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Unerwartete Wendung

Krummenacher kehrt doch zu Yamaha zurück

Randy Krummenacher fährt 2021 doch wieder in der Supersport-WM. Der Grütner beerdigte seine Pläne mit dem britischen Hersteller Triumph und kehrt zu Yamaha zurück.

Redaktion
Züriost
Freitag, 01. Januar 2021, 12:38 Uhr Unerwartete Wendung
Randy Krummenacher wurde mit Yamaha Weltmeister - nun kehrt er zum japanischen Hersteller zurück.
Foto: PD

Und dann war doch wieder alles anders. Das Jahr 2020 brachte für Randy Krummenacher zum Schluss noch einmal eine kurzfristige Wendung – diesmal eine (wohl) definitive. Denn nun steht seine Unterschrift unter einem Vertrag für die nächste Saison.

«Endlich kann ich eine schwierige Phase meiner Rennsportkarriere hinter mir lassen.»
Randy Krummenacher

Der Grütner Supersport-Weltmeister von 2019 fährt 2021 für das holländische Team EAB. Damit wird die Rückkehr zu Yamaha doch noch Tatsache. Und Krummenacher sagt: «Endlich kann ich eine schwierige Phase meiner Rennsportkarriere hinter mir lassen.» 

Lange war unklar, wie es für den Grütner weitergehen würde, nachdem er sich im Juli von MV Agusta Reparto Corse getrennt hatte. Erst deutete vieles auf einen Wechsel zu einem Yamaha-Team hin – mit dem japanischen Motorenhersteller gewann er seinen WM-Titel 2019 und er pflegt auch wegen seiner Flattrack-Schule gute Kontakte zu Yamaha Schweiz. Allerdings bekundete der Oberländer Mühe ein Team zu finden, bei dem er kein Geld hätte mitbringen müssen. 

Doch dann, vor gut zwei Wochen, hatte Krummenacher einen unterschriftsreifen Vertrag des britischen Teams PTR vorliegen, mit dem der Hersteller Triumph in die Supersport-WM 2022 einsteigen wollte. Dafür hätte der Oberländer 2021 einen Umweg über die britische Supersport-Meisterschaft in Kauf genommen. 

Daraus wird nun aber nichts. Am Neujahrstag verschickte Krummenacher eine Medienmitteilung und schrieb, er müsse «das verlockende Angebot ausschlagen.» Als Grund führt der 30-Jährige die Pandemie an. Wegen ihr sei das Reisen nach England immer komplizierter geworden.

Zudem bestehe bei einer nationalen Meisterschaft «sicherlich ein viel konzentrierteres Risiko» als bei einer WM. Krummenacher war das Risiko, in England bleiben zu müssen oder die Rennstrecken gar nicht erreichen zu können, zu hoch.

Dem Team sprang ein Fahrer ab

Dass Krummenacher bereits eine Alternative fand, hat auch mit einer glücklichen Fügung zu tun: Das holländische Team EAB, dessen Teamchef Ferry Schoenmakers schon in verschiedenen Klassen und mit verschiedenen Herstellern erfolgreich war, musste kurzfristig wieder auf Fahrersuche, nachdem der bereits verpflichtete Holländer Bo Bendsneyder in die Moto2 absprang.

Offensichtlich wurden sich Schoenmakers und Krummenacher rasch einig. «Es gab sofort ein gutes Gefühl», wird Krummenacher im Communiqué zitiert. Und Schoenmakers sagt: «Wir haben uns sofort verstanden und in dieselbe Richtung gearbeitet. Ich hoffe, dass wir bald ein paar Testtage einlegen können.»

Der Zeitdruck ist heuer allerdings geringer: Die Saison beginnt nicht wie zuletzt Ende Februar in Australien, sondern Ende April in Holland. Derzeit figurieren im provisorischen Kalender ein Dutzend Rennwochenenden. (fbo)

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