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Dürnten abgezockt zum ersten Matchpuck

Eishockey 2. Liga

Dürnten abgezockt zum ersten Matchpuck

Dem EHC Dürnten Vikings fehlt im Zweitliga-Final gegen Illnau-Effretikon noch ein Sieg zur Titelverteidigung.

Redaktion
Züriost
Montag, 09. März 2020, 17:39 Uhr Eishockey 2. Liga

23 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, als der EHC Illnau-Effretikon im Oberländer Zweitliga-Final gegen die Dürnten Vikings erstmals in Führung ging.

Verteidiger Florian Schwarz gelang es, eine schöne Kombination zum 2:1 abzuschliessen. Das Tor hatte befreiende Wirkung – nur eine Minute später legte der EIE nämlich sogar nach.

Das sofortige Rebreak in der Best-of-5-Serie lag also in der Luft. Auch wenn Oliver Brunner für die Gastgeber bei einer Überzahlsituation noch im Mittel­abschnitt zumindest verkürzen (27.) konnte.

Nur: Am Ende ging der EIE dennoch leer aus. 3:5 verlor er auch die zweite Partie – er ist ­damit am Dienstag gegen den Titelverteidiger in der heimischen Eselriet-Halle unter Erfolgszwang.

«Wir waren die bessere Mannschaft, aber leider zählt am Schluss nur das, was oben auf der Anzeige steht.»

Mike Hässig, Sportchef EHC Illnau-Effretikon

Sportchef Mike Häbig stellte hinterher ernüchternd fest: «Wir waren die bessere Mannschaft, aber leider zählt am Schluss nur das, was oben auf der Anzeige steht.»

62 Sekunden für die Wende

62 Sekunden brauchten die Vikings nur für die Wende. Adrian Stoob war zunächst für den Ausgleich besorgt (54.), ehe einmal mehr Yves Rüegg für den Unterschied besorgt war – 4:3.

Illnau-Effretikon riskierte in der verbleibenden Zeit nochmals alles. Es nützte nichts. Im Gegenteil: Mit einem sechsten Feldspieler, anstelle von Torhüter Dennis Volkart, kassierte der EIE 37 Sekunden vor der Schlusssirene noch den fünften Treffer.

Es war wie schon beim ersten Vergleich ein intensives, schnelles Playoff-Duell – geprägt auch von vielen Emotionen, die mit deutlich mehr Strafen als im Startspiel verbunden waren.

Gerade im letzten Abschnitt mussten die Gäste des Öfteren in Unterzahl agieren. Tore fielen in diesen Phasen zwar keine – sie kosteten aber Kraft, die womöglich andernorts dann fehlte.

«Wichtig ist es, nie in Panik geraten und positiv zu bleiben. Auch wenn nicht mehr viel Zeit bleibt.»

Gunnar Hosner, Trainer EHC Dürnten Vikings

«Wichtig ist es, nie in Panik geraten und positiv zu bleiben. Auch wenn nicht mehr viel Zeit bleibt», sagt Dürntens Trainer Gunnar Hosner. Tatsächlich spielte der aktuelle Zweitliga-Meister gerade in der Schlussphase seine in unzähligen Playoff-Schlachten erworbene Abgebrühtheit einmal mehr aus.

Kämpferischer Sportchef

Mentale Stärke ist nun nach dem neuerlichen Rückschlag insbesondere aufseiten des EHC Illnau-Effretikon gefragt.

Sportchef Häbig hat keinerlei Zweifel, dass die zweite Finalniederlage den Spielern auf die Moral geschlagen hat. «Wir werden zurück in die Serie kommen, garantiert», gibt er sich unverändert kämpferisch. Ganz unaufgeregt blickt derweil Vikings-Coach Hosner auf das nächste Derby. «Der EIE muss gewinnen, wir dürfen», sagt er. (dsc/hmi)

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