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Wer hinter den Rütner Turnieren steht

Hallenfussball in Rüti

Wer hinter den Rütner Turnieren steht

Seit bald 20 Jahren organisiert Ibrahim Sen in der Rütner Sporthalle Schwarz Hallenfussballturniere. Es ist eine Erfolgsgeschichte – das beweist das steigende Interesse von Teilnehmern und Sponsoren.

Florian
Bolli
Mittwoch, 23. Januar 2019, 15:00 Uhr Hallenfussball in Rüti
Ibrahim Sen investiert viel Zeit in die Rütner Hallenturniere.
PD

Ibrahim Sen kann aufatmen. Auch das zweite Hallenfussball-Turnier in diesem Winter ist vorbei. Am letzten Wochenende traten in der Rütner Turnhalle Schwarz 48 Teams gegeneinander an – zum 13. «Soccerstar». Die Zahl 13 brachte kein Unglück, wie Sen lachend sagt, «ich bin schon etwas abergläubisch, aber es ist alles gut gegangen. Es war ein faires Turnier, und man sah den Teilnehmern den Spass an.»

Seit bald 20 Jahren organisiert der 42-jährige Sen die Hallenturniere in Rüti – und dies mit Erfolg. Bei der Premiere 2001 waren 32 Teams dabei, 2002 waren es bereits 48. Seit der Saison 2003/2004 gibt es zwei Turniere pro Jahr – den Indoor Masters Soccer Cup jeweils im Dezember und eben den Soccerstar im Januar. Die Anlässe sind beliebt – über 90 Teams interessierten sich letzten Dezember für eine Teilnahme, nur für 72 davon hatte es Platz. Aufgeteilt sind die Anlässe jeweils in ein Tages- und ein Nachtturnier. «Die Grösse ist so gerade optimal», sagt Sen.

Mehr Tempo, bessere Technik, mehr Taktik

Die Quantität stimmt also – und die Qualität lässt sich ebenfalls sehen. Das zeigen die Videos, das sagt aber auch Sen selber, der in den Anfängen der Rütner Turniere auch selber mitspielte. «Ich glaube, wir hätten heute keine Chance mehr», sagt er. Schneller, technischer, taktischer seien die Partien heute, «es wird intelligenter gespielt als früher.» Es sind nicht nur klassische Feierabendkicker, die sich in Rüti treffen, sondern auch Spieler aus den höheren nationalen Amateurligen.

«Es wird intelligenter gespielt als früher.»
Ibrahim Sen

Der Aufwand, den Sen für die Organisation der Turniere auf sich nimmt, ist gross. An den Turnieren selber kann er auf personelle Unterstützung zählen – auch von der Gemeinde Rüti. Und seit 2017 hat er zumindest für das Dezember-Turnier in der Organisation Unterstützung erhalten. In der Vorbereitung aber erledigt der Rütner, der als Business Analyst bei einem Schweizer Rückversicherer arbeitet, weiterhin vieles in Eigenregie.

Rund ein halbes Jahr vor dem ersten Turnier beginnt er jeweils damit, erstellt Flyer, hält die Website aktuell, kümmert sich um die Anmeldungen, die Schiedsrichter, die Sponsoren. Um die 15’000 Franken pro Turnier bewegt sich das Budget jeweils, wobei die Teilnehmer jeweils ein Startgeld von rund 170 Franken bezahlen.

Die Spiele im Livestream

Gerade im Umgang mit den Sponsoren stellt Sen fest, dass seine Turniere etabliert sind. Er sagt, der Aufwand für die Sponsorensuche halte sich in Grenzen. In diesem Jahr gelang es ihm gar, einige neue Sponsoren an Land zu ziehen. «Sie sehen, dass es uns schon lange gibt und wir die Sache möglichst professionell machen wollen».

Die Unterstützung von Partnern – entweder mit Geld oder mit Gegenleistungen – ermöglicht ihm, auf der Webseite Services wie einen Livestream anzubieten – was wiederum für andere Sponsoren attraktiv ist, weil Sen ihr Logo so einem breiteren Publikum präsentieren kann. Auf dem Youtube-Channel des Turniers sind zudem die Live-Mitschnitte jeder Partie verfügbar.

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