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Giovinazzi holt Verpasstes nach

Zwei Punkte für Alfa in Monza

Giovinazzi holt Verpasstes nach

In Belgien warf er sicher scheinende Punkte noch weg, in Italien gelang Alfa-Pilot Antonio Giovinazzi die Wiedergutmachung.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 08. September 2019, 17:05 Uhr Zwei Punkte für Alfa in Monza
Antonio Giovinazzi überzeugte im Heimrennen.
Alfa Romeo Racing

Das Hinwiler Team Alfa Romeo gewann dank Antonio Giovinazzi in Monza zwei WM-Punkte. Der Italiener wurde Neunter und holte damit auch Versäumtes nach. Am vergangenen Sonntag in Belgien hatte er an identischer Stelle liegend mit einem selbstverschuldeten Unfall die Chance auf sein zweites zählbares Ergebnis in der Formel 1 nach Platz 10 in Österreich auf dumme Weise vergeben.

Für Kimi Räikkönen dagegen war der GP von Italien ein Rennen zum Vergessen. Unfällen im ersten Training am Freitag und im Qualifying am Samstag folgten ein Getriebe- und Motorwechsel, was den Start aus der Boxengasse zur Folge hatte. Des Ungemachs nicht genug: Der Finne wurde mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt, weil er beziehungsweise die Crew bei der Reifenwahl reglementswidrig vorgegangen waren. Räikkönen kam so nicht über Platz 15 hinaus.

In der Konstrukteure-WM konnte sich die Hinwiler Equipe aber trotz der Punkte von Giovinazzi nicht verbessern. Alfa Romeo belegt weiterhin den achten WM-Rang und hat gegenüber dem einen Rang besser platzierten Racing Point neu 12 Punkte Rückstand, weil Sergio Perez als Siebter sechs Zähler holte.

Leclerc lässt die Tifosi jubeln

Charles Leclerc bescherte den Ferrari-Fans einen weiteren Freudentag. Der Monegasse gewann in Monza vor dem Mercedes-Duo. Die Vorfreude und die Erwartungen der Tifosi in Rot waren gross gewesen. Die am Samstag von Leclerc eroberte Pole-Position nährte ihre Hoffnung zusätzlich, dass es nach neun Jahren und dem Erfolg von Fernando Alonso im Heimrennen im Königlichen Park endlich wieder einmal zu einem Sieg eines ihrer Fahrer reichen könnte.

Der letztjährige Sauber-Pilot erfüllte den Wunsch. Der Jungspund aus Monte Carlo tat das im grossen Stil; er blieb über die gesamte Distanz ohne grobe Fehler. Dabei war es kein leichter Weg zum zweiten Grand-Prix-Sieg innert acht Tagen. Dafür sorgte lange Zeit Lewis Hamilton, der über vier Fünftel der Distanz den Druck konstant auf den Führenden aufrecht erhielt.

Etwas aufatmen konnte Leclerc erst, als sich der Weltmeister in einer Schikane verbremste, den Notausgang nehmen musste – und so auch noch hinter seinen Stallgefährten Valtteri Bottas zurückfiel. Der Finne seinerseits vermochte wohl den Abstand zu Leclerc zu verkürzen, doch die Chance, den Monegassen zu passieren, bot sich ihm nicht mehr. (sda/zo)

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