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Oberländer Drittligist

FC Hinwil trennt sich von Trainer Dietrich

Für Alfons Dietrich übernehmen beim FC Hinwil zwei Vorstandsmitglieder in den letzten beiden Partien der Vorrunde. Der Trainerwechsel bildet damit bis anhin eher eine Ausnahme auf den regionalen Fussballplätzen.

David
Schweizer
Donnerstag, 04. November 2021, 18:27 Uhr Oberländer Drittligist
Nicht mehr Trainer beim Drittligisten FC Hinwil: Alfons Dietrich.
Archivfoto: Robert Pfiffner

Mit konstanteren Auftritten ins Tabellenmittelfeld der Drittliga-Gruppe 6. Dies erhoffte sich Hinwils Trainer Alfons Dietrich im Vorfeld der Meisterschaft. Die Realität ist allerdings vielmehr auch im dritten Jahr nach dem Wiederaufstieg der Kampf ums Überleben.

Nach neun Runden sind die Hinwiler direkt über den Abstiegsrängen klassiert. Aus den letzten sechs Punkten resultierte nur noch ein Punkt. Allerdings waren die Gegner auch die Spitzenteams Pfäffikon und Herrliberg.

Für den Vorstand des FCH ist die Baisse Grund genug, um zu Handeln. Es stellte Dietrich gemeinsam mit Assistent Claudio Petrini frei. 

«Wir haben uns diesen Schritt lange überlegt, wollten aber für die letzten beiden Spiele nochmals einen Impuls setzen», begründet Vizepräsident Marcel Straub den Entscheid.

Fixe Trainerlösung erst auf Rückrunde

Betreut werden die Hinwiler deshalb im kapitalen Match beim Vorletzten FC Fehraltorf und danach gegen Männedorf ad interim von den Vorstandsmitgliedern Markus Wolfensberger (Leiter Junioren) und Oliver Stucki (Marketing und Sponsoring). 

Parallel dazu läuft per sofort die Suche nach einer neuen Trainerlösung für die Rückrunde.

Für den langjährigen Hinwil-Trainer Dietrich kam die Entlassung trotz mageren Resultaten überraschend. Der 56-Jährige macht für die sportliche Dürre reichlich Verletzungspech geltend. Und dennoch: Gerade die Punktverluste gegen Rüti 2 (2:2) und Uster 2 (1:2) bezeichnet er als unnötig.

Dietrich ist der zweite Drittliga-Coach aus der Region, der in der laufenden Saison seinen Posten räumen musste.

Anfang September war es beim FC Effretikon zur vorzeitigen Trennung mit Flakon Halimi gekommen. Eine sportliche Trendwende war unter dem neuen Verantwortlichen Daniel Sousa bisher nicht zu erkennen. Der Zweitliga-Absteiger ist dadurch in der Gruppe 4 auf dem enttäuschenden sechsten Platz klassiert.

Und Handlungsbedarf war offenbar auch beim noch immer sieglosen Eisenbahner SV nötig. Der Gruppengegner von Effretikon und Kempttal beendete das Engagement mit dem früheren Challenge-League-Spieler Edgar Coutinho (ex Winterthur) nach nur wenigen Monaten.

Nebengeräusche bei Oberländer Zweitliga-Gegner

Ansonsten blieb es im Vergleich zu früheren Jahren bisher eher ruhig. In der «Oberländer» Zweitliga-Gruppe 2 wechselte einzig das abstiegsgefährdete Töss den Trainer – mit allerdings ziemlichen Nebengeräuschen.

Gleich 15 «Ur-Tössemer» Spieler gaben laut dem «Landbote» vor Wochenfrist aufgrund der Wahl von Abramo D'Aversa (er betreute zuvor den Stadtrivalen Phönix Seen) aus Protest den sofortigen Rücktritt bekannt.

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