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Der neue «Sauber» ist da - und landet gleich im Kiesbett

Das C im Namen ist geblieben

Der neue «Sauber» ist da - und landet gleich im Kiesbett

Der neue Bolide des Hinwiler Alfa-Romeo-Teams heisst C38. Das ist auch eine Hommage an Peter Sauber.

Florian
Bolli
Montag, 18. Februar 2019, 09:33 Uhr Das C im Namen ist geblieben

So hatte sich Kimi Räikkönen die erste Ausfahrt mit seinem neuen Dienstwagen wohl nicht vorgestellt. Nach nur fünf Minuten der ersten Vorsaison-Tests in Barcelona landete der Finne mit dem C38 im Kiesbett und sorgte für den ersten Unterbruch.

Kaputt ging beim Dreher augenscheinlich nichts, doch Räikkönen blieb stecken. Das Auto musste auf einem Lastwagen zur Boxengasse zurückgebracht werden.

Dort hatte das Alfa-Romeo-Team als letzter der zehn Formel-1-Rennställe rund 40 Minuten zuvor seinen Boliden für die Saison 2019 präsentiert. Kurz nach 8.20 Uhr enthüllten Räikkönen und sein Teamkollege Antonio Giovinazzi das in Hinwil gebaute Auto mit der Bezeichnung C38.

Das C steht für Saubers Frau

Der Name ist auch eine Hommage an Peter Sauber: Er hatte seine Fahrzeuge schon mit dem ersten Buchstaben des Vornamens seiner Frau Christiane bezeichnet, bevor er 1993 den Schritt in die Formel 1 wagte. Lediglich als das Hinwiler Team unter BMW-Ägide fuhr, verschwand die Typenbezeichnung aus dem offiziellen Namen. Intern wurde in Hinwil aber weitergezählt.

Ähnliche Farben wie im letzten Jahr

Nun erinnert die Bezeichnung C38 noch an die Hinwiler Herkunft, nachdem der Name Sauber aus dem Teamnamen verschwunden ist. Keine grosse Änderung gab es auch bei der Farbgebung des Autos – wie im Vorjahr kommt der Bolide in rot und weiss daher. Das Logo von Namenssponsor Alfa Romeo wirkt nun noch dominanter.

Auf der Vorderseite des Heckflügels prangt weiterhin der Schriftzug «Schweiz Suisse Svizzera», getrennt von zwei Schweizer Kreuzen. Auch der Name Sauber ist weiterhin auf dem Auto vertreten mit dem Schriftzug «Sauber Engineering» unmittelbar vor den Hinterrädern auf dem Seitenkasten.

Radikaler Frontflügel

Augenfällig am neuen Auto ist insbesondere der Frontflügel. Aufgrund des neuen Regelwerks darf er weniger Teile umfassen als bisher und muss statt 1,8 Meter nun 2 Meter breit sein. Das soll ermöglichen, dass die Aerodynamik weniger gestört wird, wenn man nahe auf ein anderes Auto aufschliesst, und so zu mehr Überholmanöver führen. In Hinwil entschied man sich für eine radikalere Variante als bei der Konkurrenz mit grossen angewinkelten Elementen, die die Luft um die Vorderräder leiten sollen und nicht über die ganze Breite des Flügels verlaufen.

Während auf den offiziellen Fotos ein normaler Frontflügel am Auto angebracht ist, war die radikalere Variante am C38 letzten Donnerstag zu sehen, als auf Ferraris hauseigener Teststrecke in Fiorano ein sogenannter «Filming Day» durchgeführt wurde. 33 Runden fuhr Hinwil-Rückkehrer Kimi Räikkönen damals mit dem Auto in einer Testbemalung.

Ab heute steht der C38 in Barcelona im Testeinsatz, zuerst mit Räikkönen am Steuer. Am Dienstag kommt dessen Teamkollege Antonio Giovinazzi zum Zug.

Die Formel-1-Saison 2019 beginnt am 17. März mit dem GP von Australien in Melbourne.

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