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Oberländer Schwinger enttäuschen am Saisonhöhepunkt

Schwägalp-Schwinget

Oberländer Schwinger enttäuschen am Saisonhöhepunkt

Samuel Giger ist der überlegene Sieger am Bergkranzfest auf der Schwägalp, dem Höhe- und Schlusspunkt der Schwingersaison. Die Akteure des Schwingklub Zürcher Oberland bleiben ohne Kranz.

Agentur
sda
Sonntag, 19. August 2018, 19:09 Uhr Schwägalp-Schwinget

Am Schwägalp-Schwinget verpassten die drei Teilnehmer vom Schwingklub Zürcher Oberland die Kranzränge relativ deutlich. Der bestklassierte Oberländer war Remo Ackermann (Steg). Nach zwei Niederlagen zum Start kämpfte er sich mit drei Siegen und ein Gestellten immerhin noch in den geteilten neunten Rang vor – zum Kranz fehlte aber doch ein ganzer Punkt.  

Roman Schnurrenberger (Sternenberg) belegte nach drei Niederlagen, zwei Siegen und einem Gestellten nur den geteilten 15. Rang. Der Hinwiler Nicola Funk (25.) bestritt lediglich vier Gänge.

Besser lief es dem besten Zürcher Schwinger dieser Saison: Der Winterthurer Samir Leuppi sichert sich im geteilten vierten Rang mit 57 Punkten einen Kranz.

Giger souveräner Sieger

Im Schlussgang besiegte der 20-jährige Thurgauer Samuel Giger den St. Galler Daniel Bösch. Das Duell zwischen dem nunmehr sechsfachen Saisonsieger Giger und Bösch, dem Unspunnen-Gewinner von 2011, dauerte länger, als viele erwartet hatten. In der neunten von maximal zwölf Minuten brachte Giger den entscheidenden unwiderstehlichen Kurzzug an.

Gigantisches Duell gegen Stucki

Den Weg zum insgesamt 13. Kranzfestsieg der Karriere und dem zweiten auf der Schwägalp ebnete sich Giger im 5. Gang. Er trat dort gegen den Seeländer Hünen und aktuelle Unspunnensieger Christian Stucki an. Das Duell wurde das Highlight des ganzen Festes und wohl auch der Saison. Giger geriet dreimal in schwere Bedrängnis, ehe er mit seinem ersten wuchtigen Angriff erfolgreich war. Giger hat in dieser Saison Einmaliges zustande gebracht: Wegen Verletzungspausen konnte er nur an sechs Kranzfesten teilnehmen, aber er gewann sie alle.

Die weiteren Favoriten Joel Wicki und Schwingerkönig Kilian Wenger hielten sich bis zum 5. Gang im Rennen um den Festsieg. Sie wurden dann jedoch einander zugeteilt. Wicki dominierte den Berner Oberländer wie schon am letztjährigen Unspunnenfest, zum gültigen Resultat reichte es dem jungen Entlebucher jedoch nicht. (sda/zo)

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