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Stets in Podestnähe

Laupner Rennfahrer Mauro Calamia

Stets in Podestnähe

Für den Laupner Rennfahrer Mauro Calamia ging eine abwechslungsreiche Saison mit einem 4. Rang zu Ende. Im nächsten Jahr will er wieder angreifen – noch ist aber nicht klar, in was für einer Rennserie.

Florian
Bolli
Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19:13 Uhr Laupner Rennfahrer Mauro Calamia

Ein Rennen stünde eigentlich noch an in der Langstreckenserie «Creventic 24h». Doch Mauro Calamia wird Mitte November nicht nach Austin im US-Bundesstaat Texas reisen und somit beim Saisonfinale fehlen – eine Teilnahme wäre logistisch und zeitlich aufwendig. Für den 26-Jährigen endete die Saison bereits vor zehn Tagen mit dem 12-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

Calamia und Christoph Lenz, mit dem sich der Laupner das Cockpit des Mercedes AMG GT3 teilte, belegten den 11. Rang unter 51 klassierten Fahrzeugen. In der Kategorie A6-Pro verpassten sie damit das Podest als Vierte knapp. «Fahrerisch waren wir sehr zufrieden, aber wir hatten Pech und waren wegen technischer Probleme fünf Runden an der Box. Schade – wir wären sonst sicher auf das Podest gefahren», sagt Calamia.

Ursprünglich war der Laupner in einem anderen Team und Auto in die Saison gestartet. Mit Lenz und Roberto Pampanini (er fehlte in Spa aus privaten Gründen) war er Teil des Grasser Racing Teams, das in der Langstreckenserie einen Lamborghini Huracan an den Start schickte. Doch nach zwei Rennen in Dubai (6. Platz) und Silverstone (4. Platz) entschied das Trio, fortan mit einem eigenen Team an den Start zu gehen. «Für meine Kollegen passte es nicht», sagt Calamia. Für Lenz und Pampanini, die über weniger Erfahrung verfügen als der Laupner, war der Lamborghini ein zu anspruchsvolles Fahrzeug.

Rückschlag nach starkem Start

Die beiden Geschäftsmänner, die für Calamia sowohl gute Freunde als auch Sponsoren sind, kauften kurzerhand einen Mercedes AMG GT3. Damit ging das Trio fortan als «Swiss Team» an den Start. Das ist kein komplett neuer Rennstall, sondern er basiert auf jener im Tessin beheimateten Equipe, für das Calamia 2014 in der Maserati Trofeo World Series den WM-Titel holte.

Das Projekt startete stark, Calamia und seine Kollegen fuhren in den 12-Stunden-Rennen von Navarra (3.) und Imola (2.) jeweils aufs Kategorien-Podest. Im 24-Stunden-Rennen von Portimao musste das Trio einen Rückschlag einstecken und das Rennen aufgeben, als nach etwas mehr als fünf Stunden ein Stossdämpfer brach. Danach verpasste das Team in Monza wegen einer defekten Tankanlage und nun in Spa auch aus technischen Gründen das Kategorien-Podest jeweils als Vierte.

Auch Frust war dabei

Eine schlechte Bilanz ist das nicht – und doch ist Calamia nur bedingt zufrieden. «Wir starteten mit einem Podestplatz und das Ziel wäre gewesen, dass es so weitergeht. Fahrerisch wars eine gute Saison – umso frustrierender ist es, wenn man die Ziele nicht erreicht, weil etwas am Auto kaputtgeht was nicht kaputtgehen sollte.»

«Fahrerisch wars eine gute Saison – umso frustrierender ist es, wenn man die Ziele nicht erreicht, weil etwas am Auto kaputtgeht was nicht kaputtgehen sollte.»
Mauro Calamia

Wie es für Calamia weitergeht, ist offen. «Das Ziel ist, dass wir weiterhin mit dem Mercedes in der GT3-Klasse fahren», sagt Calamia. Ob dies in einer Langstreckenserie oder in weniger kostenintensiven Sprintrennen sein wird, ist offen. Sicher scheint aber: In irgendeiner Form wird das Trio Calamia, Lenz und Pampanini erneut zusammenspannen. «Wir haben uns 2016 kennengelernt und kommen menschlich super mitenander aus», sagt der Laupner.

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