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Ernüchterung bei Alfa Romeo

Hinwiler Team in Russland erfolglos

Ernüchterung bei Alfa Romeo

Sotschi war für das Hinwiler Team Alfa Romeo-Ferrari keine Reise wert. Beide Fahrer landeten beim GP von Russland ausserhalb der Punkte - Lewis Hamilton siegte.

Agentur
sda
Sonntag, 29. September 2019, 14:59 Uhr Hinwiler Team in Russland erfolglos
Kimi Räikkönen fuhr in Sotschi auf Rang 13.
Keystone

Das Team Alfa Romeo blieb im 16. Saisonrennen in Sotschi zum sechsten Mal ohne Punktgewinn. Kimi Räikkönen klassierte sich im GP von Russland im 13. Rang, Antonio Giovinazzi wurde 15. und damit Letzter der klassierten Fahrer.

Das Rennen stand für die Hinwiler Equipe schon von Beginn weg unter einem schlechten Stern. Giovinazzi war nach dem Start in einen Crash mit Romain Grosjean (Haas-Ferrari) und Daniel Ricciardo (Renault) verwickelt. Der für Frankreich fahrende Genfer Grosjean musste sofort aufgeben, für Ricciardo war das Rennen wegen der Folgen des Unfalls später ebenfalls gelaufen.

Der Italiener Giovinazzi wurde nach dem notwendigen Zusatz-Boxenstopp ans Ende des Feldes zurück gespült.

Auch Räikkönen war glücklos. Nach einem Frühstart wurde der in zwei Wochen 40-jährig werdende Finne mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Dazu verlor er bei seinem Reifenstopp viele Sekunden, weil sich der vordere Wagenheber nicht mehr löste. Zu Rang 10 und damit einem WM-Punkt fehlten Räikkönen am Schluss neun Sekunden.

In der Teamwertung bleibt Alfa Romeo auf Rang 8. Der Rückstand auf Racing Point-Mercedes auf Rang 7 vergrösserte sich nach dem 7. Rang von Sergio Perez um sechs Punkte (35:52), der Vorsprung auf Haas-Ferrari verringerte sich nach dem 9. Rang von Kevin Magnussen um zwei Zähler (35:28).

Vettels Schaden

Derweil feierte Lewis Hamilton seinen 82. GP-Sieg und kann schon im nächsten Rennen zum sechsten Mal Weltmeister werden.

Es war von Beginn weg ein seltsames Rennen im Olympiapark von Sotschi: Charles Leclerc, der im Ferrari zum vierten Mal in Serie die Pole-Position erobert hatte, wurde schon zwei Kurven nach dem Start von Teamkollege Sebastian Vettel überholt. Es war ein abgesprochenes Manöver der Scuderia.

Doch als nach sechs Runden Vettel per Funk aufgefordert wurde, Leclerc vorbeizulassen, ignorierte der Deutsche den Befehl. Der Platz-Abtausch gelang erst nach den Reifenstopps. Leclerc wechselte in der 23. Runde, Vettel reihte sich nach seinem Pneu-Wechsel hinter dem Monegassen ein.

Zwei Runden später plötzlich ein neuer Boxen-Befehl an Vettel: «Stop the car, stop the car!» Vettel, vor einer Woche siegreich im GP von Singapur, musste sein Dienstfahrzeug mit einem Hybridschaden neben der Strecke abstellen und löste damit eine Safety-Car-Phase aus.

Silberpfeile lassen nichts anbrennen

Und dies ermöglichte den beiden Mercedes-Fahrern die Doppel-Führung. Sowohl Lewis Hamilton als auch Valtteri Bottas waren als einzige mit Medium-Reifen gestartet und konnten so ihren Reifenstopp lange hinauszögern und gewannen dank des Safety Cars die notwendigen Sekunden.

Die Silberpfeile, welche bereits die ersten fünf Rennen in Sotschi gewonnen hatten, liessen in der zweiten Rennhälfte nichts mehr anbrennen und feierten einen Doppelsieg. Für Hamilton war es der neunte Saisonsieg, der 82. insgesamt.

Damit hat der 34-jährige Brite fünf Rennen vor Saisonende bereits 107 Punkte Vorsprung auf Leclerc (322:215), Teamkollege Valtteri Bottas auf Gesamtrang 2 mit 249 Punkten ist keine Gefahr. Das heisst: Im nächsten Rennen in zwei Wochen in Japan kann Hamilton mit einem Sieg bereits seinen sechsten WM-Titel feiern. (sda)

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