von Hoti freigespielte Marjanovic zum Schlussstand von 1:3 traf.

Phönix Seen - Dübendorf 1:3 (1:2). – Tore: 19. Marjanovic 0:1. 22. Von Arx 1:1. 25. Angliker 1:2. 90. Marjanovic 1:3.

4. September: Uster zu stark für Greifensee

Uster war im Derby gegen Greifensee das bessere Team und liess sich auch vom überraschenden Ausgleich zu einem ziemlich späten Zeitpunkt nicht beirren. Stattdessen legten die Ustermer noch einmal eine Schippe drauf und stellten mit zwei Toren in den letzten zehn Minuten den verdienten 3:1-Erfolg sicher. «Früher hätte uns so ein Gegentreffer vielleicht aus der Bahn geworfen, aber diesmal haben wir einfach weitergemacht», freute sich der verletzte FCU-Captain Robin Steinmetz nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.

Uster hat mehr vom Spiel

Der FCU drückte der Partie von Beginn weg den Stempel auf und war weit öfter in Ballbesitz. Gefährlich wurden die Ustermer dabei vor allem mit langen Bällen auf ihre schnellen Spitzen. Genau so fiel denn auch der erste Treffer, als Patrick Schlatter Altin Ramabaja bediente und dieser loszog und kaltblütig vollstreckte. Das Heimteam tauchte auch danach nur selten im gegnerischen Strafraum auf und näherte sich lediglich bei Abschlüssen von Sasa Fikic und Levin Brunner einem Torerfolg. Auf der anderen Seite verpasste es Florentino Da Silva, das Skore zu erhöhen, weil er aus wenigen Metern zu ungenau zielte.

Uster reagiert schnell

Nach einem ausgeglichenen Start in den zweiten Abschnitt akzentuierte sich die Überlegenheit der Gäste und die Chancen mehrten sich. Denis Dzepo schoss aber aus kurzer Distanz über das Tor, ein Schuss Da Silvas überschritt die Torlinie gemäss dem Schiedrichter nicht ganz und eine strittige Szene im Greifenseer Strafraum zog keinen Penaltypfiff nach sich. Stattdessen traf der FCG mehr oder weniger aus dem Nichts zum Ausgleich, als Tobias Niklaus nach einem Schuss des eingewechselten Robin Momoh den Abpraller verwertete. Die Reaktion Usters folgte indes auf dem Fuss und Dominik Cennerazzo gelang nach einer sehenswerten Kombination nur wenige Minuten später das erneute Führungstor. Und Blazenko Klaric setzte mit einem Distanzschuss in den Winkel noch eins drauf. Diesen Vorsprung verteidigten die Ustermer trotz der gelb-roten Karte gegen Schlatter und dem Umstand, dass sie in den letzten Minuten ohne einen einzigen gelernten Abwehrspieler agieren mussten, relativ souverän.

Greifensee - Uster 1:3 (0:1). – Tore: 15. Ramabaja 0:1. 73. Niklaus 1:1. 79. Cennerazzo 1:2. 85. Klaric 1:3.

31. August: Dübendorf knorzt sich zum Sieg

«So einen Start haben wir uns natürlich gewünscht!», frohlockte Dübendorfs Trainer Luca Ferricchio nach dem knappen, aber völlig verdienten Heimerfolg zum Saisonauftakt gegen Diessenhofen. «Ein Sieg, und erst noch zu null.»

FCD druckvoll und geduldig

Vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Dübendorfer eine ansprechende Partie. Sie agierten geduldig und setzten den Gegner, der sich zunächst zurückzog sich ziemlich passiv zeigte, von Beginn weg unter Druck. Beim letzten Pass fehlte es aber zumeist an der Genauigkeit, so dass vielversprechende Gelegenheiten rar blieben. Die beste von diesen vergaben Delil Ferati, der im Anschluss an eine Ecke das Ziel verfehlte, sowie Marko Marjanovic, dessen Schuss noch geblockt wurde. Nach einer sehenswerten Kombination über Ricardo da Silva und Ferati, die Daniel Angliker erfolgreich abschloss, fiel der Führungstreffer dann aber doch. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Marjanovic gar erhöhen können, doch vereitelte der Gäste-Keeper seinen Versuch.

Wenig clever, aber souverän

Nach dem Seitenwechsel hatte Dübendorf das Geschehen nicht mehr derart im Griff wie zuvor. Die Thurgauer standen dem Resultat entsprechend etwas höher und suchten vermehrt die Offensive. Der FCD seinerseits verlor die bis dahin gezeigte Geduld und lancierte die sich nun bietenden Konter zu ungestüm. Beim Abschluss mangelte es überdies an Cleverness, etwa als die Diessenhofer gleich zweimal auf der Linie noch retten konnten oder als Marjanovic vor dem Tor den Ball nicht richtig traf. «Der zweite Abschnitt war ein Knorz», fand Ferricchio. Weil sich seine Mannschaft in der Defensive aber als solid erwies und dem Gegner keine grösseren Chancen zugestand, geriet der Startsieg für den FCD jedoch nie in ernsthafte Gefahr.

Dübendorf - Diessenhofen 1:0 (1:0). – Tor: 39. Angliker 1:0. 

29. August: Gossau siegt nach Rückstand

Der FC Gossau liess sich gegen Töss weder von einem Rückstand noch von einem Platzverweis beirren und gewann die ausgeglichene Partie 2:1. Andreas Häsler gab zu, dass er angesichts der genannten Widrigkeiten mit einem Punkt durchaus zufrieden gewesen wäre. «Aber drei Punkte nehme ich natürlich umso lieber», so der entsprechend gut gelaunte Gossauer Coach.

Umkämpfte Partie

Dem FCG gelang der Start in die erste Begegnung der Saison durchaus ansprechend. Jedenfalls hatte er zunächst deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner. Wirklich gefährlich wurde er dabei aber höchstens bei einem Kopfball von Alessio Perot nach einer der zahlreichen Ecken. Danach waren die in dieser Spielzeit besser als zuletzt bestückten Winterthurer dem FCG aber ebenbürtig und Murat Yildiz, einer von mehreren Neuzugängen, hätte für Töss nach einer halben Stunde beinahe ein erstes Mal getroffen. Kurz vor der Pause hätte Fabio De Nunzio auf der anderen Seite dasselbe tun können, doch auch er vergab seine Gelegenheit.

Schnelle Reaktion

Auch in der zweiten Hälfte gehörten die ersten beiden Chancen den Gossauern. Weder Perot noch Mario Limata, dessen abgelenkter Schuss knapp am Gehäuse vorbeistrich, waren aber erfolgreich. Dafür kam nach einer Stunde Yildiz vor FCG-Torhüter Patrick Ege am Ball und traf per Kopf zum 0:1. Die Reaktion der Gossauer in Form des Ausgleichs, den De Nunzio erzielte, folgte jedoch zügig.

Niffelers Traumtor entscheidet

Als Ege eine gute Viertelstunde vor Schluss nach einem Notbremse-Hands vom Platz flog, schien für Gossau mehr als ein Remis kaum mehr möglich. Doch Peter Niffeler bewies mit seinem Sonntagsschuss in den Winkel das Gegenteil. Und weil darauf auch die Gäste dezimiert wurden, brachte Gossau den Sieg trotz fehlender Effizienz bei den zahlreichen Konterchancen in der Schlussphase ohne allzu viel Zittern ins Trockene.

Gossau - Töss 2:1 (0:1). – Tore: 60. Yildiz 0:1. 63. De Nunzio 1:1. 80. Niffeler 2:1.

28. August: Volketswil verliert nach zweimaliger Führung

Aufsteiger Volketswil hielt gegen Phönix Seen eine Hälfte lang gut mit, baute dann aber ab und musste sich 2:3 geschlagen geben. Vor allem körperlich und punkto Erfahrung auf seien die Defizite nach der Pause zu spüren gewesen, befand Trainer Sebastian Marda. «Da hat man gesehen, dass wir noch kein gefestigtes Zweitliga-Team sind.» Dass seine Mannschaft auch künftig noch Lehrgeld bezahlen muss, ist dem jungen Coach indes völlig bewusst.

Aufsteiger hält dagegen

Die Volketswiler starteten gut in ihre erste Zweitligapartie seit fast einem Vierteljahrhundert und boten den favorisierten Winterthurern von Beginn weg Paroli. Cédric Nef schoss das Heimteam nach einem Angriff über die linke Seite gar in Führung. Diese musste der FCV allerdings umgehend wieder hergeben, als Ex-Profi Volkan Aydin im Anschluss an einen Corner für die Gäste erfolgreich war. Diese blieben auch nach dem Ausgleich am Drücker und es bedurfte gleich mehrmals entscheidender Interventionen des Volketswiler Keepers Thierry Ursprung, um einen Rückstand zu verhindern. Stattdessen ging kurz vor der Pause aber erneut der FCV in Front, indem Claudio Vanni nach einer Ecke per Kopf ins Ziel traf.

Nicht mehr viel zu bestellen

In der zweiten Hälfte hatte der Aufsteiger den körperlich robusten Seemern abgesehen von einigen nicht sauber zu Ende gespielten Gegenangriffen nicht mehr viel entgegenzusetzen. Es dauerte denn auch nicht lange, bis Phönix mit einem Schuss von der Strafraumgrenze abermals ausglich. Das entscheidende Tor gelang nach etwas mehr als einer Stunde schliesslich Tobias Von Arx, der nach einem der unzähligen Gäste-Angriffe über die rechte Seite reüssierte.

Volketswil - Phönix Seen 2:3 (2:1). – Tore: 17. Nef 1:0. 20. Aydin 1:1. 45. Vanni 2:1. 54. Surlici 2:2. 66. Von Arx 2:3.

28. August: Greifensee erkämpft in Unterzahl einen Punkt

Absteiger Rüti ist zum Auftakt in die Zweitliga-Saison beim FC Greifensee nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Gegen das willensstarke Heimteam schafften es die Rütner selbst in Überzahl nicht, eine Führung zu verwalten und mussten sich am Ende mit einem 2:2 begnügen. «Für uns ist das ein hart erkämpfter und wichtiger Punkt», kommentierte FCG-Captain Elia Jenni, der gleich für beide Teams ins Schwarze getroffen hatte. Rütis Coach Shaip Krasniqi machte derweil gute Miene zum für ihn doch eher enttäuschenden Spiel und zeigte sich «eigentlich zufrieden» mit seiner Mannschaft, «obwohl wir die Partie hätten gewinnen müssen.»

Rüti zu Beginn überlegen

Zunächst sah es auch wirklich gut aus für Rüti. Sie setzten die vom angeschlagenen Tempo anfangs überforderten Greifenseer sogleich unter Druck und gingen früh in Führung, als Neuzugang Jens Saethre ein gekonntes Steilzuspiel Harbin Osmanis kaltblütig verwertete. Der FCG fand jedoch allmählich in die Partie, zeigte einige sehenswerte Stafetten und war vor allem mit Distanzschüssen gefährlich. Pech mit einem von diesen hatte Patrick Schmid, der nur die Latte traf. Der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich fiel dann aber doch, als ein Freistoss von Severin Burkart an Freund und Feind vorbei in die lange Ecke segelte. Gegen Ende der ersten Hälfte schien das Pendel aber wieder in Richtung der Gäste auszuschlagen, als David Strebel in der emotionalen und foulreichen Begegnung die zweite gelbe Karte kassierte.

Rüti tut zu wenig

Tatsächlich lag Rüti schon bald nach der Pause ein zweites Mal in Front, als der Ball nach einer Ecke via Oberschenkel von Jenni den Weg ins Tor fand. Danach aber verpasste es der FCR, die Überzahl in Überlegenheit umzumünzen. Trainer Krasniqi das Spiel seiner Schützlinge in dieser Phase es «zu wenig clever», passender aber wäre «zu wenig überzeugend und zu wenig zwingend» gewesen. Die Rütner erspielten sich nämlich kaum mehr vielversprechende Gelegenheiten und sorgten bestenfalls bei einigen Eckbällen für potenzielle Gefahr. Dies wäre für sie nicht weiter schlimm gewesen, wenn sie die knappe Führung zumindest hätten verwalten können. Doch auch dies gelang ihnen nicht. Jenni traf rund eine Viertelstunde vor Ende der Partie nach einem Corner nämlich auch noch ins richtige Tor. Und auch die Schlussphase überstanden die Greifenseer ohne übermässiges Zittern.

Greifensee - Rüti 2:2 (1:1). – Tore: 2. Saethre 0:1. 24. Burkart 1:1. 52. Eigentor Jenni 1:2. 78. Jenni 2:2.

28. August: Uster lässt nichts anbrennen

Der favorisierte FC Uster hat gegen den FC Brüttisellen-Dietlikon den erwarteten Auftakterfolg eingefahren. Er vermochte zwar nicht gänzlich zu überzeugen und zeigte insbesondere in der Chancenverwertung Schwächen, setzte sich aber dennoch ungefährdet 3:1 durch. «Es hat noch nicht alles reibungslos geklappt, aber Hauptsache gewonnen», resümierte Usters Finn Knecht. Der Brüttiseller Co-Trainer Stipe Kelava fand, mit etwas mehr Cleverness und weniger Eigenfehlern hätte allenfalls ein Punktgewinn in Reichweite gelegen. «Doch insgesamt geht der Sieg für Uster absolut in Ordnung.»

Frühe Ustermer Führung

Die Partie hätte für den FCU besser nicht beginnen können. Bei erster Gelegenheit ging er in Führung, als Knecht den Ball eroberte, zu Blazenko Klaric durchsteckte und dieser zum 1:0 einschob. Das spielerisch überlegene Heimteam blieb die gesamte erste Hälfte über dominant und erarbeitete sich weitere, allerdings nicht allzu zwingende Möglichkeiten, die es aber allesamt verpasste. Die Brüttiseller, die in der Sommerpause mehrere Abgänge zu verkraften hatten, hielten zwar wacker dagegen, agierten aber bei ihren sporadischen Konterangriffen zu ungenau.

Doppelschlag entscheidet

Nach der Pause suchten die Gäste vermehrt die Offensive und wurden dafür umgehend mit dem Ausgleich belohnt, den Bleon Kashtanjevci erzielte. Nachdem der FCB die Chance auf den Doppelschlag nicht zu nutzen gewusst hatte, übernahmen jedoch die Ustermer wieder das Kommando und sorgten ihrerseits mit zwei Treffern innert weniger Minuten für die Vorentscheidung. Erst verwertete wiederum Klaric ein Zuspiel von Florentino Luis Da Silva und wenig später war Altin Ramabaja mit einem wuchtigen Schuss aus der Distanz erfolgreich. Darauf wussten die Gäste keine Antwort mehr. Im Gegenteil: Der FCU kam bis zuletzt noch zu mehreren, teils hochkarätigen Gelegenheiten und hätte die Partie weit höher gewinnen müssen. Doch blieb es beim zwar sicheren, aber eher knappen Erfolg für den Aufstiegsaspiranten.

Uster - Brüttisellen-Dietlikon 3:1 (1:0). – Tore: 2. Klaric 1:0. 47. Kashtanjevci 1:1. 55. Klaric 2:1. 60. Ramabaja 3:1.

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