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Nächster Nuller für Hinwiler Team

Räikkönen: «Verdammter Mist»

Sensationell gewinnt der Franzose Pierre Gasly den GP von Italien. Weniger sensationell war trotz zwischenzeitlich verheissungsvoller Ausgangslage die Leistung des Hinwiler Teams Alfa Romeo.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 06. September 2020, 17:25 Uhr Nächster Nuller für Hinwiler Team
Kimi Räikkönen blieb in Monza nur der Frust.
Foto: Sauber Motorsport

Der chaotisch verlaufene, zweimal neutralisierte und zwischenzeitlich unterbrochene Grand Prix von Italien brachte ein völlig unerwartetes Verdikt. Der Franzose Pierre Gasly im AlphaTauri siegte vor dem Spanier Carlos Sainz im McLaren und dem Kanadier Lance Stroll im Racing Point.

Die erste Safety-Car-Phase, ausgelöst durch den im Haas-Auto stehengebliebenen Kevin Magnussen, verleitete den zu jenem Zeitpunkt klar führenden Lewis Hamilton wie Antonio Giovinazzi im Alfa Romeo zu einem unerlaubten Boxenstopp, der eine happige Strafe nach sich zog. Der Weltmeister musste sich deshalb mit Platz 7 bescheiden. Sein Teamkollege Valtteri Bottas belegte Platz 5. Max Verstappen im Red Bull schied aus.

Die Hoffnung währte nur kurz

Kimi Räikkönen verpasste trotz des Chaos die Punkteränge erneut. Der Finne machte seinem Ärger nach der Zieldurchfahrt per Funk mit Fluchwörtern Luft, die man noch wohlwollend mit «verdammter Mist» übersetzen kann.

Räikkönen wurde Dreizehnter, Giovinazzi Sechzehnter. Die beiden Hinwiler Piloten lagen nach dem Neustart kurzzeitig gar auf den Rängen 2 und 3, wobei Giovinazzi noch zur Stop-and-Go-Strafe an die Box musste.

Durchgereicht nach dem Neustart

Räikkönen hielt sich danach nicht mehr lange in den vorderen Rängen. Der Finne wurde nach hinten durchgereicht, was auch, aber nicht nur mit dem unterlegenen Ferrari-Motor zu tun hatte. Seine weichen Reifen bauten zu stark ab, während die Konkurrenz auf einer härteren Mischung unterwegs war, die länger hielt.

«Ich habe keine verdammte Chance», sagte Räikkönen mehrfach, nachdem er einen Konkurrenten ziehen lassen musste. In der Schlussphase des Rennens fuhr Räikkönen die klar langsamsten Rundenzeiten und wurde gar noch von Nicholas Latifi im Williams und Romain Grosjean im Haas überholt. (sda/zo)

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