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Räikkönen egalisiert Bestresultat

Sechs Alfa-Punkte in Ungarn

Räikkönen egalisiert Bestresultat

Kimi Räikkönen glänzte in Ungarn für Alfa Romeo mit Rang 7. Trotzdem ist Alfa Romeo derzeit unter Wert klassiert.

Florian
Bolli
Sonntag, 04. August 2019, 17:32 Uhr Sechs Alfa-Punkte in Ungarn
Kimi Räikkönen liess viele Konkurrenten hinter sich.
Sauber Motorsport AG

Nach dem Rückschlag mit der Strafe in Hockenheim gab es für das Hinwiler Team Alfa Romeo im letzten Rennen vor der Sommerpause wieder WM-Punkte. Kimi Räikkönen sicherte dem Team im GP von Ungarn den siebten Rang und damit sechs Zähler. 

Der Finne zeigte vom zehnten Startplatz aus ein ein äusserst solides Rennen, gewann bereits in der ersten Runde zwei Positionen und später eine dritte, als Valtteri Bottas im Mercedes früh mit einem kaputten Frontflügel an die Box musste. Gegen Ende des Rennens setzte Bottas Räikkönen noch stark unter Druck, Letzterer aber verteidigte seinen siebten Rang erfolgreich bis ins Ziel. Damit egalisierte er das Saison-Bestresultat. Siebenter war er bereits in Bahrain und Frankreich gewesen.

Giovinazzi kommt nicht auf Touren

Frustrierend verlief das Rennwochenende für Räikkönens Teamkollegen Antonio Giovinazzi. Am Samstag im Qualifying war er nur 14. und wurde später noch um drei Startplätze nach hinten versetzt, weil er einen Konkurrenten auf dessen schneller Runde behindert hatte. Im Rennen am Sonntag wurde er kurz nach dem Start von zwei Konkurrenten eingeklemmt, musste zurückziehen und fand danach die Pace nie. Am Ende war er 18. und damit Zweitletzter.

Dank Räikkönens sechs Punkten verbesserte sich der Hinwiler Rennstall in der Konstrukteure-WM vom 9. auf den 7. Platz. Ohne die Strafe in Hockenheim, wo die beiden Sauber-Piloten zehn Punkte herausgefahren hatten, läge das Team noch einen Rang weiter vorn und hätte nur einen Zähler Rückstand auf Platz 5.

Das Team reichte am Donnerstag den Rekurs gegen die Strafe ein. «Das ist normal, wenn man kämpfen will und gute Argumente zu haben glaubt», sagte Teammanager Beat Zehnder in Ungarn, «sonst würden wir das nicht tun.» Mehr wollte er wegen des laufenden Verfahrens nicht sagen. Wie gut die Argumente tatsächlich sind, wird das Team erst am 24. September wissen, wenn die Anhörung in Paris stattfindet. 

Der wahre Gegner heisst McLaren

Vorerst aber ist Alfa Romeo in der WM unter Wert klassiert. Denn die letzten Rennen zeigten: Die Hinwiler sind auf bestem Weg dorthin, wo jedes Mittelfeldteam hinwill: direkt hinter die in einer eigenen Liga fahrenden Mercedes, Ferrari und Red Bull. Das belegen nicht nur die regelmässigen Punkteränge, sondern auch die Leistungen im Qualifying, wo Positionen in den Top Ten nicht mehr Seltenheitswert haben. Räikkönen schaffte dies heuer bisher in der Hälfte aller Rennen. 

Und Ungarn zeigte auch: Direkter Konkurrent auf der Strecke im Kampf um die Plätze hinter den Spitzenteams ist McLaren. Der Vorteil der Engländer gegenüber den Schweizern: Sie haben mit Carlos Sainz und Lando Norris zwei Fahrer, die regelmässig punkten. Bei Alfa Romeo sorgte Kimi Räikkönen für 31 der 32 Zähler.

Mercedes' Meisterleistung

Den Sieg in Ungarn holte sich Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. Der Weltmeister und WM-Leader überholte den von der Poleposition gestarteten Max Verstappen im Red Bull vier Runden vor Schluss dank einer taktischen Meisterleistung von Mercedes in Form eines zusätzlichen Boxenstopp.

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Sensationell! Grossartig! Darüber wir man/frau noch im nächsten Jahrhundert sprechen! Herr Raikönnen - oder Raikkönen hat ein paar Pünktli geholt. Dass jedes Pünktli einen 2-stelligen Mio Betrag kostet verkommt zur Nebensache. Völliger Blödsinn -meine Meinung