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Ein Punkt als Schadensbegrenzung

Räikkönen in Baku Zehnter

Ein Punkt als Schadensbegrenzung

Ein verheissungsvolles Qualifying, dann ein ernüchterndes Rennen: Für das Hinwiler Alfa-Romeo-Team war der GP von Aserbaidschan ein Wechselbad der Gefühle.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 28. April 2019, 17:13 Uhr Räikkönen in Baku Zehnter
Enge Sache: Kimi Räikkönen steuert den C38 durch die Strassen von Baku.
Keystone

Am Ende gab's doch noch ein kleines Erfolgserlebnis: Kimi Räikkönen fuhr auch im vierten Saisonrennen für das Hinwiler Alfa-Romeo-Team in die WM-Punkte. Als Zehnter belegte der Finne im GP von Aserbaidschan in Baku den letzten Punkterang. Sein Teamkollege Antonio Giovinazzi kam fünf Sekunden später als Zwölfter ins Ziel.

Der eine Zähler bringt das Team aber nicht weiter – im Gegenteil: Weil die Konkurrenten Racing Point (Perez 6., Stroll 9.) sowie McLaren (Sainz 7., Norris 8.) je zehn Punkte holten, fällt der Hinwiler Rennstall in der Konstrukteure-WM vom vierten auf den sechsten Rang zurück.

Im Qualifying vom Samstag hatte es noch ganz anders ausgesehen. Erstmals in dieser Saison stiessen beide Alfa-Piloten in den dritten Teil vor und sicherten sich die Startplätze 8 (Antonio Giovinazzi) und 9 (Räikkönen). Dem Italiener war indes schon im Vorfeld eine Rückversetzung um zehn Startplätze verordnet worden, weil er bereits die dritte elektronische Steuereinheit am Motor eingebaut erhielt.

Räikkönens Pech mit dem Frontflügel

Für Räikkönen kam die Hiobsbotschaft am Sonntag vor dem Rennen: Seine Qualifying-Runden wurden aus der Wertung genommen, weil sich sein Frontflügel unter Belastung stärker verbog, als das Reglement es erlaubt. Räikkönen musste aus der Boxengasse starten. Im Rennen ging es für das Alfa-Duo nur noch um Schadensbegrenzung – um beide Autos weiter nach vorne zu bringen fehlte das Wettkampfglück in Form einer Safety-Car-Phase.

«Wir steckten mit beiden Autos im Verkehr fest. Kimi und Antonio haben einen guten Job gemacht, aber das Rennen war für uns von Beginn weg beeinträchtigt», sagte Teamchef Frédéric Vasseur.

Mercedes siegt und siegt

Der Sieg ging auch in Baku an Mercedes – diesmal siegte Valtteri Bottas vor Weltmeister Lewis Hamilton, der die WM-Führung dadurch wieder an seinen finnischen Teamkollegen abtreten musste. Es war der vierte Doppelsieg in Serie für das Weltmeisterteam. Für den stärksten Herausforderer Ferrari blieben nur die Ränge 3 (Sebastian Vettel) und 5 (Charles Leclerc). (zo)

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