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Sauber-Nuller im letzten Rennen

Frustrierendes Ende für Räikkönen – Verstappen ist Weltmeister

Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi kamen in ihrem jeweils letzten Auftritt für Sauber beim GP von Abu Dhabi nicht ins Ziel. Den WM-Titel sicherte sich Max Verstappen nach einem packenden Final.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 12. Dezember 2021, 16:20 Uhr Sauber-Nuller im letzten Rennen

Die Karriere von Kimi Räikkönen ist ohne zählbares Ergebnis zu Ende gegangen. Mehr noch: Der Fahrer des Hinwiler Sauber-Teams sah beim GP von Abu Dhabi nicht einmal die Zielflagge. Er musste seinen letzten Arbeitstag vorzeitig beenden. 

Räikkönen war im Alfa Romeo kurz vor der Hälfte der Distanz von der Strecke abgekommen und hatte im Reifenstapel eingeschlagen. Der 42-Jährige kehrte zwar an die Box zurück, der Schaden am Auto liess aber die Weiterfahrt nicht zu.

Vor dem Rennen verabschiedeten Stefano Domenicali, der Geschäftsführer der Formel 1, und der nach der kommenden Saison als Sportchef der Rennserie abtretende Ross Brawn Räikkönen offiziell. Der Italiener und der Engländer überreichten ihm ein übergrosses Bild mit seinem Konterfei.

«Es ist schön, dass es zu Ende ist. Es gibt ja so vieles anderes im Leben als das Rennfahren.»

Kimi Räikkönen

Räikkönen blieb auch in diesen Momenten sich selbst, von grossen Emotionen keine Spur. «Es ist schön, dass es zu Ende ist. Es gibt ja so vieles anderes im Leben als das Rennfahren.»

Leise zu Ende ging derweil Antonio Giovinazzis Zeit beim Hinwiler Rennstall. Der Italiener, der nächste Saison durch den Chinesen Guanyu Zhou ersetzt wird, musste wegen eines Getriebeschadens das Rennen vorzeitig beenden.

Zhous Teamkollege wird Valtteri Bottas sein.

Im Reifenvorteil

Zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister wurde nach einem völlig verrückten Finale Max Verstappen. Der Niederländer entschied im Red Bull das Duell gegen Lewis Hamilton im Mercedes in der allerletzten Runde für sich.

57 der 58 Runden lag Hamilton, zum Teil mit deutlichem Vorsprung, in Führung und schien ungefährdet seinem achten Titel entgegenzufahren. Doch ein Unfall von Nicholas Latifi im Williams in der Schlussphase sorgte doch noch für den nicht mehr erwarteten Umschwung zugunsten von Verstappen.

Die Neutralisation des Rennens ermöglichte es dem Niederländer, den Rückstand zu Hamilton aufzuholen. Dazu hatte er sich nochmals frische weiche Pneus aufziehen lassen. Er war damit gerüstet für das finale Duell im Finale, diese allerletzte, alles entscheidende Runde – und packte die Chance beim Schopf.

Verstappen überholte den Engländer dank dem Reifenvorteil und sicherte sich auf den letzten Drücker als erster Niederländer den schon verloren geglaubten Titel. (zo/sda)

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