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Sauber-Ersatzpilot im Einsatz

Sorgt Kubica für eine Verbesserung?

Nicht Antonio Giovinazzi, sondern Ersatzpilot Robert Kubica testet am Freitagvormittag im ersten Training vor dem zweiten Saisonrennen für Alfa Romeo. Das hat mehrere Gründe.

Florian
Bolli
Donnerstag, 09. Juli 2020, 17:34 Uhr Sauber-Ersatzpilot im Einsatz
Letztes Wochenende war Robert Kubica noch Zuschauer, am Freitag kommt er nun zum Einsatz.
Foto: Sauber Motorsport

Zwar holte Antonio Giovinazzi als Neunter zwei WM-Punkte, doch Alfa Romeo dürfte sich vom Saisonauftakt in Österreich mehr erhofft haben. Vor allem im Qualifying waren die beiden Hinwiler Boliden viel zu langsam und liessen nur gerade Williams-Neuling Nicholas Latifi hinter sich. Im Renntrimm funktionierten die Autos dann besser – Giovinazzis Fahrt in die Punkte hatte aber auch damit zu tun, dass fast die Hälfte des Feldes nicht ins Ziel kam.

Luft nach oben gibt es also noch viel – und die Gelegenheit, es besser zu machen, hat das Team dieses Wochenende erneut im österreichischen Spielberg, wo nach dem GP von Österreich auch noch der GP der Steiermark ausgetragen wird. Die spezielle Saison bringt es mit sich, dass in der Formel 1 nach 70 Jahren erstmals überhaupt zwei Rennen hintereinander am selben Ort ausgetragen werden.

Erstmals seit 2009

Speziell ist für Alfa Romeo auch, dass am Freitag Antonio Giovinazzi pausiert und stattdessen Ersatzpilot Robert Kubica im ersten freien Training zum Einsatz kommt. Der Pole hatte den C39 bereits an den Vorsaisontests in Barcelona gefahren, nun kommt er auch an einem GP-Wochenende erstmals für das Hinwiler Team zum Einsatz. Respektive erstmals wieder seit dem 1. November 2009, als er in Abu Dhabi das letzte Rennen für das damalige BMW-Sauber-Team als 7. beendet hatte.

Kubica kam auf diese Saison hin nach Hinwil zurück – und mit ihm der polnische Mineralölkonzern Orlen als Co-Titelsponsor. Dass der 35-Jährige nun in Österreich zum Trainingseinsatz kommt, kann auch mit diesem Sponsorenvertrag zu tun haben. Allerdings tun die Formel-1-Teams in dieser Saison gut daran, die Form ihrer Ersatzpiloten zwischendurch zu testen.

«Ich will den Ingenieuren möglichst viele Daten liefern
Robert Kubica

Denn sie kämen zum Einsatz, wenn ein Stammpilot positiv auf Corona getestet würde. Und weil Alfa-Fahrer Antonio Giovinazzi auch Ferrari-Ersatzpilot ist, käme Kubica wohl auch dann zum Einsatz, wenn es bei der «Scuderia» einen Ausfall gäbe.

Kubica spricht im Team-Communiqué aber nicht von seinen eigenen Ambitionen. «Ich will den Ingenieuren möglichst viele Daten liefern und mein Feedback aus dem Cockpit geben. Es geht darum, Anpassungen am Auto zu testen.» Und für Teamchef Frédéric Vasseur ist Kubica einer, der «uns helfen wird, das Auto besser zu verstehen und uns weiter zu entwickeln.» Der Pole sei letztes Wochenende schon komplett involviert gewesen. «Er weiss, was wir bisher diskutiert haben.»

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