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Giovinazzi ersetzt Ericsson

Sauber besetzt auch zweites Cockpit neu

Giovinazzi ersetzt Ericsson

Das Hinwiler Sauber-Team besetzt in der nächsten Saison gleich beide Cockpits neu. Marcus Ericsson wird nach vier Jahren im Sauber-Team durch den Italiener Antonio Giovinazzi ersetzt.

Florian
Bolli
Dienstag, 25. September 2018, 15:09 Uhr Sauber besetzt auch zweites Cockpit neu

Der Hinwiler Formel-1-Rennstall Sauber steigt gleich mit zwei neuen Fahrern in die nächste Saison. Antonio Giovinazzi übernimmt künftig das Cockpit des Schweden Marcus Ericsson. Der Italiener wird damit Teamkollege von Rückkehrer Kimi Räikkönen. Der Finne übernimmt das Cockpit von Charles Leclerc, dessen Beförderung zu Ferrari vor zwei Wochen offizialisiert wurde.

Wie es in einer Medienmitteilung des Teams heisst, hat man sich «der Tradition getreu, junge Talente zu entdecken und auszubilden» für Giovinazzi entschieden. Die Entscheidung sei «insbesondere in Hinblick auf das Projekt relevant, das Alfa Romeo nach mehr als 30 Jahren Abwesenheit in die Formel 1 zurückkehren liess».

Ferrari durfte mitbestimmen

Diese Sätze bedeuten nichts anderes, als dass Ferrari sein Recht in Anspruch nahm, ein Sauber-Cockpit zu besetzen. Die Italiener hatten bereits für die diesjährige Fahrerpaarung ein Mitspracherecht und platzierten Leclerc im Hinwiler-Team. Giovinazzi ist nun quasi der Nachfolger des Monegassen. Der 24-jährige Italiener hat bereits mehrfach für Sauber getestet. Seine ersten beiden Renneinsätze absolvierte er zu Beginn der Saison 2017, als er den verletzten Pascal Wehrlein in Australien und China ersetzte.

«Ich freue mich sehr, dem Alfa Romeo Sauber F1 Team als Stammfahrer beizutreten. Dadurch wird ein Traum wahr und es ist mir eine Freude die Gelegenheit zu haben, für dieses Team Rennen zu fahren», wird Giovinazzi im Communiqué zitiert.

Ericsson zurückgestuft – für Räikkönen

Über die Klinge springen muss Marcus Ericsson – im Prinzip für Räikkönen, da Sauber selber nur einen Fahrer frei bestimmen kann. Der 28-jährige Schwede stiess in der Saison 2015 zu Sauber und holte seither in 75 Rennen 14 WM-Punkte. Aus seinem Umfeld stammen die Geldgeber, die den Rennstall im Sommer 2016 übernahmen und ihn schon zuvor durch Finanzspritzen am Leben erhalten haben.

Ericsson wird wohl auch deshalb weiterhin eine Rolle im Team spielen – als dritter Fahrer und «Markenbotschafter», wie es bei Sauber heisst. «Ich hätte gerne weitergemacht, aber einen Fahrer wie Kimi Räikkönen an Bord zu haben, ist eine tolle Gelegenheit für das gesamte Team», wird Ericsson zitiert. «In Zukunft werde ich weiterhin einen Beitrag an der Entwicklung des Teams leisten, so wie ich es bisher getan habe, und zwar mit voller Widmung und all meiner Unterstützung.»

Teamchef Frédéric Vasseur bedankt sich im Communiqué bei Ericsson für «seine Hingabe und für die tolle Arbeit, die er die letzten vier Jahre in unserem Team geleistet hat.» Die Arbeit des Schweden sei auch in Bezug auf die Fortschritte in diesem Jahr ein wesentlicher Faktor gewesen. «Er hat eine lange Geschichte mit unserem Team und wir freuen uns auf unser gemeinsames neues Kapitel. Wir werden alles tun, um uns weiterhin in diese positive Richtung zu bewegen.»

«Unser Ziel ist es, weitere Fortschritte zu erzielen und gemeinsam um Positionen zu kämpfen, die zählen.»
Teamchef Frédéric Vasseur

Damit hat Sauber seine Fahrerpaarung für die nächste Saison schon verhältnismässig früh bestimmt. Das freut auch Vasseur: «Erst haben wir uns Kimi Räikkönen als Fahrer gesichert, der extrem erfahren ist und einen grossen Beitrag zu der Entwicklung unseres Autos, sowie den Fortschritten des Teams als Ganzes leisten wird. Gemeinsam mit Alfa Romeo freuen wir uns, Antonio Giovinazzi willkommen zu heissen, der den Platz von Charles Leclerc einnehmen wird. Wir hatten bereits in der Vergangenheit die Gelegenheit, mit ihm zu arbeiten, und er hat grosses Potenzial gezeigt. Unser Ziel ist es, weitere Fortschritte zu erzielen und gemeinsam um Positionen zu kämpfen, die zählen.»

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