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Eishockey MSL

Dübendorf ist die Tabellenführung los

Der EHC Dübendorf muss sich Thun 3:5 geschlagen geben und rutscht in der MSL auf Platz 3 ab.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 17. Oktober 2021, 18:28 Uhr Eishockey MSL
Für den EHC Dübendorf gab es in Thun nichts zu holen.
Archivfoto: Christian Merz

Zweite Niederlage in Folge für den EHC Dübendorf. Nachdem die Glattaler schon am Mittwoch in Arosa mit einer 3:5-Niederlage die Heimreise antreten mussten, setzte es auch in Thun dasselbe Resultat ab. Und es war ein Ergebnis mit Konsequenzen auf die Tabelle. Der EHCD musste damit nämlich gleichzeitig seine Leaderstellung abgeben.

Dabei schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Im eher ereignisarmen ersten Drittel brachte zunächst Kris Schmidli sein Team auf Kurs, als er Thuns ­Keeper Stephan Küenzi von der blauen Linie aus überraschte (19.).

Im Mitteldrittel häuften sich dann die Strafen. Dübendorf nützte seine sich bietende zweite Gelegenheit eiskalt aus, indem Joel Steinauer eine Powerplay-Situation über Schmidli und Marco Suter zum 2:0 erfolgreich abschloss (28.). Nur: Die Antwort der Berner Oberländer liess nicht lange auf sich warten. Bereits 44 Sekunden später erzielte Fabian Boss nach einer Willensleistung den Anschlusstreffer. 

Körperbetont und emotional

Die körperbetonte und emotional geführte Partie wogte hin und her. Und spätestens als Michael Bärtschi in der 42. Minute ebenso eine Überzahlgelegenheit zum 2:2 ausnutzte, war das Momentum aufseiten von Thun. In dieses Bild passte auch die erstmalige Führung der Gastgeber mittels Shorthander. Erneut war es Boss, der dieses Mal einen Dübendorfer mittels «Toe-Drag»-Trick aussteigen liess (48.) – 3:2.

Der zuvor viermal als Verlierer vom Eis gegangene EHC Thun war nun am Drücker, konnte aber wiederholt nicht reüssieren. Besser machte es Rubio Schir, der in der 53. Minute die Gäste wieder auf Kurs brachte. Die Glattaler hatten allerdings die Rechnung ohne Boss gemacht, der fünf ­Minuten vor Schluss ein drittes Mal traf. Der Matchwinner sprach dann auch hinterher von einem «grossen Stein, der vom Herzen gefallen war» – gerade nach der letzten, heftigen 2:8-Klatsche in Martigny.

Alles nach vorne geworfen

In der verbleibenden Zeit warf der EHCD alles nach vorne und nahm für die Schlussphase entsprechend Torhüter Remo Trüb aus dem Gehäuse. Der erhoffte Ertrag blieb aber wie so oft aus. Nach einem Scheibenverlust vermochte Boss seinen Stürmerkollegen Bärtschi zu lancieren, welcher seinerseits ins verlassene Tor traf.

Immerhin: Für die Glattaler gibt es am Mittwoch gegen Basel nicht nur die Gelegenheit, sich wieder zu rehabilitieren. Mit einem Erfolg über das Team des Dübendorfers Christian Weber können sie den neuen Tabellenführer der MSL auch gleich wieder entthronen. (zo)

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