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Krummenacher ist Weltmeister

Oberländer Töffpilot

Krummenacher ist Weltmeister

Randy Krummenacher hat es geschafft. Dem Oberländer reichte im letzten Supersport-Rennen in Katar ein fünfter Platz zum WM-Titel.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 27. Oktober 2019, 20:14 Uhr Oberländer Töffpilot

«Ich habe einen extremen Willen, mein Ziel zu erreichen. In diesen Modus werde ich auch in Katar kommen», sagte Randy Krummenacher vor dem letzten Rennen der Supersport-Saison.

Seit Beginn weg lag der 29-Jährige aus dem Grüt in der Gesamtwertung in Führung. Zuletzt schmolz sein Vorsprung auf Federico Caricasulo allerdings auf acht Punkte. Taktieren wollte er deshalb aber im letzten Rennen nicht.

Nichts mehr anbrennen lassen

Tatsächlich liess der WM-Leader am Persischen Golf im Kampf gegen seine Rivalen Caricasulo und Jules Cluzel nichts mehr anbrennen.

Krummenacher reichte dabei ein fünfter Platz. Dies weil Clusel zwar Zweiter wurde, sein härtester Gegner Caricasulo es aber nur auf den vierten Rang schaffte. Dadurch hatte er am Ende einen Vorsprung von sechs Punkten auf den Italiener.

«Ich wusste, wenn es so bleibt, gewinne ich den Titel.»

Randy Krummenacher

«Das war ein extrem hartes Rennen. Ich war stets am Limit und versuchte so an Federico dranzubleiben. Die letzten fünf Runden konnte ich nicht mehr alles geben. Da übernahm mein Kopf das Kommando. Ich wusste, wenn es so bleibt, gewinne ich den Titel.», sagte Krummenacher gegenüber «speedweek.com».

Gewonnen wurde das wegen eines in der Region angekündigten Sandsturms vorgezogene Rennen von Lucas Mahias.

Der grösste Karrierenerfolg

Für Randy Krummenacher ist der Supersport-WM-Titel der grösste Erfolg in seiner Karriere.

«Es ist unwirklich. Ich bin sehr stolz und möchte meine Emotionen und Gefühle mit meiner Familie und allen Leuten teilen, die mir die letzten 24 Jahre geholfen haben, das zu schaffen», meinte der Yamaha-Pilot überglücklich.

Krummenacher war 2016 nach zehn Saisons in der 125er- und Moto2-Klasse in die Supersport-WM gewechselt, in der mit seriennahen Strassen-Motorrädern bis 600 ccm gefahren wird.

Nach einem einjährigen Abstecher in die höher eingestufte Superbike-WM fuhr er seit letzter Saison für Bardahl Evan Bros.

Der Oberländer wird die italienische Squadra allerdings nun verlassen und hat bereits einen Vertrag bei einem anderen Supersport-Team unterschrieben.

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Diesen sensationellen Erfolg hast du dir mit harter Arbeit erkämpft! In den 13 Saisons auf internationalem Parkett spielte dir oft das Material einen Streich, weil es nicht konkurrenzfähig war. Mit einem spanischen Pass wärst du schneller zum Erfolg gekommen. Umso mehr ist dieser Titel verdient.
Luana & Rolf Haller

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