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Fussball in der Region

Der erwartete Entscheid

Die Meisterschaft im Amateurfussball wird per sofort unterbrochen. Die Klubs aus der Region dürften damit vorzeitig in die Winterpause gehen. 

David
Schweizer
Donnerstag, 29. Oktober 2020, 11:34 Uhr Fussball in der Region
Das wohl letzte Zweitliga-Derby des Jahres fand zwischen Wetzikon und Gossau statt.
Foto: David Kündig

War das Drittliga-Spiel vom Mittwochaebend zwischen Rüti 2 und Mönchaltorf (0:1) das letzte Spiel bei den Aktiven in der Region in diesem Jahr? Mit ganz grosser Wahrscheinlichkeit.

Der Bundesrat verbot bis auf Weiteres Kontaktsportarten – und damit auch den Amateurfussball. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 16 Jahren. Bis zu den C-Junioren dürften also zumindest weiterhin Trainings und Spiele bestritten werden.

Einzelne Nachtragspartien in den unteren Ligen sowie drei Sechzehntelfinal-Spiele des FVRZ-Cups konnten somit am Mittwoch noch ausgetragen werden. Für den auf Donnerstag angesetzten Cup-Match zwischen Volketswil und Uster gilt allerdings beispielsweise schon die neue Anordnung.

«Wir hätten gerne auch noch die restlichen Meisterschaftspartien gespielt», sagt Usters Sportchef Roland Leemann. Er hofft nun, dass im März plangemäss der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Bedauern und Verständnis

Einen guten Grund, den Unterbruch zu bedauern, hätte eigentlich der FC Greifensee, der auch am Donnerstag im Cup-Einsatz gestanden wäre. Nach einem durchwachsenen Start in die Zweitliga-Saison bezwang der FCG zuletzt die Spitzenteams von Uster und SV Schaffhausen. «Wir bedauern natürlich den Entscheid, haben aber auch gleichzeitig vollstes Verständnis dafür», sagt Sportchef Rolf Imhof.

Sowieso war dieser wegen der Fallzahlen-Entwicklung in den letzten Tagen erwartbar.

Selbst wenn der Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) sich noch am Freitag mit einem Schreiben an die Vereine richtete und darin deren Prävention und generelle Arbeit herausstrich. Lediglich ein Prozent aller Vorrundenspiele hatten bis zum vorletzten Wochenende nämlich aufgrund von Covid-19-Fällen verschoben und neu angesetzt werden müssen. «Im Wissen, dass es möglicherweise zu noch mehr Spielverschiebungen kommen wird, sind wir der festen Überzeugung, dass der Fussball gerade in der jetzigen, schwierigen Zeit ein sehr wichtiger Ausgleich zum Alltag ist», vermittelte der FVRZ darin noch Zuversicht.

Und er gab mit den ergänzten Spielbetriebsweisungen selbst bei einem Unterbruch im Oktober/November den Vereinen einen Horizont – mit dem 13. Dezember als letzten Ansetzungstermin.

Die Empfehlung des SFV

Das ist nun alles Schall und Rauch. Vor allem weil der bundesrätliche Entscheid unbefristet ist. Willy Scramoncini, Leiter Spielbetrieb im FVRZ, bereitet dieser Umstand gerade im Zusammenhang mit den Halbjahresmeisterschaften und einzelnen Entscheidungen in den ­Junioren-Gruppen etwas Bauchschmerzen. Die Hoffnung, die nötigen Partien tatsächlich noch in diesem Jahr durchführen zu können, schwindet dadurch auf ein Minimum.

Dazu passt eine erste Mitteilung des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) zu den Massnahmen des Bundesrats. «Weil nur noch wenige Runden zu spielen sind, kommt dieser Unterbruch einer vorgezogenen Winterpause gleich», schreibt der SFV und empfiehlt den betroffenen Abteilungen und Re­gionalverbänden, die verbleibenden Spiele dieses Jahres auf das Frühjahr 2021 zu verschieben.

Ob der FVRZ dieser tatsächlich nachgeht, dürfte schon am Donnerstag bekannt werden.

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