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Alfa-Nuller in Sotschi

Nichts Zählbares für Rekordmann Räikkönen

In Sotschi gab es für das Hinwiler Team Alfa Romeo keine Punkte. Besonders bitter war das für Kimi Räikkönen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 27. September 2020, 21:09 Uhr Alfa-Nuller in Sotschi
Ein Rekord, aber keine Punkte: Kimi Räikkönen in Sotschi.
Foto: Sauber Motorsport

Kimi Räikkönen hätte im Rennen, in dem er zum Rekordteilnehmer in der Formel 1 aufstieg, nur zu gerne ein zählbares Ergebnis abgeliefert. Der Finne, der mit nunmehr 323 bestrittenen Grands Prix in der Statistik zum Brasilianer Rubens Barrichello aufgeschlossen hat, ging aber wie sein Teamkollege in der Hinwiler Equipe Alfa Romeo, Antonio Giovinazzi, leer aus.

Räikkönen belegte im Grand Prix von Russland Platz 14, der Italiener mit ebenfalls einer Runde Rückstand Rang 11. Der Hinwiler Rennstall musste sich damit zum achten Mal in den bisherigen zehn Rennen der Saison einen Nuller notieren lassen. In der Team-Wertung liegt Alfa Romeo weiterhin auf Platz 8.

Der nächste Nuller hatte sich bereits am Samstag im Qualifying abgezeichnet. Räikkönen kam nicht über den letzten Startplatz hinaus, Giovinazzi qualifizierte sich auf dem 17. Rang fürs Rennen. «Das Auto verhielt sich gut und wir hatten genug Speed», sagte Räikkönen, «aber in Sotschi ist Überholen sehr schwierig. Wir machten wohl das Maximum aus unserer Ausgangslage.»

Bottas in der Chefrolle

Den Sieg in Sotschi holte Valtteri Bottas im Mercedes vor Max Verstappen im Red Bull und Teamkollege Lewis Hamilton, der die Egalisierung des Rekords von Michael Schumacher durch einen leichtsinnigen Fehler vorerst verpasste.

Die Chefrolle übernahm Bottas nach einem knappen Drittel des Pensums - auch dank ungewollter gütiger Mithilfe von Hamilton. Der bis zu jenem Zeitpunkt vorne gelegene Engländer war ein weiteres Mal mit der Rennleitung ins Gehege gekommen. Nach Übernahme des Spitzenplatzes blieb Bottas ungefährdet. Seinen ersten Verfolger Verstappen hielt er jederzeit sicher auf Distanz. Mit seinem insgesamt neunten Sieg in der Formel 1 verkürzte der Nordländer in der Gesamtwertung seinen Rückstand auf den führenden Hamilton auf 44 Punkte.

Zwei Zeitstrafen gegen Hamilton

Der aus der Pole-Position gestartete Hamilton brachte sich durch eigenes Fehlverhalten um die Chance, zum 91. Mal ein Formel-1-Rennen zu gewinnen und damit den Rekord von Michael Schumacher zu egalisieren. Die Stewards sanktionierten den Weltmeister wegen eines Startversuchs ausserhalb der dafür vorgesehenen Zone am Ende der Boxengasse. Weil er gleich zweimal an einer nicht genehmigten Stelle innehielt, wurden gegen ihn zweimal fünf Sekunden als Strafe ausgesprochen.

Die zehn Sekunden sass Hamilton im Zuge seines Zwischenhalts zum Reifenwechseln ab. Durch die zusätzliche Standzeit fiel er an die elfte Stelle zurück. Mehr als der dritte Rang lag trotz zügig vorgenommenen Überholmanövern nicht mehr drin. Im Gegensatz zu ihm blieben Bottas und Verstappen an diesem Tag fehlerfrei. (zo/sda)

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