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Giovinazzi punktet für Hinwiler Team

«In so einem chaotischen Rennen braucht man auch Glück»

Weil fast das halbe Feld ausfiel, fuhr Antonio Giovinazzi zum Formel-1-Saisonauftakt in Österreich in die Punkteränge. Doch vor allem im Qualifying muss sich das Hinwiler Team Alfa Romeo steigern.

Florian
Bolli
Sonntag, 05. Juli 2020, 17:25 Uhr Giovinazzi punktet für Hinwiler Team
Antonio Giovinazzi wurde in Österreich Neunter.
Foto: Keystone

Das Ende war dann doch versöhnlich: Als 9. holte Antonio Giovinazzi im GP von Österreich zum Saisonauftakt zwei WM-Punkte für das Hinwiler Team Alfa Romeo. «In so einem chaotischen Rennen braucht man auch Glück», sagte Giovinazzi. «Wir packten die Chance mit beiden Händen.» 

Am Samstag hatte es noch den Anschein gemacht, als wären Punkteränge für die Schweizer Equipe ausser Reichweite. Nur GP-Neuling Nicholas Latifi im Williams war im Qualifying langsamer als Giovinazzi und Kimi Räikkönen, die mit den Startplätzen 18 und 19 Vorlieb nehmen mussten.

Im Rennen war die Pace der Hinwiler Boliden dann zwar besser, allerdings profitierte Giovinazzi letztlich auch von vielen Zwischenfällen und Ausfällen. Lediglich elf Piloten fuhren über die Ziellinie – dreimal kam das Safety Car zum Einsatz. Das dritte Mal, weil Kimi Räikkönen seinen kurz zuvor montierten rechten Vorderpneu verlor.

Vettel in Schach gehalten

Eigentlich hatte auch der Finne sich noch mit frischen weichen Reifen auf Punktejagd machen wollen – zum Zeitpunkt seines Ausfalls waren nur noch 14 Autos im Rennen.

«Im Rennen konnten wir das Potenzial des Autos besser abrufen.»
Teamchef Frédéric Vasseur

Beim letzten Restart zehn Runden vor Schluss lag Giovinazzi noch  an 13. und letzter Stelle. Bei seinem Vorpreschen in die Punkteränge hielt Giovinazzi unter anderem auch Sebastian Vettel in Schach, der im Ferrari einen schwachen Tag erlebte und nur Zehnter wurde. 

Hamilton fällt nach Strafe zurück

Den Sieg holte der von der Pole Position aus gestartete Valtteri Bottas im Mercedes vor Charles Leclerc im Ferrari und Lando Norris im McLaren. Weltmeister Lewis Hamilton, eigentlich als Zweiter im Ziel, fiel nach einer Fünf-Sekunden-Strafe auf den vierten Rang zurück – er hatte seine Position gegen Alexander Albon im Red Bull zu harsch zu verteidigen versucht. Red Bull war der grosse Verlierer des ersten Saisonrennens – Max Verstappen war mit Siegchancen gestartet, schied aber schon früh mit technischen Problemen aus.

Das nächste Rennen findet bereits in einer Woche erneut in Österreich statt. Für Alfa Romeo geht es nach dem durchzogenen ersten Wochenende darum, sich vor allem im Qualifying zu verbessern, um auch dann eine Chance auf Punkte zu haben, wenn nicht mehr fast das halbe Feld ausfällt. «Im Rennen konnten wir das Potenzial des Autos besser abrufen», sagte Teamchef Frédéric Vasseur. «Nächste Woche wollen wir mit beiden Autos um Top-Ten-Plätze kämpfen.»

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