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Ein Rennen zum Vergessen

Hinwiler gehen in Japan leer aus

Ein Rennen zum Vergessen

Statt Punkte gab es für das Hinwiler Team Alfa Romeo in Suzuka die nächste Ernüchterung.

Florian
Bolli
Sonntag, 13. Oktober 2019, 12:17 Uhr Hinwiler gehen in Japan leer aus
Kimi Räikkönen konnte in Japan nicht viele Konkurrenten hinter sich lassen.
Alfa Romeo Racing

Frédéric Vasseurs Hoffnung erfüllte sich nicht. «Die letzten vier Rennen waren schwierig. Ich hoffe die nächsten fünf werden gut sein», sagte der Teamchef des Hinwiler Alfa-Romeo-Rennstalls am Freitag vor dem GP von Japan. Das Rennwochenende verlief aber ernüchternd.

Ausgerechnet am 76. Geburtstag von Firmengründer Peter Sauber blieben die Hinwiler zum zweiten Mal in Serie Hinwiler ohne Punkte. In den letzten fünf Rennen resultierten nur gerade drei Zähler.

That's a wrap in Suzuka. 🇯🇵 We gave everything we had, but weren't able to progress in the race. We'll keep working hard to get back where we belong. Kimi 👉 P14 Antonio 👉 P16 #Japanese

Gepostet von Alfa Romeo Racing am Sonntag, 13. Oktober 2019

Die Startplätze 11 (Kimi Räikkönen) und 13 (Antonio Giovinazzi) hatten Top-Ten-Plätze möglich erscheinen lassen, doch im Rennen stimmte wenig zusammen. «Wir waren nicht in der Lage, um Punkte zu kämpfen», sagte Vasseur. «In so einem engen Feld müssen wir jederzeit das Beste aus dem Auto herausholen können – oder die Konkurrenz gewinnt die Oberhand wie heute.»

Räikkönen erst am Ende schnell

Räikkönen wurde am Ende 14. – und war erst nach dem zweiten Boxenstopp mit dem Auto zufrieden, als er mit weichen Reifen fuhr. «Ich war drei, vier Sekunden schneller als vorher. Aber da hatten wir bereits zu viel Zeit verloren.» Auf den härteren beiden Reifenmischungen habe er zuvor die Balance nicht gefunden. Giovinazzi kam zwei Ränge hinter dem Finnen ins Ziel. «Die Pace war im Qualifying besser als im Rennen», sagte der Italiener.

Einziger Trost für Alfa Romeo ist die Tatsache, dass mit Haas auch der direkte Konkurrent um den von den Hinwilern belegten achten WM-Rang keine Punkte holte. Sieben Punkte beträgt das Polster von Alfa Romeo vier Rennen vor Schluss. Der von Racing Point belegte 7. Rang gerät hingegen mit nunmehr 19 Zählern Rückstand immer mehr ausser Reichweite.

Bottas profitiert von Vettels Patzer

Den Sieg in Suzuka sicherte sich Valtteri Bottas im Mercedes. Der Finne profitierte am Start davon, dass Ferrari-Pilot Sebastian Vettel auf der Poleposition zu früh losrollte. Der Deutsche vermied zwar eine Strafe, indem er noch einmal anhielt. Gegen Bottas hatte er so aber keine Chance.

Vettel wurde am Ende Zweiter noch vor WM-Leader Lewis Hamilton. Mercedes sicherte sich mit diesem Ergebnis den sechsten WM-Titel in Serie. Die Fahrer-WM könnte Hamilton bereits in zwei Wochen in Mexiko für sich entscheiden.

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