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Räikkönen nahe an den Punkten

«Das ist etwas frustrierend»

Alfa Romeo ging im zweiten Rennen der Saison leer aus. Kimi Räikkönen fehlte nur wenig zu einem WM-Punkt.

Florian
Bolli
Sonntag, 12. Juli 2020, 17:16 Uhr Räikkönen nahe an den Punkten
Kämpfte sich zurück, aber nicht in die Punkte: Kimi Räikkönen.
Foto: Sauber Motorsport

Im zweiten Rennen im Österreich Spielberg konnte das Hinwiler Team Alfa Romeo die Fahrt in die Punkte nicht wiederholen. Kimi Räikkönen beendete den GP der Steiermark als Elfter. Dem Finnen fehlten knapp acht Sekunden auf den Russen Daniil Kwjat, der sich im Alpha Tauri den letzten WM-Punkt sicherte.

Antonio Giovinazzi landete auf dem 14. Rang. Der Italiener fuhr lange direkt vor Räikkönen, liess seinen Teamkollegen aber in der Schlussphase ziehen, damit der Finne mit etwas frischeren Reifen Jagd auf Rang 10 machen konnte. Allerdings mussten beide Hinwiler Piloten am Ende Benzin sparen und konnten daher nicht die volle Leistung abrufen.

 «Wir waren so nahe dran. Es ist enttäuschend, dass wir mit leeren Händen abreisen müssen», sagte Teamchef Frédéric Vasseur. «Aber wir haben uns verbessert und konnten mit Autos kämpfen, die zuletzt noch vor uns waren. Dieses Momentum müssen wir mitnehmen.»

Im völlig verregneten Qualifying sah es ganz zu Beginn für die Hinwiler zwar nach besseren Startplätzen aus. Doch letztlich scheiterten erneut beide Autos im ersten Segment.

Giovinazzi sorgte für das vorzeitige Ende des ersten Qualifying-Abschnitts, als er auf einer schnellen Runde die Kontrolle über den C39 verlor, und musste als 19. mit dem zweithintersten Startplatz vorlieb nehmen. Räikkönen, ebenfalls mit besseren Abschnittszeiten unterwegs, wurde das Malheur des Teamkollegen zum Verhängnis, er blieb als 16. hängen.

Hamilton-Sieg und Ferrari-Peinlichkeit

Weltmeister Lewis Hamilton, der die Konkurrenz im Qualifying um über eine Sekunde deklassiert hatte, feierte einen Start-Ziel-Sieg vor seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas und Max Verstappen im Red Bull. 

Für die Peinlichkeit des Tages sorgte Ferrari: Charles Leclerc kollidierte in der dritten Kurve mit Sebastian Vettel und sorgte so dafür, dass das Rennen für die Italiener schon nach der ersten Runde vorbei war. 

Räikkönen kämpfte sich zurück

Räikkönen, der direkt hinter dem Ferrari-Duo fuhr, musste stark abbremsen, um eine Kollision zu vermeiden, und fiel ans Ende des Feldes zurück. Dass er sich zurückkämpfen und zwischenzeitlich auf Punkte hoffen konnte, ist ein positives Zeichen für das Hinwiler Team. «Das Auto war ganz ordentlich, und bezüglich Pace haben wir einen Schritt vorwärts gemacht», sagte Räikkönen. «Es ist etwas frustrierend, dass ich am Ende nicht um Punkte kämpfen konnte.» 

Die ersten beiden Saisonrennen zeigten: Die Hinwiler brauchen Patzer der Konkurrenz, um punkten zu können. Im Vergleich zum Saisonauftakt, als Giovinazzi Neunter wurde, fielen im zweiten Rennen aber  nicht mehr neun, sondern nur noch drei Konkurrenten aus.

Nach zwei Rennen ist Alfa Romeo damit auf dem achten WM-Rang, vor Haas und Williams, die beide noch keine Punkte auf dem Konto haben. Nächsten Sonntag in Ungarn steht das dritte Saisonrennen auf dem Programm.

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