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Grosser Gewinn für Glattaler Verein

Glanzresultat für den EHCD

Der EHC Dübendorf hat an der Generalversammlung einen Gewinn von über 300000 Franken ausgewiesen – nach einer Saison, die eigentlich gar nicht stattfand. Und mahnt gleichzeitig zur Vorsicht.

Redaktion
Züriost
Montag, 05. Juli 2021, 17:58 Uhr Grosser Gewinn für Glattaler Verein
Die Mitglieder des EHC Dübendorf durften sich über einen sehr positiven Jahresabschluss freuen.
Foto: PD/Christian Merz

Es war eine überaus positive Nachricht, die der Vorstand des EHC Dübendorf seinen Mitgliedern an der Generalversammlung in der Curlinghalle im Chreis überbrachte. Der Glattaler Klub, dessen Fanionteam in der höchsten Amateurliga MSL spielt, verzeichnet einen Gewinn von rund 330000 Franken.

Ende 2018 noch hatte der EHCD verkünden müssen, dass ihm 320000 Franken in der Bilanz fehlen. Es war der Wendepunkt, danach optimierte man viele Prozesse.

Der Klub war damit auf die Corona-Krise vorbereitet. Die Ausgabenbremse funktionierte, die  detaillierte Buchführung bildete die Basis, um rasch Unterstützungsbeiträge abrufen zu können. In einem Jahr wurden die langfristigen Verbindlichkeiten von 217‘000 (2020) auf neu 100000 Franken per 30. April 2021 reduziert. 

Den ausserordentlichen Gewinn erklärte Finanzchefin Bettina Walser mit grossen, einmaligen Sondereffekten: Alleine 100000 Franken stammen aus dem städtischen Unterstützungsbetrag zu Gunsten der 2019 lancierten Solidaritätsaktion.

«Ein solcher Gewinn ist einmalig und darf nicht zu Fehleinschätzungen führen.»

Fredy Meyer, Präsident EHC Dübendorf

Die Cup-Partie gegen die ZSC Lions konnte noch durchgeführt werden, bevor der Meisterschaftsabbruch zu einem abrupten Ausgabenstopp führte. Die budgetierten Eiskosten wurden damit massiv reduziert.

Zudem verzichteten Sponsoren, Fans und viele Mitglieder auf Rückzahlungen. Weiter flossen rund 75000 Franken aus dem Covid-Unterstützungsfonds in den Verein und Ausgleichszahlungen aus Kurzarbeit trugen zum positiven Ergebnis bei, wie der Verein in seiner Medienmitteilung schreibt. 

Präsident Fredy Meyer dankte allen, die zum Ergebnis beitrugen. Gleichzeitig mahnte er zur Vorsicht.

«Ein solcher Gewinn ist einmalig und darf nicht zu Fehleinschätzungen führen. Im Gegenteil: Wir erwarten in der Folgesaison noch Auswirkungen aus Corona, wie beispielsweise viel tiefere Einnahmen aus Ausbildungsentschädigungen. Der für den EHC Dübendorf sehr lukrative Cup ist gestrichen, diese Einnahmen werden uns schmerzhaft fehlen und müssen neu generiert werden.» 

Der Vorstand habe deshalb einen Dreijahresplan beschlossen, um die mittelfristige Zukunft des Vereins zu stärken, so Meyer. Der Klub legte denn auch ein Budget mit einem Gesamtaufwand von rund 1,4 Millionen Franken vor, das mit einem neutralen Ergebnis rechnet. 

Der überraschte Sportchef

Ein Duo wurde zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Präsident ehrte zunächst Bettina Walser. Die langjährige Sekretariatsführende und aktuelle Finanzchefin blickt auf 30 Jahre Vorstandsarbeit zurück. Sie ist damit das amtsälteste Mitglied.

Sichtlich überrascht von der Ernennung zum Ehrenmitglied war Sportchef Urs Wüst. Der ehemalige Nachwuchsspieler des EHCD ist nun seit 25 Jahren im Vorstand des Vereins.

Präsident Fredy Meyer (Mitte) mit den zwei neuen Ehrenmitgliedern Bettina Walser und Urs Wüst. (Foto: PD)

Er engagiert sich aber nicht nur für «seinen» Verein, sondern arbeitet seit Anbeginn auch an der nationalen Entwicklung und Ausrichtung des Amateursports und der MSL mit. Wüst ist zudem einer der Baumeister der heute so erfolgreichen ZSC Lions Nachwuchspyramide.

Neben dem Duo wurde Jürg Ziegler ebenfalls geehrt – für seine 20-jährige Tätigkeit als Funktionär. 

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